Donnerstag, 4. Juni 2015

Lesemonat Mai 2015

Nach den drei letzten tollen Lesemonate ist dieser hier schon etwas enttäuschend. Immer hin ist kein Buch mit 5 Wolken dabei und es waren auch nicht so viele, wie die Monate zuvor.

gelesene Bücher:
1.)"Atemlos" von Ashley Elston350 Seiten4 von 5 Wolken
2.)"Kein Wort zu Papa" von Dora Heldt330 Seiten3 von 5 Wolken
3.)"Was ich dir noch sagen wollte" von Tom McAllister330 Seiten2 von 5 Wolken
4.)"Bei den wilden Kerlen" von Dave Eggers269 Seiten3 von 5 Wolken
5.)"Passagier 23" von Sebastian Fitzek429 Seiten4 von 5 Wolken
6.)"Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" von Gilles Legardinier404 Seiten3 von 5 Wolken
7.)"Mit uns der Wind" von Bettina Belitz398 Seiten4 von 5 Wolken
8.)"Delirium" von Lauren Oliver336 Seiten4 von 5 Wolken



Damit habe ich diesen Monat 8 Bücher mit insgesamt 2.846 Seiten. Das macht in diesem Jahr 46 Bücher mit insgesamt 15.785 Seiten.

Mein SUB hat einen Stand von 55 Büchern und 23 eBooks, und ist um zwei Bücher gewachsen. Aber diesen Monat hatte ich auch tolle Neuzugänge, über die ich euch aber teilweise noch nichts sagen darf und sie hier auch nicht aufgeführt werden. Lasst mich so viel sagen, wenn sie so gut sind, wie sie klingen, werdet ihr euch auf tolle Neuerscheinungen freuen dürfen.
1.)"Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" von Veronica Rothgeliehen
2.)"Die Bestimmung - Letzte Entscheidung" von Veronica Rothgeliehen
3.)"Die Buchspringer" von Mechthild GläserLeseexemplar
4.)"Todeswächter" von Veit Etzoldgekauft


Wie gesagt, diesen Monat gab es kein einziges 5-Wolken-Buch, aber natürlich das ein oder andere, was knapp dran vorbei ist. Das waren vor allem diese Beiden:

Was war im Mai so los?
Ich hatte eine Woche Urlaub, in der ich aber irgendwie kaum zum Lesen gekommen bin, sondern viel mit Freunden unterwegs war. 
Danach hieß es für mich Abschied nehmen von zu Hause, denn seit dem 11. bin ich in Frankfurt-Seckbach am Mediacampus für 9 Wochen Berufsschule. Mittlerweile hat man sich ganz gut eingelebt und mir gefällt es auch echt gut. Meine beiden Mitbewohnerinnen, unter anderem Chrissi, sind total nett und auch sonst komme ich ganz gut zurecht. Der Unterricht ist eigentlich auch ganz in Ordnung, mal spannender mal eben weniger, aber das ist ganz wie in der Schule^^

Was plane ich für den Juni?
Hier steht den ganzen Monat Schule auf dem Plan und leider dann auch irgendwas das Lernen. Was ich währenddessen so Lesen werde oder nebenbei unternehme, wird sich zeigen. Lassen wir es mal auf uns zu kommen. 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Rezension: "Delirium" von Lauren Oliver

Wenn die Liebe eine Krankheit ist, und eine Heilung möglich ist. Aber was ist, wenn du das gar nicht möchtest?

Allgemeine Infos:
Verlag: Carlsen
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Delirium
Erscheinungsdatum: 26.10.2011
Seitenzahl: 336
ISBN: 9783551582324


Klappentext:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.


"Man kann nicht glücklich sein, wenn man nicht manchmal auch unglücklich ist. Das weißt du doch, oder?" (Seite 22)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich bis auf das Gesicht eigentlich echt schön und passt super. Der Titel ist ok, aber der Untertitel gefällt mir besser. Der Klappentext hat mich total neugierig auf die Geschichte gemacht und deshalb musste ich es unbedingt lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich mit einem recht allgemeinen Kapitel, in dem es um die Krankheit geht und dass es dagegen ein Heilmittel gibt und wie Lena darüber nachdenkt, dass sie bald geheilt sein wird und wie ihr Leben dann ist. Der Einstieg hat mir eigentlich ganz gut gefallen, da man so überhaupt erst mal ein bisschen wusste, worum es geht.
Die Idee gefällt mir eigentlich total gut. Klar es ist mal wieder eine Dystopie, aber mal mit einem anderen Ansatz, nämlich dass die Liebe eine gefährliche Krankheit ist, von der man aber geheilt werden kann und soll.
Der Einstieg gibt einem schon mal einen ziemlich guten Einblick in die Thematik und die Krankheit an sich. Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen vielleicht noch etwas mehr Infos gewünscht. Was kann ich gar nicht mal so genau sagen. Aber irgendwie fehlte mir was.
Ansonsten war es wirklich spannend bzw gut durchdacht. Stellenweise hat die Autorin einen echt in die Irre geleitet mit meinen Vermutungen und den vorherrschenden Tatsachen. Spannungsbogen und Erzähltempo haben mir auf jeden Fall gefallen.
Besonders ab der Mitte und zum Ende hat die Geschichte noch mal ordentlich zugelegt. Irgendwie habe ich mir das Ende fast gedacht, aber dennoch habe ich total mitgefiebert und gehofft und gebangt. Fest steht, dass ich die anderen beiden Teile auch unbedingt lesen muss. Denn so kann die Geschichte nicht enden.

...Schreibstil:
Die Geschichte ließ sich auf alle Fälle wirklich gut lesen, auch die Erklärungen zur Krankheit. Aber ich kann jetzt auch nicht unbedingt sagen, dass es was besonderes war. Zur Geschichte hat er jedenfalls gepasst.

...Charaktere:
Lena ist eine recht starke Person, aber denkt manchmal auch einfach viel zu viel über ein und den selben Punkt nach. Klar hat sie mit ihrer Mutter einen schweren Schicksalsschlag erlitten und ist deshalb in der Gesellschaft gestempelt, aber dennoch hat sie immer noch ihr Leben und muss wirklich nicht dauernd über die Vergangenheit nachdenken. Ansonsten fand ich sie super dargestellt mit ihrer Hoffnung, der Skepsis, der Angst, einfach ihr ganzer Charakter.
Aber auch Alex hat mir als Person sehr gut gefallen. Man merkt einfach direkt zu Anfang, dass irgendwie mehr hinter ihm steckt, als er anfangs zugeben möchte. Das macht ihn natürlich gleich geheimnisvoll und man möchte unbedingt mehr erfahren.
Generell waren die wichtigen Personen recht gut dargestellt und man konnte sich in sie hineinversetzen. Leider hatte ich Probleme damit, Lenas Familienmitglieder auseinander zu halten. Über die bekam man immer nur so bruchstückhafte Infos, die ich immer wieder durcheinander geworfen habe.


Fazit:
Mal eine andere Dystopie mit einer tollen Grundidee, die mich begeistert hat. Dennoch hätte ich mir stellenweise mehr Hintergrundinfos gewünscht, aber vielleicht bekomme ich die noch in den beiden folgenden Teilen. Die Charaktere fand ich super, auch wenn ich die Nebencharaktere etwas durcheinander geworfen habe. Vom Spannungsbogen und Erzähltempo her war es toll und ich freue mich auf die Fortsetzung!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Dystopien liest aber da vielleicht mal etwas anderes lesen möchte. Ansonsten jedem, der sich für Liebesgeschichte unter schwierigen Bedingungen interessiert.

Montag, 1. Juni 2015

Rezension: "Mit uns der Wind" von Bettina Belitz

Wie schaffst du es unter 80.000 Menschen jemanden zu finden, den du noch nie zuvor gesehen hast? Und wie willst du das ganze bewältigen, wenn du bei extremen Gefühlen einfach einschläfst, weil du unter Narkolepsie leidest?

Allgemeine Infos:
Verlag: Script 5
Reihe: nein
Originaltitel: Mit uns der Wind
Erscheinungsdatum: 09.03.2015
Seitenzahl: 398
ISBN: 9783839001608


Klappentext:
Wie findet man unter den 80.000 Besuchern von Rock am Ring den einen, den man liebt? Bestsellerautorin Bettina Belitz, bekannt durch ihre Splitterherz-Trilogie erzählt eine Liebesgeschichte über Hingabe und Kontrolle und die Lust am Fliegen.

Mona kennt ihn nur von den Videos auf YouTube. Es berührt sie tief, wenn er sich mit seinem Power-Kite der Willkür des Windes überlässt. Als sie herausfindet, dass ihr „Drachenreiter“ ein populäres Rockmusikfestival besuchen will, überredet Mona ihren Bruder Manuel, sie dorthin mitzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit für Mona, denn sie leidet unter einer seltenen Form von Narkolepsie: Sie schläft bei aufregenden Gefühlen regelmäßig ein. Eigentlich fährt Adrian nur zu dem Festival, weil er endlich bei der schönen Helen landen will. Doch dann läuft ihm dieses zierliche Mädchen mit dem Drachentatoo über den Weg. Ziemlich hübsch die Kleine, aber als sie endlich in seinen Armen liegt, schläft sie plötzlich ein. Wie merkwürdig ist das denn?


"Manchmal muss man loslassen, weil jedes weitere Festhalten Unglück bringt. Das ist keine Schande oder Feigheit, sondern - der eigentliche Mut und das eigentliche Vertrauen." (Seite 243/244)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz niedlich, aber passt nicht so super zum Inhalt. Der Titel hingegen passt total gut zum Inhalt. Der Klappentext hat mich wirklich total neugierig auf die Geschichte gemacht, so dass ich es mir auf der Messe direkt kaufen musste.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Zeitpunkt, bevor Mona mit ihrem Bruder und dessen Freundin zu Rock am Ring aufbricht. Man merkt deutlich, dass sich alle große Sorgen um sie machen und keiner so richtig von dieser Idee begeistert ist, aber dennoch lassen sie sie gehen. Adrian ist derweil schon mit seinen Freunden auf dem Festivalgelände und denkt über die kommenden Tage nach. Nach dem ersten Kapitel war ich eigentlich schon sofort in der Geschichte drin.
Die Idee fand ich ja schon bei der Lesung auf der Buchmesse total interessant. Mona leidet unter schwerer Narkolepsie und möchte trotzdem auf Rock am Ring, um zum einen ihre Lieblingsband live zu sehen und zum anderen, um den Jungen zu treffen, den sie bisher nur von YouTube kennt. Das hat mich einfach total fasziniert mit der Krankheit und dann sozusagen so ein Risiko auf sich zu nehmen.
Wie gesagt war ich sofort im Bann der Geschichte drin und wollte auch unbedingt weiter lesen. Irgendwie hat mich die Geschichte um Mona, ihre Krankheit, ihre Träume und Wünsche so fasziniert und gefesselt.
Aber nicht nur das, auch die Liebesgeschichte fand ich wunderschön. Sie war irgendwie gar nicht so platt, wie man es manchmal liest, sondern einfach durch die ganze Situation so außergewöhnlich. Ich konnte mir das total gut vorstellen und es hat mich total glücklich gemacht, davon zu lesen.
Es gab viele Momente, die mich echt überrascht haben. Die Geschichte hatte wirklich ein gutes Erzähltempo und es wurde kein Stück langweilig. Ganz im Gegenteil ich hätte echt noch mehr lesen können.
Das Ende kam teilweise echt überraschend. Diese ganze Thematik mit dem Drachen und dem Fliegen war so schön und hat so gut einfach zur Geschichte gepasst und diese Auflösung war einfach so toll. Andererseits habe ich es mir genau so gewünscht und teilweise auch geahnt.

...Schreibstil:
Ich mochte den Schreibstil von Bettina Belitz echt gerne. Man konnte sich einfach so in die Geschichte fallen lassen und dem Alltag entfliehen. Außerdem fand ich es von den Perspektiven her total schön, dass immer erst aus Monas Sicht erzählt wurde und dann aus Adrians und sich das teilweise auch etwas überschnitten hat. Das hat einfach richtig gut zur Geschichte gepasst.

...Charaktere:
Mona hat definitiv kein leichtes Leben mit ihrer Narkolepsie, die sich absolut nicht beeinflussen kann. Doch sie möchte unbedingt zu Rock am Ring und widersetzt sich den Regeln und erlebt endlich, was es heißt, frei zu sein. Ich konnte ihre Einstellung zum Leben und ihre Wünsche echt gut nachvollziehen. Sie war einfach so toll und detailiert beschrieben, dass ich mich total gut in sie hineinversetzen konnte.
Adrian ist Kiter und auf YouTube recht bekannt. Doch eigentlich ist er ganz anders, als er sich im Internet gibt und das wird dem Leser auch bald recht deutlich und da durch ist er mir gleich viel sympathischer geworden. Auch ihn fand ich echt gut beschrieben.
Generell waren auch die Nebenpersonen mit viel Liebe beschrieben, besonders die Beiden von Rock am Ring waren total nett.

Fazit:
Ein schönes Jugendbuch über eine ernsthafte Krankheit und den Wunsch nach Leben und den Träumen! Dazu noch eine tolle Liebesgeschichte, authentische Charaktere und ein total anziehender Schreibstil. Die Idee hat mich echt begeistert und die Thematik, die dahinter stand. Dennoch fehlt mir so eine Kleinigkeit zum Highlight, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine Geschichte über Narkolepsie oder Rock am Ring lesen möchte. Ansonsten für jeden, der eine schöne Liebesgeschichte mit etwas ernsterem Hintergrund für den Sommer sucht.

Freitag, 29. Mai 2015

Rezension: "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" von Gilles Legardinier

Eigentlich ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann, doch er möchte noch einmal sein Leben verändern und geht als Butler nach Frankreich...


Allgemeine Infos:
Verlag: Goldmann
Reihe: nein
Originaltitel: Complètement cramé
Erscheinungsdatum: 21.06.2014
Seitenzahl: 404
ISBN: 9783442480760


Klappentext:
Andrew Blake, erfolgreicher Geschäftsmann aus London, hat den Tod seiner geliebten Frau Diane nicht überwunden. Er braucht dringend eine Veränderung. Und so lässt er sein altes Leben hinter sich und nimmt in einem Herrenhaus in Frankreich inkognito eine Stelle als Butler an. Dort arbeiten mit ihm: die feldwebelhafte Köchin Odile, der exzentrische Gärtner Phillipe und das junge Hausmädchen Manon. Bald schon bringt Andrew die entfremdeten Bewohner des Hauses durch seine weise, humorvolle Art einander näher. Und wer weiß, vielleicht erlebt auch er selbst noch einmal den Zauber der Liebe?


"Jeder geht seinen eigenen Weg, aber manchmal geht man ein Stück gemeinsam." (Seite 260)

"Vergiss nie: Ein Erwachsener ist nur ein älter gewordenes Kind." (Seite 261)

Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist ganz nett und bringt ein bisschen die Atmosphäre von dem Herrenhaus rüber. Der Titel klingt eigentlich richtig schön, hat aber irgendwie nicht so richtig zum Inhalt gepasst. Der Klappentext hingegen wieder ganz schön.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Andrews Leben in London, wie er irgendeinen Preis verliehen bekommt, den er nicht will. Außerdem mit dem letzten Tag in seiner Firma und wie er davon Abschied nimmt und nach Frankreich fährt. Bis zu dem Zeitpunkt fand ich die Geschichte etwas komisch, aber es waren ja erst die ersten Kapitel und ich wollte schon irgendwie mehr erfahren.
Die Idee fand ich eigentlich ganz schön, dass Andrew sein Leben komplett verändern möchte, weil ihn nicht mehr so viel in seinem alten Leben hält, und er dann in dieses Herrenhaus geht, mit seinen seltsamen Menschen, die sich ihm erst nach und nach öffnen.
Aber irgendwie hatte die Geschichte nicht das, was ich mir erhofft hatte, nämlich eine Liebesgeschichte. Ok jetzt tue ich ihm unrecht, es gab eine Liebesgeschichte, aber die war für mich teilweise einfach zu nebensächlich. Generell ging es einfach viel mehr um das Leben der unterschiedlichen Personen, die vorher alle nebeneinander her gelebt haben und wie Andrew es einfach schafft, dass sich das ändert und sie alle glücklicher werden. Das klingt jetzt zwar auch irgendwie komisch, aber das war eigentlich echt schön, zu lesen. Einfach dieses Leben im Herrenhaus und wie sich das so durch Andrew verändert hat, was für Probleme es gab. Aber es war eben nicht so die erhoffte Liebesgeschichte.
Das Ende war dann wie erwartet. Es hat mich schon zufrieden gestellt, und auch irgendwie begeistert, aber es war jetzt nicht so überraschend. Aber durchaus schön.

...Schreibstil:
Anfangs war der Schreibstil für mich etwas anstrengend, aber im Laufe der Geschichte ist es immer besser geworden. Also er war jetzt nicht unbedingt was Besonderes, aber es ließ sich ab einem bestimmten Punkt einfach richtig gut lesen, auch wenn nicht so viel passiert ist.

...Charaktere:
Andrew hat seine Frau verloren und ist irgendwie zwar drüber hinweg, aber es bleibt einfach Bestandteil seines Lebens, weshalb er auch beschließt, die Stelle im Herrenhaus anzunehmen. Diesen Schritt finde ich irgendwie ungewöhnlich, aber auch mutig. Einfach weil es etwas ist, was er zuvor noch nicht gemacht hat. Und dennoch stellt er sich gar nicht so dumm an, nur etwas ungeschickt, aber das macht ihn liebenswürdig.
Auch die anderen Personen im Herrenhaus, Odile, Phillipe und Manon, fand ich echt toll dargestellt. Sie waren eben nicht so 0815, wie man das häufig hat, sondern hatten alle etwas, das sie ausgemacht hat und was ich total an ihnen mochte. Jeder mit seiner eigenen Geschichte und seinen eigenen Problemen, was mir ja immer wirklich gut gefällt.


Fazit:
Leider hatte ich ein bisschen was anderes erwartet, nämlich mehr Liebesgeschichte bzw eine, die mehr im Vordergrund steht. Aber trotzdem war es nicht schlecht, es konnte mich gut unterhalten. Man kann es einfach so weg lesen und man ab einem gewissen Punkt fühlt man sich auch, als würde man mit im Herrenhaus wohnen und alles live miterleben. Das war wirklich eine schöne Atmosphäre. Die Charaktere waren außerdem auch wirklich schön und liebevoll gestaltet, aber der Verlauf der Geschichte war stellenweise etwas vorhersehbar und ich habe mir eben ein bisschen was anderes versprochen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Geschichten liest, die in Frankreich spielen, oder der eine schöne Geschichte über das Leben von vollkommen unterschiedlichen Personen lesen möchte, die sich nach und nach aneinander annähern. Oder einfach ein Buch für jeden, der ein paar Stunden dem Alltag entfliehen möchte, um sich in einem französischen Herrenhaus zu entspannen und dort etwas im Trubel zu verweilen.

Montag, 25. Mai 2015

Rezension: "Passagier 23" von Sebastian Fitzek

Immer wieder verschwinden Passagiere auf Kreuzfahrten. Aber was ist, wenn sie plötzlich wieder auftauchen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Passagier 23
Erscheinungsdatum: 30.10.2014
Seitenzahl: 429
ISBN: 9783426199190


Klappentext:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt total gut zum Inhalt und sieht geheimnisvoll und düster aus. Der Titel ist natürlich total gut gewählt. Der Klappentext klingt total spannend und hat mich wahnsinnig neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Szene auf dem Schiff. Der Doktor wirft irgendetwas über Bord und kümmert sich anschließend um ein Mädchen, das sich verlaufen hat. Dann schwenkt die Handlung um zu Martin Schwartz, wie er auf einem Spezialeinsatz ist. Eigentlich war ich sofort in der Geschichte drin und wollte wissen, was auf dem Schiff passiert ist und was noch passieren wird. Und natürlich auch, wie die Geschichte vom Klappentext damit zusammenhängt.
Die Idee konnte mich total begeistern. Dass Menschen auf Kreuzfahrten verschwinden, war mir bisher gar nicht so bewusst, macht aber durchaus Sinn. Daraus dann einen Thriller zu schreiben, bei dem ein verschwundener Passagier nach zwei Monaten wieder auftaucht, klingt unglaublich spannend und lässt auf eine spannende Geschichte hoffen.
Wie gesagt, ich war ziemlich bald mitten drin und der Geschichte und musste einfach weiter lesen. Auf einmal waren schon die ersten 150 Seiten rum und ich wollte noch mehr lesen. Die Spannung packt einen einfach von Anfang an und lässt einen erst ganz am Ende wieder los bzw kurz vorher.
Das Ende fand ich wirklich super, denn das hätte ich irgendwie so nicht erwartet. Absolut nicht. Meine Theorien waren ganz andere und dann sowas. Wirklich total überraschend und spannend. Und dann kam da noch der Epilog, an den ich gar nicht mehr gedacht hatte, weil ich den Anfang nicht mehr so präsent hatte, weil vieles andere überwog. Den fand ich komisch, also den Epilog. Klar war der auch spannend und hat dem ganzen einen tollen Rahmen gegeben und hat super abgeschlossen, aber ich persönlich hätte ihn nicht unbedingt gebraucht. Aber das tut der Geschichte und der Spannung keineswegs einen Abbruch.

...Schreibstil:
Fitzek schafft es einfach, mit wenigen Worten und innerhalb kürzester Zeit viel Spannung aufzubauen. Man ist einfach total gefesselt von der Geschichte und dann wechselt er die Perspektive und man erfährt was neues und will doch unbedingt bei dem Einen weiter lesen und dann kommt wieder eine andere Sichtweise und man ist einfach nur so unglaublich neugierig, wie es weiter geht und die Seiten fliegen dahin.

...Charaktere:
Martin hat einen schweren Verlust erlitten, weshalb er sich um so mehr in seine Arbeit stürzt und dafür auch jegliches Risiko eingeht. Als er dann von dem Mädchen erfährt, begibt er sich aufs Schiff und man merkt deutlich, dass ihn das irgendwie verändert. Er denkt etwas mehr nach und analysiert. Ich fand ihn eine wirklich interessante Persönlichkeit, gut beschrieben und passend zur Geschichte.
Auch die anderen Personen waren super beschrieben. Nicht unbedingt so stereotypisch, wie man es gewöhnt ist, sondern individuell und einfallsreich.


Fazit:
Ein Thriller, der mich begeistern konnte und mir viele spannende Lesestunden beschert hat! Eine unglaublich interessante Idee mit einem ungewöhnlichen Schauplatz, dazu der tolle, spannende Schreibstil von Sebastian Fitzek und gut ausgearbeitete Charaktere haben dieses Buch zu etwas besonderem für mich gemacht. Dennoch gibt es einen kleinen Abzug wegen dem Epilog, der meiner Meinung nach etwas überflüssig war. Aber sonst war das Ende super spannend!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon andere Bücher von Fitzek gelesen hat und dem sein Schreibstil gefällt. Ansonsten eine Thrillerempfehlung für jeden, der es zwar grausam aber nicht ganz so blutig mag, mit verstrickter Handlung. Oder einfach jemand, der sich für die 'dunkle' Seite der Kreuzfahrt interessiert.

Samstag, 16. Mai 2015

Rezension: "Bei den wilden Kerlen" von Dave Eggers

Eine Reise in ein vollkommen anderes Land, in das Land der wilden Kerle...

Allgemeine Infos:
Verlag: KiWi
Reihe: nein
Originaltitel: Where the Wild Things Are
Erscheinungsdatum: 09.10.2009
Seitenzahl: 269
ISBN: 9783462041767


Klappentext:
Herausgekommen ist Bei den wilden Kerlen, eine herzergreifende Geschichte über den jungen Max, der sich und die Welt nicht mehr versteht. Seine Eltern sind getrennt, seine Mutter ist fast nur mit ihrem neuen Freund und ihrer Arbeit beschäftigt, seine Schwester Claire pubertiert heftig und hat überhaupt kein Interesse mehr an ihrem kleinen Bruder. Nach einem Streit verlässt Max das Haus, rennt in den Wald, findet ein Boot und kommt nach langer Reise übers offene Meer zur Insel, wo die wilden Kerle wohnen. Bald schon wird er zum König dieser riesigen, launenhaften und dennoch liebenswerten Wesen, die mindestens so viel von ihm erwarten wie er von ihnen. Max’ Reise auf die Insel der wilden Kerle ist ein phantastisches Abenteuer, das ihn im Innersten verändern wird. Ein riesiges, wildes Lesevergnügen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover mit den Schattenschnitten finde ich eigentlich ganz niedlich, wie man Max und drei der wilden Kerle sieht. Der Titel passt sehr gut zum Inhalt, ebenso wie der Klappentext, der mich irgendwie neugierig auf die Geschichte gemacht hat, immerhin kannte ich das Bilderbuch.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Max Alltag. Er tobt mit dem Hund durchs Haus und seine Schwester ist genervt von ihm. Sie möchte nicht, dass ihre Freunde ihn sehen und deswegen rächt er sich und bekommt es bitter bezahlt. Daraufhin eskaliert er ein bisschen und läuft davon, wo er dann eben das Segelboot findet, mit dem er sich auf macht und so zu den wilden Kerlen kommt... Der Einstieg war etwas komisch und ich wusste nicht wirklich, was noch so passieren sollte. Bis er nämlich erst mal auf der Insel ist, braucht es viele Seiten, in denen es nur um seine Familienverhältnisse geht.
Die Idee hinter der Geschichte finde ich eigentlich richtig niedlich. Ein Junge der Monster findet und deren König wird und sich mit ihnen anfreundet.
Wie schon gesagt, brauchte die Geschichte jedoch etwas, bis sie überhaupt in Schwung kam und man überhaupt das erste Mal von den wilden Kerlen erfährt. Dann gibt es immer mal wieder spannende Abschnitte und relativ neutrale, wo mal nicht so viel passiert. Aber liest die Geschichte so weg, auch weil die Kapitel relativ kurz sind. Generell bleibt die Handlung bis auf ein paar Ausnahmen aber relativ seicht.
Das Ende war eigentlich ganz schön. Irgendwie ein bisschen traurig, aber durchaus schön. Genau so wie ich es erwartet hatte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war eigentlich ganz angenehm. Man konnte die Geschichte eigentlich ziemlich gut weg lesen. Außerdem waren die wilden Kerle wirklich liebevoll beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen ebenso wie ihre Insel und was sie so den ganzen Tag gemacht haben.

...Charaktere:
Max ist eigentlich erst 8 Jahre alt, trägt gerne sein Wolfkostüm und hat eine Menge Fantasie, spielt gerne und baut gerne Sachen. Davon ist seine Familie nur irgendwie nicht so begeistert und aus einem Streit heraus läuft er von zu Hause weg und begibt sich auf die Reise. Manchmal habe ich wirklich vergessen, dass Max noch ein Kind ist, er handelt nämlich teilweise viel vernünftiger.
Die wilden Kerle waren total liebevoll dargestellt und wurden direkt zu Beginn echt gut beschrieben. Jeder mit einem anderen Aussehen und einer ganz eigenen Persönlichkeit. Manchmal habe ich sie alle etwas durcheinander gebracht, aber das kommt nun mal vor.
Generell waren die Personen liebevoll beschrieben und vor allem bei den wilden Kerlen gab es detailreiche Beschreibungen, was mir wirklich gut gefallen hat.


Fazit:
Ein nettes Buch für Nebenbei! Die Idee rund um Max und die wilden Kerle ist total niedlich ebenso wie die Beschreibung der Personen, ganz besonders natürlich die der wilden Kerle. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, so wie die ganze Geschichte an sich. Bis auf wenige Ausnahmen, gab es nicht so viel Spannung, und die Geschichte strich so sanft vor sich hin. Das Ende konnte mich dann wieder überzeugen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas für Nebenher sucht, einfach mal zum Abschalten ohne viel Nachdenken, was aber trotzdem noch irgendwie schön ist und die ein oder andere kleine Überraschung bereit hält.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Rezension: "Was ich dir noch sagen wollte" von Tom McAllister

Sie waren glücklich verheiratet, doch dann verliert er plötzlich seine Frau und den Halt im Leben...


Allgemeine Infos:
Verlag: Atlantik
Reihe: nein
Originaltitel: Was ich dir noch sagen wollte
Erscheinungsdatum: 01.12.2010
Seitenzahl: 330
ISBN: 9783423248143


Klappentext:
»Das schaffen wir mit links!« Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst ziemlich mulmig zumute. Ihre Freundin Marleen hat sie angefleht, für ein paar Tage ihre Pension auf Norderney zu übernehmen - ein Job, von dem Christine nicht die leiseste Ahnung hat. Die Schwestern stoßen schnell an ihre Grenzen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Zu allem Überfluss flackert Gisbert von Meyers Verliebtheit in Christine wieder auf, und er schreibt einen geheimnisvollen Artikel, den Papas Freund Kalli sofort nach Sylt faxt. Prompt stehen Papa und Mama auf der Matte, als selbst ernannte Retter. Das Chaos ist perfekt. Zumal Christine und Ines sich immer mehr in Lügen verstricken: Marleen und ihr Freund sitzen wegen einer dubiosen Verdächtigung in Dubai in Untersuchungshaft, was keiner erfahren darf ...


"Es geht nicht um das Diner bei Kerzenschein in einem Restaurant am Meer, sagte er zu ihr, sondern darum, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Reste vom Vortag zum Aufwärmen auf dem Herd stehen, wenn man von der Arbeit kommt. Es geht nicht darum, den Schlafzimmerboden mit Rosenblättern zu bedecken, sonder um ein ordentlich gemachtes Bett und um die Abende, an denen man zusammen Filme guckt und Popcorn futtert. Es geht nicht um Heißluftballonflüge und Champagner, sonder um das gute Gefühl, dass jemand deine Hand hält, wenn du im Stau stehst." (Seite 82)

Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat mich überhaupt erst auf dieses Buch aufmerksam gemacht und hat mich im ersten Moment an "Morgen kommt einer neuer Himmel" erinnert. Der Titel klingt auch total schön und passt zum Klappentext, der mich neugierig auf die Geschichte gemacht hat.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer langen Liebeserklärung über ein ganzes Kapitel hinweg. An sich kein schlechter Einstieg, der damit endete, dass seine Frau tot ist. Normalerweise hätte ich diesen Einstieg toll gefunden, aber der Schreibstil hat mir gar nicht gefallen. Dennoch habe ich weiter gelesen, um der Geschichte eine Chance zu geben.
Die Idee hat mir an sich eigentlich gut gefallen. Hunters Frau stirbt und er steht auf einmal total neben sich. Sie war noch so jung und er hätte ihr noch so viel sagen wollen und sie hatten noch so viele Reisen geplant. Genau das holt er jetzt nach, und reist mit ihrer Urne quer durch die USA.
Doch irgendwie konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Immer wieder fiel es mir sehr schwer, die eigentliche Geschichte und Rückblenden zu unterscheiden. Denn Hunter redet mit der Urne und führt die Antworten von Kaith in seinem Kopf aus. Daraus schweift er dann plötzlich in eine Erinnerung ab und es gibt eine Rückblende mit Dialogen, und plötzlich ist man wieder im Jetzt. Diese Übergänge habe ich irgendwie nie wirklich mitbekommen und konnte deshalb auch nicht genau sagen, ob das jetzt eine Erinnerung ist, ein ausgedachter Gedanke oder die Realität.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht wirklich voran kam. In erster Linie geht es ja darum, dass Hunter den Verlust verarbeiten und sich von Kaith verabschieden möchte. Aber diese Fahrt durch die USA hat sich stellenweise sehr gezogen und mir war nicht wirklich klar, was das sollte. Es ist manchmal einfach seitenweise nichts passiert.
Das Ende kam nicht unbedingt abrupt, aber für das Ganze, was vorher war, war es mir dann doch zu plötzlich. Auf einmal konnte er das tun, was er vorher die ganze Zeit nicht konnte. Es lässt mich einfach etwas unglücklich zurück.

...Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich total ungewohnt. Alleine nach dem ersten Kapitel hätte ich es deswegen am liebsten abgebrochen. Ellenlange, verschachtelte Sätze, die gefühlt kein Ende genommen haben. Das hat sich im zweiten Kapitel glücklicherweise etwas gebessert, aber das hielt nicht lange an. Es war einfach mit diesen langen Sätzen sehr anstrengend zu lesen.

...Charaktere:
Kaith lernt man durch Erzählungen, Gedanken und Erinnerung ein bisschen kennen. Sie war eine Frau, mit Plänen von Reisen in die große weite Welt. Sie hat Hunter über alles geliebt, hatte aber trotzdem so seine Geheimnisse vor ihm. Eigentlich konnte ich sie mir sogar ganz gut vorstellen. Besonders wenn ihre Familie beschrieben wurde, passte das Bild einfach perfekt.
Hunter befindet sich natürlich in einer Ausnahmesituation nach diesem Verlust und verhält sich auch dementsprechend. Er handelt ziemlich spontan und ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Das bekommt er auch zu spüren, aber auch das scheint ihm vollkommen egal zu sein. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihm generell sehr viel egal war, und mit seiner Lebenseinstellung kam ich nicht allzu gut klar. Klar konnte ich ihn verstehen, aber trotzdem war mir sein Handeln nicht schlüssig.
Die anderen Personen waren etwas blass beschrieben und manchmal habe ich sie auch alle miteinander verwechselt, weil sich auch manche Namen ziemlich ähnlich waren.


Fazit:
Ich habe nicht das bekommen, was ich erwartet hatte. Erwartet hatte ich nämlich eine schöne Geschichte über den Verlust der Ehefrau und wie Hunter wieder ins Leben findet. Bekommen habe ich auch eine Geschichte in die Richtung, die aber ganz seltsam war. Der Schreibstil war total schwierig zu lesen, weil es sehr lange Schachtelsätze waren. Außerdem konnte ich nie zwischen Realität, Gedanken und Vergangenheit unterscheiden, das verschwam alles ziemlich ineinader. Leider konnte es mich nicht überzeugen, auch nicht am Ende, obwohl mir die Idee wirklich gefallen hat.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Rezension: "Kein Wort zu Papa" von Dora Heldt

Marleen sitzt in Untersuchungshaft in Dubai und Ines und Christine müssen spontan die Pension schmeißen...


Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 5 von 7
Originaltitel: Kein Wort zu Papa
Erscheinungsdatum: 01.12.2010
Seitenzahl: 330
ISBN: 9783423248143


Klappentext:
»Das schaffen wir mit links!« Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst ziemlich mulmig zumute. Ihre Freundin Marleen hat sie angefleht, für ein paar Tage ihre Pension auf Norderney zu übernehmen - ein Job, von dem Christine nicht die leiseste Ahnung hat. Die Schwestern stoßen schnell an ihre Grenzen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Zu allem Überfluss flackert Gisbert von Meyers Verliebtheit in Christine wieder auf, und er schreibt einen geheimnisvollen Artikel, den Papas Freund Kalli sofort nach Sylt faxt. Prompt stehen Papa und Mama auf der Matte, als selbst ernannte Retter. Das Chaos ist perfekt. Zumal Christine und Ines sich immer mehr in Lügen verstricken: Marleen und ihr Freund sitzen wegen einer dubiosen Verdächtigung in Dubai in Untersuchungshaft, was keiner erfahren darf ...


"Das gibt es doch nur an der Nordsee: so ein Gewitter und nach einer halben Stunde ist alles vorbei, und die Sonne scheint wieder. Wie im Leben." (Seite 322)

Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt gut zur Reihe, auch wenn es mir persönlich nicht so gut gefällt. Der Titel ist ok, aber nicht ganz so passend. Der Klappentext ist an sich ganz gut, aber verrät vielleicht etwas viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mal wieder mitten in Christines Leben. Sie hat nur noch so einen Gelegenheitsjob und mit Johann läuft es auch nicht so gut. Dann kommt Ines mit dem Vorschlag, doch in Urlaub zu fahren, bis plötzlich Marleen mit der Bitte anruft, dass die Beiden sich doch um die Pension kümmern sollen. Gesagt getan und gemeinsam waren wir wieder mitten im gewöhnlichen Chaos...
Die Idee ist eigentlich ziemlich typisch. Dieses Mal sitzt Marleen in Dubai fest und möchte, dass Christine und Ines sich um die Pension kümmern, wo durch das Chaos eigentlich schon vorprogrammiert ist.
Obwohl man ziemlich viel erahnen und vermuten kann, was einen so beim Lesen erwartet, konnte es mich einfach gut unterhalten. Dora Heldt schreibt für mich einfach so typische Geschichte, die man ohne großes Nachdenken lesen kann, die lustig sind, etwas chaotisch, mit ein wenig Liebe und das Ganze ist am Meer angesiedelt. Und genau das war hier auch wieder der Fall.
Wie gesagt, manche Ereignisse konnte man sich denken, andere kamen überraschend. Das wechselt sich immer mal wieder ab, aber der Lesespaß ist definitiv vorhanden.
Das Ende habe ich eigentlich ziemlich so bzw so ähnlich erwartet und so kam es dann auch.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist mal wieder gewohnt locker-leicht, wie man es bei Dora Heldt erwartet. Ein bisschen viel Humor, etwas Chaos und ein wenig Spannung.

...Charaktere:
Die Bücher leben einfach von den Charakteren. In jedem Teil lernt man sie einfach noch mal ein Stück besser kennen. Alle sind authentisch dargestellt, mit ihrem ganz persönlichen Charme, ihren Macken und ihren Fehlern. Irgendwie hat man sie auch alle gern oder akzeptiert sie eben, aber keinen möchte man sich weg denken.


Fazit:
Eine schöne Unterhaltung für Zwischendurch! Dora Heldt kann man einfach so weg lesen, kann es aber auch mal gut beiseite legen und später wieder kommen. Der Schreibstil ist locker-leicht und hat ein gewisses Maß an Humor und Spannung. Die Geschichte selbst ist mal wieder gewohnt chaotisch, was durch das Zusammenspiel der Personen natürlich wieder gefördert wird.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon die vorherigen Bücher von Dora Heldt mochte. Ansonsten ein Lesetipp für jeden, der etwas zur Unterhaltung für Zwischendurch sucht, das am Meer spielt und ein bisschen lustig ist. Vielleicht ja das perfekte Buch für den kommenden Urlaub?

Montag, 11. Mai 2015

Rezension: "Atemlos" von Ashley Elston

Sie denkt, sie hätte es endlich aus dem Zeugenschutzprogramm geschafft, doch dann kehrt er zurück...

Allgemeine Infos:
Verlag: Mixtvision
Reihe: Teil 2 von 2
Originaltitel: The rules of breaking
Erscheinungsdatum: 14.04.2015
Seitenzahl: 350
ISBN: 9783958540231


Klappentext:
Anna Boyd hat das Geheimnis hinter dem Zeugenschutzprogramm gelüftet und hofft auf ein unbeschwertes Leben mit ihrer Familie und ihrem Freund Ethan. Doch dann tauchen ihre Verfolger wieder auf und entführen sie, Ethan und ihre kleine Schwester. Schaffen sie es ein zweites Mal, zu entkommen?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat irgendwie einen Wiedererkennungswert, aber es gefällt mir nicht sonderlich gut. Klar es passt, aber leider finde ich das Foto etwas körnig. Der Titel passt hingegen gut. Der Klappentext ist kurz und knapp und macht total Lust auf die Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt relativ seicht. Anna verbringt Zeit mit Ethan und denkt über die zurückliegende Zeit nach. Sie lässt noch einmal alles Revue passieren und möchte sich gerne darauf vorbereiten, falls sie noch ein mal in so eine Situation kommt. Ich war sofort in der Geschichte drin, hatte alles wieder im Kopf parat und war gespannt, wie es weiter gehen würde.
Die Idee rund um das Zeugenschutzprogramm konnte mich ja im ersten Teil total begeistert. Klar war es dieses Mal auch immer noch irgendwie Thema, aber hauptsächlich ging es doch eher vom Verschwörung und fiese Machenschaften, was mich aber auch gereizt hat.
Die Spannung war eigentlich ziemlich früh wieder da und ich mitten drin in der Geschichte und gefesselt am Lesen. Dennoch gab es trotz der sozusagen ständigen Bedrohung ein paar Stellen, wo es hätte etwas spannender sein können. Also nicht, dass es langweilig war, das auf keinen Fall. Denn es gab immer mal wieder unverhoffte Wendungen.
Das Ende konnte mich voll und ganz überzeugen. Alles hat sich zusammen gefügt, es wurde noch einmal spannend, und es hat mich zufrieden zurück gelassen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin hat mir ja schon im ersten Teil "Atemlos" recht gut gefallen. Auch wenn er nicht unbedingt was besonderes ist, hat sie es mit wenigen Seiten geschafft, Spannung zu vermitteln und mich in ihren Bann zu ziehen. Das war hier natürlich auch wieder der Fall.

...Charaktere:
Die Charaktere kannte man ja dieses Mal eigentlich schon, trotzdem fand ich es an anfangs etwas verwirrend, dass sie plötzlich wieder ihre alten Namen zum Teil hatten. Klar irgendwie logisch, aber am Anfang etwas ungewohnt.
Anna mochte ich im ersten Teil ja total gerne und auch dieses Mal war das weitestgehend der Fall. Sie hat ziemlich viel Mut gewiesen, aber war teilweise auch etwas dumm und naiv. Aber vielleicht war das auch einfach aus Angst.
Ethan ist nach wie vor mein Favorit. Er tut einfach alles für Anna und versucht sie abzulenken, ihr zu helfen, steht es einfach zusammen mit ihr durch und ist für sie da. Einfach der perfekte Freund, den man sich in der Situation eben wünscht.
Generell waren die Personen gut dargestellt, so auch Thomas und die Anderen.


Fazit:
Eine solide Fortsetzung und ein gelungener Abschluss! Auch wenn das Thema Zeugenschutzprogramm nicht mehr so allgegenwärtig ist wie im ersten Teil, geht es dennoch drum und eben viel um Hinterhalt und Verschwörung. Man kommt ziemlich gut in die Geschichte rein und auch die Spannung ist fast sofort da. Das Ende konnte mich zufrieden stellen und es hat Spaß gemacht, zu lesen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Atemlos" gelesen hat und schon gespannt auf die Fortsetzung bzw den Abschluss wartet. Ansonsten empfehle ich jedem "Atemlos", der gerne etwas über das Zeugenschutzprogramm oder über Hinterhalt und Verschwörung lesen möchte oder der einfach nur ein spannendes Jugendbuch sucht.

Samstag, 9. Mai 2015

Lesemonat April 2015

Dieser Monat war lesetechnisch wieder sehr erfolgreich und ich hatte sowohl gute als auch schlechte Bücher, eben eine sehr bunte Mischung.

gelesene Bücher:
1.)"Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück" von Angelika Schwarzhuber409 Seiten3 von 5 Wolken
2.)"Erlösung" von Jussi Adler-Olsen486 Seiten4 von 5 Wolken
3.)"Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" von Shelly King240 Seiten4 von 5 Wolken
4.)"Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater421 Seiten4 von 5 Wolken
5.)"Final Cut" von Veit Etzold391 Seiten5 von 5 Wolken
6.)"Auch die Liebe hat drei Seiten" von Susann Rehlein299 Seiten2 von 5 Wolken
7.)"Der Sommerfänger" von Monika Feth444 Seiten4 von 5 Wolken
8.)"Funklerwald" von Stefanie Taschinski255 Seiten5 von 5 Wolken
9.)"Open Minds - Gefährliche Gedanken" von Susan Kaye Quinn326 Seiten4 von 5 Wolken
10.)"Sieben Tage für die Ewigkeit" von Marc Levy283 Seiten2 von 5 Wolken
11.)"Vielleicht mag ich dich morgen" von Mhairi McFarlane490 Seiten3 von 5 Wolken

Damit habe ich diesen Monat 11 Bücher mit insgesamt 4.044 Seiten. Das macht in diesem Jahr 38 Bücher mit insgesamt 12.939 Seiten.

Mein SUB hat einen Stand von 57 Büchern und 19 eBooks, und ist mal wieder gesunken, was mich total freut. Trotzdem gab es ein paar wenige Neuzugänge.
1.)"Atemlos" von Ashley ElstonRezensionsexemplar
2.)"Was ich dir noch sagen wollte" von Tom McAllisterLeseexemplar
3.)"Als ich erwachte" von Cynthia SwansonLeseexemplar


Diesen Monat gab es für mich zwei Highlights, die inhaltlich mal wieder total unterschiedlich sind. Aber das kommt bei meinen Monatshighlights ja fast immer vor.

Was war im April so los?
Diesen Monat habe ich irgendwie viel gebacken, bis dann Ende des Monats leider unser Backofen kaputt ging. Dabei kamen Brote raus, Kuchen, Muffins, Cupcakes in diversen Varianten.
Außerdem habe ich mir endlich wieder die Haare geschnitten und ich bin sehr froh drum. So angenehm kurz und pflegeleicht ;)
Ansonsten hatte ich wieder viele tolle Abende mit Freunden und bin trotzdem erstaunlich viel zum Lesen gekommen. Wie das mit der Zeit geklappt hat, weiß ich nicht genau, aber ich fand es super.
Zu dem habe ich es endlich geschafft, meine Bücherfreundin in ihrer Studienstadt zu besuchen. Es war ein schönes Wochenende bei dir und ich hoffe, dass wir das im Juli oder so noch mal wiederholen.
Dummerweise habe ich mir das Steißbein leicht gebrochen. Es tut mittlerweile auch nicht mehr weh und heilt vor sich hin. Das Ganze ist nur passiert, weil mir ein Autofahrer die Vorfahrt genommen bzw mich übersehen hat, als ich auf dem Rad unterwegs war.


Was plane ich für den Mai?
Im Mai habe ich erst mal eine Woche Urlaub, in der ich noch einmal viel Zeit mit Freunden verbringen werde, ehe es dann für mich 8 Wochen nach Seckbach in die Berufsschule geht.
Auf die Zeit dort freue ich mich schon sehr und ich bin gespannt, wie es so wird.
Ob und wie viel ich dort zum Lesen und Bloggen kommen werde, wird sich zeigen.

Montag, 4. Mai 2015

Rezension: "Vielleicht mag ich dich morgen" von Mhairi McFarlane

In der Schule mochtet ihr euch nicht, doch dann trifft ihr euch wieder und verliebt euch in einander...


Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Here's looking at you
Erscheinungsdatum: 04.05.2015
Seitenzahl: 490
ISBN: 9783426516478


Klappentext:
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.


"Die Liebe ist eine Droge. Sie ist wie ein Opium, ein Schmerzmittel, um die Einsamkeit des menschlichen Daseins zu lindern. Und wie alle Schmerzmittel betäubt sie die Sinne. Wir finden einen anderen Menschen, verlieren uns dabei selbst und nennen das dann Liebe." (Seite 216)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz niedlich mit der Frau und dem Mann, die sich auch am Anfang jedes neuen Kapitels wiederfinden. Der Titel passt total gut zur Geschichte. Der Klappentext klingt wirklich schön und hat mich echt neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem letzten Schulfest und wie Aureliana dort bloß gestellt wurde. Danach gibt es einen Zeitwechsel ins Jetzt und in Annas Leben. Sie hat sich verändert und nach 16 Jahren steht das erste Klassentreffen vor der Tür. Sie ist sich ziemlich unsicher, ob sie überhaupt hingehen soll, immerhin sind die Erinnerungen an damals alles andere als Positiv, denn sie wurde von allen gemobbt.
Die Idee fand ich eigentlich ganz schön. Eine tolle Idee für eine Liebesgeschichte mit einem anderen Hintergrund, nämlich dem Mobbing und der Ausgrenzung von damals.
Irgendwie konnte es mich aber nicht so überzeugen. Die Liebesgeschichte selbst hat recht lange auf sich warten lassen. Zwar war die Geschichte vorher interessant zu lesen, aber ich hatte mir eine wunderschöne Liebesgeschichte erhofft, aber die kam erst recht spät und dann war das Buch auch schon zu Ende.
Es hat also recht lange gedauert, bis es sich entwickelt hat. Außerdem konnte man sich einige Ereignisse schon von vorne herein denken. Nicht unbedingt schlimm, kennt man ja schließlich häufig bei Liebesgeschichten, aber trotzdem schade. Immerhin klang die Idee neuartig.
Dennoch gab es wunderschöne Momente, in dieser Geschichte, die mich zum Schwärmen gebracht haben, die mich überrascht haben, die richtig toll waren.
Das Ende kam dann auch zu flott und wurde zu schnell abgehandelt. Klar war es dramatisch mit Höhepunkt und so, aber es war vorhersehbar, dass es so enden würde und nicht anders.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war echt wunderschön. Die Geschichte ließ sich total gut lesen. Besonders gefallen haben mir die unterschiedlichen Perspektiven von Anna und James. Man wusste beide Sichtweisen, wie jeder denkt, wie jeder die Vergangenheit wahrgenommen hat. Das war total toll und hat richtig gut gepasst.

...Charaktere:
Aureliana oder Anna, wie sie sich später nennt, hatte definitiv keine leichte Schulzeit, und genau das wird ihr auch immer im Gedächtnis bleiben. Dennoch geht sie zum Klassentreffen, wo sie niemand wiedererkennt. Allen voran der Junge, der sie als letztes bloß gestellt hat. Ich hatte total Mitleid mit ihr, als ich von damals gelesen habe. Dennoch konnte ich sie manchmal nicht ganz verstehen. Es gab Situationen, wo sie total trotzig oder naiv reagiert hat, wo es gar keinen Grund zu gab. Und womit sie alles eigentlich nur schlimmer gemacht hat. Trotzdem hat sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt und sozusagen ihre Vergangenheit hinter sich gelassen.
James trifft Anna zum ersten Mal und ist total fasziniert von ihr. Er weiß nicht, wer da vor ihm steht, und es entwickelt sich eine sehr interessante Freundschaft und noch mehr, bis er es heraus findet. Auch er hat sich teilweise seltsam verhalten, ziemlich fies und ungerecht. So stehen sich beide in nichts nach. Doch ebenso wie Anna hat er sich im Laufe der Geschichte entwickelt und das hat mir gut gefallen.
Die Charaktere waren alle toll dargestellt, seien es jetzt Anna und James oder Annas Freunde. Alle waren richtig gut beschrieben und ich konnte sie mir super vorstellen.


Fazit:
Eine nette Liebesgeschichte für Zwischendurch! Die Idee mit dem Mobbing und der Ausgrenzung in Annas Vergangenheit fand ich total interessant, und dass sie dann ausgerechnet ihren letzten 'Peiniger' wieder trifft und sich in ihn verliebt. Die Charaktere waren toll dargestellt, aber teilweise etwas sehr eigensinnig vom Verhalten her, und ich konnte es auch nicht immer nachvollziehen. Dafür hat man sie alle sehr gut kennen gelernt und konnte sich in sie hineinversetzen. Leider fehlte mir in der Geschichte selbst etwas Tempo. Es hat lange gedauert, bis sich die Liebesgeschichte überhaupt entwickelt hat. Außerdem konnte man die meisten Ereignisse schon ziemlich schnell erahnen. Dennoch gab es viele tolle Momente.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch sucht, die mal auf etwas anderen Themen, nämlich Mobbing und Ausgrenzung, beruht. Außerdem sollte jedem bewusst sein, dass die Liebesgeschichte nicht zwingend im Vordergrund steht.

Freitag, 24. April 2015

Rezension: "Sieben Tage für die Ewigkeit" von Marc Levy

Eine Geschichte über Engelchen und Teufelchen auf Erde, die das Schicksal der Welt entscheiden sollen...


Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet
Reihe: nein
Originaltitel: Sept jours pour une éternité
Erscheinungsdatum: 21.01.2013
Seitenzahl: 283
ISBN: 9783442380619


Klappentext:
Lucas ist unwiderstehlich, verführerisch und gerissen, Zofia überirdisch schön und sanftmütig. Sie sind so verschieden, dass nur das Schicksal sie zueinander führen konnte. Oder Gott und Satan, die ein für alle Mal klären wollten, wer von ihnen das Sagen auf Erden hat. Sieben Tage haben sie Engel und Teufel gegeben, um die Menschheit zu bekehren und den Streit für alle Ewigkeit beizulegen, doch sie hatten nicht damit gerechnet, dass Lucas und Zofia sich begegnen und ineinander verlieben würden …


"Es ist die schönste Sache, die ich erfunden habe! Die Liebe ist ein Stückchen Hoffnung, die ständige Erneuerung der Welt, der Weg ins gelobte Land. Ich habe den Unterschied geschaffen, damit die Menschheit ihre Intelligenz entwickelt: Eine homogene Welt wäre zum Sterben traurig gewesen! Und für denjenigen, der es verstanden hat, zu lieben und geliebt zu werden, ist der Tod nur ein Augenblick des Lebens." (Seite 166)

"Es ist unwichtig, ob ihr das seid, für was ich euch halte. Ehe ich dich, Zofia, getroffen habe, dachte ich, das wahre Glück auf Erden käme nur in schlechten Büchern vor, die man offenbar eben daran erkennt. Aber du hast mir eines Tages gesagt, dass selbst der Schlechteste unter uns irgendwo versteckte Flügel hat und dass man ihm, statt ihn zu verurteilen, helfen muss, sie zu entfalten." (Seite 218)

"Du wolltest wissen, ob der Bachert nur eine schöne Geschichte ist. Ich sage dir jetzt die Wahrheit. Es ist an jedem von uns, seine Geschichte wahr werden zu lassen. Verzichte nicht auf dein Leben, sondern kämpfe darum." (Seite 250)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist irgendwie ganz nett, aber für mich nicht so unglaublich passend. Der Titel hingegen passt total gut und gibt dem Buch eine gewisse Struktur. Der Klappentext klingt vielversprechend und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte mit Lucas, wie er plötzlich aus seinem Hotel auscheckt und durch die Straßen geht und Unheil passiert, was er geahnt aber nicht verhindert hat. Dann wechselt die Perspektive zu Zofia und ihrem Arbeitsplatz am Pier, wo sie die Sicherheitsbeauftrage ist und dafür sorgt, dass die Richtlinien eingehalten werden. Irgendwie wusste ich nicht wirklich, was ich von der Geschichte halten sollte und wie das alles zusammen passt, aber ich habe weiter gelesen.
Die Idee an sich fand ich irgendwie total interessant, auch wenn ich nicht so der religiöse Typ bin. Aber die Vorstellung, dass Gott und Teufel tatsächlich existieren und ihre jeweiligen Mitarbeiter unter uns leben und scheinbar ganz normale Menschen sind, und irgendwie auch wieder nicht, fand ich interessant. Und dann kommt dieser Auftrag für Zofia und Lucas und das Ganze bekommt nicht nur für sie sondern auch für den Leser eine neue Dimension und irgendwie eine Erklärung.
Durch den Klappentext konnte man auf eine Liebesgeschichte zwischen den Beiden hoffen. Bis die so wirklich kam, hat es aber irgendwie gedauert. Klar braucht sowas lange zum Entwickeln, aber vorher war mir zu viel hin und her und zu vieles, was man hätte kürzer fassen können.
Auch zu dem eigentlich Auftrag kam nicht wirklich was. Das blieb alles irgendwie etwas schwammig, was die Beiden machen sollten und teilweise haben sie nur in den Tag hinein gelebt. Erst relativ spät war klar, worum es ging, was sozusagen der Auftrag war.
Stellenweise gab es immer wieder wunderschöne Passagen, auf die ich bei Marc Levy einfach immer hoffe. Worte die mich verzaubern, Charaktere die mich überraschen, Momente die mich zum Weinen bringen. Aber leider waren die dieses Mal recht selten.
Das Ende war mir dann irgendwie zu glatt. Vorher noch große Aufregung und Dramatik und dann war auf einmal alles gut. Klar irgendwie schön und das war auch zu erwarten, aber irgendwie fehlte mir da was. Soll das wirklich der große Auftrag gewesen sein, der die Welt verändert?

...Schreibstil:
Normalerweise mag ich den Schreibstil von Marc Levy sehr gerne. Irgendwie hat er immer etwas poetisches und leicht geheimnisvolles an sich, kann aber auch sehr bildlich und zauberhaft sein. Doch dieses Mal hatte ich stellenweise ziemliche Probleme und es hat mich fast schon gelangweilt, besonders wenn es um Lucas und seinen Job ging. Das war so unglaublich kompliziert, dass ich es nur überflogen habe. Andererseits konnte man die Passagen über Zofia so wahnsinnig gut lesen, dass die Seiten nur so verflogen sind. Im späteren Verlauf ist der Schreibstil deutlich besser geworden und hat mich an die vorherigen Bücher von ihm erinnert. Einfach dieses Schöne und Zauberhafte, teilweise nicht wirkliche.

...Charaktere:
Lucas war mir ab der ersten Seite unsympathisch. Er wirkte total arrogant und gleichgültig auf mich. Doch nach einigen Seiten wurde auch klar warum und man konnte sein Verhalten durchaus nachvollziehen. Zwar mochte ich ihn nicht gleich auf Anhieb lieber, aber ich habe mich mit ihm arrangiert. Dafür hat er eine gute Entwicklung durch gemacht, sodass ich ihn nachher sogar sympathisch fand.
Zofia hingegen mochte ich von der ersten Seite an. Sie wirkte aufgeschlossen und besorgt. Sie kümmert sich um alle und kommt auch scheinbar mit jedem klar. Auch sie hat sich im Laufe der Geschichte entwickelt und ich habe sie noch mehr in mein Herz geschlossen.
Ich fand die Charaktere sehr gut dargestellt, der Kontrast zwischen Lucas und Zofia, wie unterschiedliche ihr Denken und Handeln ist. Aber auch die restlichen Personen waren liebenswürdig beschrieben. Sir mit seinem speziellen Hobby und Reine mit ihrer Fürsorge und Liebenswürdigkeit und ihrer ganz eigenen Art.


Fazit:
Ich weiß nicht wirklich, was ich sagen soll. Die Idee hat mir total gut gefallen und war echt interessant, so wie man das von Marc Levy kennt - etwas zauberhaft und realitätsfern. Aber leider war die Umsetzung nicht so toll, wie erwartet. Es fehlte mir irgendwie zwischendurch der rote Faden und die Dramatik, immerhin ging es um das Schicksal der Welt. Die Liebesgeschichte war dann auch nicht so wunderschön, wie erhofft, sondern hat recht lange auf sich warten lassen. Der Schreibstil war zwar zauberhaft, aber teilweise auch etwas kompliziert, vor allem wenn es aus Lucas Sicht war. Dafür waren die Charaktere toll dargestellt, besonders auch der Unterschied zwischen Lucas und Zofia. Das Ende hingegen verlief mir wieder zu glatt, dabei war es kurz vorher noch so dramatisch.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mit Marc Levy anfangen möchte. Jedem, der eine zauberhafte etwas realitätsferne Geschichte sucht, oder jedem, der etwas über Engelchen und Teufelchen und das Schicksal der Welt lesen möchte. Aber nur, wenn ihr nicht zu viel Dramatik und Liebesgeschichte erwartet.

Mittwoch, 22. April 2015

Rezension: "Funklerwald" von Stefanie Taschinski

Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Akzeptanz mit liebevollen Zeichnungen und einer Moral aus der Geschichte.


Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: nein
Originaltitel: Funklerwald
Erscheinungsdatum: 20.01.2015
Seitenzahl: 255
ISBN: 9783789148071


Klappentext:
Du kannst alles schaffen, wenn ein Freund dir die Pfote reicht!

Das Luchsmädchen Lumi lebt schon immer im Funklerwald und kennt jeden Baum und jedes Tier rund um ihren Bau. Der Waschbärenjunge Rus kommt ganz neu in den Wald und sucht dort mit seiner Familie eine Heimat. Als Lumi in eine Felsspalte fällt, hilft Rus ihr aus der Patsche. Aber die anderen Funklerwald-Tiere mögen keine Neulinge. Und sie beschließen: Die Waschbären sollen verschwinden! Lumi und Rus müssen ganz schnell einen Weg finden, damit die Waschbären bleiben dürfen. Und dieser Weg führt sie in die gefährlichsten Regionen des Waldes, zu der weisen Fledermaus Maushardt und dem geheimen Wandelbaum …


"Ich hab mir gedacht, eine Gans, die zwei linke Füße hat, muss zwei rechte Flügel haben." (Seite 60)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich wunderschön und spricht mich total an, so mit dem Wald und Lumi und Rus. Der Titel passt auch ziemlich gut, immerhin geht es um den Funklerwald. Der Klappentext macht neugierig auf eine niedliche und spannende Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem normalen Alltag von Lumi, wie sie mit ihren Freunden spielt und ihre Tante ihr Jagen und Fährten lesen beibringt. Alles scheint wie immer, bis sie plötzlich Rus begegnet..
Die Idee fand ich wunderschön. Wie Lumi sich Rus und seiner Familie annimmt und versucht, dass er im Funklerwald bleiben darf, obwohl alle anderen dagegen sind.
Das ganze Buch ist einfach wie ein modernes Märchen und lässt sich super auf unsere heutige Gesellschaft übertragen. Auch bei uns kommen immer wieder 'Andere' in unseren Lebensraum und wollen dort Fuß fassen, doch die wenigsten von uns akzeptieren das. Dabei sollte man doch eigentlich jedem die gleiche Chance geben, und genau das zeigt dieses Buch.
Die Geschichte hatte stellenweise eine überraschende Spannung. Man musste einfach weiter lesen und hat mit Lumi und Rus gehofft und gebangt, aber auch viele schöne Momente erlebt.
Besonders aufgefallen sind mir die liebevollen Zeichnungen, die es fast auf jeder Seite gibt. Mal sind es kleine Blätter oder auch Teile der aktuellen Szene. Das war total passend und echt schön.
Am Ende ist natürlich alles gut ausgegangen, immerhin ist es ja für Kinder geschrieben. Aber man bleibt schon irgendwie etwas nachdenklich zurück und man denkt über die Intention der Autorin nach.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat super zum Buch gepasst. Die Sätze waren nicht allzu lang, so dass man sie auch mit acht Jahren gut verstehen kann. Außerdem war die Geschichte aus Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben, so dass man auch einen Einblick in die anderen Charaktere bekommen hat. Aber hauptsächlich ging es um Lumi und Rus.

...Charaktere:
Lumi ist ein sehr aufgewecktes Luchsmädchen, das wahnsinnig gerne mit ihren Freunden Borste und Rissa spielt. Dabei sollte sie doch endlich mal lernen, wie man Fährten liest und Fische fängt. Doch sie hat andere Sachen im Kopf, vor allem als sie dann Rus entdeckt beweist sie eine Menge Mut und widersetzt sich den anderen.
Rus hat hingegen nicht so ein leichtes und unbeschwertes Leben. Er muss sich um seine Familie kümmern, die allerdings im Funklerwald nicht willkommen ist. Doch Lumi steht ihm zur Seite, auch wenn sie anfangs skeptisch war.
Die ganzen Charaktere waren wundervoll dargestellt. Man konnte sie gut in sie hineinversetzen und hatte ein genaues Bild vor Augen. Auch wenn man nicht mit jedem einverstanden war.

Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte, fast schon wie ein modernes Märchen. Es geht um Freundschaft, Akzeptanz und Anderssein. Liebevolle Charaktere, wunderschöne Zeichnungen und eine tolle Geschichte machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem! Dabei gibt es natürlich auch eine Moral, wie es sich für ein ordentliches Märchen gehört^^
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne ein modernes Märchen lesen möchte, in dem es um Freundschaft, Akzeptanz und Anderssein geht. Oder jedem, der gerne eine Tiergeschichte liest, die wunderschön gestaltet ist. Nicht nur ein tolles Leseerlebnis für Kinder ab 8 Jahre sondern auch für Erwachsene!

Montag, 20. April 2015

Rezension: "Der Sommerfänger" von Monika Feth

Vor zwei Jahren hat Jette einen Fehler begangen und sich in den Falschen verliebt. Was hat es mit Luke auf sich? Hat er seinen Freund ermordet?

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 5 von 7
Originaltitel: Der Sommerfänger
Erscheinungsdatum: 11.04.2011
Seitenzahl: 444
ISBN: 9783570307212


Klappentext:
Der Sommer ist da, und Jette schwebt auf Wolke Sieben: Sie hat ihrem Freund Luke eine neue Chance gegeben und ist endlich wieder glücklich verliebt. Doch dann wird Lukes Mitbewohner tot aufgefunden, und Luke, der unter Mordverdacht gerät, verschwindet spurlos. Überzeugt von seiner Unschuld beginnt Jette, auf eigene Faust nachzuforschen – und kommt allmählich dahinter, dass Luke sich einen mächtigen, gefährlichen Feind gemacht hat, der ein skrupelloses Katz-und-Maus-Spiel mit ihm und allen treibt, die Luke etwas bedeuten …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt mal wieder gut zu den vorherigen Bänden der Reihe und ist eigentlich ganz gut gewählt. Der Titel passt toll zum Inhalt. Der Klappentext klingt spannend und macht Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Fest, das Jette und ihre Freunde in ihrem neuen Bauernhaus mit ihren Freunden und Verwandten veranstalten. Ich war einfach sofort wieder in der Geschichte drin, hatte alles aus den vorherigen Bänden wieder genau vor Augen, und fühlte mich mit den Personen wie mit alten Bekannten.
Die Idee war mal wieder sehr spannend gestaltet, einfach auf der Tatsache beruhend, dass sich Jette damals im ersten Teil schon in einen Mörder verliebt hat. Hat sie dieses Mal wieder die falsche Wahl getroffen? Immerhin weiß sie so gut wie nichts über Luke.
Der Spannungsbogen war mal wieder so, wie man erwartet hat und schon von den vorherigen Teilen her kennt. Durch die Perspektivwechsel kommt die meiste Spannung auf, auch wenn man ja irgendwie weiß, was passiert, war es trotzdem total spannend zu lesen.
Das Ende war sehr spannend und hat die ganze Geschichte zu einem würdigen Abschluss gebracht. Mal sehen, was in den nächsten Bänden noch passieren wird. Irgendwie erwischt Jette und Merle ja immer das Pech.

...Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil der Autorin eigentlich ganz gerne und genau deshalb werde ich auch die weiteren Bücher lesen. Monika Feth schafft es sehr gut, Spannung zu erzeugen durch die Wahl der verschiedenen Perspektiven.

...Charaktere:
Jette ist und bleibt einfach am besten dargestellt, da es meistens doch immer um sie geht. Aber auch Merle hat ihren Stellenwert als beste Freundin und zusammen meistern sie auch wieder dieses Ereignis.
Neu dazu gekommen ist dieses Mal Luke. Ich wusste nicht wirklich, was ich von ihm halten soll. Man erfährt ziemlich wenig über ihn, aber Jette selbst weiß ja auch nicht mehr. Er macht sich sehr geheimnisvoll und genau das macht den Reiz der Geschichte aus, weil darauf ziemlich viel aufbaut.
Generell waren die Charaktere sehr gut dargestellt und von ihnen leben diese Bücher einfach.


Fazit:
Ein typischer Jugendthriller von Monika Feth, wie man ihn kennt. Die Geschichte lebt einfach durch Jette und ihre Freunde. Direkt zu Anfang ist man super in der Geschichte drin und fühlt sich einfach, als würde man zu alten Bekannten zurück kehren. Durch die Perspektivwechsel kommt Spannung auf, die bis zum Ende bleibt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der schon die vorherigen Jette-Thriller gelesen hat. Ansonsten jedem, der einen Jugendthriller sucht, der nicht allzu blutig ist, aber dafür sehr spannend.

Samstag, 18. April 2015

Rezension: "Auch die Liebe hat drei Seiten" von Susann Rehlein

Eine junge Frau, die versucht, ihr Leben in Berlin zu finden, und dabei irgendwie auch die Liebe findet aber hauptsächlich ein neues Leben...


Allgemeine Infos:
Verlag: Ullstein
Reihe: nein
Originaltitel: Auch die Liebe hat drei Seiten
Erscheinungsdatum: 09.08.2013
Seitenzahl: 299
ISBN: 9783548284880


Klappentext:
Sie hat einen Zahlenfimmel, ein größeres Problem mit menschlicher Nähe und ist auch ansonsten nicht besonders alltagstauglich. Zum Glück stellt Neuberlinerin Lisbeth, dreiundzwanzig Komma sieben Jahre alt, schnell fest, dass Kreuzberg genauso ein gemütliches Dorf ist wie das heimatliche Bückschitz in Brandenburg. Nur ein Problem hat sie noch: Edgar – der einzige Mensch, dessen Nähe sie ertragen kann, ohne ihn sofort durchzählen zu müssen. Zwar bringt er höchstpersönlich ihr Lieblingsschaf Paul nach Berlin. Dann aber lässt er Lisbeth, die gegen jeden Ansturm seinerseits gewappnet ist, viel mehr Raum, als sie eigentlich haben will …


"Liebelein, Liebelein, Liebelein... Das hier ist dein Leben! Ich bin nur zu Gast, du kannst alles so einordnen, wie du lustig bist. Das ist ja das Geile an deinem eigenen Leben, wozu hat man das denn sonst?" (Seite 62)

"Das Geile an einem eigenen Leben war doch verdammt noch mal, dass es groß war und man darin jederzeit Orientierung und Kontrolle verlieren konnte." (Seite 286)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist irgendwie gar nicht so hübsch, ich finde die Farben etwas seltsam gewählt, besonders bei der Frau unten drauf. Der Titel hingegen ist ganz gut und passt irgendwie. Der Klappentext gefällt mir an sich ganz gut.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit Lisbeths erstem Niederschlag im Puncto Männer. Sie redet mit Paul darüber, der sie auf anderen Gedanken bringt. Dann gibt es eine Rückblende, wie Lisbeth überhaupt nach Berlin kam. Der Anfang war etwas schleppend und ich war noch nicht so überzeugt, aber ich hoffte noch auf die große Liebesgeschichte.
Die Idee an sich war nicht schlecht. Aber man erwartet durch den Klappentext und den Titel einfach mehr, als man später tatsächlich bekommt.
Es war interessant, Lisbeths Leben zu verfolgen, wie sie nach Berlin Kreuzberg kommt und sich erst einmal eingewöhnt und erste Bekanntschaften schließt. Man hat das Kreuzberger Leben und die Menschen unglaublich gut kennen gelernt, was auch echt interessant war. Aber ansonsten passiert stellenweise nicht wirklich was. Außerdem habe ich die ganze Zeit, wie im Klappentext und Titel erwähnt, auf die Liebesgeschichte gewartet. Aber die lässt wirklich auf sich warten und hat mich enttäuscht.
Das Ende hatte noch einmal eine super Wendung und da kam dann auch mal Schwung in die Geschichte. Aber irgendwie hat es mich zwar glücklich zurück gelassen, aber nicht so richtig perfekt. Sagen wir mal so, es war ok.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war irgendwie anstrengend. Teilweise war der Satzbau ziemlich seltsam und anstrengend zu lesen. Irgendwann ist es etwas besser geworden und am Ende war es dann recht normal. Aber vor allem der Anfang war da durch sehr schwierig.

...Charaktere:
Lisbeth lernt man noch am besten kennen, da man die Geschichte auch aus ihrer Perspektive erfährt. Sie ist ein sehr eigenartiger Mensch, vor allem mit ihrem Zahlenfimmel, dass sie alles zählen muss und zwar wirklich alles. Außerdem fand ich sie besonders zu Anfang sehr unselbstständig und naiv. Aber immerhin hat sie eine positive Entwicklung im Laufe der Geschichte durchgemacht und das verdankt man besonders Paul.
Paul ist ein total interessanter Mensch. Er ist Kreuzberger durch und durch und immer offen für jeden. Deshalb nimmt er sich auch Lisbeth an und es entwickelt sich eine seltsame, aber schöne Freundschaft zwischen den Beiden. Man merkt einfach, was er für einen guten Einfluss auf sie hat und nicht nur er, sondern auch seine Wohngemeinschaft.
Generell waren die restlichen Charaktere eher blass gehalten. Stellenweise hätte man sich dann doch ein paar mehr Details gewünscht.

Fazit:
Ich bin enttäuscht. Erwartet hatte ich eine Liebesgeschichte. Bekommen habe ich einen Roman über Kreuzberg und das Leben dort mit einem Hauch Liebesgeschichte. Das generelle Leben wurde unglaublich gut dargestellt, aber leider hat sich die Geschichte an sich etwas gezogen. Lisbeth und Paul waren gut dargestellt, der Rest blieb leider etwas blass.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Romane über Berlin besonders über Kreuzberg liest, in dem es um das typische Leben und die Leute dort geht. Wer einen Liebesroman sucht, sollte definitiv zu einem anderen Buch greifen.