Freitag, 26. Dezember 2014

Rezension: "Mein Weg zu dir" von Nicholas Sparks

Allgemeine Infos:
Verlag:
Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: The Best of me
Erscheinungsdatum: 09.09.2013
Seitenzahl: 396
ISBN: 9783453408647


Klappentext:
Amanda und Dawson sind erst siebzehn, als sie sich unsterblich ineinander verlieben. Doch ihre Familien bekämpfen die Beziehung, und widrige Umstände trennen sie schließlich endgültig. Fünfundzwanzig Jahre später kehren die beiden in ihr Heimatstädtchen zurück. Sie empfinden noch genauso tief füreinander wie damals. Aber beide sind von Schicksalsschlägen gezeichnet, und die Kluft zwischen ihnen scheint größer denn je zu sein ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover stellt eine sehr schöne Szene aus dem Buch dar und passt deshalb sehr gut. Auch der Titel ist unheimlich gut gewählt. Der Klappentext macht neugierig und verrät auch nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte fing mit dem Unfall auf der Bohrinsel an, bei dem Dawson nur knapp überlebt hat. Außerdem erfährt man schon erste Sachen über seine Vergangenheit. Den Einstieg fand ich irgendwie etwas schwierig und teilweise langatmig. Nicht der Unfall sondern mehr die Erinnerungen an seine Vergangenheit.
Generell hatte das Buch etwas seine Längen. An sich war es zwar interessant, was man so erfahren hat, aber irgendwie fand ich es anstrengend zu lesen.
Die Idee war mal wieder wunderschön. Eine Jugendliebe, die durch gesellschaftliche Umstände zerbricht. Nach Jahren treffen sich die Beiden durch einen Todesfall wieder und sie merken beide, dass die Gefühle nie ganz versiegt sind. Mal wieder so eine typische Nicholas Sparks Idee, die mir ziemlich gut gefallen hat. Auch der ganze Verlauf und besonders das Ende konnten mich beeindrucken und berühren. Dazu kam noch eine sehr berührende Nebengeschichte, die toll in die eigentliche Geschichte eingearbeitet war und da sehr gut rein gepasst hat.
Wie schon gesagt, hat es sich leider etwas gezogen, wenn einfach nur erzählt wurde. Dennoch gab es überraschende, wunderschöne, aber auch schockierende Momente, ganz wie man es gewohnt ist.
Das Ende war der absolute Hammer! Es hat mich wahnsinnig berührt und war so wunderschön. Ein sehr aktuelles Thema und super eingebaut. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Das hat dem typischen Sparks-Ende noch mal eine ganz andere Wendung gegeben.

...Schreibstil:
Normalerweise liebe ich den Schreibstil von Nicholas Sparks. Auch dieses Mal waren die Dialoge einfach ein Traum und in meinem Kopf so unglaublich lebendig, als würde ich direkt neben den Personen stehen. Leider konnte ich mit den Perspektivwechseln manchmal nicht ganz so viel anfangen. Und wenn dann einfach nur was erzählt wurde, kam es mir etwas langatmig vor, obwohl es an sich ganz interessant gewesen wäre. Ich kann es selbst irgendwie nicht ganz erklären.

...Charaktere:
Dawson ein Einzelgänger, aufgrund seiner Arbeit, aber auch seiner alten Gefühle. Er ist dem Tod noch mal von der Schippe gesprungen und denkt intensiv über seine Vergangenheit nach. Ein toller Mensch, der Fehler einsieht und sie versucht wieder gut zu machen. Dabei möchte er am liebsten seine Herkunft ungeschehen machen und verhält sich deshalb gänzlich anders.
Amanda, die schon so einige Schicksalsschläge erlitten hat, und es auch so mit ihrer Familie nicht so leicht hat. Auch sie denkt immer noch ab und zu an ihre Jugendliebe. Sie ist ein sehr vernünftiger Mensch mit großer Sehnsucht. Kopf und Herz versuchen sich bei ihr immer wieder auszustechen.
Ich fand die Personen toll dargestellt und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Einzig manche Nebencharaktere sind etwas blass geblieben, aber das ist ok.


Fazit:
Ein tolles berührendes Buch über eine bzw zwei wunderschöne Liebesgeschichten. Die Charaktere waren super dargestellt und die Idee hat mir sehr gut gefallen, besonders zum Ende hin mit diesem aktuellen Bezug. Leider hatte die Geschichte etwas ihre Länge, obwohl die Erzählungen der Umstände und der Vergangenheit eigentlich interessant waren.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mehr als eine Liebesgeschichte sucht. Es geht um Liebe, Vergangenheit, Familie, Schicksal und eben auch einfach ums Gefühl. Wer schon mal einen Nicholas Sparks gelesen hat, sollte diesen hier nicht auslassen, weil er einfach diesen besonderen Touch hat und etwas Besonderes an sich. Ansonsten ist dieses Buch ein Muss für jeden Sparksfan oder einfach für jeden, der einen tollen Liebesroman mit unterschiedlichen Facetten sucht.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Reihen-Rezension: "Die sagenhafte Saubande" von Nina Weger

Heute möchte ich euch eine ganz zauberhafte Kinderbuchreihe vorstellen. Den ersten Teil habe ich als Leseexemplar auf der FBM bekommen und war sofort verzaubert. Den zweiten Teil habe ich dann direkt im Anschluss gelesen.

Klappentext:
Matheo hat eine besondere Gabe: Der Neunjährige kann mit Tieren sprechen. Dabei mag er Tiere noch nicht mal besonders gern! Doch bei einem Ausflug in den Safaripark freundet er sich mit den Pudeln Toffy und Nero an. Und braucht schon bald ihre Hilfe: Im Park ist ein Känguru auf mysteriöse Weise verschwunden. Gemeinsam nehmen Matheo, das freche Mädchen Polly, die beiden Pudel sowie Spürschwein Max und Krähe Dr. Black die Spur auf.
Klappentext:
Polly unter Verdacht! Sofort ist die ganze sagenhafte Saubande zur Stelle, um Matheos bester Freundin zu helfen. Sie hat zwar etwas übertrieben, aber trotzdem muss das Saubanden-Sextett beweisen, dass Polly nichts mit dem gemeinen Tollkirschen-Anschlag zu tun hat. Dabei hat jeder seine eigenen Ideen: Max, das verfressene Spürschwein, Toffy und Nero, die streitsüchtigen Pudel, und natürlich die Krähe Dr. Black, die ganz verrückt nach Obstschnaps ist. Gar nicht so einfach für Matheo!

Allgemeine Infos:
Verlag:
Oetinger
Originaltitel: Die sagenhafte Saubande
Erscheinungsdatum: 01.2014 / 08.2014
Seitenzahl: 224 / 194
ISBN: 9783789151309 / 9783789151316


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Die Cover finde ich recht niedlich gestaltet und passen gut zum Inhalt. Die Titel, also die Untertitel, sind ebenfalls toll gewählt. Die Klappentexte machen neugierig und verraten auch nicht zu viel. Gelegentlich findet man niedliche Zeichnungen zur Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee der Saubande hat mir unglaublich gut gefallen. Eine Gruppe von zwei Kindern, zwei Pudeln, einem Spürschwein und einer Rabenkrähe
Im ersten Teil lernen sich die sechs erst einmal kennen, und schon haben sie ihren ersten Fall. Sie machen sich auf die Suche nach dem entführten Känguru. Die Spurensuche beginnt und ich hatte wirklich anfangs keine Ahnung, wer der Täter ist. Es gab ein paar überraschende Wendungen, aber natürlich konnte die Saubande den Fall erfolgreich lösen.
Im zweiten Teil steht Polly plötzlich im Verdacht, ihre Mitschülerin mit einer Tollkirsche vergiftet zu haben. Die restliche Saubande macht sich auf den Weg, die Unschuld ihrer Freundin zu vergleichen. Auch hier hatte ich wieder meine Vermutungen, aber trotzdem wurde ich überrascht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war toll. Das Buch ließ sich unglaublich gut und leicht lesen. Man war sofort in der Geschichte drin und hat mit geraten, wurde aber auf falsche Fährten gelockt, und die Spannung stieg.

...Charaktere:
Die Charaktere sind liebevoll dargestellt. Matheo, der mit Tieren sprechen kann, aber nicht wirklich Anschluss findet, weil alle ihn komisch finden. Die beiden Pudel Toffy und Nero, die sich über alles mögen und sich super mit Matheo verstehen. Polly, die leider nicht alles mit ihren Freunden unternehmen kann, und deshalb ganz froh um Matheo und die Tiere ist. Zu guter Letzt das Spürschwein Max, was den anderen bei den Ermittlungen hilft. Nicht zu vergessen natürlich auch Dr. Black, die Rabenkrähe, der perfekte Späher.


Fazit:
Eine wirklich tolle Kinderbuchreihe! Die Idee der Saubande finde ich wirklich toll. Dazu gibt es in jedem Buch einen spannenden Fall, den Matheo, Polly und die Tiere lösen. Liebevolle Charaktere und ein sehr angenehmer Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende tierische Geschichte, rund um Freundschaft und kleine Verbrechen sucht. Ansonsten eine absolute Leseempfehlung für Kinder ab 8 Jahren.

Montag, 15. Dezember 2014

Rezension: "Anders" von Andreas Steinhöfel

Allgemeine Infos:
Verlag:
Carlsen
Reihe: nein
Originaltitel: Anders
Erscheinungsdatum: 01.10.2014
Seitenzahl: 236
ISBN: 9783551560063


Klappentext:
Nach dem Unfall sind Zeit und Welt aus den Fugen. 263 Tage liegt der Winterjunge im Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Dann erleben die Menschen um ihn herum ein Wunder: An einem prächtigen Sommertag kehrt Felix Winter zurück ins Leben. Und nennt sich von nun an anders, nämlich Anders. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst … und es gibt jemanden, der alles dafür tun wird, dass das so bleibt.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist recht unscheinbar und schlicht gehalten und wahrscheinlich hätte ich es mir nur vom Cover her nicht gekauft. Der Titel ist ebenfalls schlicht. Einzig der Klappentext macht neugierig auf das Buch, weshalb ich es mir auch gekauft habe.

...Grundidee & Verlauf:
Der Anfang war mal etwas ungewöhnlich. Es fängt damit an, wie Felix zu seinem Namen kam und dass damit schon irgendwas nicht ganz stimmte bzw nicht ganz geheuer war. Und dann kommt auch schon die Beschreibung von Felix Unfall. Danach wollte ich schon gern weiter lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was da geschehen war.
Die Idee klang im ersten Moment besser, als sie leider nachher war. Es war einfach so geheimnisvoll und ich war so auf die Auflösung gespannt, was in dieser einen Stunde in Felix Leben passiert ist, weshalb er erst so spät heim kam und dann den schrecklichen Unfall hatte. Da durch hatte ich wahrscheinlich einfach zu hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt werden konnte.
Irgendwie war mir die Auflösung zu wenig. Es wurde vorher mehr Aufheben drum gemacht, als es dann nachher war. Dennoch gab es auch einige schöne Passagen im Buch, die mir gut gefallen haben.
Das Ende hat mir leider nicht so gut gefallen. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte, aber irgendwie fehlte mir einfach was und ich war enttäuscht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war absolut grauenvoll. Ich fand es wahnsinnig anstrengend, das Buch zu lesen. So richtig erklären kann ich es nicht, einfach der Satzbau, der so seltsam war und das Lesen echt unangenehm gemacht hat. Dabei ist die ganze Geschichte aus Anders Sicht geschrieben und trotzdem war es so kompliziert formuliert. Dabei verging mir wirklich etwas die Leselust.

...Charaktere:
Felix ist eigentlich ein sehr netter Junge, der einen tragischen Unfall hatte. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und ihn so weit auch ganz gut verstehen. Sein Verhalten war zwar manchmal etwas seltsam, aber er weiß, was Ehrlichkeit und Freundschaft bedeuten.
Die anderen Personen im Buch waren gut dargestellt, aber nicht wirklich tiefgründig. Sie sind alle etwas blass geblieben, waren sonst aber eigentlich ganz individuell.


Fazit:
Leider hat es mir nicht so gut gefallen, wie ich mir erhofft hatte. Irgendwas hat mir einfach gefehlt, wo die Idee an sich gut war. Der Schreibstil war jedoch unglaublich anstrengend zu lesen, und hat mir teilweise die Leselust genommen. Das Ende fand ich dann doch wieder etwas ernüchternd, obwohl die Idee so gut war. Dennoch gab es schöne Passagen im Buch, die mich begeistern konnten.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine mal eine etwas andere Geschichte über einen ungewöhnlichen Jungen möchte, aber auch über Freundschaft und Geheimnisse.

Samstag, 13. Dezember 2014

Lesemonat November 2014

Mal wieder ein Lesemonat, mit dem ich sehr zufrieden bin. Obwohl ich viel unterwegs war, habe ich vor allem zum Ende hin, einiges gelesen. Vielleicht spornte auch der sehr hohe SUB dazu an.

gelesene Bücher:
1.)"Das Labyrinth ist ohne Gnade" von Rainer Wekwerth339 Seiten4 von 5 Wolken
2.)"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green217 Seiten4 von 5 Wolken
3.)"Ein letzter Brief von dir" von Juliet Ashton416 Seiten4 von 5 Wolken
4.)"Tanz auf Glas" von Ka Hancock517 Seiten5 von 5 Wolken
5.)"Selection - Die Elite" von Kiera Cass243 Seiten5 von 5 Wolken
6.)"Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan251 Seiten5 von 5 Wolken
7.)"Nachtprinzessin" von Sabine Thiesler575 Seiten2 von 5 Wolken
8.)"Sunny Valentine - Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen" von Irmgard Kramer173 Seiten4 von 5 Wolken

Damit habe ich diesen Monat 8 Bücher mit insgesamt 2.731 Seiten. Das macht in diesem Jahr 73 Bücher mit insgesamt 26.987 Seiten.

Mein SUB hat einen Stand von 71 Büchern und 20 eBooks, und somit endlich mal wieder gesunken! Von meinem 'alten SUB' habe ich diesen Monat kein Buch gelesen. Sieht also schlecht aus bis zum Jahresende, aber egal. Dafür gab es keinen einzigen Neuzugang!

Diese drei Bücher konnte mich im November ganz besonders begeistern, vor allem weil sie unterschiedlicher nicht sein könnten!

Was war im November so los?
Anfang November bin ich mit Freunden nach Braunschweig zur WM der Standardtanzformation gefahren, was wirklich wahnsinnig toll war. Da muss ich unbedingt wieder mal hin, so ein tolles Erlebnis. 
Den Mittwoch drauf bin ich mit Ovo nach Düsseldorf zum Ed Sheeran Konzert gefahren und auch das war wirklich wunderschön, auch wenn wir leider sehr weit von der Bühne entfernt waren und Sitzplätze hatten. Aber trotzdem war es sehr cool und wunderschön!
Außerdem habe ich mal wieder mit dem Schwimmen angefangen und erfolgreich aufgrund von Zeitmangel wieder aufgehört^^
Meine zwei Wochen Urlaub habe ich mit Plätzchen backen, lesen, Klavier spielen und tollen Abenden mit Freunden verbracht.
Unsere Weihnachtsfeier war ebenfalls ein toller Abend, der sehr viel Spaß gemacht hat und besser war, als ich es erwartet hätte. Ich habe eben einfach tolle Kollegen!
Was plane ich für den Dezember?
Die Arbeit hat mich voll in Beschlag und ich empfehle ein Buch nach dem Anderen. An manchen Tage ist es wirklich anstrengend, macht auf der anderen Seite aber auch wahnsinnig viel Spaß!
Zum Nikolaus steht ein toller Abend auf dem Programm.
Ansonsten ist außer lesen nicht viel geplant^^

Montag, 8. Dezember 2014

Rezension: "Sunny Valentine - Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen" von Irmgard Kramer

Allgemeine Infos:
Verlag:
Loewe
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: Sunny Valentine - Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen
Erscheinungsdatum: 14.06.2014
Seitenzahl: 173
ISBN: 9783785578889


Klappentext:
Sunny hat von ihrem Taschengeld ein Haus gekauft – für ganze 85 Cent. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um ein gewöhnliches Haus, nein, es geht um Seine Herrlichkeit mitsamt Park, Teich und Blumengarten. Wenn das Haus gute Laune hat, sind die Vorhänge rosa, die Blumen blühen und aus dem Wasserhahn kommt Bananenmilch. Aber heute ist Seine Herrlichkeit verstimmt und alles liegt unter einer dichten Staubschicht. Das Haus hat wieder mal einen verrückten Wunsch: Es will eine Fahne. Aber nicht irgendeine Fahne, sondern die Unterhose eines jungen Prinzen. Aber wo soll Sunny die bloß herbekommen?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist wirklich niedlich gestaltet und stellt eine sehr lustige Szene aus dem Buch da. Der Titel ist toll gewählt, auch mit dem Untertitel. Der Klappentext ist lustig geschrieben und macht Lust, das Buch zu lesen.
Das ganze Buch ist gespickt von liebevollen Zeichnungen, die zum Inhalt passten.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Brief an Prinz William, den Sunny verfasst hat, um sozusagen in die Geschichte einzuleiten. Darauf hin beginnt sie rückblickend, die Geschichte zu erzählen, worauf ich sehr gespannt war.
Die Idee ist wirklich niedlich. Ein ganz außergewöhnliches Haus, das irgendwie lebendig ist und sich seinen Besitzer sozusagen selbst gesucht hat. Und dann wünscht es sich eine Fahne, die Sunny besorgen muss.
Die Geschichte hat ein tolles Erzähltempo, es dauert nicht lange, bis die Geschichte richtig anfängt. Es gab sogar einige Wendungen und Erlebnisse, die ich nicht erwartet hätte, so dass der Lesespaß erhalten blieb.
Das Ende war rund und die Geschichte in sich abgeschlossen. Es wird noch mindestens einen weiteren Teil geben, sozusagen mit einer neuen Geschichte, aber den gleichen Personen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Genau passend für ein Jugendbuch, leicht geschrieben, aber trotzdem nicht so anspruchslos. Die ganze Geschichte wird aus Sunnys Sicht und aus der Ich-Perspektive erzählt, was sehr gut gepasst hat.

...Charaktere:
Sunny ist ein sehr liebes Mädchen, das sich um ihre Familie sorgt, auch wenn sie noch recht jung ist. Dennoch nimmt sie sich der Aufgabe des Hauses an und versucht es. Ich fand sie echt niedlich dargestellt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Auch die restlichen Charaktere, wie ihr Bruder oder ihr Vater, aber auch Amir und Konrad, waren gut ausgearbeitet und interessant gestaltet.


Fazit:
Ein sehr niedliches Kinderbuch rund um ein tolles Haus, eure Herrlichkeit! Eine tolle Idee, liebevolle Charaktere, ganz viel Spaß und Witz, dazu noch witzige Zeichnungen und ein angenehmer Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Kinderbuch ab 8 Jahren sucht, oder aber auch einfach mal selbst ein tolles lesen möchte, dass kurzweilig unterhält, aber sehr niedlich ist.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Rezension: "Nachtprinzessin" von Sabine Thiesler

Allgemeine Infos:
Verlag:
Heyne
Reihe: Teil 5 von 7
Originaltitel: Nachtprinzessin
Erscheinungsdatum: 11.03.2013
Seitenzahl: 575
ISBN: 9783453435247


Klappentext:
Das Todesurteil heißt: Ich liebe dich

»Er hatte nicht mehr viel Zeit. Seine Gedanken wirbelten in Panik durcheinander. Wenn er keinen Ausweg fand, war er in ein paar Minuten tot. Sein Mörder flüsterte: "Ich liebe dich", während er ihm die tränenfeuchten Augen küsste und den Schal fester zuzog. "Ich bin es. Deine Prinzessin, deine Principessa. Vergiss das nie."« Eine Mordserie versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Ein perfider Mörder, der sich selbst als »Prinzessin« bezeichnet, sucht sich seine Opfer auf den nächtlichen Straßen und erdrosselt sie beim Liebesspiel.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich recht schön, auch wenn es nicht so richtig zum Inhalt passt. Den Titel finde ich sehr gut gewählt und trifft den Nagel auf den Kopf. Der Klappentext ist gut gemacht und verrät nicht zu viel, sondern macht neugierig auf das Buch.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Szene auf einem Schiff, in der ein Mann jemanden über Bord wirft, weil er sich gestört fühlt. Danach war ich gut in der Geschichte drin und gespannt, wie es weiter geht und was es mit dem Prolog auf sich hat.
Die Idee finde ich eigentlich ganz interessant, von einem Serienmörder, der seine Opfer, die er liebt tötet. Einfach mal was anderes, weil er schwul ist. Doch leider war es nicht all zu spannend.
Generell wirkte das Buch für mich mehr so wie die Erzählung des Lebens unseres Protagonisten. Sein Alltag und seine Erlebnisse wurden lang und breit geschildert, und teilweise hat es sich wirklich gezogen.
Es ist einfach keine wirkliche Spannung aufgekommen. Auch nicht durch die Perspektivwechsel, die ich relativ verwirrend fand. Man brauchte immer einen Moment, um sich wieder zu finden, wer das gerade ist und wie der noch mal mit den anderen zusammen hing.
Das Ende war mir einfach zu glatt. Es gab keinerlei Widerstand und alles verlief zu perfekt und zu langweilig irgendwie. Warum das Ganze, wenn es dann so zu Ende geht. Das hat mich doch wirklich enttäuscht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war für mich nichts besonders. Es gab nicht viel Spannung oder generell fesselnde Stellen. Er konnte mich einfach nicht so vom Hocker hauen.

...Charaktere:
Matthias war für mich eine unheimlich unsympathische Person. So was von arrogant und selbstgefällig. Ich konnte mich einfach nicht wirklich mit ihm anfreunden. Seine Handlungen und Gedanken waren für mich nicht gut nachvollziehbar, aber dennoch hatte er ab und an mal einen netten Moment.
Der Rest blieb recht blass, da es einfach ziemlich viele Personen waren. Einzig Alex stach noch etwas hervor. Irgendwie war er bemitleidenswert, aber auf der anderen Seiten auch ziemlich seltsam.


Fazit:
Ein seltsames Buch und für mich weit entfernt von einem spannenden Thriller. Es fehlt einfach die Spannung, die vielen Personen haben mich verwirrt, und mit dem Hauptcharakter bin ich absolut nicht warm geworden. So ein widerlicher Mensch. Einzig interessant war die Idee, mal etwas anderes, auch mit dem Thema Homosexualität. Außerdem war das Ende ziemlich seltsam und konnte mich nicht zufrieden stellen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen Thriller, mit ganz wenig Spannung sucht, in dem es mal um eine etwas andere Idee geht, nämlich Homosexualität, und einen unsympathischen Protagonisten.

Sonntag, 30. November 2014

Rezension: "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan

Allgemeine Infos:
Verlag:
Fischer
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Every day
Erscheinungsdatum: 24.03.2014
Seitenzahl: 251
ISBN: 9783841422194


Klappentext:
Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist zwar eigentlich sehr schlicht gehalten, aber die verschiedenen Gesichter passen einfach unglaublich gut zur Geschichte, eben die verschiedenen Personen, in denen A aufwacht. Der Titel gefällt mir sehr gut und bekommt auch eine Bedeutung. Der Klappentext ist toll und sprechend geschrieben und macht Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt genauso wie für A jeder Tag beginnt: Er wacht in einem neuen Körper auf und muss erst mal herausfinden, wer er ist und was von ihm so verlangt wird. Genau so wie A in die Leben der Körper geworfen wird, wird der Leser in die Geschichte geworfen. Doch dann kommt eine kleine Einführung sozusagen über As Leben und man ist mitten in der Geschichte und ich wollte unbedingt mehr erfahren.
Die Idee jeden morgen in einem anderen Körper aufzuwachen, jeden Tag ein anderes Leben zu leben, kein Leben zwei Mal zu leben, fand ich ziemlich interessant, aber auch sehr berührend. Ich könnte das nicht, einfach nur für einen Tag und dann nie wieder. Doch A hat keine andere Möglichkeit und versucht immer, das Beste daraus zu machen, ohne zu viel zu verändern. Bis er eines Tages Rhiannon begegnet und damit nimmt sein Schicksal seinen Lauf...
Mich hat As Leben unheimlich berührt, da ich es mir eben nicht vorstellen könnte, kein eigenes Leben in dem Sinne zu haben. Vor allem wenn plötzlich Gefühle ins Spiel kommen, die eigentlich niemals wahr werden können. Aber trotzdem hat er den Wunsch und versucht alles.
Auch wenn jeder Tag von A irgendwie ähnlich aufgebaut ist, gab es doch Tage, die anders waren, die mich fesseln konnten, an denen ich gehofft habe. Obwohl jedes Kapitel somit einen ähnlichen Aufbau hatte, hat es sich nicht gezogen.
Das Ende war seltsam. Es hat mich nicht so glücklich gemacht, aber das war auch nicht wirklich zu erwarten. Es gab einfach eine Wendung, die ich so nie erwartet hätte. Aber da ich weiß, dass es noch einen zweiten Teil, zumindest aus Rhiannons Sicht geben wird, kann ich vielleicht besser damit leben.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war jetzt nicht unbedingt was besonderes, aber durchaus angenehm. Man konnte die Geschichte sehr gut lesen und ich war voll und ganz drin. Dafür war die Idee ja was besonderes.

...Charaktere:
A hat mich fasziniert. Irgendwie war er für mich von vorn herein männlich, auch wenn er auch in Mädchenkörpern aufwacht. Doch so vom Charakter her. Auch wenn es jeden Tag eine andere Person ist, hat man doch als Leser einiges über A selbst erfahren und ich konnte ihn so gut verstehen und er hat mich ziemlich fasziniert.
Rhiannon ist eine sehr geduldige und unheimlich liebe Person. Ich fand es toll, wie sie mit A umgegangen ist, auch wenn sie anfangs rechts skeptisch war.


Zitate:
"Wir geben uns gern mit okay zufrieden, denn in den meisten Fällen ist okay völlig ausreichen." (S. 9)

"Sich in jemanden zu verlieben, heißt nicht, damit genauer zu wissen, was der andere empfindet. Man weiß nur, was man selbst empfindet." (S. 75)

"Wenn die erste Liebe endet, wird den meisten mit der Zeit klar, dass damit nicht alles vorbei ist. Die Liebe ist für sie noch nicht gestorben. Sie sind für die Liebe noch nicht gestorben. Es wird nie wieder so sein wie bei der ersten, aber in mancher Hinsicht besser." (S. 241)


Fazit:
Ein unglaublich tolles Buch! Die Idee ist wirklich einzigartig und konnte mich berühren. Eine etwas andere Liebesgeschichte, aber irgendwie auch eine Geschichte über das Leben. Die Charaktere haben die Geschichte vor allem ausgemacht und für mich zu einem tollen Buch gemacht!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine Geschichte über das Leben, aber auch über die Liebe lesen möchte. Wo es aber irgendwie auch um mehr geht. Ich kann es so schlecht in Worte fassen, aber lest dieses Buch!

Montag, 24. November 2014

Rezension: "Selection - Die Elite" von Kiera Cass

Allgemeine Infos:
Verlag:
Fischer
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: The Elite
Erscheinungsdatum: 17.02.2014
Seitenzahl: 243
ISBN: 9783737362429


Klappentext:
Das ganz große Glück?

Von den 35 Mädchen, die um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illeá kämpfen, sind mittlerweile nur noch 6 übrig. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz nicht immer noch ihrer großen Liebe Aspen? Aber warum hat sich dann der charmante, gefühlvolle Prinz hineingeschlichen? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich sehr schön und passend gewählt zum ersten Teil. Auch der Titel passt perfekt und der Klappentext verrät nicht zu viel. Hier passt einfach alles.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten im Geschehen, wie America neben Maxon liegt und über alles nachdenkt. Sofort ist man wieder in der Geschichte drin, weil sie alles Vergangene noch mal Revue passieren lässt und mich so direkt abgeholt hat. Dann geht es auch schon genauso weiter, wie es aufgehört hat, mit ihren Gedanken, wie sie sich entscheiden soll.
Die Idee zieht sich nach wie vor fort, der Prinz muss sich aus dem Volk eine Prinzessin suchen und von den damals 35 Bewerberinnen sind noch 6 übrig, eben die Elite. Die Geschichte gefällt mir immer noch gut und ich bin begeistern von dieser Mischung aus Germany's next Topmodel und Panem, auch wenn man es irgendwie doch wieder nicht richtig vergleichen kann.
Auch jetzt liegt der Hauptschwerpunkt wieder darin, dass die Mädchen sich darstellen und Maxon gefallen. Dabei steckt dieses Mal aber auch sehr viel Kritik an der vorherrschenden Gesellschaft, was ich unglaublich interessant fand und so ein bisschen Abwechslung brachte.
Anfangs dachte ich, dass es vielleicht irgendwann anstrengend wird mit Americas Gedanken und dem ganzen Hin und Her, aber überraschenderweise war das überhaupt nicht so. Ich fand es eher ziemlich spannend, weil sie dauernd die Situation geändert hat und dann doch wieder was unverhofftes passiert ist und die Geschichte die ganze Zeit im Umbruch war.
Das Ende war dann eher wieder etwas ruhiger, aber ziemlich offen, so dass ich sehr auf den dritten Teil hoffe. Wobei ich ehrlich gesagt nicht genau weiß, in welche Richtung er sich entwickeln wird.

...Schreibstil:
Der Schreibstil gefällt mir immer noch ziemlich gut, eben locker leicht zu lesen. Die Erklärungen vor allem zu den schwierigen Themen, fand ich gut verständlich und haben den Lesefluss keineswegs gestört.

...Charaktere:
Mittlerweile sind noch 6 Mädchen im Casting übrig und ich muss gestehen, dass ich mir von ihnen kaum eine so wirklich merke konnte. Aber auch ihre Charakterzüge waren schnell wieder aufgegriffen. Manche bleiben jedoch etwas blasser und andere treten mehr hervor, so dass man nicht all zu überfordert ist.
America ist mir nach wie vor die Liebste. Da man hautnah bei ihren Gedanken dabei ist, kann ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und sie verstehen.
Maxon finde ich immer noch etwas schwierig einzuschätzen, weil er sehr wechselhaft und geheimnisvoll ist und deshalb häufig etwas unverhofftes von ihm kommt. Aber eigentlich mag ich ihn.
Auch von Aspen erfährt man dieses Mal etwas mehr und ich finde sein Verhalten einfach klasse, wenn auch manchmal etwas schwer nachvollziehbar.
Immer noch begeistert bin ich teilweise von diesen Stereotypen im Casting, die wirklich alles mit allen Mitteln versuchen. Einfach klasse!


Zitate:
"Liebe war eine schöne Form von Angst." (S. 51)

"Es ist einfach so. Wie ein Naturgesetz. Der Himmel ist blau, die Sonne ist hell und Aspen liebt America." (S. 93)


Fazit:
Eine tolle Fortsetzung! Die Geschichte rund um America und Maxon geht weiter und nimmt Veränderungen an, die ziemlich unvorhersehbar waren und das auch mehr als ein Mal. Zu keiner Zeit war es langweilig, im Gegensatz ich war vollkommen gefesselt. Die Liebesgeschichte und das Hin und Her finde ich keinesfalls nervig sondern wahnsinnig interessant außerdem gibt es Abwechslung zwischendrin. Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf den letzten Band!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon den ersten Band "Selection" gelesen hat und gut fand. Ansonsten fangt erst damit an. Ich empfehle es generell jedem, der eine Mischung aus Dystopie und Liebesgeschichte sucht, die ziemlich interessant ausgearbeitet ist!

Sonntag, 23. November 2014

Rezension: "Tanz auf Glas" von Ka Hancock

Allgemeine Infos:
Verlag:
Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Dancing on broken glas
Erscheinungsdatum: 02.09.2013
Seitenzahl: 517
ISBN: 9783426653227


Klappentext:
Vielleicht hätten Lucy Houston und Mickey Chandler sich nie verlieben dürfen. Und erst recht nicht heiraten. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Als ihr Leben eine dramatische Wendung nimmt, wird die Kraft ihrer Gefühle einer harten Prüfung unterzogen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn ich Personen auf Covern nicht so gern mag, passt es hier perfekt. Der Titel ist super gewählt und bekommt eine ganz tolle Bedeutung. Auch der Klappentext ist toll, aber bleibt doch etwas wage.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick in Lucys Kindheit, zu dem Tag, an dem sie zum ersten Mal die Todesfee gesehen hat. Ich muss zugeben, dass ich nach dem Prolog etwas verwirrt war und nicht recht wusste, wie das im weiteren Zusammenhang steht, also habe ich weiter gelesen.
Dann geht es auch schon unmittelbar mit Lucys Leben um jetzigen Zeitpunkt weiter, wie sie auf ihre Ärztin wartet und den Verlauf des weiteren Tages durchgeht. Jetzt war ich vollkommen drin in der Geschichte und wollte mehr erfahren, über Lucy, warum sie beim Arzt ist, warum Mickey in der Klinik ist...
Die Idee ist unheimlich schön, aber gleichzeitig auch so tragisch. Ein Paar, das sich gefunden hat und sich gegenseitig Kraft gibt, auch in schwierigen Zeiten, die leider sehr regelmäßig kommen. Doch eines Tages eine überraschende Nachricht, aber kurz drauf auch eine sehr schockierende. Wie kommen die beiden damit klar?
Die Themen, die behandelt werden, also die Krankheiten, fand ich ziemlich interessant und waren gut mit der Geschichte verknüpft. Es hat dem Ganzen einfach diese Spannung und vor allem Tragik gegeben. Recht schnell war ich in der Geschichte drin und hätte nie mit den ganzen Wendungen gerechnet. Ab einem gewissen Punkt war es jedoch vorhersehbar, aber das hat der tollen Geschichte keinen Abbruch getan.
Das Ende war einfach nur toll und traurig und wunderschön! Einfach genau passend für dieses wunderbare Buch.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war sehr angenehm und ich konnte mich gut in die Geschichte einfinden. Sehr gelungen fand ich die Perspektive. Hauptsächlich ging es aus Lucys Sicht, doch zu Beginn eines jeden Kapitels gab es Abschnitte aus Mickeys Sicht. So konnte ich mich einfach unglaublich gut in beide hineinversetzen und war der Geschichte noch viel näher.
Sehr schön fand ich auch die Rückblenden, wie Mickey und Lucy sich überhaupt kennen gelernt haben und was sie dabei empfunden haben.

...Charaktere:
Lucy ist eine unglaubliche Frau mit einem großen Willen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft immer weiter, auch wenn es sehr schwer ist. Dabei hat sie immer den Rückhalt ihrer zwei Schwestern, die meistens zusammen halten aber immer für einander da sind.
Mickey ist krank, hat sich gelegentlich nicht unter Kontrolle, und ist trotz allem Lucys große Liebe. Auch er kann stark sein, aber ist doch meistens sehr verletzlich.
Insgesamt fand ich alle Charaktere unheimlich toll dargestellt und ich konnte mich wahnsinnig gut in sie hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Ich hatte von allen ein genaues Bild vor Augen, selbst von den Nebencharakteren.


Zitate:
"Lucy, jede Ehe ist ein Tanz - mal kompliziert, mal wunderschön, meistens wenig aufregend. Aber mit Mickey werden Sie manchmal auf Glasscherben tanzen. Das wird weh tun. Und entweder fliehen Sie vor diesem Schmerz, oder Sie halten sich noch besser fest und tanzen weiter, bis Sie wieder Parkett unter den Füßen haben." (S. 152)

"Der Tod ist nicht das Ende, Lulu. Und er tut nicht weh. Und wenn du keine Angst vor dem Tod hast, kannst du nach ihm Ausschau halten und vorbereitet sein..." (S. 263)


Fazit:
So ein unglaublich tolles Buch! Ich habe geweint und mitgefiebert, wie schon lange nicht mehr. Die Idee ist einfach grandios, aber gleichzeitig auch so lebensnah. Die Charaktere sind wunderbar dargestellt und man kann sich ziemlich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn es um sehr ernste Themen geht, konnte man es einfach total gut lesen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine etwas andere Liebes-/ Lebensgeschichte sucht. Es geht um ernste Krankheiten, aber auch um die Schönheiten einer Ehe und der Hoffnung, aber auch um Angst. Einfach ein ganz tolles Buch, das tief berührt und zum Nachdenken bringt.

Samstag, 22. November 2014

Hörbuchrezension: "Ein letzter Brief von dir" von Juliet Ashton

Allgemeine Infos:
Verlag:
Argon
Reihe: nein
Originaltitel: The Valentine's Card
Erscheinungsdatum: 21.08.2014
Laufzeit: 7 Stunden 5 Minuten
ISBN: 9783839892206


Klappentext:
Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Sim ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot. Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie wenig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie Sims Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover mag ich sehr sehr gern, mit den kleinen Symbolen und den Schnörkeln. Auch die Farben gefallen mir sehr gut. Der Titel passt zur Geschichte, wobei es eigentlich kein Brief ist, aber das klingt einfach besser. Der Klappentext gefällt mir gut auch wenn er recht lang ist, aber er verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Valentinstag. Es klingelt an der Tür, Orla öffnet und der Postbote überreicht ihr ein Einschreiben von ihrem Freund Sim. Zeitgleich klingelt das Telefon, sie nimmt ab und erfährt, dass Sim gestorben ist. Gerade noch hat sie mit einem Heiratsantrag in der Karte gerechnet, doch jetzt ist er tot. Orla macht sich auf den Weg nach London...
Die Idee gefällt mir sehr gut. Ich war sofort drin in der Geschichte und wollte einfach unbedingt wissen, was wirklich in dieser Karte steht. Ob es wirklich das ist, was Orla sich so erhofft.
Den Verlauf der Geschichte fand ich sehr angenehm, anfangs zwar viel Aktion, aber dafür anschließend wieder etwas ruhiger. Über allem stand die Frage nach Sims letzter Zeit in London, seinem Leben und vor allem, was in dieser Karte steht. Es kommen einige Ereignisse und Wendungen, die ich nicht für möglich gehalten hätte, aber auch ein paar vorhersehbare Sachen. Gefallen hat mir, dass man die Geschichte nicht nur aus Orlas Perspektive erfährt, sondern es auch immer mal wieder Tagebucheinträge von Sim gibt. Das hat die Geschichte doch noch mal interessanter gemacht.
Zum Ende hin wurde es mir dann aber doch etwas abgedreht. Als es dann endgültig aufgeklärt wurde, fehlten mir die Worte. Damit hätte ich wirklich niemals gerechnet, wobei so im Nachhinein schon einiges dafür gesprochen hat. Das eigentliche Ende hätte ich mir anders gewünscht, vielleicht noch einen kleinen Epilog oder so, wie es mit Orla weiter geht, ob ihr verziehen wird und so.

...Schreibstil & Sprecherin:
Die Sprecherin hatte eine wahnsinnig angenehme Stimme. Sie war mir einfach sofort sympathisch und ich habe ihr unglaublich gern zu gehört. Den Dialogen hat sie Leben eingehaucht, besonders wenn Marek oder die Collegestudenten gesprochen haben, gab es noch den passenden Akzent dazu, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Schreibstil erschien mir recht angenehm, aber teilweise war er mir nicht ganz intensiv genug. Ich weiß nicht, ob ich die emotionalen Stellen beim Lesen anders empfunden hätte, aber so haben sie mich beim Hören nicht so sehr berührt.

...Charaktere:
Orla war mir eigentlich gleich sympathisch. Ich konnte mich sofort in sie hineinversetzen, vor allem als sie die schreckliche Nachricht bekam. Auch ihre Entscheidung, nach London zu gehen, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Nur irgendwann wurde sie mir vom Handeln her anstrengend. Ich hätte sie am liebsten geschüttelt, warum sie so dumm und verbissen ist.
Auch von Sim hat man ein sehr gutes Bild bekommen, auch wenn es nur aus Erzählungen und Erinnerungen war. Zu ihm hatte ich eine recht gemischte Einstellung.
Es gab einfach so wundervolle Nebencharaktere, die ich wahnsinnig lieb gewonnen habe, wie beispielsweise Maude. Alle hatten einfach ihre eigene kleine Geschichte mit Problemen, Sorgen aber auch Freuden. Und alle standen sie Orla in einer schwierigen Zeit bei und haben ihren Teil geleistet.


Fazit:
Eine tolle Geschichte zum Weinen und Träumen! Die Idee fand ich einfach unglaublich toll und beängstigend zugleich. Die Charaktere waren so liebevoll gestaltet und so toll, aber Orla hätte ich teilweise echt schütteln wollen, weil sie mich genervt hat. Aber die Sprecherin war einfach perfekt und hat das Hörbuch für mich zu einem tollen Erlebnis gemacht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Buch über das Leben und die Liebe, über Verlust und Hoffnung sucht, das nah am Leben ist, unterhält, aber auch etwas nervt und überrascht. Einfach ein tolles Buch, das ihr gelesen haben müsst! Auch als Hörbuch sehr zu empfehlen!

Dienstag, 18. November 2014

Rezension: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: nein
Originaltitel: The fault in our stars
Erscheinungsdatum: 30.07.2012
Seitenzahl: 217
ISBN: 9783423625838


Klappentext:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich echt schön so mit den kleinen Sternchen und der Skyline. Den Titel finde ich noch immer mega genial, zu mal er sogar eine Bedeutung in der Geschichte hat, und einfach so wunderbar passt. Der Klappentext verrät mir leider viel zu viel..

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt damit, dass Hazel von ihrer Mutter zu einer Selbsthilfegruppe für Krebskinder geschickt wird, worauf sie eigentlich keine große Lust hat. Dennoch fügt sie sich und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und sie lernt Gus kennen...
Die Idee finde ich eigentlich mega schön. Klar gab es schon viele solcher Bücher und wahrscheinlich wird es auch noch unzählige weitere geben. Aber ich fand es dennoch einfach etwas Besonderes! Einfach deshalb, weil es sozusagen noch eine Nebengeschichte gab, von der man viel erfahren hat, und die das Ganze doch wieder etwas aufgelockert hat.
Irgendwie war der Verlauf recht vorhersehbar, dachte ich. Aber plötzlich wurde ich überrascht, es kam ganz anders als erwartet. Es gab dann doch die ein oder andere Wendung, die ich so nicht gedacht hätte zu Anfang. Und auch das Ende war anders als erwartet, aber trotzdem gut.

...Schreibstil:
Der Schreibstil von John Green gefällt mir eigentlich ganz gut. Irgendwie schafft er es, mit einfachen, normalen Worten und Sätzen eine tolle Atmosphäre zu zaubern, in der ich mich als Leser sehr wohl fühle. Außerdem vermittelt er Emotionen, auch wenn ich davon viel mehr erwartet hätte. Manchmal war es mir dann doch etwas zu oberflächlig.

...Charaktere:
Hazel leidet an Krebs. Für mich ist sie eine unglaublich starke Person, da sie so gefasst mit ihrem Schicksal umgeht, ok ihr bleibt auch nicht viel anderes übrig. Aber es hat mir einfach sehr gut gefallen zu sehen, was sie aus ihrem Leben macht und wie sie ihre Zeit nutzt.
Gus konnte ich anfangs nicht wirklich einschätzen. Er wirkt so cool, aber ist er es auch wirklich? Auch er konnte mich sehr beeindrucken!
Insgesamt lebt dieses Buch von seinen tollen Charakteren, die trotz ihres Schicksals versuchen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Dabei werden sie mehr oder weniger von liebenswerten Nebencharakteren unterstützt, jeder auf seine eigene Art individuell und nett.


Fazit:
Ein tolles Jugendbuch über Krebs und die Liebe! Die Idee war wirklich schön und auch die Nebengeschichte hat mir unheimlich gut gefallen, vor allem zum Ende hin. Obwohl die Geschichte so klischeehaft wirkt, gibt es ein paar Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Liebenswürdige und mutige Charaktere machen die Geschichte lebendig und der Schreibstil gibt die passende Atmosphäre. Leider haben mir teilweise etwas die Emotionen gefehlt bzw bei dem Hype habe ich mir einfach deutlich mehr Tränen erhofft!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein wunderschönes Buch über die Liebe und den Krebs lesen möchte, über das miese Schicksal und die Ungerechtigkeit des Lebens!

Freitag, 14. November 2014

Rezension: "Das Labyrinth ist ohne Gnade" von Rainer Wekwerth

Allgemeine Infos:
Verlag:
Arena
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Das Labyrinth ist ohne Gnade
Erscheinungsdatum: 07.2014
Seitenzahl: 339
ISBN: 9783401067902


Klappentext:
Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben – um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Meine Meinung zum Cover hat sich immer noch nicht geändert, es passt einfach perfekt zu den vorherigen Teilen und so zum Gesamteindruck. Dennoch finde ich die Farben dieses Mal etwas krass. Dafür ist der Titel wieder super gewählt, wie auch schon bei den Vorgängern. Der Klappentext ist sehr gut gelungen und macht Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der fünften und letzten Welt, wie die drei Überlebenden auf dem offenen Meer treiben und um sie herum das große Nichts ist.
Die Idee gefällt mir nach wie vor immer noch sehr gut. Die Jugendliche müssen eine Welt durchqueren, an deren Ende Tore warten, aber immer nur eins weniger, als es Überlebende gibt. Einer der Drei wird also nicht weiter kommen und später nur noch einer. Dabei werden sie immer wieder mit ihrer Vergangenheit und ihren Ängsten konfrontiert. Aber wozu das Ganze?
Die Spannung war von Anfang an wieder da und ich war sofort wieder in der Geschichte drin und musste wissen, was diese Welt für sie bereithält und vor allem, wer es schaffen wird. Außerdem natürlich auch, was hinter dem letzten Tor wartet und was das Labyrinth für einen Zweck hat. Ich war also sehr gespannt und gebannt von der Geschichte. Es war wirklich durchweg spannend, mit nur kurzen Verschnaufpausen, nach denen es dann wieder rasant weiter ging. Besonders gefallen hat mir, dass die Drei häufiger mal getrennt waren, und was ihre Wahrnehmung mit ihnen gemacht hat.
Auf das Ende war ich ganz besonders gespannt, da es sich ja irgendwie alles aufklären musste. Anfangs war ich nicht ganz so überzeugt davon, weil es mir zu wenig war. Doch ein zwei Kapitel später, wurde es wieder sehr interessant und hinterhältig. Damit hätte ich wirklich nie gerechnet. Es erschien alles sehr plausibel. Wirklich gut gelöst. Ein bisschen traurig bin ich um das Ende schon, weil es jetzt endgültig zu Ende ist, aber irgendwie auch nicht. Es lässt mich etwas zwiegespalten zurück, aber lasst es einfach überraschen!

...Schreibstil:
Rainer Wekwerth hat einfach einen unheimlich spannenden und interessanten Schreibstil. Die Welten konnte ich mir so gut vorstellen, weil sie ziemlich gut beschrieben waren. Die Spannung war sofort da und alles erschien so real. Auch die Aufklärung am Ende fand ich sehr gut geschrieben und eigentlich blieben auch keine wesentlichen Fragen offen.

...Charaktere:
Ich bin immer noch ganz begeistert von den Charakteren. Nicht nur von den Drei sondern auch von den Vorherigen. Ich habe sie alle so furchtbar lieb gewonnen und sie waren alle so toll mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Ängsten und ihrer Vergangenheit. Besonders toll fand ich einfach, die Entwicklung über die ganze Geschichte hinweg!


Fazit:
Ein spannender Trilogie-Abschluss! Die Spannung war einfach sofort wieder da, die Charaktere liebe ich einfach und die Idee finde ich immer noch grandios! Die Wendungen fand ich super und auch das Ende konnte mich begeistern. Damit hätte ich niemals gerechnet! Dennoch ist es mir vielleicht etwas zu offen geblieben. So einen klitzekleinen Epilog hätte ich mir noch gewünscht. Ansonsten einfach ein super Buch und eine super Reihe!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon die anderen beiden Teile gelesen hat. Ansonsten fangt wirklich beim ersten Teil an. Diese Reihe ist etwas für jeden, der eine spannende etwas andere Geschichte rund um sieben Jugendliche sucht, die etwas erleben, was noch keiner von uns je erlebt hat!

Mittwoch, 12. November 2014

Lesemonat Oktober 2014

Mal wieder ein Lesemonat, mit dem ich sehr zufrieden bin. Obwohl ich viel unterwegs war, habe ich vor allem zum Ende hin, einiges gelesen. Vielleicht spornte auch der sehr hohe SUB dazu an.

gelesene Bücher:
1.)"Von nun an für immer" von Dorothy Koomson519 Seiten4 von 5 Wolken
2.)"Mein Sommer nebenan" von Huntley Fitzpatrick505 Seiten5 von 5 Wolken
3.)"Halb drei bei den Elefanten" von Kyra Groh477 Seiten4 von 5 Wolken
4.)"Die Spione von Myers Holt - Eine gefährliche Gabe" von Monica M. Vaughan366 Seiten4 von 5 Wolken
5.)"Erebos" von Ursula Poznansi486 Seiten5 von 5 Wolken
6.)"Die Eheprobe" von Melanie Gideon505 Seiten4 von 5 Wolken
7.)"Mein böses Herz" von Wulf Dorn410 Seiten4 von 5 Wolken

Damit habe ich diesen Monat 7 Bücher mit insgesamt 3.286 Seiten. Das macht in diesem Jahr 65 Bücher mit insgesamt 24256 Seiten.

Mein SUB hat einen Stand von 77 Büchern und 22 eBooks, und war sogar kurzzeitig über 100! Eigentlich sollte es soweit ja nie kommen, aber Schuld daran waren die tollen Messeneuzugänge. Von meinem 'alten SUB' habe ich diesen Monat kein Buch gelesen.
1.)"Die drei ??? und der Automarder" von William ArdenLeseexemplar
2.)"Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" von Gilles LegardinierLeseexemplar
3.)"Die geheime Geschichte" von Donna TarttLeseexemplar
4.)"Monument 14" von Emmy LaybourneLeseexemplar
5.)"Alle meine Freunde sind Superhelden" von Andrew KaufmanLeseexemplar
6.)"Süße Sünden" von Kira LichtLeseexemplar
7.)"Die Geschichte von Blue" von Solomonica de WinterLeseexemplar
8.)"Valerie kocht" von Maria Goodin Leseexemplar
9.)"Ein letzter Brief von dir" von Juliet Ashton Leseexemplar
10.)"Du und ich und all die Jahre" von Amy Silvergeschenkt
11.)"Krähenmann" von Corina Bomanngeschenkt
12.)"Die sagenhafte Saubande - Kommando Känguru" von Nina WegerLeseexemplar
13.)"Es wird keine Helden geben" von Anna SeidlLeseexemplar
14.)"Endgame. Die Auserwählten" von James Freygeliehen
15.)"Sunny Valentine – Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen" von Irmgard Kramer Leseexemplar
16.)"Rosen und Seifenblasen – Verliebt in Serie " von Sonja Kaiblingergekauft
17.)"Marmorkuss" von Jennifer Benkaugekauft
18.)"Zertrennlich" von Saskia SarginsonLeseexemplar
19.)"Anders" von Andreas Steinhöfelgekauft
20.)"Zwei an einem Tag" von David Nichollsgeschenkt
21.)"Kuschelflosse - Das unheimlich geheime Zauber-Riff" von Nina Müllergekauft


Diese beiden Bücher konnte mich im Oktober ganz besonders begeistern, vor allem weil sie unterschiedlicher nicht sein könnten!


Was war im Oktober so los?
Der Oktober stand ganz im Zeichen der Buchmesse, die ich relativ kurzfristig geplant hatte, da mir zu vor die Zeit fehlte. Der Bericht dazu wird noch folgen, es sei nur so viel gesagt, dass ich mit einer ganz wundervollen Freundin dort war und es immer wieder mit ihr machen würde, das Messechaos!
Der Monat war durch einige sehr schöne Tage geprägt, besonders auch vom Wetter her, die ich wenn möglich draußen genossen habe. 
Ich hatte tolle Tage und Abende mit Freunden und trotzdem noch viel Lesezeit! Nur leider ist das Schwimmen zu kurz gekommen. 

Was plane ich für den November?
Jetzt habe ich erst mal zwei Wochen Urlaub, die ich unter anderem zum Lesen, Bloggen und Plätzchen backen nutzen werde, aber auch für Zeit mit Freunden. 
Außerdem sind einige tollen Wochenende geplant, auf die ich schon sehr gespannt bin bzw die schon hinter mir liegen, von denen ich aber später berichten werde. 
Vielleicht schaffe ich es ja mal wieder, regelmäßig schwimmen zu gehen, damit die Plätzchen nicht so ansetzen^^ 
Ansonsten wird euch ein Messebericht erwarten und diverse Rezis! 

Dienstag, 11. November 2014

Rezension: "Mein böses Herz" von Wulf Dorn

Allgemeine Infos:
Verlag:
cbt
Reihe: nein
Originaltitel: Mein böses Herz
Erscheinungsdatum: 27.02.2012
Seitenzahl: 410
ISBN: 9783570160954


Klappentext:
Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele Was tust du, wenn du nicht mehr weißt, was Realität ist und was Fantasie?

Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat. Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat. Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist zwar eigentlich recht schlicht gehalten, aber dennoch zieht es mich in seinen Bann und ich finde es irgendwie unheimlich, zu mal es im Buch vorkommt. Auch der Titel ist perfekt gewählt und kommt im Buch vor. Den Klappentext finde ich ziemlich interessant gestaltet und er spricht mich sehr an, ohne zu viel zu verraten.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Tag, an dem Doro ihren kleinen Bruder tot in seinem Kinderbettchen findet. Seit dem Tag in sie traumatisiert und ihr Bewusstsein hält irgendetwas vor ihr verborgen, nur was? Sie zieht zu ihrer Mutter und hofft, dass nach den Jahren und mit dem Abstand einiges besser wird. Aber schon nach kurzer Zeit kann sie sich selbst nicht mehr trauen...
Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe Geschichten rund um das Unterbewusstsein, das Gehirn und irgendwelche Störungen oder Psychosen. Das finde ich einfach immer mega spannend und hier war es sehr gut mit der Geschichte verknüpft und ich konnte ziemlich gut folgen. Vielleicht ist es jetzt nicht unbedingt wahnsinnig originell, aber auf jeden Fall gut umgesetzt. Diese kurzen Passagen, in denen Doro immer wieder zweifelt und nicht mehr weiß, ob sie es sich eingebildet hat oder ob es doch real war. Teilweise wirklich sehr gruselig.
Es gab einige unverhoffte und spannende Wendungen, die man nur teilweise erahnen konnte. Alles hat sich zum Ende hin zugespitzt und ich war mir selbst nicht mehr sicher, was nun Realität und was Einbildung war.
Das Ende war gut und spannend, auch wenn ich doch so eine klitzekleine Vorahnung hatte, war es bis zu den letzten Seiten spannend zu lesen. Alles hat einen Sinn gemacht und keine Fragen blieben offen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, auch wenn ich ihn jetzt nicht so unheimlich besonders fand. Dennoch konnte mich die Spannung packen und besonders gelungen fand ich immer wieder diese Erinnerungen von Doro, die kursiv hervorgehoben waren und mich ziemlich fasziniert aber auch schockiert haben.

...Charaktere:
Doro lernt man direkt zu Anfang kennen und sie tut einem auch direkt leid. So eine Entdeckung und so einen Schock möchte wirklich niemand haben und ich konnte sofort mit ihr fühlen. Besonders als dazu noch ihre Verzweifelung kam, dass ihr niemand glaubte. Einerseits habe ich sie für ihre Hartnäckigkeit bewundert und teilweise habe ich ihr selbst nicht geglaubt.
Ich fand die restlichen Charaktere auch sehr gut dargestellt, nicht zu blass aber auch nicht zu ausführlich. Gut gefallen hat mir, wie sie sich alle im Laufe der Geschichte entwickelt haben und dass ich damit einfach überhaupt nicht gerechnet hatte.


Fazit:
Ein spannender Jugendthriller! Die Idee fand ich ziemlich gut, da mich das Thema rund um Bewusstsein, Traumata und Psychosen einfach unheimlich interessiert. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und es gab eine ausreichende Spannung. Mir fehlte noch so der letzte kleine Rest zum perfekten Buch, aber dennoch ein sehr spannendes Buch!u
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas Spannendes lesen möchte, oder sich für Traumata, Bewusstsein und Psychosen interessiert. Einfach ein Buch, das mit Realität und Bewusstsein spielt und beides gekonnt und spannend verknüpft.

Freitag, 31. Oktober 2014

Rezension: "Die Eheprobe" von Melanie Gideon

Allgemeine Infos:
Verlag:
btb
Reihe: nein
Originaltitel: Wife 22
Erscheinungsdatum: 19.08.2013
Seitenzahl: 505
ISBN: 9783442753444


Klappentext:
»Habe ich das tatsächlich getan? Ikea-Fleischbällchen als meine eigenen ausgegeben? Und vor unseren Freunden zugegeben, dass wir nur einmal im Monat Sex haben?«

Vielleicht lag es daran, dass ich die zusätzlichen Kilos nicht mehr loswurde. Oder daran, dass ich das Alter erreicht hatte, in dem meine Mutter starb. Vielleicht aber auch daran, dass mein Mann und ich uns irgendwie nichts mehr zu sagen hatten. Als die Online-Studie ›Die Ehe im 21. Jahrhundert‹ in meiner Inbox landete, ahnte ich nicht, wie sehr sie mein Leben verändern sollte. Plötzlich vertraute ich unter dem Pseudonym ›Ehefrau 22‹ irgendeinem ›Forscher 101‹ intimste Geheimnisse über meine Ehe an. Vor der Studie war ich schlicht Alice Buckle: Ehefrau, Mutter, begeisterte Facebook-Userin, bekennender Internetjunkie. Jetzt bin ich auch noch ›Ehefrau 22‹. Und mein E-Mail-Austausch mit ›Forscher 101‹ hat sich irgendwie verselbständigt. Wir sind uns ziemlich nahe gekommen. Ich muss eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die meine Familie, meine Ehe, mein ganzes Leben verändern wird. Gerade bin ich allerdings zu sehr damit beschäftigt, Fragen zu beantworten. So ein Geheimnis kann ein ziemlich gutes Aphrodisiakum sein ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich ziemlich süß gemacht, genau so wie den Titel. Wobei ich sagen muss, dass der englische Titel besser zum Inhalt passt. Den Klappentext finde ich persönlich viel zu lang und verrät leider auch zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Alice Leben. Oder besser gesagt, in einer Krise. Zunächst gibt es Googleeinträge und dann beginnt die eigentliche Geschichte. Warum die Einträge? Ich las interessiert weiter. Später wurde es dann erklärt und man war mitten drin in Alice Geschichte oder besser gesagt ihrem Leben mit sämtlichen Höhen und Tiefen.
Die Idee fand ich eigentlich ziemlich originell. Die Studie klang interessant und ich an ihrer Stelle, hätte auch daran teilgenommen. Man konnte immer Alice Antworten lesen, aber die Fragen nicht. Aber dennoch fand ich es wahnsinnig interessant ihre Antworten zu lesen. Sie schreibt teilweise nämlich wirklich Dialoge dazu und man bekommt alleine da durch ein sehr detailiertes Bild von ihr und ihrem Leben.
Leider hat mir manchmal der Zusammenhang zwischen den einzelnen Kapiteln gefehlt, da es häufig Googleeinträge, Facebook-Postings oder Mails gibt. Und manchmal schien es mir einfach irgendwie aneinander gehangen. Später hat es dann Sinn gemacht, aber im Moment des Lesens nicht.
Vieles im Buch konnte man erahnen, aber dennoch wurde ich beim Lesen des öfteren überrascht, ganz besonders zum Ende hin, auch wenn ich es irgendwie geahnt hatte. Aber trotzdem hat es Lesespaß geboten.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar ist er eigentlich sehr leicht und locker gehalten und insgesamt lässt sich die Geschichte auch sehr schnell lesen. Aber gelegentlich fand ich das Lesen irgendwie anstrengend, auch wenn ich nicht genau sagen kann, warum. Alice Antworten oder Erzählungen generell fand ich wahnsinnig toll geschrieben. Sie haben sich richtig vom restlichen Buch abgehoben.

...Charaktere:
Alice schien mir anfangs die typische Frau in ihrer Midlife-Crises zu sein, und ich dachte mir, hoffentlich jammert sie nicht so viel. Ganz im Gegenteil das tat sie nämlich nicht. Klar ab und zu mal, aber sehr schnell hat sie mich in ihre Gedanken und Gefühle blicken lassen, nicht zuletzt durch den Fragebogen, und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.
Auch die anderen wie William, Peter, Zoe und Nedra konnte ich mir sehr gut vorstellen. Entweder waren sie gut dargestellt, oder wurden es spätestens durch Alice Erzählungen.


Zitate:
"Egal wohin ich gehe, egal wie weit ich vom Weg abkomme, egal wie lange ich bereits weg bin, du würdest immer nach mir suchen und mich nach Hause bringen." (S. 322)


Fazit:
Ein toller Roman über das Leben und die Ehe! Ich wurde sehr gut unterhalten, auch wenn ich manchmal etwas verwirrt war oder mit dem Schreibstil nicht ganz klar kam. Die Charaktere werden unglaublich gut dargestellt und die Idee ist einfach genial! Es gibt überraschende Wendungen und einen Höhenpunkt, der sich gewaschen hat.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas aus dem wahren Leben lesen möchte, in dem es um Ehe, Familie, Freunde und einfach das Leben geht. Einfach ein unterhaltsames Buch!

Montag, 27. Oktober 2014

Rezension: "Erebos" von Ursula Poznanski

Allgemeine Infos:
Verlag: Loewe
Reihe: nein
Originaltitel: Erebos
Erscheinungsdatum: 2011
Seitenzahl: 486
ISBN9783785573617


Klappentext:
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.
Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist sehr prägnant, aber nur deswegen hätte ich es mir nicht gekauft. Der Titel ist ebenfalls sehr prägnant und passend, immerhin der Name des Spiels. Den Klappentext finde ich sehr gelungen und macht neugierig auf die Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem normalen Schultag von Nick. Eigentlich nichts spektakuläres, aber sein Freund Colin verhält sich seltsam und redet mit Mitschülern, über die er sich sonst immer nur lustig macht. Und irgendwas haben sie getauscht. Er fühlt sich etwas außen vor, doch bald ist er mehr drin, als er anfangs dachte und er bekommt auch das Spiel "Erebos"...
Die Idee ist einfach mega genial und auch wenn ich selbst nicht der Zocker bin, weil mir dazu die Geduld fehlt, konnte mich die Idee in ihren Bann ziehen und mich faszinieren. Ein Spiel das mit dir spricht, also dir wirklich antwortet, und dir Aufträge in der Realität gibt, die ziemlich weit gehen.
Die Entwicklung der Geschichte fand ich genau passend so, auch wenn ich anfangs dachte, wann es denn endlich um das Spiel geht. Immerhin braucht es ein paar Seiten, bis Nick das Spiel bekommt. Auch im späteren Verlauf habe ich mich einmal gefragt, was jetzt die restlichen Seiten passiert, aber es ging genauso spannend weiter, wenn auch von einer anderen Seiten als vorher.
Die Wendungen der Geschichte fand ich sehr gut und genau im passenden Tempo. Als Nick das Spiel selbst spielt, kommen nur Geschehnisse aus dem Spiel selbst. Anfangs hatte ich gedacht, dass das vielleicht irgendwann langweilig oder eintönig wird, aber ich fand es überraschenderweise unheimlich spannend einfach nur von diesem Spielgeschehen zu lesen. Ich war förmlich selbst in diesem Spiel und habe auf jede neue Aktion von Erebos gewartet, auf den Boten oder einen neuen Gegner.
Es hat sich eine richtig tolle Spannung in diesem ganzen Buch aufgebaut, ab dem Moment, wo Nick das Spiel bekommen hat. Ich war so gefesselt und musste einfach weiter lesen, und habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging. Die Wendungen, die das Buch genommen hat, waren wirklich überraschend und haben es noch spannender gemacht. Sowohl die im Spiel als auch in der Realität. Beides war einfach so raffiniert miteinander verknüpft, dass es schon wieder erschreckend war.
Das Ende, oder besser gesagt das, worauf es später hinauslief, hatte ich so niemals erwartet. Ich hatte es noch nicht mal ansatzweise vermutet. Die ganze Erklärung wurde sogar noch recht kompliziert, aber man konnte es ganz gut verstehen, sodass es den Gesamteindruck nur noch bestätigt hat.  Ansonsten ein grandioses und sehr zufriedenstellendes Ende, bei dem ich wirklich Tranchen in den Augen hatte.

...Schreibstil:
In diesem Buch habe ich ihren Schreibstil noch einmal ganz anders wahrgenommen. Viel fesselnder und spannender als bei "Saeculum". Direkt nach den ersten Seiten war ich so gefesselt und die Spannung ging teilweise wirklich unter die Haut. Die Beschreibung vom Spielgeschehen fand ich unheimlich interessant und überhaupt nicht langweilig oder zäh.
Gleichzeitig gab es auch ein paar Szenen, die sie so unheimlich niedlich geschrieben oder emotional geschrieben hat, dass ich wirklich Tranchen in den Augen hatte.

...Charaktere:
Nick, ein relativ normaler Junge, fühlt sich außen vor. Aber bald schon wird er Teil es Ganzen und ist fasziniert. Ich konnte mich das ganze Buch über gut in ihn hineinversetzen und fand ihn sehr sympathisch. Seine Wünsche waren gut überlegt und nicht allzu oberflächlich oder egoistisch. Zumindest hatte er nachher ein schlechtes Gewissen, was ihn sympathisch machte.
Auch die anderen Personen fand ich sehr gut dargestellt, auch wenn nicht alle sympathisch waren. Aber das müssen sie ja auch nicht. Manche sind mir leider etwas blass geblieben, aber dafür waren es einfach zu viele. Immerhin die Wichtigsten waren ausreichend dargestellt.

Fazit:
So ein geniales Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Es war unglaublich spannend und fesselnd, vor allem durch die Verknüpfung von Realität und Spiel. Das hat es für mich einfach einmalig und unheimlich realistisch und erschreckend gemacht. Die Seiten flogen nur so dahin und ich war wirklich wie gebannt, als würde ich selbst "Erebos" spielen, so sehr habe ich auf Neuigkeiten gewartet. Die Idee ist einfach mega, ein Spiel, was mit dir spricht und dir Aufträge in der Realität gibt und dich kontrolliert. Irgendwie ziemlich gruselig, aber auch sehr faszinierend.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas Spannendes und Fesselndes sucht, das gleichzeitig erschreckt aber auch fasziniert. Man muss selbst kein 'Zocker' sein, um an diesem Buch seinen Spaß zu haben, das kann ich vollkommen bestätigen. Definitiv auch ein gutes Buch für Jungs, die ja in der Jugendliteratur eher zu kurz kommen. Aber auch für Erwachsene ein spannendes Lesevergnügen!