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Donnerstag, 25. Juni 2020

Rezension: "Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft" von Anna Ruhe

Warum sind plötzlich alle Nachbarn so neugierig und was meinte der Junge von nebenan mit Gruselvilla? Versteckt die alte Villa tatsächlich ein Geheimnis?

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: Teil 1 von 5
Illustratorin: Claudia Carls
Alter: ab 10 Jahre
Erscheinungsdatum: 15.01.2018
Seitenzahl: 264
ISBN: 978-3-401-60308-7


Klappentext:
In der alten Villa riecht es seltsam – nach tausend Dingen gleichzeitig. Es ist das erste, was Luzie an ihrem neuen Zuhause auffällt. Aber die Gerüche führen nirgendwohin und der Schlüssel, den Luzie unter einer Bodendiele findet, passt in kein Schloss. Gibt es in der Villa etwa ein verstecktes Zimmer? Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Benno und dem Nachbarsjungen Mats macht sich Luzie auf die Suche. Als sie in den verborgenen Teil der Villa vordringen, trauen die Kinder ihren Augen kaum: Auf deckenhohen Regalen reihen sich zahllose Duftflakons aneinander, in denen es nur so schillert und sprudelt! Doch in den Fläschchen schlummern nicht nur schöne Überraschungen, sondern auch jede Menge Gefahren.
Vor allem ein Flakon wäre besser für immer verschlossen geblieben…


Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich zunächst angenehm, nimmt dann auch aber recht bald an Spannung auf. Zwischendurch wechseln sich ruhig-spannende Passagen mit dynamischen Kapiteln ab.

Die Idee hat mir ganz gut gefallen. Alleine der Titel hat mich schon neugierig gemacht. Denn jeder von uns kennt eine gewöhnliche Apotheke, aber was genau es mit einer Duftapotheke auf sich hat, wollte ich natürlich unbedingt herausfinden. Da hat die Geschichte meine Erwartungen eindeutig erfüllt.
Auch wenn hier noch ein paar Fragen offen bleiben, die dann in den Fortsetzungen beantwortet bleiben, wurde meine Neugierde befriedigt.

Ich mochte es sehr, wie wir nicht nur Luzie als Protagonistin haben, sondern auch ihr kleiner Bruder Benno und der Nachbarsjunge Mats immer mit von der Partie sind. So hatte ich noch mehr das Gefühl, als Gruppe von "Kindern" durch die Gänge zu schleichen, um ein Geheimnis zu entdecken. Eben so wie die kindliche Vorstellung ist. Außerdem kann sich so jede/r Leser/in mit einem von den dreien identifizieren.

Für mich steht fest, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde. Ich mochte die Idee der Geschichte sehr und finde, dass der Autorin ein guter Einstieg gelungen ist. Aber sicherlich gibt es noch viel mehr zu entdecken und deshalb bin ich gespannt, was die drei in den kommenden Teilen noch so erleben.
Trotzdem ist die Geschichte nach diesem Teil in sich abgeschlossen.

Fazit:
Hier erwartet euch ein sehr schönes Kinderbuch. Eine alte Villa, die ein Geheimnis birgt und drei Kinder, die genau dieses entdecken wollen. Aber es ist nicht nur irgendein Geheimnis, sondern es scheint etwas magisch zu sein. Findet es am besten selbst heraus.
Nebenher gibt es noch liebevolle kleine und große Illustrationen, die gut zur Geschichte passen und gemeinsam mit dem Cover das Ganze nochmal lebendiger machen. Wenn man nicht bereits eigene Bilder im Kopf hat.

Ein schönes, spannendes Kinderbuch zum Entdecken.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Rezension: "Delirium" von Lauren Oliver

Wenn die Liebe eine Krankheit ist, und eine Heilung möglich ist. Aber was ist, wenn du das gar nicht möchtest?

Allgemeine Infos:
Verlag: Carlsen
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Delirium
Erscheinungsdatum: 26.10.2011
Seitenzahl: 336
ISBN: 9783551582324


Klappentext:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.


"Man kann nicht glücklich sein, wenn man nicht manchmal auch unglücklich ist. Das weißt du doch, oder?" (Seite 22)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich bis auf das Gesicht eigentlich echt schön und passt super. Der Titel ist ok, aber der Untertitel gefällt mir besser. Der Klappentext hat mich total neugierig auf die Geschichte gemacht und deshalb musste ich es unbedingt lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich mit einem recht allgemeinen Kapitel, in dem es um die Krankheit geht und dass es dagegen ein Heilmittel gibt und wie Lena darüber nachdenkt, dass sie bald geheilt sein wird und wie ihr Leben dann ist. Der Einstieg hat mir eigentlich ganz gut gefallen, da man so überhaupt erst mal ein bisschen wusste, worum es geht.
Die Idee gefällt mir eigentlich total gut. Klar es ist mal wieder eine Dystopie, aber mal mit einem anderen Ansatz, nämlich dass die Liebe eine gefährliche Krankheit ist, von der man aber geheilt werden kann und soll.
Der Einstieg gibt einem schon mal einen ziemlich guten Einblick in die Thematik und die Krankheit an sich. Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen vielleicht noch etwas mehr Infos gewünscht. Was kann ich gar nicht mal so genau sagen. Aber irgendwie fehlte mir was.
Ansonsten war es wirklich spannend bzw gut durchdacht. Stellenweise hat die Autorin einen echt in die Irre geleitet mit meinen Vermutungen und den vorherrschenden Tatsachen. Spannungsbogen und Erzähltempo haben mir auf jeden Fall gefallen.
Besonders ab der Mitte und zum Ende hat die Geschichte noch mal ordentlich zugelegt. Irgendwie habe ich mir das Ende fast gedacht, aber dennoch habe ich total mitgefiebert und gehofft und gebangt. Fest steht, dass ich die anderen beiden Teile auch unbedingt lesen muss. Denn so kann die Geschichte nicht enden.

...Schreibstil:
Die Geschichte ließ sich auf alle Fälle wirklich gut lesen, auch die Erklärungen zur Krankheit. Aber ich kann jetzt auch nicht unbedingt sagen, dass es was besonderes war. Zur Geschichte hat er jedenfalls gepasst.

...Charaktere:
Lena ist eine recht starke Person, aber denkt manchmal auch einfach viel zu viel über ein und den selben Punkt nach. Klar hat sie mit ihrer Mutter einen schweren Schicksalsschlag erlitten und ist deshalb in der Gesellschaft gestempelt, aber dennoch hat sie immer noch ihr Leben und muss wirklich nicht dauernd über die Vergangenheit nachdenken. Ansonsten fand ich sie super dargestellt mit ihrer Hoffnung, der Skepsis, der Angst, einfach ihr ganzer Charakter.
Aber auch Alex hat mir als Person sehr gut gefallen. Man merkt einfach direkt zu Anfang, dass irgendwie mehr hinter ihm steckt, als er anfangs zugeben möchte. Das macht ihn natürlich gleich geheimnisvoll und man möchte unbedingt mehr erfahren.
Generell waren die wichtigen Personen recht gut dargestellt und man konnte sich in sie hineinversetzen. Leider hatte ich Probleme damit, Lenas Familienmitglieder auseinander zu halten. Über die bekam man immer nur so bruchstückhafte Infos, die ich immer wieder durcheinander geworfen habe.


Fazit:
Mal eine andere Dystopie mit einer tollen Grundidee, die mich begeistert hat. Dennoch hätte ich mir stellenweise mehr Hintergrundinfos gewünscht, aber vielleicht bekomme ich die noch in den beiden folgenden Teilen. Die Charaktere fand ich super, auch wenn ich die Nebencharaktere etwas durcheinander geworfen habe. Vom Spannungsbogen und Erzähltempo her war es toll und ich freue mich auf die Fortsetzung!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Dystopien liest aber da vielleicht mal etwas anderes lesen möchte. Ansonsten jedem, der sich für Liebesgeschichte unter schwierigen Bedingungen interessiert.

Montag, 1. Juni 2015

Rezension: "Mit uns der Wind" von Bettina Belitz

Wie schaffst du es unter 80.000 Menschen jemanden zu finden, den du noch nie zuvor gesehen hast? Und wie willst du das ganze bewältigen, wenn du bei extremen Gefühlen einfach einschläfst, weil du unter Narkolepsie leidest?

Allgemeine Infos:
Verlag: Script 5
Reihe: nein
Originaltitel: Mit uns der Wind
Erscheinungsdatum: 09.03.2015
Seitenzahl: 398
ISBN: 9783839001608


Klappentext:
Wie findet man unter den 80.000 Besuchern von Rock am Ring den einen, den man liebt? Bestsellerautorin Bettina Belitz, bekannt durch ihre Splitterherz-Trilogie erzählt eine Liebesgeschichte über Hingabe und Kontrolle und die Lust am Fliegen.

Mona kennt ihn nur von den Videos auf YouTube. Es berührt sie tief, wenn er sich mit seinem Power-Kite der Willkür des Windes überlässt. Als sie herausfindet, dass ihr „Drachenreiter“ ein populäres Rockmusikfestival besuchen will, überredet Mona ihren Bruder Manuel, sie dorthin mitzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit für Mona, denn sie leidet unter einer seltenen Form von Narkolepsie: Sie schläft bei aufregenden Gefühlen regelmäßig ein. Eigentlich fährt Adrian nur zu dem Festival, weil er endlich bei der schönen Helen landen will. Doch dann läuft ihm dieses zierliche Mädchen mit dem Drachentatoo über den Weg. Ziemlich hübsch die Kleine, aber als sie endlich in seinen Armen liegt, schläft sie plötzlich ein. Wie merkwürdig ist das denn?


"Manchmal muss man loslassen, weil jedes weitere Festhalten Unglück bringt. Das ist keine Schande oder Feigheit, sondern - der eigentliche Mut und das eigentliche Vertrauen." (Seite 243/244)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz niedlich, aber passt nicht so super zum Inhalt. Der Titel hingegen passt total gut zum Inhalt. Der Klappentext hat mich wirklich total neugierig auf die Geschichte gemacht, so dass ich es mir auf der Messe direkt kaufen musste.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Zeitpunkt, bevor Mona mit ihrem Bruder und dessen Freundin zu Rock am Ring aufbricht. Man merkt deutlich, dass sich alle große Sorgen um sie machen und keiner so richtig von dieser Idee begeistert ist, aber dennoch lassen sie sie gehen. Adrian ist derweil schon mit seinen Freunden auf dem Festivalgelände und denkt über die kommenden Tage nach. Nach dem ersten Kapitel war ich eigentlich schon sofort in der Geschichte drin.
Die Idee fand ich ja schon bei der Lesung auf der Buchmesse total interessant. Mona leidet unter schwerer Narkolepsie und möchte trotzdem auf Rock am Ring, um zum einen ihre Lieblingsband live zu sehen und zum anderen, um den Jungen zu treffen, den sie bisher nur von YouTube kennt. Das hat mich einfach total fasziniert mit der Krankheit und dann sozusagen so ein Risiko auf sich zu nehmen.
Wie gesagt war ich sofort im Bann der Geschichte drin und wollte auch unbedingt weiter lesen. Irgendwie hat mich die Geschichte um Mona, ihre Krankheit, ihre Träume und Wünsche so fasziniert und gefesselt.
Aber nicht nur das, auch die Liebesgeschichte fand ich wunderschön. Sie war irgendwie gar nicht so platt, wie man es manchmal liest, sondern einfach durch die ganze Situation so außergewöhnlich. Ich konnte mir das total gut vorstellen und es hat mich total glücklich gemacht, davon zu lesen.
Es gab viele Momente, die mich echt überrascht haben. Die Geschichte hatte wirklich ein gutes Erzähltempo und es wurde kein Stück langweilig. Ganz im Gegenteil ich hätte echt noch mehr lesen können.
Das Ende kam teilweise echt überraschend. Diese ganze Thematik mit dem Drachen und dem Fliegen war so schön und hat so gut einfach zur Geschichte gepasst und diese Auflösung war einfach so toll. Andererseits habe ich es mir genau so gewünscht und teilweise auch geahnt.

...Schreibstil:
Ich mochte den Schreibstil von Bettina Belitz echt gerne. Man konnte sich einfach so in die Geschichte fallen lassen und dem Alltag entfliehen. Außerdem fand ich es von den Perspektiven her total schön, dass immer erst aus Monas Sicht erzählt wurde und dann aus Adrians und sich das teilweise auch etwas überschnitten hat. Das hat einfach richtig gut zur Geschichte gepasst.

...Charaktere:
Mona hat definitiv kein leichtes Leben mit ihrer Narkolepsie, die sich absolut nicht beeinflussen kann. Doch sie möchte unbedingt zu Rock am Ring und widersetzt sich den Regeln und erlebt endlich, was es heißt, frei zu sein. Ich konnte ihre Einstellung zum Leben und ihre Wünsche echt gut nachvollziehen. Sie war einfach so toll und detailiert beschrieben, dass ich mich total gut in sie hineinversetzen konnte.
Adrian ist Kiter und auf YouTube recht bekannt. Doch eigentlich ist er ganz anders, als er sich im Internet gibt und das wird dem Leser auch bald recht deutlich und da durch ist er mir gleich viel sympathischer geworden. Auch ihn fand ich echt gut beschrieben.
Generell waren auch die Nebenpersonen mit viel Liebe beschrieben, besonders die Beiden von Rock am Ring waren total nett.

Fazit:
Ein schönes Jugendbuch über eine ernsthafte Krankheit und den Wunsch nach Leben und den Träumen! Dazu noch eine tolle Liebesgeschichte, authentische Charaktere und ein total anziehender Schreibstil. Die Idee hat mich echt begeistert und die Thematik, die dahinter stand. Dennoch fehlt mir so eine Kleinigkeit zum Highlight, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine Geschichte über Narkolepsie oder Rock am Ring lesen möchte. Ansonsten für jeden, der eine schöne Liebesgeschichte mit etwas ernsterem Hintergrund für den Sommer sucht.

Montag, 25. Mai 2015

Rezension: "Passagier 23" von Sebastian Fitzek

Immer wieder verschwinden Passagiere auf Kreuzfahrten. Aber was ist, wenn sie plötzlich wieder auftauchen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Passagier 23
Erscheinungsdatum: 30.10.2014
Seitenzahl: 429
ISBN: 9783426199190


Klappentext:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt total gut zum Inhalt und sieht geheimnisvoll und düster aus. Der Titel ist natürlich total gut gewählt. Der Klappentext klingt total spannend und hat mich wahnsinnig neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Szene auf dem Schiff. Der Doktor wirft irgendetwas über Bord und kümmert sich anschließend um ein Mädchen, das sich verlaufen hat. Dann schwenkt die Handlung um zu Martin Schwartz, wie er auf einem Spezialeinsatz ist. Eigentlich war ich sofort in der Geschichte drin und wollte wissen, was auf dem Schiff passiert ist und was noch passieren wird. Und natürlich auch, wie die Geschichte vom Klappentext damit zusammenhängt.
Die Idee konnte mich total begeistern. Dass Menschen auf Kreuzfahrten verschwinden, war mir bisher gar nicht so bewusst, macht aber durchaus Sinn. Daraus dann einen Thriller zu schreiben, bei dem ein verschwundener Passagier nach zwei Monaten wieder auftaucht, klingt unglaublich spannend und lässt auf eine spannende Geschichte hoffen.
Wie gesagt, ich war ziemlich bald mitten drin und der Geschichte und musste einfach weiter lesen. Auf einmal waren schon die ersten 150 Seiten rum und ich wollte noch mehr lesen. Die Spannung packt einen einfach von Anfang an und lässt einen erst ganz am Ende wieder los bzw kurz vorher.
Das Ende fand ich wirklich super, denn das hätte ich irgendwie so nicht erwartet. Absolut nicht. Meine Theorien waren ganz andere und dann sowas. Wirklich total überraschend und spannend. Und dann kam da noch der Epilog, an den ich gar nicht mehr gedacht hatte, weil ich den Anfang nicht mehr so präsent hatte, weil vieles andere überwog. Den fand ich komisch, also den Epilog. Klar war der auch spannend und hat dem ganzen einen tollen Rahmen gegeben und hat super abgeschlossen, aber ich persönlich hätte ihn nicht unbedingt gebraucht. Aber das tut der Geschichte und der Spannung keineswegs einen Abbruch.

...Schreibstil:
Fitzek schafft es einfach, mit wenigen Worten und innerhalb kürzester Zeit viel Spannung aufzubauen. Man ist einfach total gefesselt von der Geschichte und dann wechselt er die Perspektive und man erfährt was neues und will doch unbedingt bei dem Einen weiter lesen und dann kommt wieder eine andere Sichtweise und man ist einfach nur so unglaublich neugierig, wie es weiter geht und die Seiten fliegen dahin.

...Charaktere:
Martin hat einen schweren Verlust erlitten, weshalb er sich um so mehr in seine Arbeit stürzt und dafür auch jegliches Risiko eingeht. Als er dann von dem Mädchen erfährt, begibt er sich aufs Schiff und man merkt deutlich, dass ihn das irgendwie verändert. Er denkt etwas mehr nach und analysiert. Ich fand ihn eine wirklich interessante Persönlichkeit, gut beschrieben und passend zur Geschichte.
Auch die anderen Personen waren super beschrieben. Nicht unbedingt so stereotypisch, wie man es gewöhnt ist, sondern individuell und einfallsreich.


Fazit:
Ein Thriller, der mich begeistern konnte und mir viele spannende Lesestunden beschert hat! Eine unglaublich interessante Idee mit einem ungewöhnlichen Schauplatz, dazu der tolle, spannende Schreibstil von Sebastian Fitzek und gut ausgearbeitete Charaktere haben dieses Buch zu etwas besonderem für mich gemacht. Dennoch gibt es einen kleinen Abzug wegen dem Epilog, der meiner Meinung nach etwas überflüssig war. Aber sonst war das Ende super spannend!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon andere Bücher von Fitzek gelesen hat und dem sein Schreibstil gefällt. Ansonsten eine Thrillerempfehlung für jeden, der es zwar grausam aber nicht ganz so blutig mag, mit verstrickter Handlung. Oder einfach jemand, der sich für die 'dunkle' Seite der Kreuzfahrt interessiert.

Montag, 11. Mai 2015

Rezension: "Atemlos" von Ashley Elston

Sie denkt, sie hätte es endlich aus dem Zeugenschutzprogramm geschafft, doch dann kehrt er zurück...

Allgemeine Infos:
Verlag: Mixtvision
Reihe: Teil 2 von 2
Originaltitel: The rules of breaking
Erscheinungsdatum: 14.04.2015
Seitenzahl: 350
ISBN: 9783958540231


Klappentext:
Anna Boyd hat das Geheimnis hinter dem Zeugenschutzprogramm gelüftet und hofft auf ein unbeschwertes Leben mit ihrer Familie und ihrem Freund Ethan. Doch dann tauchen ihre Verfolger wieder auf und entführen sie, Ethan und ihre kleine Schwester. Schaffen sie es ein zweites Mal, zu entkommen?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat irgendwie einen Wiedererkennungswert, aber es gefällt mir nicht sonderlich gut. Klar es passt, aber leider finde ich das Foto etwas körnig. Der Titel passt hingegen gut. Der Klappentext ist kurz und knapp und macht total Lust auf die Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt relativ seicht. Anna verbringt Zeit mit Ethan und denkt über die zurückliegende Zeit nach. Sie lässt noch einmal alles Revue passieren und möchte sich gerne darauf vorbereiten, falls sie noch ein mal in so eine Situation kommt. Ich war sofort in der Geschichte drin, hatte alles wieder im Kopf parat und war gespannt, wie es weiter gehen würde.
Die Idee rund um das Zeugenschutzprogramm konnte mich ja im ersten Teil total begeistert. Klar war es dieses Mal auch immer noch irgendwie Thema, aber hauptsächlich ging es doch eher vom Verschwörung und fiese Machenschaften, was mich aber auch gereizt hat.
Die Spannung war eigentlich ziemlich früh wieder da und ich mitten drin in der Geschichte und gefesselt am Lesen. Dennoch gab es trotz der sozusagen ständigen Bedrohung ein paar Stellen, wo es hätte etwas spannender sein können. Also nicht, dass es langweilig war, das auf keinen Fall. Denn es gab immer mal wieder unverhoffte Wendungen.
Das Ende konnte mich voll und ganz überzeugen. Alles hat sich zusammen gefügt, es wurde noch einmal spannend, und es hat mich zufrieden zurück gelassen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin hat mir ja schon im ersten Teil "Atemlos" recht gut gefallen. Auch wenn er nicht unbedingt was besonderes ist, hat sie es mit wenigen Seiten geschafft, Spannung zu vermitteln und mich in ihren Bann zu ziehen. Das war hier natürlich auch wieder der Fall.

...Charaktere:
Die Charaktere kannte man ja dieses Mal eigentlich schon, trotzdem fand ich es an anfangs etwas verwirrend, dass sie plötzlich wieder ihre alten Namen zum Teil hatten. Klar irgendwie logisch, aber am Anfang etwas ungewohnt.
Anna mochte ich im ersten Teil ja total gerne und auch dieses Mal war das weitestgehend der Fall. Sie hat ziemlich viel Mut gewiesen, aber war teilweise auch etwas dumm und naiv. Aber vielleicht war das auch einfach aus Angst.
Ethan ist nach wie vor mein Favorit. Er tut einfach alles für Anna und versucht sie abzulenken, ihr zu helfen, steht es einfach zusammen mit ihr durch und ist für sie da. Einfach der perfekte Freund, den man sich in der Situation eben wünscht.
Generell waren die Personen gut dargestellt, so auch Thomas und die Anderen.


Fazit:
Eine solide Fortsetzung und ein gelungener Abschluss! Auch wenn das Thema Zeugenschutzprogramm nicht mehr so allgegenwärtig ist wie im ersten Teil, geht es dennoch drum und eben viel um Hinterhalt und Verschwörung. Man kommt ziemlich gut in die Geschichte rein und auch die Spannung ist fast sofort da. Das Ende konnte mich zufrieden stellen und es hat Spaß gemacht, zu lesen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Atemlos" gelesen hat und schon gespannt auf die Fortsetzung bzw den Abschluss wartet. Ansonsten empfehle ich jedem "Atemlos", der gerne etwas über das Zeugenschutzprogramm oder über Hinterhalt und Verschwörung lesen möchte oder der einfach nur ein spannendes Jugendbuch sucht.

Montag, 20. April 2015

Rezension: "Der Sommerfänger" von Monika Feth

Vor zwei Jahren hat Jette einen Fehler begangen und sich in den Falschen verliebt. Was hat es mit Luke auf sich? Hat er seinen Freund ermordet?

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 5 von 7
Originaltitel: Der Sommerfänger
Erscheinungsdatum: 11.04.2011
Seitenzahl: 444
ISBN: 9783570307212


Klappentext:
Der Sommer ist da, und Jette schwebt auf Wolke Sieben: Sie hat ihrem Freund Luke eine neue Chance gegeben und ist endlich wieder glücklich verliebt. Doch dann wird Lukes Mitbewohner tot aufgefunden, und Luke, der unter Mordverdacht gerät, verschwindet spurlos. Überzeugt von seiner Unschuld beginnt Jette, auf eigene Faust nachzuforschen – und kommt allmählich dahinter, dass Luke sich einen mächtigen, gefährlichen Feind gemacht hat, der ein skrupelloses Katz-und-Maus-Spiel mit ihm und allen treibt, die Luke etwas bedeuten …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt mal wieder gut zu den vorherigen Bänden der Reihe und ist eigentlich ganz gut gewählt. Der Titel passt toll zum Inhalt. Der Klappentext klingt spannend und macht Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Fest, das Jette und ihre Freunde in ihrem neuen Bauernhaus mit ihren Freunden und Verwandten veranstalten. Ich war einfach sofort wieder in der Geschichte drin, hatte alles aus den vorherigen Bänden wieder genau vor Augen, und fühlte mich mit den Personen wie mit alten Bekannten.
Die Idee war mal wieder sehr spannend gestaltet, einfach auf der Tatsache beruhend, dass sich Jette damals im ersten Teil schon in einen Mörder verliebt hat. Hat sie dieses Mal wieder die falsche Wahl getroffen? Immerhin weiß sie so gut wie nichts über Luke.
Der Spannungsbogen war mal wieder so, wie man erwartet hat und schon von den vorherigen Teilen her kennt. Durch die Perspektivwechsel kommt die meiste Spannung auf, auch wenn man ja irgendwie weiß, was passiert, war es trotzdem total spannend zu lesen.
Das Ende war sehr spannend und hat die ganze Geschichte zu einem würdigen Abschluss gebracht. Mal sehen, was in den nächsten Bänden noch passieren wird. Irgendwie erwischt Jette und Merle ja immer das Pech.

...Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil der Autorin eigentlich ganz gerne und genau deshalb werde ich auch die weiteren Bücher lesen. Monika Feth schafft es sehr gut, Spannung zu erzeugen durch die Wahl der verschiedenen Perspektiven.

...Charaktere:
Jette ist und bleibt einfach am besten dargestellt, da es meistens doch immer um sie geht. Aber auch Merle hat ihren Stellenwert als beste Freundin und zusammen meistern sie auch wieder dieses Ereignis.
Neu dazu gekommen ist dieses Mal Luke. Ich wusste nicht wirklich, was ich von ihm halten soll. Man erfährt ziemlich wenig über ihn, aber Jette selbst weiß ja auch nicht mehr. Er macht sich sehr geheimnisvoll und genau das macht den Reiz der Geschichte aus, weil darauf ziemlich viel aufbaut.
Generell waren die Charaktere sehr gut dargestellt und von ihnen leben diese Bücher einfach.


Fazit:
Ein typischer Jugendthriller von Monika Feth, wie man ihn kennt. Die Geschichte lebt einfach durch Jette und ihre Freunde. Direkt zu Anfang ist man super in der Geschichte drin und fühlt sich einfach, als würde man zu alten Bekannten zurück kehren. Durch die Perspektivwechsel kommt Spannung auf, die bis zum Ende bleibt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der schon die vorherigen Jette-Thriller gelesen hat. Ansonsten jedem, der einen Jugendthriller sucht, der nicht allzu blutig ist, aber dafür sehr spannend.

Sonntag, 12. April 2015

Rezension: "Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater

Stell dir vor, in dem Wald neben deinem Haus leben Wölfe, besser gesagt, dein Wolf, der dich damals gerettet hat. Und du wartest jedes Jahr auf ihn, bis du ihn wiedersiehst. Und plötzlich steht er als Mensch vor dir...

Allgemeine Infos:
Verlag: Script 5
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Shiver
Erscheinungsdatum: 06.09.2010
Seitenzahl: 421
ISBN: 9783839001080


Klappentext:
Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.

Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover mit den Farben finde ich wunderschön. Besonders gut gefällt mir, dass man das Mädchen und den Wolf auch unter dem Umschlag wieder findet. Der Titel passt ziemlich gut zur Geschichte und zur Situation. Der Klappentext ist zu lang, aber verrät nicht unbedingt zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt damit, wie Grace von den Wölfen in den Wald gezerrt wurde und von einem von ihnen gerettet wurde. Seit dem hat wartet sie immer wieder auf ihn und erkennt ihn, an seinen gelben Augen, wenn er am Waldrand steht und zu ihr rüber sieht. Irgendwie hat mich das fasziniert, dass er sie gerettet hat, obwohl seine Artgenossen sie fressen wollten.
Die Idee war total interessant, wenn auch nicht unbedingt neuartig. Es gab und gibt viele Werwolfgeschichten, aber diese hier ist meiner Meinung nach etwas ganz Besonderes. Es gibt Fantasyelemente, eine tragische Liebesgeschichte und eine Menge Spannung.
Der Hintergrund hinter den Werwölfen wurde sehr gut in die Geschichte eingebaut und Stück für Stück aufgeklärt. Es war für mich vollkommen schlüssig und konnte mich überzeugen.
Die Geschichte wurde zu keiner Zeit langweilig und ich wollte die ganze Zeit weiter lesen und wissen, wie es mit Grace und Sam weiter geht.
Das Ende war grandios. Es wurde noch einmal richtig spannend und emotional. Ich habe so gehofft und gebangt und dann das. Ich muss einfach die nächsten beiden Teile lesen und herausfinden, was noch so passiert.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir total gut gefallen. Immer abwechselnd gab es ein Kapitel aus Grace Sicht und eines aus Sams. Die Autorin konnte sowohl Gefühle als auch Spannung sowie den Fantasyaspekt einfach unglaublich gut rüber bringen und hat die Seiten nur so verfliegen lassen.

...Charaktere:
Grace wurde damals von den Wölfen entführt und seitdem üben sie eine große Faszination auf sie aus und sie wartet immer sehnsüchtig darauf, ihren Wolf wieder zu sehen. Währenddessen geht sie zur Schule und kümmert sich zu Hause im Haushalt und Essen, da ihre Eltern recht beschäftigt sind.
Sam ist ein Wolf und hat Grace damals gerettet. Seither sieht er sie im Garten sitzen und warten. Bis er eines Tages verletzt wird und Hilfe bei ihr sucht. Er erzählt ihr von seinem Geheimnis und verliebt sich in sie.
Die Charaktere waren allesamt gut dargestellt. Ich hatte ein recht gutes Bild von ihnen im Kopf und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Die meisten waren wirklich liebenswürdig und sind mir ans Herz gewachsen, ganz besonders Grace, Sam und Beck.


Fazit:
Eine tolle facettenreiche Geschichte! Neben dem Fantasyaspekt der Werwölfe erwartet einen Spannung, Tragik und eine wunderschöne Liebesgeschichte. Die Idee hat mich wirklich total begeistert und der Schreibstil hat perfekt gepasst. Die Charaktere waren gut dargestellt und man konnte sich in jeden gut rein versetzen. Jedem, der jetzt vor dem Fantasyaspekt zurückschreckt, sei gesagt, es sind wirklich nur die Wölfe, die etwas anders sind, aber ansonsten eine ganz normale Geschichte. Also wirklich toll gemacht und super erklärt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne eine Liebesgeschichte mit etwas Fantasy und Spannung lesen möchte. Oder auch jedem, der gerne etwas über Werwölfe liest.

Mittwoch, 8. April 2015

Rezension: "Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" von Shelly King

Kann man mit Hilfe eines Buchs die wahre Liebe finden? Maggie zumindest probiert es aus, nachdem sie da was gefunden hat...


Allgemeine Infos:
Verlag: Rowohlt/Kindler
Reihe: nein
Originaltitel: The Moment of Everything
Erscheinungsdatum: 27.03.2015
Seitenzahl: 240
ISBN: 9783463406565


Klappentext:
Ein hinreißendes Debut für alle Buchliebhaber

Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in einem kalifornischen Internet-Startup verloren und findet Trost im „Dragonfly Books“, einem verstaubten Antiquariat um die Ecke. Statt auf Jobsuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer des „Dragonfly“ an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rajhit kennen. Ihr bester Freund indessen sorgt sich um Maggies Zukunft und verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel einer wichtigen Managerin von Silicon Valley. D.H. Lawrences "Lady Chatterley" steht auf dem Programm. Als Maggie die uralte Ausgabe bei "Dragonfly Books" aufschlägt, entdeckt sie einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden berühren sie zutiefst – und öffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben …


"Es ist einfach immer etwas Tröstliches an der Tatsache, dass man die ganze Geschichte bereits aus dem Bild auf dem Einband erschließen kann." (Seite 11)

"Die Liebe findet für uns das, von dem wir gar nicht wussten, dass wir es uns wünschen." (Seite 29)

" 'Maggie', sagte sie und beugte sich zu mir. 'Es ist ein Buchladen. Wer hätte keine Lust, seine Tage in einem Buchladen zu verbringen?' " (Seite 108)

"Ich meine - Liebe über ein Buch zu finden? Wie scharf ist das denn? Bücher sind so sexy." (Seite 138)

"Buchläden sind immer sexy. Ganz zu schweigen von Leuten, die in Buchläden arbeiten..." (Seite 138)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover wirkt irgendwie total idyllisch so mit dem Fahrrad und der Skyline im Hintergrund. Erinnert mich an einen schönen Frühlings- oder Sommertag, an dem man so unbeschwert dahin radelt und die Seele baumeln lässt. Der Titel passt irgendwie ganz gut zur Geschichte und nennt die wichtigsten Elemente. Der Klappentext klingt für mich total interessant und irgendwie zauberhaft. Die Aufmachung des Buchs finde ich total zauberhaft, mit der Bordüre unten auf jeder Seite.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt an einem normalen Tag, an dem Maggie im 'Dragonfly' sitzt und mal wieder eines ihrer Beißerbücher liest. Sie wird von ihrem besten Freund Dizzy zum Kaffee eingeladen und soll mit ihm an einem Lesezirkel teilnehmen, um so evtl wieder die Chance auf ihren alten Arbeitsplatz zu bekommen. Nach etwa 10 Seiten war ich in der Geschichte drin und war ziemlich neugierig, ob Dizzys Plan klappen würde und wie es generell weiter geht.
Die Idee, dass Hannah in einer alten Ausgabe von "Lady Chatterley" einen Dialog zwischen zwei Liebenden findet, und sich auf die Suche nach den Beiden macht, mit der Hoffnung selbst die Liebe zu finden, fand ich irgendwie richtig schön. Es wirkt so schön verträumt. Wer möchte nicht durch ein Buch die wahre Liebe finden?^^
In dieser Geschichte findet man ganz viele Liebesbekundungen ans Lesen, an Bücher und an den Charme eines Buchladens. Auf der anderen Seite aber auch die Suche nach der Liebe. Also eigentlich ein richtiges Wohlfühlbuch. Wer jedoch die Liebesgeschichte erwartet, wird etwas enttäuscht sein. Klar hat die Liebe ihren Platz, aber nicht so, wie der Klappentext es vielleicht erhoffen lässt.
Die Geschichte hat mal Höhen und Tiefen, aber strotzt nicht unbedingt vor Spannung. Einzig das Ende hat noch einmal eine Menge Dramatik gehabt und konnte mir das Buch noch einmal nachhaltig etwas ins Gedächtnis brennen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war schön. Nicht herausragend, aber zur Geschichte passend. Man konnte das Buch sehr gut lesen, ohne viel nachdenken zu müssen. Außerdem hat es Shelly King geschafft, dass 'Dragonfly' so toll zu beschreiben, dass ich förmlich selbst durch das Antiquariat gewandelt bin mit seiner ganz eigenen Ordnung.

...Charaktere:
Maggie liest wahnsinnig gern eigentlich alles, was ihr in die Finger kommt, aber am aller liebsten Liebesromane mit starken Männern. Da war sie mir natürlich gleich sympathisch, immerhin ist sie Buchliebhaberin durch und durch.
Aber auch Hugo hatte ich ziemlich schnell in mein Herz geschlossen. Immerhin betreibt er mit Herzblut das 'Dragonfly' und nimmt Maggie sozusagen unter seine Fittiche und ist generell immer für seine Freunde da.
Generell wurden die Personen selbst nicht großartig beschrieben, sondern viel mehr das, was sie tun und evtl auch denken. Aber das war gar nicht schlimm, man hatte auch so ein gutes Bild der Geschichte, des Ladens und der Personen im Kopf.


Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte mit einer tollen, verträumten Idee! Das Buch lässt sich richtig gut lesen, hat so seine Höhen und Tiefen und vor allem zum Ende viel Dramatik. Vor allem das Setting ist total liebevoll und detailliert beschrieben und man kann sich einfach richtig gut in das 'Dragonfly' rein finden und schmökert selbst durch die Regale.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Geschichte rund um den Buchhandel liest oder generell um die Leidenschaft von Büchern. Außerdem jedem, der eine schöne Geschichte zum Abschalten und Träumen sucht.

Dienstag, 7. April 2015

Rezension: "Erlösung" von Jussi Adler-Olsen

Eine Flaschenpost, deren Hilferuf erst Jahre später gefunden wird. Doch das Sonderdezernat Q lässt nicht locker und sucht verzweifelt nach einer Spur...

Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 3 von 6
Originaltitel: Flaskepost fra P
Erscheinungsdatum: 01.07.2011
Seitenzahl: 486
ISBN: 9783423214933


Klappentext:
Der Hilfeschrei im Inneren einer verwitterten Flaschenpost blieb jahrelang unentdeckt. Dann landet die Botschaft im Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle. Ihre mühsame Entzifferung führt Carl Mørck und seinen Assistenten Assad auf die Spur eines entsetzlichen Verbrechens: Der Hilfeschrei, mit menschlichem Blut geschrieben, ist offenbar das letzte Lebenszeichen zweier Jungen, die Jahre zuvor entführt worden waren. Doch wer sind diese Jungen? Warum haben ihre Eltern nie eine Vermisstenanzeige aufgegeben? Sind sie womöglich noch am Leben? Bald steht fest: der Täter läuft noch immer frei herum …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat diesen typischen Wiedererkennungswert der Reihe um das Sonderdezernat Q und ist sonst recht minimalistisch gehalten, aber irgenwie passt es. Der Titel passt auch zum Rest der Reihe und super zum Inhalt. Der Klappentext macht total neugierig auf die Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer wirklichen spannenden Szene: Zwei Jungen sind gefesselt und wissen genau, dass er sie umbringen wird. Doch der eine Nutz die Chance und schreibt unter großer Anstrengung eine Flaschenpost und bittet um Hilfe. Im nächsten Kapitel geht es mit Carls normalen Leben weiter, wie er zu Hause aufwacht. Ich war direkt wieder in der Geschichte drin und war sehr gespannt, vor allem nach dem ersten Kapitel. Auch Carls Leben stand mir wieder sehr gut vor Augen und ich wollte unbedingt weiter lesen.
Die Idee fand ich bisher von allen drei Büchern aus dem Sonderdezernat Q am Spannendsten. Ich bin eh ein Fan von Flaschenpost, die dann tatsächlich auch irgendwo ankommt. Von daher finde ich den Hilferuf, der erst Jahre später gefunden wird, wahnsinnig interessant und eine gute Ausgangsposition für die Ermittlungen, die erst mal einige Schwierigkeiten bereit halten. Außerdem fand ich es wahnsinnig interessant, dass es um dänische Sekten ging und man so einen guten Einblick in dessen Leben bekommen hat.
Die Spannung war eigentlich schon nach dem ersten Kapitel da und blieb es auch. Immer wieder gab es neue Hinweise und Spuren, die teilweise aber auch in eine Sackgasse geführt haben.
Das Ende war wirklich noch einmal nervenaufreibend. Ich habe gebangt und gehofft, dass alles gut ausgeht. Fast alle Fragen wurden geklärt, zumindest die, die den Fall betrafen. Auf die restlichen bin ich im nächsten Teil gespannt, was es beispielsweise mit Rose auf sich hat.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war genau, wie schon in den vorherigen Büchern. Durch die verschiedenen Perspektiven kommt eine tolle Spannung auf. Ich liebe diese ganz unterschiedlichen Blickwinkel auf die Geschichte, mit den verschiedenen Menschen und in diesem Fall auch Lebensstilen. Denn dieses Mal erfährt man viel über die Sekte der Gottesmutter.

...Charaktere:
Dieses Mal erfährt man einfach noch mal ganz andere Sachen über die verschiedenen Protagonisten insbesondere von Assad und Rose. Jeder der Beiden scheint dieses Mal irgendwie eine Art Geheimnis vor Carl zu haben, was in diesem Band auch nicht gänzlich gelöst wurde, weshalb ich mich umso mehr auf die Fortsetzung freue.
Täter und Opfer waren ebenfalls super dargestellt und man konnte sich erstaunlich gut in das Sektenleben einfinden und die Angst bei der Entführung teilen.
Insgesamt schafft Adler-Olsen es einfach, die Personen unglaublich gut zu beschreiben, sowohl die Hauptpersonen als auch die Nebencharaktere. Ich finde einfach, dass seine Thriller vor allem durch die verschiedenen Personen und Perspektiven leben.


Fazit:
Der bisher beste Fall vom Sonderdezernat Q! Die Grundidee mit der Flaschenpost und der Sekte ist wirklich total spannend. Außerdem die tollen Personen, egal ob Haupt- oder Nebencharakter, die die Geschichte zu dem machen, was sie ist. Die verschiedenen Perspektiven sorgen für eine tolle Spannung und am Ende habe ich einfach nur wahnsinnig mitgefiebert.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der schon die ersten beiden Teile des Sonderdezernats Q gelesen hat oder jedem, der einen tollen Thriller sucht, der durch eine interessante Grundidee und tolle Charaktere überzeugt. Vielleicht auch etwas für jeden, der sich für Dänemark oder Sekten interessiert.

Sonntag, 29. März 2015

Rezension: "Die Geschichte von Blue" von Solominica de Winter

Ein starkes Mädchen mit einem Plan, ihre Liebe zu "Der Zauberer von Oz" und ein Junge, der diese Liebe teilt. Sehr beeindruckend und sehr stark!


Allgemeine Infos:
Verlag: Diogenes
Reihe: nein
Originaltitel: Over the rainbow
Erscheinungsdatum: 27.08.2014
Seitenzahl: 277
ISBN: 9783257300291


Klappentext:
Das ist die Geschichte von Blue, die ihren Vater früh verloren hat, deren Mutter in ihrer völlig eigenen Welt lebt und die sich in einen Menschen verliebt, der vom gleichen Buch besessen ist wie sie: dem ›Zauberer von Oz‹. Wie Dorothy im Buch macht sie sich auf, um jenseits des Regenbogens wieder eine Art Zuhause zu finden – und den Mörder ihres Vaters. Eine Suche, die an einen ganz anderen Ort hinführt, als man am Anfang erwartet.


"Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Leser länger leben. Wenn das stimmte, würde ich so alt werden wie die Sonne. Ich hasse das Leben. Aber ich liebe das Lesen. Dann musste ich mich wohl für alle Zeit mit Atmen herumschlagen, um meine Liebe zu Bücher zu befriedigen." (Seite 96/97)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Normalerweise sprechen mich diese weißen Diogenes-Cover gar nicht an, aber irgendwie finde ich dieses hier ganz schön so mit den Vögeln. Auch wenn ich nicht unbedingt sagen kann, dass es gut zur Geschichte passt. Der Titel hingegen ist gut gewählt und trifft den Nagel einfach auf den Kopf. Der Klappentext ist gut geschrieben und macht neugierig, ohne zu viel zu verraten.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer direkten Einleitung von Blue selbst. Sie schlägt vor, ihre Geschichte am besten von Anfang an zu erzählen und beginnt so gleich mit dem Bericht über die Rückkehr an den Ort ihrer Kindheit zusammen mit Daisy.
Die Idee fand ich irgendwie schön und beeindruckend: Die Geschichte eines traumatisierten Mädchen, das Rache für ihren Vater geschworen hat. Doch dann trifft sie einen Jungen, der die Leidenschaft für das gleiche Buch hat wie sie "Der Zauberer von Oz", und verliebt sich in ihn. Es beginnt eine sehr vorsichtige und niedliche Liebesgeschichte.
Die Verbindung zum Zauberer von Oz fand ich echt super, irgendwie hat es einfach so gut zur Geschichte gepasst. Blue liebt diese Geschichte einfach über alles, nimmt das Buch überall mit hin, einfach weil es ihr so viel bedeutet.
Eigentlich ist die Geschichte sozusagen eine rückblickende Erzählung von Blue, von ihrem Leben und den Erlebnissen, die sie dahin gebracht haben, wo sie sich letztendlich befindet.
Die Geschichte hatte ein unglaublich starkes, sehr überraschendes Ende. Ich kann da jetzt gar nicht so viel zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Es hat mich jedenfalls sehr beeindruckt und war ein großer Abschluss.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hatte irgendwie so seinen ganz eigenen Sog. Auch wenn vielleicht nicht ganz so viel passiert ist, musste ich unbedingt weiter lesen und die Seiten sind wirklich nur so dahin geflogen. Ich wollte einfach mehr von Blue und ihrer Geschichte erfahren und irgendwie hat sich eine Spannung aufgebaut, die man erst am Ende so richtig wahrgenommen hat.

...Charaktere:
Blue ist ein sehr starker Charakter. Eigentlich ist sie erst 12 oder 13 Jahre alt, aber das vergisst man ziemlich schnell. Sie hat einfach einen unheimlich starken Willen und ernste Gedanken, wie es in dem Alter eigentlich nicht üblich sind. Sie hat ihren Vater recht früh verloren, weshalb sie mit dem Sprechen aufgehört hat. Das ganze Leben findet in ihrem Kopf oder in ihrem Buch statt. Ich konnte mich unglaublich gut in sie hineinversetzen, einfach weil sie ihre ganze Geschichte so beeindruckend erzählt.
Charlie ist total liebevoll und mitfühlend. Während alle Blue für verrückt halten, weil sie nicht spricht, zeigt er ihr, wie normal sie ist. Er akzeptiert ihre Ängste und ihr Verhalten und verurteilt sie nicht. Ich mochte ihn und seine Art ziemlich gern und wie er mit Blue umgegangen ist.
Die restlichen Charaktere sind eher etwas blass geblieben, außer vielleicht Daisy, über die man auch noch etwas erfahren hat. Aber das war einfach genau das passende Maß, da sich die Geschichte eben hauptsächlich um Blue dreht.


Fazit:
So eine starke Geschichte hätte ich nicht erwartet. Hinter dem Buch steckt deutlich mehr, als der Klappentext erahnen lässt. Es erwartet einen ein sehr starkes Mädchen, eine große Liebe zu "Der Zauberer von Oz" und eine zaghafte, leichte Liebesgeschichte, außerdem ein absolut starkes, beeindruckendes Ende. Ein Buch mit einem großen Sog und erstaunlich viel Spannung.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein beeindruckendes Buch über ein starkes Mädchen lesen möchte, das viel durchmacht und doch irgendwie ihren Weg findet.

Samstag, 28. März 2015

Rezension: "Das Glücksbüro" von Andreas Izquierdo

Ein Antrag, der ein Leben verändert. Nicht nur das Leben von Albert und Anna, sondern auch von vielen anderen Menschen, denen im Glücksbüro ein Stück Glück geschenkt wird...


Allgemeine Infos:
Verlag: Dumont
Reihe: nein
Originaltitel: Das Glücksbüro
Erscheinungsdatum: 21.02.2013
Seitenzahl: 269
ISBN: 9783832162252


Klappentext:
Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durcheinandergebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt – nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt …


"E 45 hatte Alberts Büro zum Leben erweckt, war wie der Zettel unter der Zunge eines Golems, nicht, um zu zerstören, sondern um zu erschaffen. Es war der erste Schritt einer langen Reise und gleichzeitig der erste zurück, um das Ganze zu erkennen: das Geheimnis des Lebens und das Licht, das von ihm ausging. Die Antwort auf die Frage, welche Farbe ein Herzschlag hatte, wie ein Wort schmeckte und wonach Glück duftete." (Seite 108)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover mit den ausgeschnittenen Buchstaben und dem Scherenschnitt ist recht niedlich und passt zur Geschichte, da es sowohl grau als auch bunt ist. Der Titel passt ebenfalls perfekt und ist ein tolles Wortspiel. Der Klappentext ist vielleicht etwas lang, aber verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem typischen Abend von Albert, an dem er in der Kantine sein Essen zubereitet, worauf hin sein normaler Alltag folgt. Man bekommt einen sehr guten Eindruck von Albert und seinem Leben. Was auf den ersten Blick etwas seltsam wirkt, hatte für mich trotzdem seinen Reiz, mehr zu erfahren.
Die Idee konnte mich überzeugen. Ein Beamter mit einem geregelten, recht akribischen Leben, wird plötzlich mit einem ungültigen Antrag konfrontiert, der ihn nicht mehr los lässt und so sein Leben verändert. Es wird einfach eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, mit der weder Albert noch der Leser gerechnet hat.
Generell hielt die Geschichte viele Überraschungen bereit, was ich anfangs gar nicht unbedingt gedacht hätte. Ich fand es wunderbar zu sehen, dass Albert sich all dem stellt und sozusagen den Wandel mitmacht.
Die Liebesgeschichte war einfach total niedlich. Zwei Menschen, die eigentlich recht unterschiedlich sind, sich aber immer weiter annähern. Mich konnte sie begeistern.
Dennoch gab es so ein paar Kleinigkeiten, die mich an der Geschichte leicht gestört haben. Aber es sind wirklich nur so kleine Logiksachen. Beispielsweise woher Albert all die Schlüssel hatte und warum die Drehtür die ganze Nacht über offen war.
Das Ende war wunderschön und ich kann nur sagen, dass es mich wirklich überrascht hat. Damit habe ich zu keinen Zeitpunkt gerechnet, außer vielleicht die 30 Seiten vorher. Irgendwie ein runder Abschluss für diese schöne Geschichte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war wirklich schön. Zwar nicht unbedingt was besonderes, einfach so von der Seele weg ohne Schnörkel und genau so hat es gepasst. Man konnte die Geschichte einfach so weg lesen und wollte vor allem immer weiter lesen. Ich fand die Einteilung der Geschichte in die einzelnen Teile wirklich gelungen.

...Charaktere:
Albert ist so der typische Beamte: Er liebt seinen Job, die Vorschriften und die verschiedenen Anträge. Er geht total in seinem Job auf und hat nicht nur den sehr strukturiert, sondern auch sein eigenes Leben. Doch dann kommt der Antrag und er macht eine Veränderung durch, die ihm sehr gut tut.
Anna ist Künstlerin und teilweise recht naiv, aber auf eine niedliche Art und Weise. Als sie Albert trifft, ist sie zunächst skeptisch und glaubt ihm nicht, doch dann blickt sie sozusagen hinter seine Fassade und sieht sein wahres Ich. Sie bemüht sich sehr um ihn und man merkt, dass ihr etwas an ihm liegt.
Ich mochte die Beiden wirklich gern. Klar fand ich Albert anfangs etwas komisch, aber irgendwie war er total liebenswürdig. Einfach zwei ungewöhnliche Charaktere, die die Geschichte zu etwas besonderem gemacht haben.


Fazit:
Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass mir das Buch so gut gefallen würde. Es hält einfach viele Überraschungen und Veränderungen bereit, die man zusammen mit Albert erlebt. Man lernt einen recht akribischen Beamten kennen, der einen tollen Wandel durchmacht. Außerdem erwartet einen eine niedliche Liebesgeschichte und zwei ungewöhnliche Charaktere. Ein paar kleine Kritikpunkte im Bezug auf die Logik habe ich, aber ansonsten eine wirklich schöne Geschichte, bei der irgendwie alles gepasst hat.
Ich empfehle dieses Buch einfach jedem, der eine Geschichte sucht, die neben einer niedlichen Liebesgeschichte, einfach aus dem normalen Leben erzählt. Vom Glück, das man finden und geben kann, von den Neidern, die dagegen sind, von der Liebe, aber auch Veränderungen, die das Leben schöner machen können.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Rezension: "Eleanor & Park" von Rainbow Rowell

Wenn aus einer gemeinsamen Busfahrt mit Comics und Musik die erste große Liebe wird. Wären da nicht die anderen Probleme...


Allgemeine Infos:
Verlag: Hanser
Reihe: nein
Originaltitel: Eleanor & Park
Erscheinungsdatum: 02.02.2015
Seitenzahl: 399
ISBN: 9783446247406


Klappentext:
Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann.


" 'Eleanors Hand zu halten war, als würde man einen Schmetterling halten. Oder einen Herzschlag. Als würde man etwas Vollkommenes und vollkommen lebendiges halten." (Seite 86)

"Du glaubst, wenn du jemanden ganz fest hälst, bist du ihm näher. Du glaubst, du kannst ihn so fest halten, dass du ihn immer noch spürst, eingeprägt in dir, wenn du dich von ihm löst." (Seite 381)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist recht schlicht gehalten, aber mir gefällt es sehr gut und es passt zur Geschichte. Ebenso der Titel ist sehr schlicht, aber ist einfach super passend. Den Klappentext finde ich schön geschrieben und sagt ziemlich viel über die Geschichte aus, aber verrät nicht unbedingt schon alles.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt an einem ganz normalen Schultag. Park sitzt im Bus und hört den alltäglichen Gesprächen seiner Mitschüler zu. Als Eleanor an der nächsten Haltestelle einsteigt und keinen Platz findet, bietet Park ihr mehr oder weniger widerwillig ihren Nebensitz an. Den Einstieg fand ich unglaublich angenehm, weil man irgendwie alle wichtigen Personen kennen gelernt hat und von allen schon mal einen ersten Eindruck hatte.
Die Idee war wirklich niedlich, aber nicht nur das. Eleanor wird von ihren Mitschülern gemobbt und ihr Stiefvater tyrannisiert die Familie und keiner wehrt sich dagegen. Park ist ein schüchterner Außenseiter, der erst recht distanziert gegenüber Eleanor ist, dann aber doch ihr wahres Ich erkennt und lieben lernt.
Das Buch bietet also nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen zwei 'Außenseitern', sondern auch ernsthafte Probleme wie Gewalt und Mobbing. Ich fand beides sehr gut miteinander verknüpft und es gab nur sehr wenige Momente, wo beides klar voneinander getrennt war.
Die Liebesgeschichte fand ich unheimlich niedlich, weil sich alles sehr schön und gemächlich entwickelt hat. Es hatte genau das passende Tempo, so wie die ganze Geschichte eigentlich. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgendeine Szene unwichtig gewesen wäre.
Ich fand es unglaublich niedlich, dass das ganze in den 80er Jahren gespielt hat, weil es Mixtapes gab und den Walkman und Comichefte. Das hatte für mich irgendwie noch mal etwas besonderes an sich, auch wenn ich die meisten Lieder leider nicht kannte.
Das Ende ist absolut anders, als ich es erwartet hätte, nämlich doch recht offen. Aber es hat mir gefallen. Klar war ich anfangs etwas enttäuscht, dass das jetzt wirklich das Ende ist. Aber wenn ich so darüber nachdenke, bin ich doch ganz glücklich damit. Eine kleine Information fehlt mir jedoch zu meinem Glück, nämlich was aus den Anderen geworden ist.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war ein Traum. Man konnte das Buch so unglaublich gut lesen und die Seiten sind wirklich nur so verflogen. Abschnitte aus Parks Sicht haben sich mit denen von Eleanor abgewechselt, manchmal auch wie ein kleiner Schlagabtausch. Aber so wusste man von beiden die Gedanken und das war wirklich toll umgesetzt. Sonst ist das ja meist nur einseitig, was das Kennen der Gedanken betrifft.

...Charaktere:
Park ist ein Außenseiter, der irgendwie von allen mehr oder weniger in Ruhe gelassen wird, aber auch nicht richtig dazu gehört. Es scheint ihn jedoch auch nicht großartig zu stören.
Eleanor ist von vorne herein ein Außenseiter mit ihrem auffälligen Kleidungsstil, hinter dem sie sich versteckt, und ihren lockigen, roten Haaren. Nicht nur, dass sie von ihren Mitschülern nicht unbedingt geliebt wird, sie hat es auch zu Hause mit ihrem Stiefvater nicht gerade sehr leicht. Irgendwie kommt sie trotzdem mit ihrem schwierigem Leben klar, auch wenn sie dafür einiges in Kauf nehmen muss.
Ich fand die Charaktere wirklich toll, einfach mal was anderes. Nicht das klischeehafte hübsche, schüchterne Mädchen und der draufgängerische Bad Boy sondern mal authentische Personen, wie es sie viel häufiger geben sollte. Mit Ecken und Kanten und alltäglichen Problemen.
Die restlichen Personen waren dann schon eher wieder klischeehaft, aber das war okay und eigentlich auch ganz gut so. Können ja nicht alle besonders sein. Jedenfalls konnte ich mich sehr gut in alle hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen, meistens jedenfalls. In manchen Situationen hätte ich an Eleanors Stelle anders gehandelt und es mir auch von ihr gewünscht.


Fazit:
Eine tolle Liebesgeschichte, wie man sie nicht alle Tage liest. Alleine schon die Hauptpersonen sind mal etwas besonderes. Der Schreibstil ist perfekt und lässt sich unglaublich gut lesen. Aber nicht nur die Liebesgeschichte steht im Vordergrund, sondern auch ernsthafte Themen wie Mobbing und Gewalt sind immer gegenwärtig. Das Ende ist anders, als man es erwartet und kennt, aber ich fand es total klasse. Es hat für mich sehr gut gepasst. Wenn schon die Charaktere anders sind, dann auch das Ende.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine niedliche Liebesgeschichte lesen möchte, die durch ihre besonderen Hauptpersonen und den wunderbaren, leichten Verlauf und die ernsthaften Themen überzeugt. Nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden, der Liebesgeschichte mag!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension: "Selection - Der Erwählte" von Kiera Cass

Nur noch vier Mädchen sind übrig, die Prinzessin werden können. Für wen wird sich Maxon entscheiden und vor allem für wen America?


Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 3 von 4?
Originaltitel: Selection - The One
Erscheinungsdatum: 19.02.2015
Seitenzahl: 252
ISBN: 9783737364980


Klappentext:
35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Vier Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist mal wieder traumhaft schön und ich finde, das schönste der Reihe. Auch der Titel passt mal wieder sehr gut. Den Klappentext finde ich toll geschrieben und macht richtig Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten im Geschehen, nämlich mit einem Rebellenangriff während einer Unterrichtsstunde. Da durch war ich eigentlich sofort wieder mitten im Geschehen, auch wenn noch nichts wirklich wiederholt bzw aufgegriffen wurde. Aber das kam natürlich ziemlich schnell danach.
Von der Idee bin ich nach wie vor begeistert. Ein Casting für die Frau des Prinzen und mittlerweile sind nur noch vier Mädchen über, von denen eine vom Prinzen ausgesucht wird. Was vielleicht recht oberflächlich klingt, ist eigentlich total spannend, weil es auch um die ganze Gesellschaftsordnung geht.
Auch wenn ich die ganze Zeit eine Vermutung hatte, wie die Geschichte enden wird, kamen mir doch immer wieder Zweifel. Besonders im letzten Drittel war die Geschichte unglaublich spannend, ziemlich verzwickt und total unerwartet. Ich habe geweint und mitgelitten und gehofft, dass alles gut wird. Es ist einfach noch so viel passiert, was ich nicht unbedingt erwartet hätte und was mich sehr gefesselt hat.
Die Liebesgeschichte ist nicht mehr so klischeehaft, wie sie noch zu Anfang war, und ich fand sie sehr gut dargestellt und beschrieben.
Das Ende war sehr nervenaufreibend, weil kurz vorher noch so viel passiert ist. Aber es ist einfach so ein schöner Abschluss, den ich mir nicht besser hätte vorstellen können.
Dennoch wird es noch ein oder zwei weitere Bände geben, die aber ein paar Jahre später spielen. Auch wenn ich dem etwas skeptisch gegenüber stehe, werde ich sie trotzdem mit Freude lesen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil gefällt mir nach wie vor ziemlich gut. Die ganze Geschichte lässt sich einfach unglaublich gut lesen und alles wird sehr anschaulich beschrieben, sodass man sich die Gesellschaft und die Umgebung so gut vorstellen kann, auch wenn es in unserer Zukunft spielt.

...Charaktere:
Die restlichen vier Mädchen wurden dieses Mal wirklich gut dargestellt und von jeder von ihnen hat man noch mal was erfahren, was man noch nicht wusste oder etwas, das schon längst wieder in Vergessenheit geraten war.
Außerdem erfährt man von Maxon, Aspen und America noch mal ein paar andere Seiten und ich habe noch einmal einen anderen Eindruck von ihnen bekommen.
Insgesamt kann man gut sagen, dass sich die Personen alle weiter entwickelt haben und sich im Laufe der Geschichte, vom ersten Teil bis jetzt, verändert haben.


Fazit:
Ein ganz wunderbarer Reihenabschluss bzw ein vorzeitiges Ende! Dieses Ende hat mich begeistert. Es ist so viel noch passiert, was ich nicht erwartet hätte. Ich musste weinen, mitfiebern, leiden und einfach weiter lesen, weil ich so gefesselt war. Es ging nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern auch viel um die Gesellschaft. Und genau dieser Mix macht das Buch bzw die Reihe für mich aus. Die Charaktere haben sich super weiter entwickelt und es war einfach nur toll zu lesen!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon die anderen beiden Bände von "Selection" gelesen hat und unbedingt wissen möchte, wie das Ganze endet. Ansonsten würde ich euch empfehlen, mit dem ersten Teil zu beginnen.
Eine tolle Reihe für jeden, der eine tolle Dystopie mit einer wunderschönen Liebesgeschichte sucht!

Sonntag, 22. Februar 2015

Rezension: "Zeitenzauber - Die goldene Brücke" von Eva Völler

Wenn dein Freund plötzlich im 17. Jahrhundert in Paris feststeckt und denkt, er sei ein Musketier, wird es Zeit, dass du dich auf den Weg machst, ihn vom Gegenteil zu überzeugen und Schlimmeres zu verhindert, das die Gegenwart gefährden könnte...


Allgemeine Infos:
Verlag: Baumhaus
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Zeitenzauber - Die goldene Brücke
Erscheinungsdatum: 14.03.2013
Seitenzahl: 278
ISBN: 9783833901683


Klappentext:
Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?


" 'Habe ich dir schon gesagt, dass ich verrückt nach dir bin?' 'In diesem Jahrhundert noch nicht.' " (Seite 18)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover gefällt mir echt gut und passt super zum ersten Teil und generell zur Geschichte. Auch den Titel finde ich gut gewählt, wie schon beim ersten Teil. Der Klappentext ist auch wirklich toll, macht neugierig und verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in Venedig, wo Anna und Sebastiano noch einen letzten Auftrag erledigen. Danach geht es weiter mit Annas normalem Leben als Abiturschülerin in Frankfurt, bis sie die Nachricht bekommt, dass Sebastiano in der Zeit feststeckt. Den Einstieg fand ich super gewählt. Erst war ich im kalten Wasser, doch dann kam ich recht schnell damit klar und war wieder super in der Geschichte drin.
Die Idee finde ich nach wie vor toll. Es gibt die sogenannten Zeitwächter, die in der Zeit reisen müssen und irgendein Ereignis verhindern oder abändern sollen, da sonst die Welt aus ihrem Gleichgewicht gerät.
Die Thematik wurde noch einmal aufgegriffen und erklärt, so dass man mit der Fortsetzung gut mitkam, außerdem hat man noch einmal tolle neue Infos bekommen, die die Geschichte für mich so besonders machen.
Im Laufe der Geschichte erwarten einen viele Intrigen und überraschende Wendungen, die einen wirklich an das Buch fesseln und für viel Spannung sorgen. Man muss einfach weiter lesen.
Zum Schluss gab es ein tolles in sich geschlossenes Ende, das ganz viel Lust auf Band 3 macht!

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir super gefallen. An den passenden Stellen spannend und wenn mal gerade nichts passiert, wird die Umgebung ganz toll beschrieben, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Ich bin förmlich selbst durch die Straßen in Paris gelaufen und über die Seine spaziert.

...Charaktere:
Anna war mir nach wie vor sympathisch. Sie ist eigentlich eine sehr mutige Person, die sofort nach Paris reist, um ihren Freund zu retten. In der Vergangenheit gab es jedoch die ein oder andere Handlung, wo sie etwas naiv und blind vor Liebe gehandelt hat. Aber wahrscheinlich kann man das in der Situation auch verschmerzen.
Über Sebastiano hat man dieses Mal nicht wirklich viel erfahren, außer von seinem Musketierdasein, in dem er wirklich sehr gut aufgegangen ist.
Insgesamt waren alle sehr authentisch dargestellt, auch die in der Vergangenheit mit den Verhaltensweisen und so.


Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der tollen Zeitreisetrilogie um Anna und Sebastiano. Ein Buch voller Spannung, Intrigen und überraschenden Wendungen. Ein toller Schreibstil mit wundervollen Beschreibungen der Umgebung und der Personen trägt zum Lesespaß bei. Außerdem wurde das Wichtigste aus dem ersten Teil wiederholt und man kam super in die Geschichte rein.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine schöne Zeitreisegeschichte sucht, auch gerne als Reihe. Allerdings kann man die Bücher auch einzeln lesen, da sie alle ineinander abgeschlossen sind und das Wichtigste noch einmal aufgegriffen wird.

Dienstag, 17. Februar 2015

Rezension: "Wenn die Liebe hinfällt" von Luisa Buresch

Leander macht aus heiterem Himmel mit Alia Schluss, die aus allen Wolken fällt. Daraufhin folgen harte, turbulente aber auch sehr schöne Zeiten für sie. 
Eine Geschichte aus dem alltäglichen Leben, die unterhält und Mut macht.


Allgemeine Infos:
Verlag: KiWi
Reihe: nein
Originaltitel: Wenn die Liebe hinfällt
Erscheinungsdatum: 10.04.2014
Seitenzahl: 431
ISBN: 9783462046397


Klappentext:
Wann hatten Sie das letzte Mal Liebeskummer … aber so richtig?

Alia und Leander gelten als Traumpaar. Sogar als Traumfamilie, denn da gibt es noch Töchterchen Katie. Wie alle Freunde um sie herum glaubt die liebenswert-chaotische Alia, das mit ihr und Leander sei etwas Besonderes. Umso schlimmer ist der Absturz, als Leander auf einmal den Satz raushaut, den Alia nur aus den Groschenromanen kennt, über die sie an der Uni forscht: »Alia, ich muss dir was sagen, es gibt da eine andere …« Für Alia bricht eine Welt zusammen. Dass Liebe so verdammt wehtun kann, hatte sie nicht für möglich gehalten. Mühsam rappelt sie sich mithilfe ihrer Freundinnen und des neuen grummeligen Nachbarn halbwegs auf, da steht Leander plötzlich wieder vor der Tür.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist ok, hat aber nichts mit dem Inhalt zu tun. Den Titel dagegen finde ich sehr gut, auch mit dem Untertitel. Der Klappentext ist gut geschrieben und verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Alias Leben, als sie ihre Magisterarbeit schreibt und Leander sie versucht etwas abzulenken, was sie aber so gar nicht möchte. Daraufhin folgt eine Rückblende, wie die beiden sich kennen gelernt haben, und ich war gespannt, wie die Geschichte weiter gehen würde, jetzt wo ich sozusagen mitten drin war.
Die Idee war wirklich aus dem Leben gegriffen: Eine vermeintlich heile Beziehung, die dann in die Brüche geht, weil er eine andere hat. Sie ist daraufhin am Boden zerstört und braucht eine ganze Weile, bis sie damit klar kommt.
Irgendwie konnte ich mich sehr gut in die ganze Geschichte hineinversetzen und hätte am Anfang nicht gedacht, dass sie doch so viele Überraschungen bereithält. Neben dem Liebeskummer geht es noch um andere familiäre Probleme, mit denen jeder zu kämpfen hat. Das hat das Buch etwas vielfältiger gemacht und somit auch interessanter.
Das Ende hat ziemlich gut gepasst, auch wenn es sehr offen gehalten war. Normalerweise finde ich das ja nicht so gut bei solchen Geschichten, aber hier hat es mir ziemlich gut gefallen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war ziemlich leicht gehalten, trotz des ernsten Themas. Man konnte die Geschichte einfach so weg lesen. Unterstützt wurde das ganze durch die kurzen Titel mit den passenden Überschriften.

...Charaktere:
Alia wird von ihrem Freund verlassen und leidet ziemlich darunter. Sie versucht, irgendwie ihren Alltag mit ihrer kleinen Tochter zu bewältigen, und wird dabei immer wieder von Erinnerungen erschüttert und kommt nicht wirklich darüber hinweg. Ich konnte mich ziemlich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Teilweise waren ihre Reaktionen aber etwas zu heftig und zu kindisch. Aber da reagiert jeder Mensch wahrscheinlich anders.
Leander weiß nicht so wirklich was er will. Anfangs fand ich ihn noch ziemlich sympathisch, aber im Laufe des Buches hat ihn sein Verhalten doch echt unsympathisch gemacht. Einfach, wie er mit Alia umgegangen ist.
Auch die restlichen Charaktere fand ich ganz wunderbar dargestellt. Jeder hatte sein Päckchen zu tragen, was echt nicht ohne war. Da hatte es echt kaum einer leicht. Aber man konnte sich in alle sehr gut hineinversetzen.


Fazit:
Ein wunderbares Buch für zwischendurch mit einem angenehm leichten Schreibstil und kurzen Kapiteln. Trotz der ernsten Themen wie Trennung, Liebeskummer, Familienprobleme etc konnte man es einfach richtig gut lesen. Die Charaktere waren total gut dargestellt und man konnte sich in alle hineinversetzen und wirklich jeder hatte sein Päckchen zu tragen. Insgesamt war es einfach eine Geschichte mitten aus dem Leben gegriffen, wie es jedem passieren könnte. Auch wenn hier teilweise etwas viel zusammen kam, fand ich es nicht übertrieben.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Buch für zwischendurch sucht. Es geht um Liebe, Trennung, Freundschaft, Familienprobleme, kurz gesagt um das ganz alltägliche Leben auch mit den negativen Seiten. Aber nach Regen folgt immer Sonnenschein. Auch wenn es um ernste Themen sucht, könnte ich es mir als leichte Sommerlektüre sehr gut vorstellen oder einfach so für zwischendurch!