Samstag, 28. Februar 2015

Rezension: "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira

Über ein Mädchen, das einen schweren Verlust erlitten hat, und dank Briefen an tote Persönlichkeiten wieder zu sich selbst findet und lernt, den Schmerz und das Geschehen zu verarbeiten.


Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: nein
Originaltitel: Love Letters to the Dead
Erscheinungsdatum: 23.02.2015
Seitenzahl: 231
ISBN: 9783570163146


Klappentext:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


"Ich glaube, wenn man etwas verliert, das einem wirklich viel bedeutet, ist das so, als würde man ein Stück von sich selbst verlieren." (Seite 11)

"Man muss sich im Leben auch mal selbst ans Steuer wagen, statt immer nur Passagier zu bleiben." (Seite 15)

"Warum glaubst du, ist die Liebe das tiefste Gefühl, das Menschen empfinden? Weil sie beides zugleich ist. Solange wir lieben, fühlen wir uns beschützt und haben dabei doch trotzdem ständig Angst." (Seite 108)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich unglaublich schön gemacht und es hat mich sofort angesprochen. Der Titel passt ziemlich gut zum Inhalt und der Klappentext gibt einen guten Eindruck vom Buch und zeigt, worauf das Buch hinaus läuft.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt mit einem Brief an Kurt Cobain, in dem Laurel erklärt, warum sie ihm schreibt. Sie fängt dann auch direkt an zu erzählen, von der Highschool und ihrem Leben. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Brief. Den Einstieg in die Geschichte fand ich sehr gut, einfach direkt mit der Tür ins Haus sozusagen, aber ich hätte es mir nicht anders gewünscht. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte mehr über Laurels Leben erfahren.
Die Idee war echt toll und konnte mich irgendwie von Anfang an begeistern: Laurel schreibt Briefe an tote Persönlichkeiten, und erzählt diesen von ihrem Leben und ihren Problemen. Und wir dürfen das Ganze ebenfalls lesen.
Die komplette Geschichte ist in Briefform geschrieben, aber das vergisst man zwischendrin einfach komplett. Die Briefe sind so toll geschrieben, als wäre es einfach eine ganz normale Geschichte. Außerdem gibt es erstaunlich viele Dialoge und nicht nur indirekte Rede.
Ich muss gestehen, dass ich viele der Persönlichkeiten, an die Laurel geschrieben hat, nicht wirklich kannte. Aber Laurel hat in ihren Briefen immer zu dem jeweiligen Leben etwas geschrieben und so hatte man eine ungefähre Ahnung und konnte das alles besser nachvollziehen. Auch die Lieder, die genannt wurden, kannte ich nicht, aber sie hatten sicherlich immer zur Situation gepasst, wenn man sie dazu gehört hätte.
Die Entwicklung und das Tempo haben mir sehr gut gefallen. Man merkt, dass Laurel anfangs ihre Probleme hat und sehr zu kämpfen hat mit dem Tod ihrer Schwester und dem Verlustgefühl. Doch es ist wunderschön zu sehen, wie die Briefe ihr dabei helfen, das Geschehene zu verarbeiten und wieder zu sich selbst zu finden. Bis sie irgendwann so weit ist, die Nacht noch einmal Revue passieren zu lassen und darüber zu reden, was passiert ist.
Das Ende war wirklich gut gelungen und genau darauf hatte ich die ganze Zeit gehofft. Es war richtig passend und hat sehr gut zum Rest der Geschichte gepasst, damit Laurel und auch wir als Leser damit abschließen können.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war trotz des ernsten Themas wirklich angenehm zu lesen. Wie schon geschrieben, hat man gar nicht gemerkt, dass das ganze Buch nur aus Briefen bestand. Außerdem gab es viele tolle Gespräche, die auch wirklich als Dialoge und nicht in indirekter Rede geschrieben waren, was ich sehr positiv fand.

...Charaktere:
Laurel hat einen sehr schweren Verlust erlitten und versucht anfangs, wie ihre tote Schwester zu sein, um besser in ihrem Leben klar zu kommen und das Geschehene zu vergessen. Doch dabei verdrängt sie eigentlich nur alles und irgendwie wird es nicht besser. Das fand ich anfangs etwas schwierig, dass sie in sich immer ihre Schwester sieht und genau so sein möchte, wie diese. Irgendwo fand ich das zwar nachvollziehbar und wahrscheinlich würden viele an ihrer Stelle genau so handeln, aber da durch wirkte sie auf mich nur noch verzweifelter und trauriger.
Hannah und Nathalie waren mir anfangs etwas unsympathisch. Ich dachte, sie seien arrogant und würden sich über Laurel lustig machen. Aber letztendlich haben sie sich als wirklich tolle Freunde entpuppt, mit denen sie viel Spaß haben konnte, was sie abgelenkt hat, aber auch einiges Problematisches erlebt hat.
Generell habe ich viele der Personen, also die Nebencharaktere, anfangs falsch eingeschätzt. Irgendwie wirkten sie alle am Anfang einfach anders und klischeehaft. Aber das waren sie nicht. Die Autorin hat sich wirklich tolle Personen ausgedacht, die viel mehr in sich bergen, als man denkt. Jeder hat irgendwie sein eigenes Problem und seine eigene Art, damit umzugehen. Das war wirklich interessant und hat auch mal etwas von Laurel abgelenkt und die Geschichte vielfältiger gemacht.


Fazit:
Diese Buch nimmt einen einfach mit und beschäftigt einen, weil man sich dem ganzen Ausmaß gar nicht bewusst ist. Es ist ganz sicher kein leichtes Buch und auch kein leichtes Thema, sonders sehr ernst und tiefgründig. Ich hatte anfangs nicht gedacht, dass so viel hinter diesem Buch steckt. Die Charaktere sind sehr vielfältig und wurden von mir alle am Anfang falsch eingeschätzt, aber ich habe sie schätzen gelernt. Der Schreibstil ist sehr toll und man merkt gar nicht, dass man eigentlich nur Briefe liest. Außerdem ist das Ende unglaublich toll und genau, wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein mitreißendes, ernsthaftes Buch lesen möchte, über ein Mädchen, das ihre Schwester verloren hat und lange braucht, um mit diesem Verlust und dem, was damals passiert ist, klar zu kommen. Jeder, der sie bei diesem Weg begleiten möchte, sollte das tun, denn es ist wirklich empfehlenswert!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Rezension: "Eleanor & Park" von Rainbow Rowell

Wenn aus einer gemeinsamen Busfahrt mit Comics und Musik die erste große Liebe wird. Wären da nicht die anderen Probleme...


Allgemeine Infos:
Verlag: Hanser
Reihe: nein
Originaltitel: Eleanor & Park
Erscheinungsdatum: 02.02.2015
Seitenzahl: 399
ISBN: 9783446247406


Klappentext:
Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann.


" 'Eleanors Hand zu halten war, als würde man einen Schmetterling halten. Oder einen Herzschlag. Als würde man etwas Vollkommenes und vollkommen lebendiges halten." (Seite 86)

"Du glaubst, wenn du jemanden ganz fest hälst, bist du ihm näher. Du glaubst, du kannst ihn so fest halten, dass du ihn immer noch spürst, eingeprägt in dir, wenn du dich von ihm löst." (Seite 381)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist recht schlicht gehalten, aber mir gefällt es sehr gut und es passt zur Geschichte. Ebenso der Titel ist sehr schlicht, aber ist einfach super passend. Den Klappentext finde ich schön geschrieben und sagt ziemlich viel über die Geschichte aus, aber verrät nicht unbedingt schon alles.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt an einem ganz normalen Schultag. Park sitzt im Bus und hört den alltäglichen Gesprächen seiner Mitschüler zu. Als Eleanor an der nächsten Haltestelle einsteigt und keinen Platz findet, bietet Park ihr mehr oder weniger widerwillig ihren Nebensitz an. Den Einstieg fand ich unglaublich angenehm, weil man irgendwie alle wichtigen Personen kennen gelernt hat und von allen schon mal einen ersten Eindruck hatte.
Die Idee war wirklich niedlich, aber nicht nur das. Eleanor wird von ihren Mitschülern gemobbt und ihr Stiefvater tyrannisiert die Familie und keiner wehrt sich dagegen. Park ist ein schüchterner Außenseiter, der erst recht distanziert gegenüber Eleanor ist, dann aber doch ihr wahres Ich erkennt und lieben lernt.
Das Buch bietet also nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen zwei 'Außenseitern', sondern auch ernsthafte Probleme wie Gewalt und Mobbing. Ich fand beides sehr gut miteinander verknüpft und es gab nur sehr wenige Momente, wo beides klar voneinander getrennt war.
Die Liebesgeschichte fand ich unheimlich niedlich, weil sich alles sehr schön und gemächlich entwickelt hat. Es hatte genau das passende Tempo, so wie die ganze Geschichte eigentlich. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgendeine Szene unwichtig gewesen wäre.
Ich fand es unglaublich niedlich, dass das ganze in den 80er Jahren gespielt hat, weil es Mixtapes gab und den Walkman und Comichefte. Das hatte für mich irgendwie noch mal etwas besonderes an sich, auch wenn ich die meisten Lieder leider nicht kannte.
Das Ende ist absolut anders, als ich es erwartet hätte, nämlich doch recht offen. Aber es hat mir gefallen. Klar war ich anfangs etwas enttäuscht, dass das jetzt wirklich das Ende ist. Aber wenn ich so darüber nachdenke, bin ich doch ganz glücklich damit. Eine kleine Information fehlt mir jedoch zu meinem Glück, nämlich was aus den Anderen geworden ist.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war ein Traum. Man konnte das Buch so unglaublich gut lesen und die Seiten sind wirklich nur so verflogen. Abschnitte aus Parks Sicht haben sich mit denen von Eleanor abgewechselt, manchmal auch wie ein kleiner Schlagabtausch. Aber so wusste man von beiden die Gedanken und das war wirklich toll umgesetzt. Sonst ist das ja meist nur einseitig, was das Kennen der Gedanken betrifft.

...Charaktere:
Park ist ein Außenseiter, der irgendwie von allen mehr oder weniger in Ruhe gelassen wird, aber auch nicht richtig dazu gehört. Es scheint ihn jedoch auch nicht großartig zu stören.
Eleanor ist von vorne herein ein Außenseiter mit ihrem auffälligen Kleidungsstil, hinter dem sie sich versteckt, und ihren lockigen, roten Haaren. Nicht nur, dass sie von ihren Mitschülern nicht unbedingt geliebt wird, sie hat es auch zu Hause mit ihrem Stiefvater nicht gerade sehr leicht. Irgendwie kommt sie trotzdem mit ihrem schwierigem Leben klar, auch wenn sie dafür einiges in Kauf nehmen muss.
Ich fand die Charaktere wirklich toll, einfach mal was anderes. Nicht das klischeehafte hübsche, schüchterne Mädchen und der draufgängerische Bad Boy sondern mal authentische Personen, wie es sie viel häufiger geben sollte. Mit Ecken und Kanten und alltäglichen Problemen.
Die restlichen Personen waren dann schon eher wieder klischeehaft, aber das war okay und eigentlich auch ganz gut so. Können ja nicht alle besonders sein. Jedenfalls konnte ich mich sehr gut in alle hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen, meistens jedenfalls. In manchen Situationen hätte ich an Eleanors Stelle anders gehandelt und es mir auch von ihr gewünscht.


Fazit:
Eine tolle Liebesgeschichte, wie man sie nicht alle Tage liest. Alleine schon die Hauptpersonen sind mal etwas besonderes. Der Schreibstil ist perfekt und lässt sich unglaublich gut lesen. Aber nicht nur die Liebesgeschichte steht im Vordergrund, sondern auch ernsthafte Themen wie Mobbing und Gewalt sind immer gegenwärtig. Das Ende ist anders, als man es erwartet und kennt, aber ich fand es total klasse. Es hat für mich sehr gut gepasst. Wenn schon die Charaktere anders sind, dann auch das Ende.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine niedliche Liebesgeschichte lesen möchte, die durch ihre besonderen Hauptpersonen und den wunderbaren, leichten Verlauf und die ernsthaften Themen überzeugt. Nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden, der Liebesgeschichte mag!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension: "Selection - Der Erwählte" von Kiera Cass

Nur noch vier Mädchen sind übrig, die Prinzessin werden können. Für wen wird sich Maxon entscheiden und vor allem für wen America?


Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 3 von 4?
Originaltitel: Selection - The One
Erscheinungsdatum: 19.02.2015
Seitenzahl: 252
ISBN: 9783737364980


Klappentext:
35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Vier Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist mal wieder traumhaft schön und ich finde, das schönste der Reihe. Auch der Titel passt mal wieder sehr gut. Den Klappentext finde ich toll geschrieben und macht richtig Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten im Geschehen, nämlich mit einem Rebellenangriff während einer Unterrichtsstunde. Da durch war ich eigentlich sofort wieder mitten im Geschehen, auch wenn noch nichts wirklich wiederholt bzw aufgegriffen wurde. Aber das kam natürlich ziemlich schnell danach.
Von der Idee bin ich nach wie vor begeistert. Ein Casting für die Frau des Prinzen und mittlerweile sind nur noch vier Mädchen über, von denen eine vom Prinzen ausgesucht wird. Was vielleicht recht oberflächlich klingt, ist eigentlich total spannend, weil es auch um die ganze Gesellschaftsordnung geht.
Auch wenn ich die ganze Zeit eine Vermutung hatte, wie die Geschichte enden wird, kamen mir doch immer wieder Zweifel. Besonders im letzten Drittel war die Geschichte unglaublich spannend, ziemlich verzwickt und total unerwartet. Ich habe geweint und mitgelitten und gehofft, dass alles gut wird. Es ist einfach noch so viel passiert, was ich nicht unbedingt erwartet hätte und was mich sehr gefesselt hat.
Die Liebesgeschichte ist nicht mehr so klischeehaft, wie sie noch zu Anfang war, und ich fand sie sehr gut dargestellt und beschrieben.
Das Ende war sehr nervenaufreibend, weil kurz vorher noch so viel passiert ist. Aber es ist einfach so ein schöner Abschluss, den ich mir nicht besser hätte vorstellen können.
Dennoch wird es noch ein oder zwei weitere Bände geben, die aber ein paar Jahre später spielen. Auch wenn ich dem etwas skeptisch gegenüber stehe, werde ich sie trotzdem mit Freude lesen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil gefällt mir nach wie vor ziemlich gut. Die ganze Geschichte lässt sich einfach unglaublich gut lesen und alles wird sehr anschaulich beschrieben, sodass man sich die Gesellschaft und die Umgebung so gut vorstellen kann, auch wenn es in unserer Zukunft spielt.

...Charaktere:
Die restlichen vier Mädchen wurden dieses Mal wirklich gut dargestellt und von jeder von ihnen hat man noch mal was erfahren, was man noch nicht wusste oder etwas, das schon längst wieder in Vergessenheit geraten war.
Außerdem erfährt man von Maxon, Aspen und America noch mal ein paar andere Seiten und ich habe noch einmal einen anderen Eindruck von ihnen bekommen.
Insgesamt kann man gut sagen, dass sich die Personen alle weiter entwickelt haben und sich im Laufe der Geschichte, vom ersten Teil bis jetzt, verändert haben.


Fazit:
Ein ganz wunderbarer Reihenabschluss bzw ein vorzeitiges Ende! Dieses Ende hat mich begeistert. Es ist so viel noch passiert, was ich nicht erwartet hätte. Ich musste weinen, mitfiebern, leiden und einfach weiter lesen, weil ich so gefesselt war. Es ging nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern auch viel um die Gesellschaft. Und genau dieser Mix macht das Buch bzw die Reihe für mich aus. Die Charaktere haben sich super weiter entwickelt und es war einfach nur toll zu lesen!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon die anderen beiden Bände von "Selection" gelesen hat und unbedingt wissen möchte, wie das Ganze endet. Ansonsten würde ich euch empfehlen, mit dem ersten Teil zu beginnen.
Eine tolle Reihe für jeden, der eine tolle Dystopie mit einer wunderschönen Liebesgeschichte sucht!

Dienstag, 24. Februar 2015

Jahresrückblick 2014

2014 ist zwar schon etwas länger vorbei, aber trotzdem möchte ich im Bereich Lesen & Blog als auch im Bereich Privates zurückzublicken. Stellt euch darauf ein, dass es etwas länger werden wird und auch in der Reihenfolge, wie gerade genannt.

Lesen & Blog

Ich liebe Statistiken und deshalb wird es erst einmal ein paar Zahlen geben.
gelesene Bücher 2014: 79
gelesene Seiten 2014: 28.544
gelesene Seiten pro Tag: 78
Neuzugänge: 112
SUB 2014 (2013): 86 (27)

Dieses Bücherjahr fand ich wirklich toll, weil ich noch mehr als letztes Jahr gelesen habe, auch wenn ich es vorher nicht erwartet hätte.
Außerdem hatte ich auch so viele Neuzugänge wie noch nie, was man leider auch deutlich am SUB-Vergleich merkt. Er ist um 59 Bücher angestiegen und war kurzzeitig sogar über 100. Eigentlich wollte ich das nie erreichen, aber leider kam es einfach so dazu. Jedenfalls mein Ziel für dieses Jahr, den SUB abzubauen. Nicht sofort jedes neue Buch zu kaufen, nur wenn ich es wirklich sofort lesen möchte. Ansonsten mein Vorhaben, Reihen zu beenden bzw auf den aktuellen Stand zu bringen. Dazu habe ich mir auch schon ein paar rausgesucht. Wir werden sehen, was ich so davon tatsächlich lesen werde.

- "Die Wedernoch" von Stefan Bachmann
- "Der Erwählte" von Kiera Cass
- "Und Gewissheit wirst du haben" von C.J. Daugherty
- "Weil ich Will liebe" von Coleen Hoover
- "Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen" von Irmgard Kramer
- "Stimmen" von Ursula Poznanski
- "Nur ein Kuss von dir" von Sue Ransom
- "Getrieben" & "Geborgen" von Veronica Rossi
- "Die goldene Brücke" & "Das verborgene Tor" von Eva Völler
- "Final Cut" & "Seelenangst" & "Todeswächter" von Veit Etzold
- "Silo" & "Level" von Hugh Howey
- "Rosen und Seifenblasen - Verliebt in Serie" & "Lilien und Lüftschlösser - Verliebt in Serie" von Sonja Kaiblinger
- "Delirium" & "Pandemonium" & "Requium" von Lauren Oliver

Meinen Plan, die 27 Bücher von Anfang 2014 zu lesen, hat leider nicht geklappt. Von den 27 habe ich leider nur 14 gelesen. Anfang des Jahres hat es noch ganz gut geklappt, aber dann kamen die ganzen Neuzugänge. Von den restlichen 13 Büchern werde ich wohl auch das ein oder andere aussortieren, ebenso wie von meinem restlichen SUB. Dazu wird es dann noch einmal einen Post geben.
Die genauen gelesenen Bücher und die Neuzugänge findet ihr in meinen Lesestatistiken.

Tops
(Rezensionen bei Klick auf das Cover)
   
Es war einfach ein wunderschönes Buch mit einer leicht magischen Grundidee, das von Träumen und Ängsten erzählt und mich zu Tränen rühren konnte.
Ein toller Reihenabschluss, der seinem Vorgänger um nichts nachsteht. Eine spannende Idee rund um eine Traumwelt, die jeder von uns besucht. Nur nicht jeder ist sich dessen bewusst.
Ganz anders als die bisherigen Fitzeks, aber sooooo wahnsinnig spannend! Es konnte mich absolut begeistern und ganz besonders schockieren. Sehr gesellschaftskritisch und es hat mich zum Nachdenken gebracht. Ein unglaublich beeindruckendes Buch!
Ein spannendes Buch über ein eher seltenes Thema: Zeugenschutzprogramm. Super sympathische Charaktere und eine wahnsinnig gute Umsetzung. Nicht blutig, sondern einfach nur sehr spannend.
Dieses Buch konnte mich einfach begeistern. Die Idee war genial und der ganze Aufbau hat einfach super gepasst, auch wenn ich anfangs echt skeptisch war. Es ist einfach mal etwas komplett anderes über Vergeben und das Leben.
Zwei tolle Liebesromane, wie sie nur Nicholas Sparks schreiben kann. Thematisch sind sie beide total unterschiedlich, aber wie immer geht es um die wahre Liebe, das Schicksal und das Leben. Kann ich beide nur total empfehlen!
Eine tolle dystopische Reihe. Die Grundidee fand ich wirklich super interessant, irgendwie eine Mischung aus Panem und Germany's next Topmodel. Aber dennoch war es dennoch einzigartig und gefühlvoll. Ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Band der Reihe.
So ein wunderschönes und berührendes Buch! Es hat mich wirklich einfach nur begeistern können, auch wenn die Geschichte an sich gar nicht so spektakulär war. Eher der Protagonist und das, was dahinter steht. Es macht einfach nur Mut und konnte mich berühren!
Dieses Buch hat mich seit seinem Erscheinen irgendwie magisch angezogen. Beim Lesen war ich auch direkt begeistert. Am besten lässt es sich mit "Wo die Liebe hinfällt" bezeichnen, denn das ist sozusagen Programm. Diese Idee mit dem Fragebogen für die perfekte Frau und dem Protagonisten, einfach nur total klasse!
Anfangs war ich skeptisch, ob mir dieses Buch gefallen wird. Doch ich habe ihm eine Chance gegeben und es nicht bereut. Diese leicht skurrile Geschichte, liebenswürdige Charaktere und das ernste Thema haben das Buch für mich zu einem tollen Lesehighlight gemacht.
Eine wunderschöne Geschichte verbunden mit ernsten Themen, das ist Jojo Moyes und ihre Bücher. Es geht um Familienzusammenhalt, Armut, Reichtum und dem Nutzen von Chancen. Mich konnte es sehr gut unterhalten und ich habe mich unglaublich wohlgefühlt mit und in der Geschichte!
Eine wunderschöne, außergewöhnliche und wahnsinnig tragische Liebesgeschichte, die mich von der erste Seite an begeistern hat und die einfach jeder gelesen haben sollte, der Liebesgeschichte mag!
Ich habe nicht viel von diesem Buch erwartet und wurde begeistert. Eine tolle Fantasygeschichte mit einer sehr interessanten Idee und einem total packenden Schreibstil! Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
Die Idee, dass dein eigenes Leben plötzlich vor deiner Haustür steht und du dich um es bzw dein eigenes Leben kümmern musst, konnte mich wirklich total begeistern und hat mich zum Nachdenken gebracht.
Wie ein Märchen für Erwachsene. Die Atmosphäre war einfach total verzaubernd und mysteriös und man wusste irgendwie nie so wirklich, was man selbst denken sollte.
So ein wunderschönes Buch über die aller erste Liebe und einen traumhaften Sommer. Definitiv nicht nur für Jugendliche, denn es lädt einfach ein zum Träumen und Abschalten vom Alltag.
Ein total packendes und spannendes Buch rund um ein Computerspiel, was jedoch noch viel mehr ist. Einfach diese Verknüpfung von Realität und Spiel war genial!
Eine sehr berührende Geschichte, irgendwie tief traurig, aber gleichzeitig auch wunderschön. Einfach sehr lebensnah und ernst, aber auch so toll zu lesen. Einfach eine tolle Liebes-/Lebensgeschichte.
Stell dir vor, du wachst jeden Tag in einem anderen Körper auf und verbringst nur einen Tag in diesem Leben und lebst es kein zweites Mal. Doch dann verliebst du dich... Eine ungewöhnliche Geschichte, die mich sehr begeistert und berührt hat.

Das waren mehr Tops als erwartet, aber alle haben mich auf ihre Weise begeistern können. Die Reihenfolge hat übrigens nichts zu bedeuten, sondern ist eher chronologisch, wie ich sie gelesen habe. Sie sind nicht alle gleichwertig, aber ich möchte keines 'rauswerfen'. 
Ein absolutes Jahreshighlight kann ich auch nur schwer benennen, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann. Aber es wäre sowohl ein Thriller als auch ein Liebesroman! 

Flops
(Rezensionen bei Klick auf das Cover)
Das Buch habe ich mal als Mängelexemplar gekauft, weil es ganz interessant klang. Leider gab es absolut keine Spannung und es war ziemlich seltsam. Also ein absoluter Fehlgriff.
Mein erster und wohl auch vorerst letzter Beckett. Ich hatte mir deutlich mehr erhofft, aber ein Thriller ohne Spannung ist für mich leider kein Thriller.
Eigentlich ein sehr ungewöhnlicher Liebesroman, der mich aber leider nicht überzeugen konnte. Mit den Personen bin ich nicht warm geworden und generell war es mir zu abgedreht von der Handlung her.
Meine erste Thiesler und sie hat mich nicht überzeugt. Keine Spannung, zu viele Personen und einen absolut unsympathischen Hauptcharakter hat das Buch zu bieten gehabt. Dazu kam einfach ein total blödes Ende.

Insgesamt hatte ich doch relativ wenig Flops bzw die wenigsten von ihnen, haben nur 1 Wolke bekommen. Also sowohl von den Tops als auch von den Flops ein sehr schönes Jahr!

Es gab meine erste Leserunde zu "Noah" von Sebastian Fitzek", die ich mit Steffi zusammen organisiert hatte. Das war auf jeden Fall eine schöne Erfahrung, aber momentan steht mir nicht so der Sinn nach Leserunden generell.

Desweiteren hatte ich mit Wochenrückblicken angefangen, was mir eigentlich echt viel Spaß gemacht hat. Aber leider fehlte dann irgendwann die Zeit und es ist so im Sand verlaufen. Evtl starte ich dieses Jahr noch mal einen neuen Versuch, aber das wird sich zeigen.

Privates

Dieses Jahr hat so anfangen, wie das vorherige aufgehört hat, nämlich bei Thalia. Dort war ich als Aushilfe und habe dann im Juni endlich die Ausbildung angefangen. Meine erste Abteilung war die Belletristik, wo ich die ersten vier Monate der Ausbildung verbracht habe. Danach bin ich ins Kinderbuch gewechselt, wo ich derzeit auch immer noch bin. Meine Arbeit macht mir wahnsinnig viel Spaß und ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Außerdem habe ich in meinen Kollegen tolle Freunde gefunden, mit denen ich auch außerhalb der Arbeit viel Zeit verbringe.

Im März war ich Samstag und Sonntag auf der Leipziger Buchmesse und habe tolle Menschen getroffen und viele neue Bücher entdeckt!

Gelegentlich hatte ich auch mal wieder Zeit für meine Hobbies wie Klavier spielen, häkeln, kochen und backen. Dafür ist leider immer viel zu wenig Zeit, und ich würde mir auch wesentlich mehr Zeit dafür wünschen. Mal sehen, wie sich das dieses Jahr entwickeln wird.

Beim Tanzen habe ich mein Bronze- und mein Silberdiplom gemacht, jeweils mit anderen Tanzpartner. Das Tanzen ist mir sehr wichtig geworden und ich freue mich schon eine Woche vorher wieder drauf, dass es nächste Woche wieder so weit ist.

Ich habe 10 Tage bei meiner liebsten Freundin Rosa in Italien oder besser gesagt in Florenz verbracht. Wir hatten wunderschönes Wetter und haben ganz viel unternommen und geredet und gelesen. Ach es war einfach eine wunderschöne Zeit mit dir!

Mein Blog hat seinen 2. Geburtstag gefeiert, nur leider habe ich es irgendwie verpennt, einen Post dazu zu schreiben oder ein Gewinnspiel zu veranstalten. Aber das wird dieses Jahr auf jeden Fall nachgeholt werden, immerhin macht mir mein Baby so viel Spaß, dass es dieses Jahr bestimmt drei Jahre alt wird.

Im Juni war ich in Köln auf einer Lesung von Jojo Moyes, die mir unglaublich gut gefallen hat. Sie ist einfach so eine sympathische Autorin und der Abend war toll gestaltet. . Irgendwie habe ich es zeitlich nicht geschafft, einen Bericht dazu zu schreiben.

Anfang Juli war ich für zwei Tage in Mannheim zu den Azubi-Willkommenstagen. Wir hatten kleine Seminare und ganz viel Zeit zum Austausch über unsere Ausbildung bei Thalia. Dazu hatten wir tolles Wetter, das wir am Rhein genießen konnten.

Irgendwann habe ich mit Frühschwimmen angefangen, es dann aus zeitlichen Gründen jedoch wieder schleifen lassen. Eine Zeit lang habe ich es auf abends verschoben, aber dann kam das Weihnachtsgeschäft und ich war einfach so platt, dass ich jetzt schon seit mehreren Monaten nicht mehr da war. Aber der Plan, wieder anzufangen, steht.

Im Oktober war ich Samstag und Sonntag auf der Frankfurter Buchmesse und zwar zusammen mit meiner Rosa! Es waren zwei wundervolle Tage, an denen wir recht spontan waren und viel entdeckt haben.

Im November war ich auf der Standardformationswm in Braunschweig mit meinem Freund und zwei Freunden von uns. Das war wirklich eine sehr eindrucksvolle Erfahrung, bei der ich echt Gänsehaut hatte. Einfach die ganze Atmosphäre und die perfekten Tänzer!

Nur ein paar Tage später war ich mit einer lieben Freundin beim Ed Sheeran Konzert in Düsseldorf. Leider saßen wir recht weit von der Bühne weg, aber es war dennoch ein wahnsinnig toller Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Insgesamt habe ich viele tolle Nachmittage und Abende mit Freunden verbracht. Wir haben viel unternommen und geredet. Ich habe neue Freunde gefunden und alte wiedergefunden, aber um alle bin ich sehr dankbar, dass ich sie in meinem Leben habe und wir immer füreinander da sind.

Zum Abschluss möchte ich euch noch meine Lieblingslieder dieses Jahr verlinken, die mir viel bedeutet haben und mich an tolle Momente oder Personen erinnern.
Sweet Louise von The Belle Brigade
Carry you home von James Blunt
Stumbling in aus dem Film Groupies bleiben nicht zum Frühstück
Thinking out loud von Ed Sheeran
Home von Phillip Phillips 
Wake me up von Avicii

Sonntag, 22. Februar 2015

Rezension: "Zeitenzauber - Die goldene Brücke" von Eva Völler

Wenn dein Freund plötzlich im 17. Jahrhundert in Paris feststeckt und denkt, er sei ein Musketier, wird es Zeit, dass du dich auf den Weg machst, ihn vom Gegenteil zu überzeugen und Schlimmeres zu verhindert, das die Gegenwart gefährden könnte...


Allgemeine Infos:
Verlag: Baumhaus
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Zeitenzauber - Die goldene Brücke
Erscheinungsdatum: 14.03.2013
Seitenzahl: 278
ISBN: 9783833901683


Klappentext:
Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?


" 'Habe ich dir schon gesagt, dass ich verrückt nach dir bin?' 'In diesem Jahrhundert noch nicht.' " (Seite 18)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover gefällt mir echt gut und passt super zum ersten Teil und generell zur Geschichte. Auch den Titel finde ich gut gewählt, wie schon beim ersten Teil. Der Klappentext ist auch wirklich toll, macht neugierig und verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in Venedig, wo Anna und Sebastiano noch einen letzten Auftrag erledigen. Danach geht es weiter mit Annas normalem Leben als Abiturschülerin in Frankfurt, bis sie die Nachricht bekommt, dass Sebastiano in der Zeit feststeckt. Den Einstieg fand ich super gewählt. Erst war ich im kalten Wasser, doch dann kam ich recht schnell damit klar und war wieder super in der Geschichte drin.
Die Idee finde ich nach wie vor toll. Es gibt die sogenannten Zeitwächter, die in der Zeit reisen müssen und irgendein Ereignis verhindern oder abändern sollen, da sonst die Welt aus ihrem Gleichgewicht gerät.
Die Thematik wurde noch einmal aufgegriffen und erklärt, so dass man mit der Fortsetzung gut mitkam, außerdem hat man noch einmal tolle neue Infos bekommen, die die Geschichte für mich so besonders machen.
Im Laufe der Geschichte erwarten einen viele Intrigen und überraschende Wendungen, die einen wirklich an das Buch fesseln und für viel Spannung sorgen. Man muss einfach weiter lesen.
Zum Schluss gab es ein tolles in sich geschlossenes Ende, das ganz viel Lust auf Band 3 macht!

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir super gefallen. An den passenden Stellen spannend und wenn mal gerade nichts passiert, wird die Umgebung ganz toll beschrieben, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Ich bin förmlich selbst durch die Straßen in Paris gelaufen und über die Seine spaziert.

...Charaktere:
Anna war mir nach wie vor sympathisch. Sie ist eigentlich eine sehr mutige Person, die sofort nach Paris reist, um ihren Freund zu retten. In der Vergangenheit gab es jedoch die ein oder andere Handlung, wo sie etwas naiv und blind vor Liebe gehandelt hat. Aber wahrscheinlich kann man das in der Situation auch verschmerzen.
Über Sebastiano hat man dieses Mal nicht wirklich viel erfahren, außer von seinem Musketierdasein, in dem er wirklich sehr gut aufgegangen ist.
Insgesamt waren alle sehr authentisch dargestellt, auch die in der Vergangenheit mit den Verhaltensweisen und so.


Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der tollen Zeitreisetrilogie um Anna und Sebastiano. Ein Buch voller Spannung, Intrigen und überraschenden Wendungen. Ein toller Schreibstil mit wundervollen Beschreibungen der Umgebung und der Personen trägt zum Lesespaß bei. Außerdem wurde das Wichtigste aus dem ersten Teil wiederholt und man kam super in die Geschichte rein.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine schöne Zeitreisegeschichte sucht, auch gerne als Reihe. Allerdings kann man die Bücher auch einzeln lesen, da sie alle ineinander abgeschlossen sind und das Wichtigste noch einmal aufgegriffen wird.

Dienstag, 17. Februar 2015

Rezension: "Wenn die Liebe hinfällt" von Luisa Buresch

Leander macht aus heiterem Himmel mit Alia Schluss, die aus allen Wolken fällt. Daraufhin folgen harte, turbulente aber auch sehr schöne Zeiten für sie. 
Eine Geschichte aus dem alltäglichen Leben, die unterhält und Mut macht.


Allgemeine Infos:
Verlag: KiWi
Reihe: nein
Originaltitel: Wenn die Liebe hinfällt
Erscheinungsdatum: 10.04.2014
Seitenzahl: 431
ISBN: 9783462046397


Klappentext:
Wann hatten Sie das letzte Mal Liebeskummer … aber so richtig?

Alia und Leander gelten als Traumpaar. Sogar als Traumfamilie, denn da gibt es noch Töchterchen Katie. Wie alle Freunde um sie herum glaubt die liebenswert-chaotische Alia, das mit ihr und Leander sei etwas Besonderes. Umso schlimmer ist der Absturz, als Leander auf einmal den Satz raushaut, den Alia nur aus den Groschenromanen kennt, über die sie an der Uni forscht: »Alia, ich muss dir was sagen, es gibt da eine andere …« Für Alia bricht eine Welt zusammen. Dass Liebe so verdammt wehtun kann, hatte sie nicht für möglich gehalten. Mühsam rappelt sie sich mithilfe ihrer Freundinnen und des neuen grummeligen Nachbarn halbwegs auf, da steht Leander plötzlich wieder vor der Tür.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist ok, hat aber nichts mit dem Inhalt zu tun. Den Titel dagegen finde ich sehr gut, auch mit dem Untertitel. Der Klappentext ist gut geschrieben und verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Alias Leben, als sie ihre Magisterarbeit schreibt und Leander sie versucht etwas abzulenken, was sie aber so gar nicht möchte. Daraufhin folgt eine Rückblende, wie die beiden sich kennen gelernt haben, und ich war gespannt, wie die Geschichte weiter gehen würde, jetzt wo ich sozusagen mitten drin war.
Die Idee war wirklich aus dem Leben gegriffen: Eine vermeintlich heile Beziehung, die dann in die Brüche geht, weil er eine andere hat. Sie ist daraufhin am Boden zerstört und braucht eine ganze Weile, bis sie damit klar kommt.
Irgendwie konnte ich mich sehr gut in die ganze Geschichte hineinversetzen und hätte am Anfang nicht gedacht, dass sie doch so viele Überraschungen bereithält. Neben dem Liebeskummer geht es noch um andere familiäre Probleme, mit denen jeder zu kämpfen hat. Das hat das Buch etwas vielfältiger gemacht und somit auch interessanter.
Das Ende hat ziemlich gut gepasst, auch wenn es sehr offen gehalten war. Normalerweise finde ich das ja nicht so gut bei solchen Geschichten, aber hier hat es mir ziemlich gut gefallen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war ziemlich leicht gehalten, trotz des ernsten Themas. Man konnte die Geschichte einfach so weg lesen. Unterstützt wurde das ganze durch die kurzen Titel mit den passenden Überschriften.

...Charaktere:
Alia wird von ihrem Freund verlassen und leidet ziemlich darunter. Sie versucht, irgendwie ihren Alltag mit ihrer kleinen Tochter zu bewältigen, und wird dabei immer wieder von Erinnerungen erschüttert und kommt nicht wirklich darüber hinweg. Ich konnte mich ziemlich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Teilweise waren ihre Reaktionen aber etwas zu heftig und zu kindisch. Aber da reagiert jeder Mensch wahrscheinlich anders.
Leander weiß nicht so wirklich was er will. Anfangs fand ich ihn noch ziemlich sympathisch, aber im Laufe des Buches hat ihn sein Verhalten doch echt unsympathisch gemacht. Einfach, wie er mit Alia umgegangen ist.
Auch die restlichen Charaktere fand ich ganz wunderbar dargestellt. Jeder hatte sein Päckchen zu tragen, was echt nicht ohne war. Da hatte es echt kaum einer leicht. Aber man konnte sich in alle sehr gut hineinversetzen.


Fazit:
Ein wunderbares Buch für zwischendurch mit einem angenehm leichten Schreibstil und kurzen Kapiteln. Trotz der ernsten Themen wie Trennung, Liebeskummer, Familienprobleme etc konnte man es einfach richtig gut lesen. Die Charaktere waren total gut dargestellt und man konnte sich in alle hineinversetzen und wirklich jeder hatte sein Päckchen zu tragen. Insgesamt war es einfach eine Geschichte mitten aus dem Leben gegriffen, wie es jedem passieren könnte. Auch wenn hier teilweise etwas viel zusammen kam, fand ich es nicht übertrieben.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Buch für zwischendurch sucht. Es geht um Liebe, Trennung, Freundschaft, Familienprobleme, kurz gesagt um das ganz alltägliche Leben auch mit den negativen Seiten. Aber nach Regen folgt immer Sonnenschein. Auch wenn es um ernste Themen sucht, könnte ich es mir als leichte Sommerlektüre sehr gut vorstellen oder einfach so für zwischendurch!

Montag, 16. Februar 2015

Rezension: "Die Haferhorde - Flausen im Schopf" von Suza Kolb

Schoko und Keks müssen in ein neues Zuhause umziehen, worauf sie aber nicht wirklich Lust haben. Außerdem soll es dort spuken. Als sie dann nachts Geräusche hören, macht sich Schoko ans Ermitteln...


Allgemeine Infos:
Verlag: Magellan
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: Die Haferhorde - Flausen im Schopf
Erscheinungsdatum: 20.01.2015
Seitenzahl: 156
ISBN: 9783734840203


Klappentext:
Ein neues Zuhause? Das finden die Shetlandponys Schoko und Keks ganz schön blöd! Aber die Chefin hat nun mal beschlossen, dass sie zusammen mit allen anderen Vierbeinern umziehen werden. Doch auf dem neuen Hof stimmt irgendetwas nicht: Nachts hallen unheimliche Geräusche durch den Stall, und im Dorf munkelt man, dass es auf dem Anwesen Gespenster geben soll. Klar, dass Schoko dem nachgehen muss! Wäre doch gelacht, wenn er nicht ein Top-Gespenster-Agenten-Pony wäre …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz niedlich gestaltet und springt ins Auge. Der Titel klingt ebenfalls sehr ansprechend und passt zum Inhalt. Auch der Klappentext ist gut gewählt und macht neugierig, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt mit dem Umzug von Schoko, Keks und den anderen in ihr neues Zuhause. Dabei unterhalten sie sich im Transporter und man lernt schon mal die Personen kennen und wie es überhaupt zu diesem Umzug kam. Ein sehr guter Einstieg in die Geschichte und ich war gespannt, wie es wohl weiter geht und wie sich alle einleben werden.
Die Idee war eigentlich ganz lustig und spannend. Die Haferhorde, die umgezogen ist, und auf dem neuen Hof gibt es seltsame Geräusche und den Mythos eines Geistes. Ich denke, mal eine etwas andere Pferdegeschichte, aber dafür fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten.
Immer wieder gab es viele lustige Abschnitte, aber auch einige spannende Stellen, wo man mitgefiebert hat und auf das Beste gehofft hat.
Das Ende war gut. Alles konnte geklärt werden und hat sich zum Guten gewendet. Mal sehen, wie es mit dem zweiten Teil weiter geht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war genau passend, leicht zu lesen, lustig und auch spannend. Die Geschichte war aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben, aber meistens aus Schokos Sicht, da er sozusagen die Hauptperson war.

...Charaktere:
Gleich zu Anfang wurden die meisten Pferde eigentlich vorgestellt und man hatte schon mal eine wage Vorstellung von ihnen. Leider fand ich die beiden Hauptpersonen, Schoko und Keks, etwas blass dargestellt. Alle anderen hatten so einen besonderen Charakterzug oder es wurde mal etwas zum Aussehen gesagt, aber bei den beiden hat mir das irgendwie gefehlt.
Die Zweibeiner sind mir auch etwas blass geblieben, aber vielleicht sollte das auch so sein, weil es eben aus Sicht der Pferde ist.


Fazit:
Ein liebevolles Kinderbuch für Pferdefans! Eine schöne Idee, gespickt mit liebevollen Zeichnungen. Leider sind mir die Hauptpersonen/-pferde etwas blass geblieben, ebenso wie die Zweibeiner. Ansonsten eine Geschichte voller Witz, Spannung und Humor. Einfach ein toller Lesespaß.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein tolles Kinderbuch lesen möchte, voller Spannung, Abenteuer und Humor. Perfekt geeignet für Kinder ab 8 Jahren!

Sonntag, 15. Februar 2015

Rezension: "Sunny Valentine - Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen" von Irmgard Kramer

Eine tolle Fortsetzung vom kleinen, tapferen Mädchen und ihrem verrückten Haus Seine Herrlichkeit!
Dieses Mal lässt das Haus Sunnys Lehrerin verschwinden, damit die Kinder nicht mehr zur Schule müssen. Eine lustige und abenteuerliche Reise durch New York beginnt...


Allgemeine Infos:
Verlag: Loewe
Reihe: Teil 2 von ?
Originaltitel: Sunny Valentine - Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen
Erscheinungsdatum: 01.2015
Seitenzahl: 171
ISBN: 9783785578896


Klappentext:
Seine Herrlichkeit, das Haus, ist eifersüchtig. Seit die Sommerferien vorbei sind und Sunny, Flip und Amir jeden Tag in die Schule gehen, ist das Haus einsam. Also verlegt es den Unterricht kurzerhand in die eigenen vier Wände – und verliert dabei dummerweise Helene, die Lehrerin. Sunny muss helfen und sie suchen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn durch die Klotür gelangt sie plötzlich in eine der wuseligsten und hektischsten Städte der Welt: New York. Wie soll sie denn unter all diesen Menschen Helene finden?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist auf jeden Fall schön bunt und somit sehr ansprechend gestaltet. Außerdem erkennt man den Zusammenhang zum ersten Teil. Auch der Titel ist wieder sehr prägnant und passend. Der Klappentext macht neugierig und lässt auf ein lustiges Abenteuer hoffen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt, wie schon im ersten Teil, mit einem Brief, in dem Sunny sich entschuldigt. Und somit beginnt die Geschichte, die als Rückblick aus Sunnys Sicht erzählt wird. Ich war wieder sofort in der Geschichte drin und fand es gut, dass der Aufbau sozusagen gleich geblieben ist mit dem Brief und so.
Die Idee von Sunny und ihrem Haus finde ich immer noch super interessant. Dieses Mal muss Sunny nach New York, um ihre Lehrerin Helen wiederzufinden.
Man kam wirklich gut in die Geschichte rein und manches wurde rückblickend noch einmal erwähnt, so dass man nicht unbedingt den ersten Teil gelesen haben muss. Aber wenn doch, ist es um so schöner und lustiger.
Auch hier gab es wieder schöne, spannende und lustige Wendungen, die man von Anfang an nicht erwartet hätte. Der Lesespaß bleibt einfach das ganze Buch über.
Außerdem muss man nicht unbedingt den ersten Teil gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen. Man kommt einfach unglaublich gut in die Geschichte rein und fühlt sich sofort wohl, auch ohne den ersten Teil zu kennen.
Das Ende war in sich abgeschlossen und die Geschichte somit beendet. Dennoch wird die Geschichte rund um Sunny, ihre Familie und das verrückte Haus wahrscheinlich weiter gehen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach so angenehm leicht, dass man das Buch in einem Rutsch runter lesen kann. Einfach perfekt für Kinder geeignet. Dazu dann noch mal ab und an eine liebevolle Zeichnung und Sunnys Erzählsicht. Es ist einfach so lustig und teilweise auch spannend geschrieben, dass man von allem irgendwie etwas hat, aber vor allem ein paar tolle Lesestunden.

...Charaktere:
Sunny ist einfach ein ganz tolles Mädchen, das sich mal wieder der verrückten Aufgabe ihres Hauses stellt, auch wenn sie dafür nach New York muss. Aber sonst kann sie ja ihre Lehrerin nicht retten. Für ihr Alter ist sie wirklich schon sehr vernünftig und konnte mich echt begeistern.
Auch die neuen Charakteren waren ganz toll dargestellt und mit nur wenigen Beschreibungen hatte man einfach ein sehr gutes Bild vor Augen und ich konnte mich in alle gut rein versetzen.


Fazit:
Eine tolle Fortsetzung dieser niedlichen Kinderbuchreihe rund um Sunny, ihre Familie und ihr Haus Seine Herrlichkeit. Die Charaktere waren richtig liebevoll dargestellt, es gab zahlreiche tolle Zeichnungen und einen sehr gut verständlichen, lustigen aber auch spannenden Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein tolles Kinderbuch lesen möchte, voller Spannung, Abenteuer und Humor. Perfekt geeignet für Kinder ab 8 Jahren!

Samstag, 14. Februar 2015

Rezension: "Krähenmann" von Corina Bomann

Clara ist neu im Internat Rotensand und zur gleichen Zeit ereignet sich der erste Mord, bei dem es nicht bleiben wird. Den Opfern werden Krähenflügel angenäht und sie findet einen toten Spatz auf ihrem Bett.. Und schon bald erreichen sie Hinweise zum Täter...


Allgemeine Infos:
Verlag: Coppenrath
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: Krähenmann
Erscheinungsdatum: 08.2014
Seitenzahl: 412
ISBN: 9783649616764


Klappentext:
Ein totes Mädchen, ein Grab voller Krähen ...

Rügen/Eliteinternat Rotensand: Ein Serienmörder tötet auf grausame Weise. Seine Spur reicht weit in die Vergangenheit zurück. Auf der fieberhaften Suche nach dem unheimlichen "Krähenmann" kämpft sich die 16-jährige Stipendiantin Clara durch ein Labyrinth aus Verdächtigen und falschen Fährten. Die Mordserie reißt nicht ab und schließlich gerät Clara selbst ins Visier des rachedurstigen Killers ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt unglaublich gut zum Inhalt mit der Krähe und dem Hintergrund. Dazu kommt der ebenfalls sehr passende Titel. Auch den Klappentext finde ich gut und spannend gestaltet, und er hat mir Lust auf das Buch gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in einem dunklen Raum. Ein Mädchen ist gefesselt und sieht wenig später ihrem Peiniger ins Gesicht. Sie kennt ihn. Er bringt sie um und näht ihr Krähenflügel an die Schultern. Der Prolog endet und das erste Kapitel beginnt mit Claras Ankunft in Rotensand. Durch den Prolog war ich sofort in der Geschichte drin und wollte wissen, wie es dazu kam und überhaupt. Außerdem natürlich auch, wie Clara sich einlebt.
Die Idee hat mir ziemlich gut gefallen, auch wenn es sowas ähnliches bestimmt schon mal gab. Jemand, der seine Opfer umbringt und ihnen Flügel annäht, ziemlich morbide, aber klar erkennbar. Einfach der ganze Zusammenhang zwischen dem Internat, Claras neuem Leben und den Morden, hat mir unglaublich gut gefallen und mich sofort in seinen Bann gezogen.
Ich war die ganze Zeit in der Geschichte drin und direkt schon war die Spannung da, die das ganze Buch über geblieben ist. Als Clara dann irgendwann Botschaften bekommt, wurde es noch besser. Ich hatte einfach zu keiner Zeit das Gefühl, dass es sich irgendwie zieht oder dass etwas unwichtig gewesen wäre. Immer wollte ich wissen, wie es weiter geht und so habe ich fast den Großteil des Buches an einem Abend gelesen.
Außerdem entwickelt sich eine klitzekleine sehr schöne Liebesgeschichte, die aber definitiv im Hintergrund bleibt und nicht vom eigentlichen Geschehen ablenkt. Zumindest nicht zur falschen Zeit.
Das Ende war wirklich gut gelungen, alles hat sich nahtlos aufgeklärt. Also fast alles. Ein Punkt ist geblieben, weshalb ich schon dem nächsten Band entgegenfiebere. Dennoch hatte diese Geschichten einen runden Abschluss und man kann es zuklappen und weiß, dass meiste wurde geklärt und ergibt Sinn.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Die Geschichte ließ sich einfach so unglaublich gut lesen. Spannung war perfekt eingebaut und konnte mich fesseln. Auch die Perspektive von Clara fand ich sehr gut gewählt, da man so einfach am besten alles mitbekommen hat. Ab und zu gab es mal kurze Kapitel aus der Sicht des Täters, die natürlich auch nicht fehlen dürfen, aber immer recht kurz gehalten waren, dass es mir gut gefallen hat.

...Charaktere:
Clara hat es wirklich nicht leicht im Leben und hofft endlich, irgendwo angekommen zu sein und sich möglichst unsichtbar machen zu können. Denn Auffallen will sie um gar keinen Fall, aber das tut sie. Sie macht sich daran, irgendetwas über den Mord herauszufinden bzw generell über Rotensand und beweist dabei Mut und springt über ihren Schatten.
Alex ist eine sehr interessante Person. Ich konnte ihn anfangs nicht so gut einschätzen und wusste nicht so recht, ob ihm zu trauen ist. Man erfährt auch gar nicht so viel über ihn, was sich aber im folgenden Band noch ändern kann und hoffentlich wird.
Generell waren die Personen gut dargestellt. Manche mehr manche weniger detailliert, aber immer passend.

Fazit:
Ein wirklich spannendes Buch! Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt mit diesem Buch und es voller Begeisterung gelesen und durch den tollen Schreibstil gar nicht gemerkt, wie die Seiten verflogen sind. Die Idee hat mir auch echt gut gefallen, zwar irgendwie brutal, aber auch mit einem Hintergrund. Das Ende war schlüssig und in sich abgeschlossen, auch wenn ein Knackpunkt offen bleibt für die Folgebände. Außerdem gibt es neben dem ganzen Grausamen noch eine leichte Liebesgeschichte im Hintergrund als Ablenkung.
Auch wenn ich es nicht genau fest machen kann, fehlte mir so eine Kleinigkeit zum wirklich perfekten Thriller.
Einfach ein spannender Thriller, dem man ziemlich gut folgen kann, aber mit viel Spannung.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen spannenden Jugendthriller sucht, der nicht ganz so verzwickt und kompliziert geschrieben ist. Außerdem jedem, der schon mal etwas von Corina Bomann gelesen hat und nun mal eine andere Seite ihres Schreibens kennen lernen möchte.

Sonntag, 8. Februar 2015

Rezension: "Voll streng, Frau Freitag" von Frau Freitag

Frau Freitags Klasse hat noch ein Jahr bis zu ihrem Abschluss, aber irgendwie geht scheint ihnen das Thema Abschluss und Ausbildung noch recht egal zu sein. Aber wie gut, dass es Frau Freitag gibt, die sich darum kümmert...


Allgemeine Infos:
Verlag:
Ullstein
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Voll streng, Frau Freitag
Erscheinungsdatum: 13.07.2012
Seitenzahl: 285
ISBN: 9783548374574


Klappentext:
»Ich schwöre, ich habe perfekt deutsch gesprochen. Ich glaube, ich habe sogar gesagt: Ich habe mein Praktikum absolviert. So spreche ich sonst nie. «Frau Freitags Klasse ist jetzt in der Zehnten. Alles dreht sich um den Abschluss. Wirklich alles? Während Frau Freitag ihre Schüler nachts auf Facebook an ihre Bewerbungen erinnert und tagsüber durch die Prüfungen schleust, haben Bilal, Emre und Mariam ganz andere Probleme: »Wie kam man eigentlich ins Internet, als es noch keine Computer gab?« – »Moment noch Frau Freitag, gleich fertig mit Handy.« – »Hab ich Selbstbräuner raufgesprüht und heute Morgen voll Schock: volldunkelbraun.« Aber wie soll eigentlich Frau Freitag ohne ihre Klasse überleben?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich nett und hat den Wiedererkennungswert vom ersten Teil. Der Titel passt genau so gut zum Buch und auch daran erkennt man die Reihenzugehörigkeit. Der Klappentext verspricht mal wieder eine gute Portion Witz und Humor.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem ersten Schultag von Frau Freitag, den sie nach den Sommerferien bestreiten muss. Sie denkt darüber nach, dass es das letzte Jahr mit ihrer Klasse sein wird und was da alles noch so ansteht, Bewerbungen schreiben, Prüfungen, aufs Leben vorbereiten... Direkt nach den ersten Seiten war ich schon wieder gut in der Geschichte drin.
Die Idee finde ich nach wie vor immer noch genial. Eine Lehrerin berichtet ziemlich unverblümt von ihrem Arbeitsalltag als Hauptschullehrerin und plaudert dabei aus dem Nähkästchen.
Manche Dinge haben sich einfach wiederholt, aber nicht jeder Tag ist individuell und gewisse Dinge wiederholen sich einfach. Das war also in so fern ok.
Die Kapitel sind mal wieder relativ kurz gehalten und haben alle eine sehr interessante Überschriften.
Das Ende fand ich irgendwie etwas wenig, da es ja sozusagen das Ende ihrer 10ten Klasse war. Aber trotzdem ein guter Abschluss des Buches.

...Schreibstil:
Der Schreibstil entspricht einfach Frau Freitags Umgebung, nämlich der Jugendsprache ihrer Schüler. Was auf der einen Seite natürlich sehr authentisch ist, kann zum Lesen doch manchmal etwas nervig sein. In manchen Momenten hat es mich etwas genervt, aber so im Großen und Ganzen fand ich es sehr passend.
Die kurzen Kapitel ermöglichen einen schnellen Lesespaß am Stück oder einfach mal ein zwei Kapitel zwischen durch. Man kommt wirklich jedes Mal wieder sehr gut rein.

...Charaktere:
Frau Freitag lernt man natürlich am besten kennen, da es aus ihrer Perspektive berichtet wird. Sie ist mit Leib und Seele Lehrerin, kümmert sich mütterlich um ihre Schüler und hängt ihr Herz an so ziemlich jeden. In ihrem Alltag zeigt sie einfach eine unglaubliche Geduld, kann aber im passenden Moment auch sehr hart durch greifen.
Auch die Schüler werde sehr toll dargestellt und man bekommt trotz der Vielzahl ein ziemlich genaues Bild von jedem. Dabei werde alle etwas aufs Korn genommen und teilweise ein wenig überspitzt und klischeehaft dargestellt. Aber vielleicht macht genau das den Humor aus.


Fazit:
Ein lustiges Buch für zwischendurch aus dem Alltag einer Hauptschullehrerin, die es nicht leicht hat mit ihren Schülern. Die kurzen Kapiteln und der leichte Schreibstil bieten leichte Unterhaltung. Dazu kommt der leicht klischeehafte Humor über das Schülerverhalten, das man sehr gut nachvollziehen kann. Der Schreibstil hat mich manchmal etwas genervt, war aber an sich authentisch. Dennoch ist es nach dem ersten Teil nicht mehr unbedingt viel Neues, nur andere Themenschwerpunkte, die das Schüler- und Lehrerleben beschäftigen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, dem auch schon der erste Teil "Chill mal, Frau Freitag" gefallen hat und noch mehr von ihr und ihren Schülern lesen möchte. Ansonsten jedem, der etwas Lustiges über den Schulalltag sucht.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Rezension: "Eindeutig Liebe" von Jessica Thompson

Sienna trifft Nick und verliebt sich auf Anhieb in ihn, ohne ihn zu kennen. Dann trifft sie ihn auf der Arbeit wieder und sie werden Freunde - beste Freunde. Die Gefühle bleiben und werden stärker, doch irgendwie fehlt die Situation und der Mut...


Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: This is a Love Story
Erscheinungsdatum: 21.09.2012
Seitenzahl: 460
ISBN: 9783404167876


Klappentext:
Mann trifft Frau, Frau verliebt sich in Mann – das ist nichts Besonderes. Doch als Sienna Nick kennenlernt, ist es anders als in anderen Liebesgeschichten. Sie sieht Nicks gefährlich braune Augen und denkt: Fall. Nicht. In. Sie. Hinein.
Denn wer wäre da, um sie aufzufangen, wenn sie fällt? Sienna ist so zerbrechlich. Sie hat so viele Geheimnisse, und er scheint es nicht sonderlich ernst zu meinen.
Ein Roman über einen Mann und eine Frau, die sich von Anfang an unendlich lieben – und doch erst einmal nur das Beste und Schlimmste zugleich werden, was möglich ist: beste Freunde.


"Aber wenn es Liebe ist, echte Liebe, dann möchte ich wirklich, dass sie einander finden. Denn ich glaube, dass die Liebe eine überwältigende, alles verzehrende Kraft darstellt, und wenn sie aufrichtig ist, kann man sie nicht ignorieren. Ganz gleich, wie lange es dauert, irgendwann tritt sie einem die Tür ein. Sie hält einen nachts wach. Sie beherrscht die Gedanken und verbrennt die Seele." (Seite 445)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz süß gemacht und fühlt sich sogar etwas strukturiert an, was ich ganz gern mag. Der Titel ist perfekt und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Den Klappentext finde ich sehr gelungen und hat mich sofort angesprochen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der ersten Begegnung im Zug. Sienna sieht Nick das erste Mal und findet ihn sofort interessant und attraktiv und fängt das Schwärmen an. Auf dem Weg zur Arbeit denkt sie weiter darüber nach und vergisst ihn schließlich. Immerhin wird sie ihn eh nie wieder sehen. Und dann plötzlich taucht er an ihrem Arbeitsplatz auf und stellt sich als Kollege vor. Dann erleben wir das erste Mal sozusagen aus Nicks Perspektive noch einmal rückblickend. Ich war irgendwie sofort in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weiter geht.
Die Idee war jetzt nicht unbedingt einmalig, aber dafür sehr realitätsnah und ich konnte es mir einfach sehr gut vorstellen.
Auch wenn man jetzt vielleicht denken könnte, dass es eine kitschige Liebesgeschichte ist. Dem ist nicht so. Es geht viel um das alltägliche Leben, Hilfsbereitschaft, Freundschaft. Die Liebe ist zwar immer da, aber tritt häufig in den Hintergrund. In erster Linie geht es um das Leben von Sienna und Nick, die beste Freunde sind.
Vielleicht hätte man das Buch an manchen Stellen etwas kürzen können, weil vielleicht nichts nennenswertes für die Geschichte passiert ist. Aber trotzdem habe ich mich so unglaublich wohlgefühlt, dass es genau passend war, wie es war.
Das Ende war eigentlich wie erwartet und ich konnte das Buch glücklich und zufrieden zu klappen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war auf den ersten Seiten sehr locker und dann hat er sich verändert. Raus aus Siennas Fantasie und rein in die Wirklichkeit. Der Umschwung hat mich anfangs etwas Eingewöhnung gekostet, doch dann ließ es sich sehr gut lesen.
Die Perspektiven von Sienna und Nick fand ich sehr gut und es war toll, dass sie sich auch manchmal überschnitten haben, so dass man bestimmte Situation noch einmal aus einem anderen Blickwinkel erfahren hat.

...Charaktere:
In die Charaktere habe ich mich wirklich sofort verliebt und sie sind mir so ans Herz gewachsen.
Da wäre natürlich als erstes Sienna. Eine recht junge Frau, die sehr glücklich mit ihrem Job in der Redaktion ist. Sie steht gut im Leben und versucht alles unter einen Hut zu bekommen. Den Rücken bekommt sie immer wieder von ihrer besten Freundin gestärkt.
Nick steht kurz vor seinem 30. Geburtstag und macht erst mal eine schmerzliche Erfahrung. Davon erholt er sich dank der Arbeit und Sienna aber recht schnell und kann sich sogar mit dem nahenden Geburtstag irgendwie abfinden.
Pete ist mir wirklich ans Herz gewachsen, auch wenn ich ihn anfangs wirklich unsympathisch fand. Aber schon bald erzählt er seine traurige Geschichte und man möchte ihn am liebsten in den Arm nehmen und ihm irgendwie helfen.
George hat es definitiv nicht leicht im Leben und ist krankheitsbedingt sehr eingeschränkt. Trotzdem nimmt ihm das keineswegs seine Lebensfreude und seine Menschenkenntnis.


Fazit:
Ein wunderschönes Buch über Nick und Sienna, die beste Freunde sind und große Gefühle füreinander haben. Die Charaktere sind einfach so wundervoll und liebenswürdig, dass sie einem sofort ans Herz wachsen. Man kann sich einfach so gut mit ihnen identifizieren. Der Schreibstil war sehr passend, wenn auch auf den ersten Seiten etwas gewöhnungsbedürftig. Auch wenn die Geschichte nicht einmalig ist, konnte sie mich trotzdem begeistern. Es geht einfach um so viel mehr als nur um Liebe, sondern um Freundschaft, Vertrauen, Hilfsbereitschaft, aber eben auch um Liebe.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte, bei der die Liebe nicht immer im Vordergrund steht, aber von Anfang bis Ende da ist. Eine Geschichte, bei der es in erster Linie um eine wunderbare Freundschaft geht, die so einiges mitmacht. Einfach ein Buch zum Eintauchen und Wohlfühlen, zum Schwärmen und Träumen.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Lesemonat Januar 2015

Die erste Lesestatistik für dieses Jahr und ich kann nur mal wieder sagen, wie schnell die Zeit vergeht. Aber ich bin ganz zufrieden mit dem ersten Monat des Jahres.

gelesene Bücher:
1.)"Tante Inge haut ab" von Dora Heldt214 Seiten3 von 5 Wolken
2.)"Glückliche Menschen küssen auch im Regen" von Agnès Martin-Lugand214 Seiten4 von 5 Wolken
3.)"Engelsgleich" von Martin Krist569 Seiten4 von 5 Wolken
4.)"Eve & Adam" von Katherine Applegate341 Seiten4 von 5 Wolken
5.)"Zertrennlich" von Saskia Sarginson412 Seiten3 von 5 Wolken
6.)"Eindeutig Liebe" von Jessica Thompson460 Seiten5 von 5 Wolken

Damit habe ich diesen Monat 6 Bücher mit insgesamt 2.210 Seiten. Das macht in diesem Jahr 6 Bücher mit insgesamt 2.210 Seiten.

Mein SUB hat einen Stand von 62 Büchern und 19 eBooks, und ist somit diesen Monat wieder etwas gesunken. Das darf das Jahr über ruhig so weiter gehen, also dass mein SUB kleiner wird. Aber die Tage werde ich mich noch mal damit befassen und ein paar Bücher aussortieren, die ich eh nicht mehr lesen werde. Ich habe da auch schon so ein paar ins Auge gefasst.
Dafür hatte ich diesen Monat keinen einzigen Neuzugang.

Ganz am Ende gab es noch ein Highlight, das mich wirklich begeistern konnte. Einfach so ein richtiges Wohlfühlbuch.

Was war im Januar so los?
Meine geregelten Arbeitszeiten haben wieder begonnen und vorbei war es mit den vielen freien Tagen zwischen den Jahren. Dennoch habe ich es irgendwie geschafft, jeden Tag ein bisschen zu lesen und hatte zwischenzeitlich sogar einen richtigen Flow, der aber recht bald wieder vorbei war.
Wir hatten unsere Inventur, die dieses Jahr wesentlich besser ablief als letztes Jahr und mir einige Überstunden eingebracht hat. 
Ich habe tolle Abende und Nachmittage mit Freunden verbracht. 
Außerdem habe ich das Backen wieder entdeckt. Es hat mir schon immer Spaß gemacht, aber häufig fehlte einfach die Zeit. Doch momentan läuft es damit recht gut und ich habe ganz viele Ideen und Motivation und natürlich die Esser ;)


Was plane ich für den Februar?
Wie immer steht bloggen und lesen im Vordergrund. Ich habe noch einige Posts, die ich schreiben möchte, unter anderem meinen Jahresrückblick und diverse Rezensionen. 
Es sind wieder mehrere tolle Freundenachmittage bzw -abende geplant, auf die ich mich jetzt schon freue. 
Außerdem beginnen dann auch bald schon die Vorbereitungen für die LBM, worauf ich mich schon wahnsinnig freue. 
Ich möchte übrigens versuchen, etwas aktiver bei Instagram zu werden und wieder mehr Fotos zu machen, um sie euch hier im Monatsrückblick noch einmal zu zeigen. 

Montag, 2. Februar 2015

Rezension: "Zertrennlich" von Saskia Sarginson

Zwei Schwestern, ein Herz und eine Seele. Doch was passierte damals in diesem Sommer? Was führte dazu, dass sie sich so von einander entfernt haben...


Allgemeine Infos:
Verlag:
Script 5
Reihe: nein
Originaltitel: The twins
Erscheinungsdatum: 21.07.2014
Seitenzahl: 412
ISBN: 9783839001523


Klappentext:
Eine bewegende und fesselnde Reise zu den dunklen Geheimnissen einer Kindheit, die aus einem unzertrennlichen Ganzen zwei Schwestern machte, die einander wie Fremde erscheinen.

Ein flirrender Sommer an Englands Ostküste. Die Zwillingsschwestern Viola und Isolte sind durch duftende Kiefernwälder gestreift, haben auf nebelüberfluteten Lichtungen längst vergessene Sagengestalten beschworen und den scharfen, salzigen Wind des Meeres geatmet. Doch nun, fünfzehn Jahre später, scheinen die beiden nichts mehr gemein zu haben. Während Isolte sich mit verzweifelter Lebensfreude der Welt entgegenwirft, hungert Viola sich in den sicheren Tod. Während eine der Schwestern sich verbissen an ihre Ziele und Pläne klammert, wünscht die andere nichts sehnlicher, als sich aufzulösen und ihrer Vergangenheit zu entkommen.
Welcher unaussprechliche Schrecken ist geschehen in jenem Sommer, als alles möglich schien und der das Erwachsenwerden zweier Zwillingsschwestern so unerbittlich bestimmt?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich wirklich schön und passt gut zu den Sommern von damals. Auch der Titel passt zur Geschichte, ebenso wie der Klappentext, der wirklich neugierig auf das Buch macht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer allgemeineren Einführung über das Leben der beiden Schwestern und das Zwillingsein generell. Dann eine Szene von einem Polizeiverhör. Irgendwie fand ich den Anfang ziemlich eingängig und ich wusste nicht wirklich, was ich von der Geschichte halten sollte, aber ich habe ihr eine Chance gegeben.
Die Idee war wirklich interessant. Zwei unzertrennliche Schwestern, doch dann passiert etwas, dass sie weiter auseinander bringt als jemals zuvor. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen und fand es generell wirklich gut durchdacht.
Die Abschnitte in der Vergangenheit fand ich wirklich gut und interessant. Wie die beiden Schwestern ihre Sommer bzw generell ihr Leben verbracht haben. Besonders als das andere Zwillingspaar John und Michael dazu kam. Irgendwie wirkte die Zeit so magisch. Aber nach ein paar Seiten ist es etwas eintönig geworden, weil jeder Tag ähnlich aufgebaut war. Nur die Jungs haben etwas Abwechslung rein gebracht. Interessant wurde es aber auch, als sich Gegenwart und Vergangenheit vermischt haben.
Manche Ereignisse konnte man gut vorhersehen, den großen Wendepunkt jedoch nicht. Von dem war ich wirklich überrascht und hätte das auch nicht erwartet. Ich wusste zwar, dass irgendwas passiert sein muss, aber nicht was.
Das Ende war zwar irgendwie gut und passend, aber leider auch etwas zu offen. Mir hätte irgendwie noch so ein kleiner Epilog gefehlt, wie es mit Viola weiter geht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Irgendwie war gar nichts besonderes oder komisches an ihm, aber trotzdem habe ich mich nicht wirklich wohl gefühlt am Anfang.
Was ich richtig gut fand, waren die Perspektiven von Viola und Isolte. Einfach der Wechsel der Beiden und dann noch der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fand ich sehr gelungen.

...Charaktere:
Die Charaktere haben mir wirklich gefallen und waren sehr gut dargestellt und ausgearbeitet.
Viola leidet an Magersucht. Während sie in der Klinik liegt, denkt sie über die Vergangenheit bzw die Kindheit nach. Sie erinnert sich an viele schöne Nachmittage und lässt einiges Revue passieren.
Isolte hat einen tollen Job und einen wunderbaren Freund. Nebenher ist immer noch etwas Sorge um ihre kranke Schwester. An ihre Vergangenheit wird sie immer wieder durch böse Albträume erinnert, aber sie versucht das Geschehene zu verdrängen.
John und Michael, ebenfalls Zwillinge, wachsen unter anderen Umständen auf, aber trotzdem verbindet die vier etwas und sie verbringen viel Zeit miteinander.


Fazit:
Ein interessantes Buch, auch wenn ich nicht genau weiß, was ich davon halten soll. Teilweise waren die Beschreibungen von Viola wirklich heftig und auf der anderen Seite so magisch. Die Personen waren richtig gut dargestellt und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Die Idee fand ich eigentlich ganz gut, leider fehlte mir am Ende noch ein Epilog oder so. Außerdem haben sich manche Kapitel etwas gezogen und wiederholt und es fehlte der Reiz zum Weiterlesen. Auf der anderen Seite gab es aber auch spannende Wendungen, die mich wirklich überrascht haben.
Ich weiß nicht wirklich, wem ich dieses Buch empfehlen soll. Es ist eben nicht das typische Jugendbuch, sondern eher ein Roman mit Tiefgang und Familiengeschichte, aber auch mit Dramatik und einer Liebesgeschichte.