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Mittwoch, 13. Mai 2015

Rezension: "Kein Wort zu Papa" von Dora Heldt

Marleen sitzt in Untersuchungshaft in Dubai und Ines und Christine müssen spontan die Pension schmeißen...


Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 5 von 7
Originaltitel: Kein Wort zu Papa
Erscheinungsdatum: 01.12.2010
Seitenzahl: 330
ISBN: 9783423248143


Klappentext:
»Das schaffen wir mit links!« Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst ziemlich mulmig zumute. Ihre Freundin Marleen hat sie angefleht, für ein paar Tage ihre Pension auf Norderney zu übernehmen - ein Job, von dem Christine nicht die leiseste Ahnung hat. Die Schwestern stoßen schnell an ihre Grenzen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Zu allem Überfluss flackert Gisbert von Meyers Verliebtheit in Christine wieder auf, und er schreibt einen geheimnisvollen Artikel, den Papas Freund Kalli sofort nach Sylt faxt. Prompt stehen Papa und Mama auf der Matte, als selbst ernannte Retter. Das Chaos ist perfekt. Zumal Christine und Ines sich immer mehr in Lügen verstricken: Marleen und ihr Freund sitzen wegen einer dubiosen Verdächtigung in Dubai in Untersuchungshaft, was keiner erfahren darf ...


"Das gibt es doch nur an der Nordsee: so ein Gewitter und nach einer halben Stunde ist alles vorbei, und die Sonne scheint wieder. Wie im Leben." (Seite 322)

Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt gut zur Reihe, auch wenn es mir persönlich nicht so gut gefällt. Der Titel ist ok, aber nicht ganz so passend. Der Klappentext ist an sich ganz gut, aber verrät vielleicht etwas viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mal wieder mitten in Christines Leben. Sie hat nur noch so einen Gelegenheitsjob und mit Johann läuft es auch nicht so gut. Dann kommt Ines mit dem Vorschlag, doch in Urlaub zu fahren, bis plötzlich Marleen mit der Bitte anruft, dass die Beiden sich doch um die Pension kümmern sollen. Gesagt getan und gemeinsam waren wir wieder mitten im gewöhnlichen Chaos...
Die Idee ist eigentlich ziemlich typisch. Dieses Mal sitzt Marleen in Dubai fest und möchte, dass Christine und Ines sich um die Pension kümmern, wo durch das Chaos eigentlich schon vorprogrammiert ist.
Obwohl man ziemlich viel erahnen und vermuten kann, was einen so beim Lesen erwartet, konnte es mich einfach gut unterhalten. Dora Heldt schreibt für mich einfach so typische Geschichte, die man ohne großes Nachdenken lesen kann, die lustig sind, etwas chaotisch, mit ein wenig Liebe und das Ganze ist am Meer angesiedelt. Und genau das war hier auch wieder der Fall.
Wie gesagt, manche Ereignisse konnte man sich denken, andere kamen überraschend. Das wechselt sich immer mal wieder ab, aber der Lesespaß ist definitiv vorhanden.
Das Ende habe ich eigentlich ziemlich so bzw so ähnlich erwartet und so kam es dann auch.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist mal wieder gewohnt locker-leicht, wie man es bei Dora Heldt erwartet. Ein bisschen viel Humor, etwas Chaos und ein wenig Spannung.

...Charaktere:
Die Bücher leben einfach von den Charakteren. In jedem Teil lernt man sie einfach noch mal ein Stück besser kennen. Alle sind authentisch dargestellt, mit ihrem ganz persönlichen Charme, ihren Macken und ihren Fehlern. Irgendwie hat man sie auch alle gern oder akzeptiert sie eben, aber keinen möchte man sich weg denken.


Fazit:
Eine schöne Unterhaltung für Zwischendurch! Dora Heldt kann man einfach so weg lesen, kann es aber auch mal gut beiseite legen und später wieder kommen. Der Schreibstil ist locker-leicht und hat ein gewisses Maß an Humor und Spannung. Die Geschichte selbst ist mal wieder gewohnt chaotisch, was durch das Zusammenspiel der Personen natürlich wieder gefördert wird.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon die vorherigen Bücher von Dora Heldt mochte. Ansonsten ein Lesetipp für jeden, der etwas zur Unterhaltung für Zwischendurch sucht, das am Meer spielt und ein bisschen lustig ist. Vielleicht ja das perfekte Buch für den kommenden Urlaub?

Dienstag, 7. April 2015

Rezension: "Erlösung" von Jussi Adler-Olsen

Eine Flaschenpost, deren Hilferuf erst Jahre später gefunden wird. Doch das Sonderdezernat Q lässt nicht locker und sucht verzweifelt nach einer Spur...

Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 3 von 6
Originaltitel: Flaskepost fra P
Erscheinungsdatum: 01.07.2011
Seitenzahl: 486
ISBN: 9783423214933


Klappentext:
Der Hilfeschrei im Inneren einer verwitterten Flaschenpost blieb jahrelang unentdeckt. Dann landet die Botschaft im Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle. Ihre mühsame Entzifferung führt Carl Mørck und seinen Assistenten Assad auf die Spur eines entsetzlichen Verbrechens: Der Hilfeschrei, mit menschlichem Blut geschrieben, ist offenbar das letzte Lebenszeichen zweier Jungen, die Jahre zuvor entführt worden waren. Doch wer sind diese Jungen? Warum haben ihre Eltern nie eine Vermisstenanzeige aufgegeben? Sind sie womöglich noch am Leben? Bald steht fest: der Täter läuft noch immer frei herum …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat diesen typischen Wiedererkennungswert der Reihe um das Sonderdezernat Q und ist sonst recht minimalistisch gehalten, aber irgenwie passt es. Der Titel passt auch zum Rest der Reihe und super zum Inhalt. Der Klappentext macht total neugierig auf die Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer wirklichen spannenden Szene: Zwei Jungen sind gefesselt und wissen genau, dass er sie umbringen wird. Doch der eine Nutz die Chance und schreibt unter großer Anstrengung eine Flaschenpost und bittet um Hilfe. Im nächsten Kapitel geht es mit Carls normalen Leben weiter, wie er zu Hause aufwacht. Ich war direkt wieder in der Geschichte drin und war sehr gespannt, vor allem nach dem ersten Kapitel. Auch Carls Leben stand mir wieder sehr gut vor Augen und ich wollte unbedingt weiter lesen.
Die Idee fand ich bisher von allen drei Büchern aus dem Sonderdezernat Q am Spannendsten. Ich bin eh ein Fan von Flaschenpost, die dann tatsächlich auch irgendwo ankommt. Von daher finde ich den Hilferuf, der erst Jahre später gefunden wird, wahnsinnig interessant und eine gute Ausgangsposition für die Ermittlungen, die erst mal einige Schwierigkeiten bereit halten. Außerdem fand ich es wahnsinnig interessant, dass es um dänische Sekten ging und man so einen guten Einblick in dessen Leben bekommen hat.
Die Spannung war eigentlich schon nach dem ersten Kapitel da und blieb es auch. Immer wieder gab es neue Hinweise und Spuren, die teilweise aber auch in eine Sackgasse geführt haben.
Das Ende war wirklich noch einmal nervenaufreibend. Ich habe gebangt und gehofft, dass alles gut ausgeht. Fast alle Fragen wurden geklärt, zumindest die, die den Fall betrafen. Auf die restlichen bin ich im nächsten Teil gespannt, was es beispielsweise mit Rose auf sich hat.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war genau, wie schon in den vorherigen Büchern. Durch die verschiedenen Perspektiven kommt eine tolle Spannung auf. Ich liebe diese ganz unterschiedlichen Blickwinkel auf die Geschichte, mit den verschiedenen Menschen und in diesem Fall auch Lebensstilen. Denn dieses Mal erfährt man viel über die Sekte der Gottesmutter.

...Charaktere:
Dieses Mal erfährt man einfach noch mal ganz andere Sachen über die verschiedenen Protagonisten insbesondere von Assad und Rose. Jeder der Beiden scheint dieses Mal irgendwie eine Art Geheimnis vor Carl zu haben, was in diesem Band auch nicht gänzlich gelöst wurde, weshalb ich mich umso mehr auf die Fortsetzung freue.
Täter und Opfer waren ebenfalls super dargestellt und man konnte sich erstaunlich gut in das Sektenleben einfinden und die Angst bei der Entführung teilen.
Insgesamt schafft Adler-Olsen es einfach, die Personen unglaublich gut zu beschreiben, sowohl die Hauptpersonen als auch die Nebencharaktere. Ich finde einfach, dass seine Thriller vor allem durch die verschiedenen Personen und Perspektiven leben.


Fazit:
Der bisher beste Fall vom Sonderdezernat Q! Die Grundidee mit der Flaschenpost und der Sekte ist wirklich total spannend. Außerdem die tollen Personen, egal ob Haupt- oder Nebencharakter, die die Geschichte zu dem machen, was sie ist. Die verschiedenen Perspektiven sorgen für eine tolle Spannung und am Ende habe ich einfach nur wahnsinnig mitgefiebert.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der schon die ersten beiden Teile des Sonderdezernats Q gelesen hat oder jedem, der einen tollen Thriller sucht, der durch eine interessante Grundidee und tolle Charaktere überzeugt. Vielleicht auch etwas für jeden, der sich für Dänemark oder Sekten interessiert.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Rezension: "Tante Inge haut ab" von Dora Heldt

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: 4 von 7
Originaltitel: Tante Inge haut ab
Erscheinungsdatum: 05.2009
Seitenzahl: 214
ISBN: 9783423247238


Klappentext:
Die Frau am Ende des Bahnsteigs trug einen roten Hut und sah aus wie meine Tante Inge. Nur dass die niemals Hüte und schon gar nicht ihr Gepäck tragen würde.

Urlaub auf Sylt! Freudig begrüßt Christine (46) am Bahnhof ihren Johann, da tippt das Unheil ihr auf die Schulter: Die Frau mit dem roten Hut ist tatsächlich Tante Inge (64), Papas jüngere Schwester. Aber was macht sie allein auf Sylt? Noch dazu mit so vielen Koffern? Für Papa Heinz kann dies nur eines bedeuten: Inge will Walter, den pensionierten Finanzbeamten, samt gemeinsamem Reihenhaus verlassen. Als dann auch noch Inges neue Freundin Renate mit ihrem Faible für (nicht nur alleinstehende) ältere Männer auftaucht, platzt Mama Charlotte der Kragen: Walter muss her, und zwar sofort! Christine indessen stimmt Inges Lebenslust nachdenklich. Mit Mitte 60 wagt ihre Patentante einen Neuanfang - und sie selbst?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt zum Inhalt, da es eine Szene aus dem Buch zeigt. Auch der Titel ist gut gewählt. Einzig den Klappentext finde ich vielleicht etwas lang und verrät ein bisschen viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt am Bahnhof, wo Christiane auf ihren Johann wartet. Plötzlich sieht sie eine Frau, die ihrer Tante Inge ähnelt, aber schnell verwirft sie den Gedanken wieder. Doch dann spricht die Frau sie an und es ist tatsächlich Tante Inge, allerdings ohne Onkel Walter...
Die Idee war mal wieder sehr lustig und voller Irrungen, Missverständnisse und neuen Chancen. Irgendwie der ganz normale Familienwahnsinn, obwohl Christiane und Johann sich doch nach Urlaub sehnen. Und dann wird alles etwas mysteriös und jeder stellt seine Vermutungen über Tante Inge an.
Die ganze Geschichte hatte mal wieder viel Witz und Humor, einfach durch diese ganzen Missverständnisse und Mutmaßungen, aber auch einfach durch die Familienkonstellation an sich. So ab und zu lese ich es echt immer wieder gerne. Vor allem wenn man einfach mal was leichtes lesen möchte.
Das Ende war jetzt nicht unglaublich spektakulär, aber es hat sich mal wieder alles zum Guten gewendet. Es war passend und rund.

...Schreibstil:
Mich hat ein toller, leichter Schreibstil erwartet, der gut zu der Urlaubsatmosphäre im Buch gepasst hat. Es lässt sich einfach so schön einfach lesen, ohne viel nachdenken zu müssen. Das macht für mich Dora Heldt aus.

...Charaktere:
In diesem Buch liegt der Fokus der Personen natürlich wieder auf Christiane und ihren Freund Johann. Beide sind mir nach wie vor sympathisch und ich fand es toll, wie Johann mit der ganzen chaotischen Situation umgegangen ist und immer wieder versucht hat, Christiane da ein bisschen raus zu holen bzw sie zu besänftigen.
Christiane wollte ihrem Freund eigentlich nur ein bisschen Urlaub gönnen und ihm die Familie vorstellen, doch dann geht natürlich wieder alles drunter und drüber und sie steckt mitten drin.
Tante Inge fand ich ebenfalls toll beschrieben und ich konnte mich einfach sehr gut in sie hineinversetzen und konnte sie und ihr Handeln vollkommen verstehen.


Fazit:
Einfach ein tolles Buch, eine tolle Autorin für Zwischendurch! Mich hat eine tolle Urlaubsatmosphäre erwartet, ebenso wie ein leichter, angenehmer Schreibstil. Dazu tolle Charaktere und viel Witz und Humor, hervorgerufen durch Chaos und Missverständnisse und den ganz normalen Familienwahnsinn.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine Pause vom Alltag braucht oder eine nette Urlaubslektüre, bei der man einfach mal abschalten kann und das ein oder andere Mal wirklich lachen muss. Oder einfach ein Buch für jede, der schon die anderen Bücher von Dora Heldt gelesen hat!

Sonntag, 4. Januar 2015

Rezension: "Anna und Anna" von Charlotte Inden

Allgemeine Infos:
Verlag:
Hanser
Reihe: nein
Originaltitel: Anna und Anna
Erscheinungsdatum: 29.07.2013
Seitenzahl: 176
ISBN: 9783446241725


Klappentext:
Anna und Jan verbindet eine tiefe Freundschaft. Doch dann verliebt sich Anna in Jan, und der zieht auch noch ganz weit weg. Zum Glück gibt es Großmutter Anna, die nicht nur genauso heißt, sondern auch genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn einem plötzlich etwas fehlt. Als endlich der ersehnte Brief von Jan eintrifft, ist Oma Anna die Erste, die davon erfährt. Und Enkelin Anna ist die Einzige, mit der ihre Großmutter über Henri spricht, den mysteriösen Unbekannten, dem sie die ganze Zeit Briefe schreibt, die sie aber nie abschickt. Kann es Zufall sein, dass Jan und Henri beide in Amsterdam wohnen? Ein wunderschönes Jugendbuch, das von der Liebe und dem Erwachsenwerden erzählt.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ziemlich neutral und unspektakulär, aber trotzdem finde ich es ganz niedlich und passend, ebenso wie den Titel. Auch den Klappentext finde ich ganz gut gelungen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt mit einem Brief von Anna an ihre Oma, in dem sie sich wünscht, dass ihre Oma noch möglichst lange lebt. Prompt folgt natürlich auch die Antwort und ich war ziemlich gut in der Geschichte drin.
Die Idee war unglaublich niedlich. Enkelin und Oma, die sich Briefe schreiben und sich von ihrem Leben erzählen, von ihren Sorgen, ihren Ängsten und was sie freut. Auch wenn sie im selben Haus wohnen, schreiben sie sich dennoch. Aber Anna schreibt auch an Jan, und Oma Anna an Henri und an ihr Bein. Es klingt verwirrend, weil die Briefe eigentlich nur hintereinander weg stehen, aber das war es nicht. Schon im ersten Satz wusste man, von welcher Anna der Brief ist. Und es war total interessant und schön, die unterschiedlichen Briefe zu lesen.
Es war jetzt nicht unbedingt furchtbar spannend, aber dennoch ereignisreich aus dem Leben der beiden zu lesen, und was sich so verändert. Teilweise konnte es mich wirklich berühren und mir Tränchen in die Augen treiben.
Das Ende war ein schöner runder Abschluss, was das Buch wirklich toll gemacht hat. Es passte einfach zusammen und lässt Platz für einen eigenen Gedanken, wie es weiter geht.

...Schreibstil:
Eigentlich war der Schreibstil recht einfach gehalten, aber es war unglaublich schön, es zu lesen. Man konnte es einfach so weg lesen. Es gab sogar kleine Unterschiede im Schreibstil, je nach dem wer den Brief geschrieben hat.

...Charaktere:
Anna liebt ihre Oma über alles und erzählt ihr in den Briefen so viel aus ihrem Leben, was sie teilweise auch niemand anderem erzählt. Die beiden haben einfach eine ganz wundervolle Beziehung zueinander.
Oma Anna ist vom Leben geprägt und hat schon den ein oder anderen Schicksalsschlag erlitten. Trotz allem ist sie immer für ihre Enkelin da, hört ihr zu und versucht zu helfen, wo sie nur kann. Dabei lässt sie sich auch ab und an mal von ihr überreden.
Anna und Anna sind toll dargestellt und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn es nur in Briefform geschrieben ist, erfährt man so viel über die einzelnen Personen, dass ich mir alle gut vorstellen konnte.


Fazit:
Ein wunderschönes Buch für zwischendurch! Die Idee fand ich sehr schön, da ich Briefe generell sehr gern mag. Die Personen sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine schöne Geschichte für zwischendurch über das Leben, das Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft und Schicksale sucht. Einfach ein total niedliches Buch in Briefform!

Dienstag, 18. November 2014

Rezension: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: nein
Originaltitel: The fault in our stars
Erscheinungsdatum: 30.07.2012
Seitenzahl: 217
ISBN: 9783423625838


Klappentext:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich echt schön so mit den kleinen Sternchen und der Skyline. Den Titel finde ich noch immer mega genial, zu mal er sogar eine Bedeutung in der Geschichte hat, und einfach so wunderbar passt. Der Klappentext verrät mir leider viel zu viel..

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt damit, dass Hazel von ihrer Mutter zu einer Selbsthilfegruppe für Krebskinder geschickt wird, worauf sie eigentlich keine große Lust hat. Dennoch fügt sie sich und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und sie lernt Gus kennen...
Die Idee finde ich eigentlich mega schön. Klar gab es schon viele solcher Bücher und wahrscheinlich wird es auch noch unzählige weitere geben. Aber ich fand es dennoch einfach etwas Besonderes! Einfach deshalb, weil es sozusagen noch eine Nebengeschichte gab, von der man viel erfahren hat, und die das Ganze doch wieder etwas aufgelockert hat.
Irgendwie war der Verlauf recht vorhersehbar, dachte ich. Aber plötzlich wurde ich überrascht, es kam ganz anders als erwartet. Es gab dann doch die ein oder andere Wendung, die ich so nicht gedacht hätte zu Anfang. Und auch das Ende war anders als erwartet, aber trotzdem gut.

...Schreibstil:
Der Schreibstil von John Green gefällt mir eigentlich ganz gut. Irgendwie schafft er es, mit einfachen, normalen Worten und Sätzen eine tolle Atmosphäre zu zaubern, in der ich mich als Leser sehr wohl fühle. Außerdem vermittelt er Emotionen, auch wenn ich davon viel mehr erwartet hätte. Manchmal war es mir dann doch etwas zu oberflächlig.

...Charaktere:
Hazel leidet an Krebs. Für mich ist sie eine unglaublich starke Person, da sie so gefasst mit ihrem Schicksal umgeht, ok ihr bleibt auch nicht viel anderes übrig. Aber es hat mir einfach sehr gut gefallen zu sehen, was sie aus ihrem Leben macht und wie sie ihre Zeit nutzt.
Gus konnte ich anfangs nicht wirklich einschätzen. Er wirkt so cool, aber ist er es auch wirklich? Auch er konnte mich sehr beeindrucken!
Insgesamt lebt dieses Buch von seinen tollen Charakteren, die trotz ihres Schicksals versuchen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Dabei werden sie mehr oder weniger von liebenswerten Nebencharakteren unterstützt, jeder auf seine eigene Art individuell und nett.


Fazit:
Ein tolles Jugendbuch über Krebs und die Liebe! Die Idee war wirklich schön und auch die Nebengeschichte hat mir unheimlich gut gefallen, vor allem zum Ende hin. Obwohl die Geschichte so klischeehaft wirkt, gibt es ein paar Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Liebenswürdige und mutige Charaktere machen die Geschichte lebendig und der Schreibstil gibt die passende Atmosphäre. Leider haben mir teilweise etwas die Emotionen gefehlt bzw bei dem Hype habe ich mir einfach deutlich mehr Tränen erhofft!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein wunderschönes Buch über die Liebe und den Krebs lesen möchte, über das miese Schicksal und die Ungerechtigkeit des Lebens!

Samstag, 25. Oktober 2014

Rezension: "Die Spione von Myers Holt - Eine gefährliche Gabe" von Monica M. Vaughan

Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: The Ability
Erscheinungsdatum: 18.08.2014
Seitenzahl: 366
ISBN9783423760805


Klappentext:
Der zwölfjährige Chris Lane kann es kaum fassen: Ausgerechnet er, der Halbwaise aus ärmlichsten Verhältnissen, soll über ein außergewöhnliches Talent verfügen: Er kann Gedanken lesen und in das Bewusstsein anderer Menschen eindringen! Dank dieser Gabe wird er auf die Myers Holt Academy aufgenommen. Was zunächst nach renommiertem Eliteinternat klingt, entpuppt sich als Sitz des MI 18, einer Sektion des britischen Geheimdienstes, in dem Kinder als Nachwuchsagenten ausgebildet werden. Dort ist Chris' Hilfe bitter nötig: Ein unbekannter Junge hat kürzlich nämlich Anschläge auf wichtige Mitglieder der Regierung ausgeübt. Für Chris und seine Freunde beginnt ein gefährliches Abenteuer...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist ziemlich gut gewählt, da es sehr geheimnisvoll wirkt und auch den Jungen finde ich wirklich passend. Der Titel passt ebenfalls sehr gut zum Buch genauso wie der Klappentext.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte mit einem Einblick in die Geschehnisse vor 25 oder 30 Jahren, auf die sich die restliche Geschichte bezieht. Eine Nacht und Nebel Aktion, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Was hat es damit auf sich und warum? Fragen über Fragen, die mich zum Weiterlesen animiert haben.
Die Idee fand ich ziemlich gut, auch wenn es durchaus seine Parallelen zu Harry Potter hatte. Ein armer Junge mit einer sehr außergewöhnlichen Gabe, Freunde, die ihm treu zur Seite stehen. Sagen wir mal so, das Grundgerüst war irgendwie ähnlich, aber trotzdem hatte es seinen eigenen, individuellen Touch. Ich fand einfach unheimlich spannend, etwas über die GABE zu erfahren und ihre einzelnen Bereiche. Diese Stellen im Buch waren auch wahnsinnig gut geschrieben und erklärt, sodass ich es mir wirklich sehr gut vorstellen konnte.
Da das Grundgerüst wie schon gesagt etwas an Harry Potter erinnerte, wusste man irgendwie auch, wie die Geschichte verlaufen wird zumindest im Groben. Dennoch gab es sehr häufig Momente, in denen ich vollkommen überrascht wurde. Die Spannung war von Anfang an irgendwie da und ist auch bis ziemlich zum Ende geblieben.
Das Ende konnte mich vollkommen überzeugen. Es war irgendwie in sich abgeschlossen, aber lässt durchaus Spekulationen für den nächsten Band, den ich auf jeden Fall lesen werde.

...Schreibstil:
Den Schreibstil hatte ich mir ganz anders vorgestellt, was jetzt aber absolut nicht negativ sein soll. Das Buch hat eine Altersempfehlung am 10 und deshalb habe ich auch mit einem etwas einfacheren Schreibstil und insgesamt mit einer etwas seichteren Handlung gerechnet. Ich wurde positiv überrascht: Der Schreibstil lässt sich so angenehm lesen, zwar recht zügig, aber keine komischen kurzen Sätze oder einfache Formulierungen. Hätte ich die Altersempfehlung nicht gewusst, wäre ich nicht auf ein Kinderbuch gekommen.
Die Erklärungen zur GABE haben mir besonders gut gefallen, weil es so schön beschrieben war, und ich es mir ziemlich gut vorstellen konnte. Es war eben sehr bildlich beschrieben und wurde auch im Buch den Kindern sehr bildlich vermittelt.
Auch Spannung konnte unheimlich gut vermittelt werden und hat mich wirklich mitgerissen.

...Charaktere:
Chris ist 12 und für sein Alter schon ziemlich vernünftig und verantwortungsbewusst, was einfach an seinen Lebensumständen liegt. Der Vater im Krieg gefallen, die Mutter depressiv, muss er also für sich und seine Mutter sorgen. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und mit ihm fühlen. Einige Entscheidungen von ihm fand ich sehr bemerkenswert. Einfach ein mutiger Junge, der es nicht leicht im Leben hat und über eine tolle GABE verfügt und vielleicht deshalb etwas an Harry Potter erinnert.
Aber auch die anderen Charaktere fand ich gut dargestellt, auch wenn ich mir ab und zu mehr Details zu seinen Mitschülern gewünscht hätte, warum sie so sind und was sie für eine Vergangenheit haben. Vielleicht kommt das ja noch im zweiten Teil.


Fazit:
Ein Kinderbuch, was auch die Bezeichnung Jugendfantasybuch verdient hat! Es hat eine Altersempfehlung ab 10, aber das merkt man beim Lesen überhaupt nicht. Ein super Schreibstil, teilweise bildlich und sehr spannend, den man nicht erwartet. Ein sehr mutiger, junger Protagonisten, der leichte Parallelen zu Harry Potter hat. Generell konnte man da gewisse Ähnlichkeiten feststellen, aber dennoch bleibt es einzigartig und individuell! Einfach eine tolle Idee einer besonderen GABE, die mich begeistern konnte.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein spannendes Kinder-/Jugendbuch sucht, in dem ein mutiger Junge die Hauptrolle in einer spannenden Agentengeschichte spielt, die sich rund um die GABE dreht. Vielleicht auch etwas für jeden, dem Harry Potter gefallen hat und der nun etwas ähnliches sucht!

Sonntag, 10. August 2014

Rezension: "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover

Allgemeine Infos:
Verlag:
DTV
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Slammed
Erscheinungsdatum: 01.11.2013
Seitenzahl: 367
ISBN9783423715621


Klappentext:
Was, wenn du die große Liebe triffst und das Leben dazwischenkommt?

Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist jetzt zwar nicht mega schön, aber trotzdem hat es etwas, was mir gefällt, auch wenn es recht schlicht ist. Den Titel finde ich toll, auch wenn er etwas irritierend ist. Ich finde es jedoch super, dass die Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen Will ergeben. Den Klappentext mag ich sehr gern, er ist ziemlich perfekt und verrät nichts, was einem den Lesespaß nimmt.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt unmittelbar mit dem Umzug von Layken und ihrer Familie, wodurch man schon mitten im Geschehen ist. Bald schon trifft man, genauso wie Layken, zum ersten Mal auf Will und seinen Bruder. Und schon merkt man, dass er etwas Besonderes ist!
Zu der eigentlich Geschichte möchte ich nichts sagen, da es sonst den Spaß und vor allem die Tragik nimmt! Dieses Buch ist einfach so tragisch schön und überzeugt vor allem, wenn man unvoreingenommen ist und sich voll und ganz drauf einlässt.
Die Thematik fand ich wirklich überzeugend und mal etwas anderes. Besonders gefallen hat mir der Bezug zum Poetry Slam und wie das ganze mit der Geschichte verwoben war.
Immer wieder gab es Wendungen und Momente, die mich gefesselt haben, zum Weinen oder Lachen brachten und mich einfach nur begeistert haben.
Einen Aspekt in der Geschichte fand ich etwas vorhersehbar, aber das hat meiner Begeisterung keinen Abbruch getan.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist ziemlich angenehm und leicht, vermittelt aber trotzdem die passende Atmosphäre und vor allem die Gefühle und Ängste der Protagonisten. Ich konnte mich wunderbar in die Geschichte hineinversetzen und mitleiden und mitfühlen. Das ganze Buch wird aus Laykens Sicht erzählt, was sehr passend gewählt war und einen tollen Eindruck auf das Geschehen vermittelt hat.

...Charaktere:
Will und Layken sind zwei wundervolle Charaktere. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint, gelitten und und und.. Aber nicht nur die beiden sind wunderbar, sondern auch die Nebencharaktere wie Eddie und ihr Freund, Laykens Bruder, ihre Mutter... Alle sind toll ausgearbeitete, habe ihre Ecken und Kanten, was sie unheimlich sympathisch macht.


Zitate:
"Jeder muss sein Päckchen selbst tragen. Keiner kann es einem abnehmen und es löst sich auch nicht von allein in Luft auf." (S. 261)


Fazit:
Ich bin absolut begeistert! Auch wenn ich nicht viel zum Inhalt sagen möchte/kann, ist es anders als ihr es erwarten werdet. Dieses Buch bietet eine wunderschöne und gleichzeitig hoch tragische Geschichte, die mich absolut begeistern konnte, vor allem mit diesen tollen Charakteren und dem passenden Schreibstil!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine wunderschöne, tragische Liebesgeschichte sucht, die einen fesselt und einen beschäftigt. Nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden!

Vielen Dank an den DTV Verlag zur Bereitstellung des Leseexemplares!

Sonntag, 18. Mai 2014

Rezension: "Urlaub mit Papa" von Dora Heldt

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: Teil 3 von ?
Originaltitel: Urlaub mit Papa
Erscheinungsdatum: 03.2008
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783423246415


Klappentext:
»Es sind doch nur zwei Wochen.«
Die Stimme meiner Mutter klang sehr entschlossen.
»Und er ist dein Vater. Andere Kinder würden sich freuen.«
»Mama, was heißt hier andere Kinder? Ich bin 45.«

Es sollte ein entspannter Arbeitsurlaub werden: Christine (45) und Dorothea (40) wollen für ein paar Tage nach Norderney, um ihrer Freundin Marleen bei der Renovierung ihrer Kneipe zu helfen. Doch dann wird Christine von ihrer Mutter dazu verdonnert, ihren Vater mit in den Urlaub zu nehmen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich gut gewählt und zeigt eine Szene aus dem Buch. Der Titel passt natürlich zum Cover und ist Programm. Der Klappentext ist gut gelungen und alleine schon den Dialog finde ich super.

...Grundidee & Verlauf:
Wie viel Zeit zum vorherigen Teil vergangen ist, wird nicht ganz klar, aber dennoch habe ich mich nach den ersten Sätzen sofort wieder in der Geschichte befunden und mich heimisch gefühlt.
Die Idee finde ich so klasse und genial, dass ich das Buch definitiv auch noch einmal lesen werde.
Da durch, dass ich das Buch vor Jahren schon mal gelesen hatte und den Film gesehen habe, wusste ich in etwa, was auf mich zu kommt. Aber es war einfach herrlich und konnte mich dennoch mit Witz und Charme überraschen.
Der Aspekt, an den ich mich gar nicht mehr erinnern konnte, hat mich wirklich überrascht und die Geschichte nochmal einmaliger gemacht. Jedoch fand ich die Erklärung am Ende nicht so ganz rund, aber irgendwie doch plausibel.

...Schreibstil:
Wie auch in den beiden Teilen zu vor wird man von einem sehr angenehmen, leichten Schreibstil empfangen, der wirklich nicht anspruchsvoll ist und sich so perfekt für den Urlaub eignet! Außerdem schafft es die Autorin sehr gut, so viel Witz und Humor rüber zu bringen, was mich wirklich ziemlich begeistert hat.

...Charaktere:
Wie aus den anderen Teilen schon gewohnt, gibt es wieder recht viele Personen, die dieses Mal jedoch erst so nach und nach dazu kommen, was ganz angenehm war.
Neben Christine wird dieses mal auch ihr Papa ziemlich detailiert dargestellt, was ich unheimlich toll fand, weil er so eine interessante, wenn auch anstrengende, Person ist, bei der man viel zu lachen hat, ob nun mit oder über ihn.


Weitere Teile:
1.) Ausgeliebt
2.) Unzertrennlich
3.) Urlaub mit Papa
4.) Tante Inge haut ab
5.) Kein Wort zu Papa
6.) Bei Hitze ist es wenigstens nicht zu kalt
7.) Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!


Fazit:
So ein lustiges Buch hatte ich schon lange nicht mehr! Ein sehr entspannter Roman mit einer tollen Grundidee und grandiosen Charakteren, die mir tolle Lesestunden beschert haben. Leider war mir die Erklärung am Ende nicht ganz rund, deshalb eine Wolke Abzug, trotz super Unterhaltung.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen leichten Frauenroman für den Urlaub oder Zwischendurch sucht, der mit viel Witz und Humor aber auch mit etwas Niveau überzeugen kann.. Aber auch all denjenigen, die schon "Ausgeliebt" und "Unzertrennlich" gut fanden, werden an diesem Buch ihren Spaß haben!

Dienstag, 25. März 2014

Rezension: "Unzertrennlich" von Dora Heldt

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: Teil 2 von ?
Originaltitel: Unzertrennlich
Erscheinungsdatum: 09.2008
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783423211338


Klappentext:
Die beste Freundin: Sie ist Beraterin, Trösterin und hat einen schon vor manchem Fehler bewahrt. Ob Sorgen, Ängste, Freud oder Leid, alles kann man ihr anvertrauen. Die beste Freundin ist der Mensch für alle Fälle. Ihr verzeiht man alles, mit ihr kann man alles teilen … nun ja, fast alles. Männer nicht. Und erst recht nicht über Jahre hinweg. Ihre ehemals beste Freundin Antje ist für die geschiedene Verlagsfrau Christine deshalb ein knallrotes Tuch. Und auch sonst trägt sie seither Frauen gegenüber nicht das Herz auf der Zunge. Wen wundert es da, dass sie bei einem Treffen mit einigen befreundeten Kolleginnen das Weite sucht, als eine von ihnen ein Lob auf die Herzensfreundin jeder Frau anstimmt?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz nett und zeigt eine Situation aus dem Buch. Man hätte aber auch etwas anderes nehmen können. Der Titel passt natürlich zum Cover, aber auch irgendwie zur Geschichte, ist also sehr passend und treffend. Der Klappentext ist nett, aber gibt keinerlei Hinweis auf das Hauptmerk im Buch.

...Grundidee & Verlauf:
Seit dem vorherigen Teil sind einige Jahre vergangen, dennoch ist man recht schnell wieder mitten drin, da alles Vergangene irgendwie mal im Nebensatz erwähnt wird.
Die Idee finde ich wirklich schön und teilweise wünsche ich mir so eine Aktion.
Dieses Mal ist man von Anfang an im Bann der Geschichte, da man durch den Prolog schon eine Ahnung hat, worauf es hinaus läuft und genau das machte für mich den Reiz des Weiterlesens aus.
Es gab dieses Mal außerdem mehr überraschende Wendungen, was aber auch einfach an der Grundidee liegt.

...Schreibstil:
Auch hier wieder der angenehm leichte Schreibstil, den ich im ersten Teil schon so toll fand. Dieses Mal hatte ich allerdings das Gefühlt, dass es etwas mehr Humor gab, was mir sehr gut gefallen hat.
Außerdem gibt es zum ersten Mal Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Wohnorten. Das hat mich zwar im ersten Moment verwirrt, aber nachher fand ich es toll.

...Charaktere:
Im ersten Teil gab es ja ziemlich viele Personen, von denen ich mich erschlagen gefühlt habe. In diesem Band kommen noch ein paar hinzu, aber das hat seine Richtigkeit/Notwendigkeit und man erfährt auch einfach etwas mehr über sie.
Am detailiertesten bleibt natürlich Christiane, aber auch noch zwei Männer, deren Namen mir einfach nicht einfallen möchten, sind mir teilweise sehr sympathisch und zugänglich geworden.


Weitere Teile:
1.) Ausgeliebt
2.) Unzertrennlich
3.) Urlaub mit Papa
4.) Tante Inge haut ab
5.) Kein Wort zu Papa
6.) Bei Hitze ist es wenigstens nicht zu kalt
7.) Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!


Fazit:
Ein sehr unterhaltsames, aber auch lesenswertes Buch mit einer tollen Grundidee und einer super Struktur! Insgesamt fand ich es besser als den Vorgänger "Ausgeliebt", wegen der besseren Grundidee und weil es mehr Witz und Humor gab.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen leichten Frauenroman für den Urlaub oder Zwischendurch sucht, der aber auch irgendwie etwas ernsthaft bzw mit Anspruch ist. Aber auch all denjenigen, die schon "Ausgeliebt" gut fanden, werden an diesem Buch ihren Spaß haben!

Mittwoch, 19. März 2014

Rezension: "Ausgeliebt" von Dora Heldt

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: Ausgeliebt
Erscheinungsdatum: 01.2006
Seitenzahl: 220
ISBN: 9783423245074


Klappentext:
Wenn man mit fast vierzig und nach zehn Jahre Ehe plötzlich von seinem Mann verlassen wird, dann ist das ein Schock. Wenn man mit fast vierzig und nach zehn Jahren Ehe aber plötzlich per Telefon von seinem Mann verlassen wird, während man gerade ganz gemütlich Hugh Grant dabei zusieht, wie er der Liebe seines Lebens hinterherhechtet, dann ist das eine Katastrophe. Klingt unglaublich? Gar nicht, denn genau das passiert Christine, der vielreisenden Verlagsvertreterin, eines schönen Abends auf dem schwesterlichen Sofa in Hamburg. Was nun?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich ganz süß, es passt grob zum Buch, aber hat nicht die große Bedeutung. Den Titel finde ich sehr treffend gewählt und zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Auch der Klappentext ist gut, aber nicht besonders originell.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee ist nicht unbedingt einmalig, aber dennoch schön zu lesen.
Christianes Mann macht mit ihr Schluss, woraufhin sie nach Hamburg zu ihren Freunden und Geschwistern zieht. Nach anfänglicher Trauer über das Ende der Beziehung fängt sie jedoch an, sich mit ihrem neuen Leben wohl zu fühlen.
Manche Ereignisse konnten mich wirklich überraschen, aber im Großen und Ganzen war es doch vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam.

...Schreibstil:
Dora Heldt hat einen wirklich angenehm, leichten Schreibstil, weshalb sich das Buch unglaublich gut und schnell lesen lässt. Manchmal gibt es wirklich lustige Passagen und Schlagabtausche, von denen ich mir jedoch mehr gewünscht hätte.

...Charaktere:
Anfangs habe ich mich wirklich erschlagen gefühlt von den vielen Namen und wer jetzt wie zu wem gehört und wer wo wohnt. Das wurde im Laufe des Buchs zwar besser, blieb aber minimal noch bis zum Ende.
Durch die Vielzahl der Personen blieben mir manche doch etwas blass, was sonst aber auch zu umfangreich gewesen wäre.
Einzig Christiane und Luise waren mir wirklich komplett präsent mit vielen Facetten.


Weitere Teile:
1.) Ausgeliebt
2.) Unzertrennlich
3.) Urlaub mit Papa
4.) Tante Inge haut ab
5.) Kein Wort zu Papa
6.) Bei Hitze ist es wenigstens nicht zu kalt
7.) Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!


Fazit:
Ein kurzer, unterhaltsamer Lesespaß, dem ein paar weniger Personen gut getan hätten. Es gab lustige und ernsthafte Passagen, war jedoch insgesamt ziemlich vorhersehbar und nur manchmal überraschend.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine kurze, stellenweise sehr lustige Unterhaltung sucht, die sich dem Genre Frauenroman zuordnen lässt.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Rezension: "Schändung" von Jussi Adler-Olsen

Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 2 von 5?
Originaltitel: Fasandræberne
Erscheinungsdatum: September 2010
Seitenzahl: 464
ISBN: 9783423247870


Klappentext:
»Der Blutdurst der Jäger. Wie würden sie es machen? Ein einzelner Schuss? Nein. So gnädig waren die nicht, diese Teufel, so waren sie nicht ...«
Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig. Zwei Geschwister sind brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Einer von ihnen gesteht.

Zwanzig Jahre später. Nachdem Carl Mørck aus dem Urlaub zurückkommt, stößt ihn sein Assistent Assad mit der Nase auf die verstaubte Rørvig-Akte. Doch von oberster Stelle werden ihnen weitere Ermittlungen verboten. Carl und Assad ist klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt: Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen - und sie führen ganz weit nach unten, in die Abgründe der Gesellschaft, zu einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich gut, relativ schlicht, aber aussagekräftig, vor allem die großen Buchstaben. Außerdem hat es einen gewissen Wiedererkennungswert zum ersten Teil "Erbarmen". Der Titel passt perfekt zum Buch und ist eigentlich Programm, zumindest meistens.
Mir persönlich ist der Klappentext viel zu lang. Entweder ein Zitat oder eine Inhaltsangabe, aber nicht beides. Es wird nicht unbedingt zu viel verraten, er ist einfach nur zu lang. Dennoch macht er neugierig.
Von der Gestaltung her würde ich mir wünschen, dass gekennzeichnet ist, aus wessen Sicht das Kapitel nun ist. Außerdem hatte ich manchmal Schwierigkeiten, Rückblenden zu erkennen.

...Grundidee & Verlauf:
Teilweise hatte ich ein paar Probleme mit der Handlung, weil ich immer die Namen durcheinander gebracht habe. Dennoch fand ich den Unterschied zwischen arm und reich wirklich sehr gut dargestellt und die ganze Geschichte absolut super erzählt.
Die Geschichte spielte in der Gegenwart und wurde immer wieder durch Rückblenden gespickt, die aber leider nicht als solche gekennzeichnet waren. Aber sonst war es gut umgesetzt.
Das ganze Buch drehte sich immer wieder um das Thema Gewalt, Rache und Missbrauch. An sich wirklich schwierige Themen waren spannend und erschreckend verarbeitet.
Anfangs hat es etwas gedauert, bis ich in die Geschichte gefunden hatte, aber schon bald war Spannung spürbar, wenn auch nur wenig. Die meisten gab es leider erst zum Ende des Buchs.

...Schreibstil:
Jussi Adler-Olsen hat einen sehr angenehmen Schreibstil und hat es geschafft, mir die Verhältnisse, gut zu schildern. Ich konnte mir alles sehr genau vorstellen. Außerdem hat er es geschafft, selbst am Schluss noch einige Wendungen und Ereignisse einzubauen, mit denen ich am Anfang nicht gerechnet hätte. Letztendlich hat er mich manchmal wirklich in die Irre führen können, mit meinen Vermutungen. 

...Charaktere:
Carl ist ein sympathischer Mann mit einer tollen Ermittlungstechnik. Ich mochte ihn schon im vorherigen Teil. Aber am besten finde ich immer noch Assad. Was er alles für Carl tut und wie er arbeitet und sich verhält, ist einfach nur herrlich. Aber auch Carls neue Sekretärin fand ich ganz nett.
Aber auch die aktuellen Personen aus diesem Fall, vor allem Kimmie, fand ich super dargestellt und absolut realistisch. 


Weitere Teile:
1.) Erbarmen
2.) Schändung
3.) Erlösung
4.) Verachtung
5.) Erwartung


Zitate:
"Man muss die Dinge tun, solange Zeit dafür ist." (S. 320)

Fazit:
Ein Thriller in dem wirklich schwierige und erschreckende Themen verarbeitet werden. Insgesamt sehr brutal, aber nicht sonderlich blutig. Mir waren es allerdings zu viele Personen, die ich nur schwer auseinander halten konnte. Auch die Spannung kam leider erst am Ende so richtig, dafür dann aber sehr intensiv.
Ich finde, dass diese Thriller-Reihe vor allem durch die Ermittler Carl und Assad ausgemacht wird. Die Fälle sind zwar auch spannend, aber ich finde her ihre Arbeit interessant und die beiden sehr sympathisch.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen Thriller über Rache, Missbrauch und Gewalt lesen möchte, bei dem nach und nach alles Schlechte ans Licht kommt. Allerdings sollte man nicht gegen Gesellschaftskritik abgeneigt sein. Es wird zwar nicht direkt kritisiert, aber es dreht sich sehr viel um Gesellschaft.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Rezension: "Der geheime Zirkel - Kartiks Schicksal" von Libba Bray

Dies ist die Rezension zum 3. Band der "Der geheime Zirkel"-Trilogie. Spoilergefahr!
Das Fazit und die Zitate können gefahrlos gelesen werden :)


Klappentext:
Obwohl Gemma die Magie an sich gebunden hat, gelingt es ihr nicht mehr, das Tor aus Licht erscheinen zu lassen, welches ins Magische Reich führt. Nur dort könnte sie die Magie in sich wieder zum Leben erwecken. Die bräuchten sie und ihre Freundinnen gerade nötiger denn je. Ann soll ihren Dienst als Gouvernante antreten und Felicity den Langweiler Horace heiraten. Als sich die Mädchen schon fast in ihr Schicksal gefügt haben, legen Bauarbeiter einen merkwürdigen Stein am niedergebrannten Ostflügel der Schule frei. Darauf ist der Umriss des Mondauges zu sehen. Und wirklich: Der Stein ist ein Zugang zum Magischen Reich, wo die Magie in Gemma endlich wieder aufflammt - stärker denn je. Aber das sorgt für neue Schwierigkeiten. Denn nun wollen alle die Magie - um jeden Preis ...


Meinung:
Das Cover finde ich eigentlich ganz nett, es passt zum Inhalt und ist an sich etwas geheimnisvoll. Der Titel passt auch zum Inhalt, wobei ich einen anderen Untertitel gewählt hätte. So im Nachhinein finde ich den doch etwas unpassend. Wohin gegen ich den Klappentext wirklich schön und spannend finde.

Die Idee fand ich an sich auch ganz gut, auch von der Entwicklung, dem Vorgang und dem Abschluss der Geschichte.

Zur Umsetzung kann ich sagen, dass es deutlich besser war, als erwartet. Das Buch hat über 800 Seiten und sieht auch schon so dick und leicht unmotivierend aus. Anfangs dachte ich mir, dass es sich sicherlich ziehen wird und langatmig ist. Aber eigentlich war es das nicht. Spannende Passagen haben sich mit weniger spannenden Passagen abgewechselt, wobei letztere aber nicht langatmig waren, sondern irgendwie so auf die Spannung vorbereitet haben, das es gepasst hat. Eigentlich hat man die 860 Seiten beim Lesen gar nicht gemerkt.
Dennoch muss ich sagen, dass der Schreibstil manchmal ein paar Ecken hatte und schwierige Sachzusammenhänge (wo sich Dinge aufgeklärt haben), doch ziemlich kompliziert waren und man die wirklich mehrmals lesen musste. Sonst ließ es sich eigentlich gut lesen, trotz der altertümlichen Sprache.

Obwohl der zweite Teil bei mir schon etwas zurück liegt, bin ich gut wieder in die Geschichte rein gekommen. Das wichtigste wurde noch einmal aufgegriffen oder als Rückblende dargestellt, so dass man nach ca 50 Seiten wieder drin war.

Gemma, Ann, Felicity und Kartik sind mir nach wie vor sehr sympathisch und ich finde, dass sie sich jetzt zum Ende alle noch einmal sehr gut und eigenständig entwickelt haben, was das ganze sehr realistisch gemacht hat.
Allerdings muss ich sagen, dass ich in manchen Situation doch etwas genervt von Gemma war. Sie war mir dann einfach zu klischeehaft, vom Verhalten her, und teilweise einfach nur naiv und dumm. Aber das kam zu Glück nicht so oft vor.

Was mir außerdem noch sehr gut gefallen hat, war diese ganze Darstellung vom Magischen Reich und dessen Bewohnern. Das war alles so real und gut durchdacht, dass ich es mir sehr genau vorstellen konnte.



Fazit:
Insgesamt ein guter Trilogie-Abschluss! Irgendwie schade, dass die Geschichte über Gemma & ihre Freundinnen und das Magische Reich zu Ende geht.
Ich empfehle dieses Buch bzw diese Reihe jedem, der gerne eine fabelhafte, fremde Welt bereisen möchte, in der es Magie gibt. Wo nicht alles so ist, wie es scheint, es List, Tücke und Intrigen, aber auch das große Glück, Freundschaft und Liebe gibt.

Montag, 24. Juni 2013

Rezension: Eine wie Alaska von John Green

Inhalt:
Miles wechselt auf das Internat Culver Creek und dort sieht er sie zum ersten Mal: Alaska Young. Von Anfang an ist er fasziniert von ihr und ihrer Ausstrahlung - er verliebt sich, ohne etwas von ihr zu wissen.
Doch was steckt wirklich hinter ihrer Fassade, die von Lyrik bis heimlichem Rauchen im Wald reicht?


Meinung:
Das Buch hat mir ein guter Freund empfohlen, der da total begeistert von war, und meinte, dass müsse ich unbedingt auch mal lesen.

Die Kapiteleinteilung hat mich zunächst etwas verwirrt, da es immer nur heißt "x Tage vorher"/"x Tage nachher" und ich mich die ganze Zeit gefragt habe, was ist denn in so vielen Tagen.
Das hat also in gewisser weise Anreiz gegeben, weiterzulesen, da es an sich nicht wirklich Spannung gab, sondern eher so eine normale erzählte Geschichte war.

Wie schon gesagt, die Idee der Geschichte war ganz okay, aber beim Lesen selbst fand ich es nicht so super berauschend, eher durchschnittlich. Aber im Nachhinein, wenn man drüber nachdenkt, wird einem erst wirklich klar, worum es ging. Und jetzt bin ich wirklich begeistert.
Es geht nicht um die Geschichte selbst, sondern viel mehr darum, was vermittelt werden soll. Das ist dem Autor mit den Charakteren eindeutig gelungen.

Miles ist ein eher langweiliger, durchschnittlicher Typ ohne Freunde, der sich leicht beeinflussen lässt und eigentlich auch das ganze Gegenteil von Alaska und dem Colonel, mit dem er sich ein Zimmer teilt.
Alaskas Charakter ist sehr vielfältig, sie wirkt cool und draufgängerisch, bleibt ihrem Freund allerdings treu und interessiert sich neben Nikotin und Alkohol auch noch für Lyrik.

Es geht nicht nur um Liebe auf den ersten Blick, sondern um viel mehr. Den Charakter einer Person und in wiefern man diesen einschätzen kann. Außerdem, wie sehr Vergangenheit einen Menschen prägt und sein Handeln beeinflussen kann.


Fazit:
Insgesamt ein schönes Buch, das von der Geschichte an sich nicht so überdurchschnittlich gut ist, aber von der Idee, die da hinter steht, und von dem, was es vermitteln möchte - es macht definitiv nachdenklich.
Wer 'nur' ein normale Liebesgeschichte im Jugendbuchgenre erwartet, liegt falsch, denn es ist eindeutig anders.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Rezension: Erbarmen von Jussi Adler-Olsen


Inhalt:
Vor fünf Jahren verschwindet Merete Lynggard während einer Fährfahrt mit ihrem Bruder spurlos. Selbst nach fünf Jahren gibt es immer noch keine Spur von ihr und der Fall wurde schon längst zu den Akten gelegt.
Jedoch rollte Carl Morck vom Sonderdezernat Q den Fall wieder auf, da es seine Aufgabe ist, sich mit alten ungelösten Verbrechen zu beschäftigen.

Meinung:
Auch wenn ich fast zwei Monate für dieses Buch gebraucht habe, liegt es eigentlich nicht wirklich an der Geschichte.
Anfangs fiel es mir wirklich schwer, mich zu motivieren, das Buch weiterzulesen. Auf den ersten 100 Seiten wurde Meretes Leben vor ihrem Verschwinden geschildert und Carls Leben, bevor er Meretes Verschwinden erneut aufrollte. Ich kann nicht genau sagen warum, aber irgendwie hat sich das so gezogen, dass ich wirklich am überlegen war, das Buch abzubrechen. Aber irgendwie wollte ich das auch nicht, weil ich so viel Gutes gehört hatte. Also gab ich ihm eine Chance, die ich nicht bereut habe.
Als Merete verschwand, bekam die Geschichte langsam mehr Schwung und das Lesen machte Spaß. Spannung wurde aufgebaut. Ich wollte unbedingt wissen, inwiefern beide Handlungsstränge, aus Meretes und aus Carls Sicht, miteinander zu tun haben würden.
Zwischenzeitlich wurde es wieder etwas langatmiger, aber dann kamen wieder Szenen aus Meretes Sicht und die Spannung blieb erhalten.
Zu Ende hin stieg sie dann an und blieb auch wirklich bis zum letzten Satz auf der letzten Seite.
Als ich das Buch zuklappte war mein erster Gedanke: Gut, dass du es nicht abgebrochen hast. Du hättest sonst wirklich was verpasst.
Ich finde die Geschichte sehr bewegend, wenn man sich vorstellt, dass man an Meretes Stelle wäre. Auch zu sehen, wie die Ermittlungen neu aufgenommen wurden und wie sich Spuren entwickelten, fand ich sehr spannend.
Alles in allem hat mich dieses Buch wirklich gefesselt, sodass ich auch die weiteren Fälle von Carl Morck lesen werde.
Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, der gerne Thriller liest, bei denen das Augenmerk auf den Ermittlungen und der Lage des Opfers liegt.

Weitere Teile:
Schändung
Erlösung
Verachtung

Fazit:

Samstag, 30. Juni 2012

Rezension: Der geheime Zirkel- Gemmas Visionen von Libba Bray

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch gerne 'Der geheime Zirkel' von Libba Bray vorstellen.

Inhalt:
Gemma besucht nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter in Indien, ein Internat für höhere Töchter in England. Dort herrschen strenge Regeln, um die Mädchen zu hervorragenden jungen Damen zu erziehen. Irgendwann findet sie ein seltsames Tagebuch, was sie später mit ihren Freundinnen heimlich nachts in einer Höhle liest. So erfahren sie von einem magischen Reich, von dem Gemma auch manchmal in ihren Visionen sieht. Zunächst glauben ihre Freunde ihr nicht so recht, doch dann begeben sie sich selbst in dieses Reich...

Meinung:
Die ganze Geschichte spielt 1895 in England und teilweise auch in Indien, zumindest zu Beginn.
Anfangs war ich auch etwas verwirrt, was das in Indien mit dem Klappentext zutun hat. Jedoch hat sich das seit dem Tod von Gemmas Mutter geändert, da sie kurz drauf nach England kommt. Genau ab diesem Ereignis habe ich eine Sympathie zu der Hauptperson entwickelt, die mich nur schwer wieder los gelassen hat.
Das ganze Buch wird aus Gemmas Perspektive in der Ich-Form erzählt, was mir sehr gut gefällt, da so Gemmas Visionen sehr gut dargestellt werden.
Hinzu kommt dass ihre Visionen mit dem Inhalt des Tagebuches etwas gemeinsam habe, was eine angenehme Spannung aufbaut. Irgendwie mit in die Geschehnisse ist auch Kartik verwickelt, den man zu Beginn jedoch schwer einschätzen kann. Zum Ende hin scheint man jedoch genau zu wissen, auf wessen Seite er steht.
Und die ganze Geschichte zeigt immer wieder Verbindungen zu dem Tod von Gemmas Mutter auf und lässt irgendwann ein großes Geheimnis gewahr werden. 
Insgesamt eine spannende gut durchdachte Geschichte.

Weitere Teile:
Der geheime Zirkel - Circes Rückkehr (bereits gelesen)
Der geheime Zirkel - Kartiks Schicksal (noch nicht gelesen)

Fazit:
Insgesamt bekommt das Buch von mir 5 von 5 Punkten.