Posts mit dem Label Lübbe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lübbe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 13. April 2015

Rezension: "Final Cut" von Veit Etzold

Ein Video eines Mordes - Scherz oder Realität? Auf den Spuren eines grausamen, perfiden Mörders, der unberechenbar ist und sein Spielchen mit Clara spielt...


Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 1 von 4
Originaltitel: Final Cut
Erscheinungsdatum: 18.05.2012
Seitenzahl: 391
ISBN: 9783838716015


Klappentext:
Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und einen Feind.

Die Freunde sind virtuell,
der Feind ist real.

Er wird Dich suchen.
Er wird Dich finden.
Er wird Dich töten.

Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und keiner wird etwas merken.

Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.


"Manchmal ist Stille wirklich Stille. Aber Sie haben recht. Meist ist sie nur die Lautlosigkeit des Laserpointers im Zielfernrohr, bevor der Schuss fällt." (Seite 33)

"Manchmal haben triviale Dinge etwas Unheimliches; man kann spüren, dass etwas Grausames aus ihnen hervorkommt oder dass etwas Schreckliches in ihnen steckt, auch wenn es ganz alltägliche Dinge sind." (Seite 48)

"Zum Handeln gab es keine Alternative. Das Leben hatte sie gelehrt, dass es immer besser war, etwas zu tun. Manchmal war es sogar besser, das Falsche zu tun, als gar nichts." (Seite 57)

"Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." (Seite 63)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover wirkt sehr düster und es ist super gemacht mit den Schnitten, die echte Schnitte im Cover ist. Der Titel passt dazu natürlich sehr gut, ebenso wie zur Geschichte, auf das Minimalste herunter gebrochen. Der Klappentext ist etwas lang, aber macht unglaublich neugierig und verrät auch nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem 12. Opfer. Man ist dabei, wie der junge Mann sich auf seinen Liebhaber aus dem Internet freut und dann grausam getötet wird. Das ließ mir ja schon mal den ersten Schauer über den Rücken jagen und ich war sehr gespannt auf die weitere Geschichte und was mich noch alles erwarten würde.
Die Idee war richtig spannend. Ein grausamer Mörder, der sein Spielchen mit der Kommissarin spielt und sie scheinbar verhöhnen möchte. Welche Gemeinsamkeit haben die Beiden? Warum gerade sie? Was plant er als nächstes?
Die Spannung war wirklich vom ersten Kapitel an da. Denn schon das hat es, wie oben beschrieben, in sich. Die Geschichte ist wirklich nichts für schwache Nerven, denn es gibt wirklich grausame Stellen, die total unter die Haut gehen. Aber auch viele Hintergrundinfos über das Täterdenken, über die Erstellung von Täterprofilen und sowas erwarten den Leser hier. Das war total interessant zu lesen, und habe ich bisher in dem Ausmaß selten in einem Thriller gehabt.
Das Ende hatte es wirklich in sich. So viele Wendungen und so viel Spannung, einfach unglaublich.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war wahnsinnig spannend. Schon die ersten Seiten haben mich richtig gefesselt. Dazu die verschiedenen Perspektiven und die ganze Zeit die Frage, was passiert als nächstes, wie hängt das alles zusammen, wer ist Täter und wer Opfer?
Es gibt einfach so viele Facetten, die richtig spannenden Stellen, aber auch die psychologischen Erklärungsversuche, die Emotionen, das alles hat Veit Etzold so toll geschrieben, dass ich mich einfach in den Zeilen verloren und alles um mich herum vergessen habe.

...Charaktere:
Clara ist einem sofort zugänglich. In ihrer Vergangenheit hat sie einen schweren Verlust erlitten, nämlich den Tod ihrer Schwester, woraufhin sie sich geschworen hat, Verbrecher zu jagen und den Mörder ihrer Schwester zu finden. Dieser Verlust ist in der ganzen Geschichte gegenwärtig und man merkt, dass es sie auch nach 20 Jahren noch sehr mitnimmt. Sie war mir einfach total sympathisch
Martin Friedrich, auch MacDeath genannt, ist ein beeidruckender Mann mit einer Menge Wissen, der die meisten Fakten in den Ermittlungen liefert. Anfangs fand ich ihn etwas arrogant, aber sehr schnell habe ich ihn, wie Clara, schätzen gelernt.
Auch die anderen fand ich sehr gut dargestellt. Sowohl den Täter als auch die Opfer. Von allen hatte man ein recht gutes Bild im Kopf und insgesamt war alles sehr stimmig. Was mir besonders gut gefallen hat, war die nicht ganz so klischeehaften Ermittler. Klar hat auch Clara ihre privaten Probleme, aber es ist mal keine Scheidung oder sowas. Außerdem ist ihr Partner Winterfeldt mal nicht im typischen Alter und wirkt auch nicht so klischeehaft. MacDeath ergänzt ebenfalls durch seine Ungewöhnlichkeit. Ein sehr interessantes Ermittlertrio.

Fazit:
Ein wirklich spannender und grausamer Thriller! Die Spannung ist von Anfang an da, dazu der tolle facettenreiche Schreibstil und das interessante Ermittlertrio, das wirklich mal nicht so klischeehaft ist, wie man es schon häufiger mal gelesen hat. Eindeutig kein Buch für schwache Nerven, denn manche Passagen gehen wirklich unter die Haut mit ihrer Grausamkeit.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne einen spannenden Thriller lesen möchte, der sowohl grausam als auch sehr psychologisch ist. Wer also keine schwachen Nerven hat, und gerne mal was spannendes liest, sollte sich diesen Thriller nicht entgehen lassen.

Montag, 16. März 2015

Rezension: "Scherbenmädchen" von Liz Coley

Manche Ereignisse kannst du alleine nicht ertragen und du zersplitterst innerlich...


Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe / One
Reihe: nein
Originaltitel: Pretty Girl 13
Erscheinungsdatum: 12.02.2015
Seitenzahl: 251
ISBN: 9783846600061


Klappentext:
Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder auf. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte Ausmaß des Erlebten nicht ertragen kann. Sie würde zerbrechen ...


"Einen kurzen Augenblick lang hast du dich zu einem winzigen festen Lichtpunkt zusammengeballt und gespürt, wie du von deinem Körper abgetrennt wurdest. Du hast dich versteckt. Und wir haben dich verborgen gehalten, bis du wieder in Sicherheit warst." (Seite 10)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover fällt mit seinem roten Hintergrund und dem Mädchen direkt ins Auge und ich finde, so bildlich passt es gut zur Geschichte. Auch der Titel in Kombi mit dem Cover ist gut gewählt. Der Klappentext macht neugierig und zeigt schon gleich, um welches Thema es sich handelt.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden von Angie, damals als sie im Zeltlager war. Dann macht die Geschichte einen Zeitsprung, drei Jahre sind vergangen und Angie schließt die Haustür auf und ist endlich wieder zu Hause. Ich war sofort in der Geschichte drin, und wollte wissen, was dem Mädchen damals zugestoßen ist und warum es jetzt plötzlich nach Hause kommt.
Die Idee ist auf der einen Seite nicht unbedingt neu und auf der anderen Seite wahnsinnig interessant. Mich fasziniert die Krankheit der mulitplen Persönlichkeitsstörung und deshalb wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Die Krankheit wurde ziemlich gut erklärt und war sehr spannend mit der Geschichte verknüpft und sehr bildhaft dargestellt, so dass man das, was in Angies Kopf vorgeht, sehr gut nachvollziehen konnte.
Die Geschichte war von Anfang an spannend und man wollte, musste einfach weiterlesen. Zwar hatte ich vorneherein meine Vermutung, was mit Angie während der drei Jahre passiert ist, womit ich auch richtig lag, doch trotzdem hält das Buch noch die ein oder andere Überraschung bereit, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.
Letztendlich lag der Fokus der Geschichte nicht auf der Entführung selbst sondern vor allem auf der Verarbeitung der Ereignisse von Angie mithilfe ihrer Therapeutin, wo es dann eben um die multiple Persönlichkeitsstörung ging. In diesem Bereich lag einfach die Hauptspannung der Geschichte und es war auf jeden Fall sehr gut gemacht!
Das Ende wurde noch einmal richtig spannend und konnte mich zu Tränen rühren. Ein wirklich würdiger Abschluss für die Geschichte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war wirklich ganz wunderbar zu lesen und hat mich richtig an das Buch gefesselt. An den passenden Stellen sehr spannend und dann wiederum sehr bildhaft, wenn es um Angies Gedankenwelt und die Krankheit ging. Sehr schön fand ich es, dass es immer mal wieder Passagen der Persönlichkeiten gab, die kursiv hervorgehoben waren. Das hat es für mich irgendwie noch authentischer gemacht.

...Charaktere:
Angie ist eine unheimlich starke Person, was vor allem am Ende noch einmal ganz deutlich wird und mir Tränen in die Augen getrieben hat. Sie hat drei Jahre Entführung hinter sich, wo sie Dinge erlebt hat, die niemand erleben sollte, und aufgrund dessen, sich Teile ihrer Persönlichkeit abgespalten haben, um leichter damit leben zu können. Sie selbst ist ein sehr faszinierender Charakter, aber auch die verschiedenen Teile ihrer Persönlichkeiten sind mir teilweise wirklich ans Herz gewachsen. Klingt vielleicht komisch, aber beim Lesen werdet ihr das verstehen.
Angies Therapeutin fand ich eine wahnsinnig nette Person, bei der man einfach das Gefühl hatte, man kann ihr alles erzählen und sie fragt nicht unnötig nach sondern wartet ab. Also eigentlich die Traumtherapeutin, die riesigen Einsatz zeigt, um Angie und ihren Persönlichkeiten zu helfen.


Fazit:
Ein tolles, spannendes Buch, auch wenn die Spannung auf einer anderen Ebene ist, als man das bisher gewohnt ist, nämlich auf der psychologischen, sozusagen im Kopf der Protagonistin. Diese leidet nämlich an einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Außerdem überzeugt die Geschichte durch einen tollen, teilweise recht bildhaften Schreibstil, eine interessante Idee und eine sehr mutige Protagonistin.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne etwas zur multiplen Persönlichkeitsstörung lesen möchte, oder jedem, der einen spannenden Jugendthriller sucht, bei dem die Spannung mal auf einer anderen Ebene liegt.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Rezension: "Eindeutig Liebe" von Jessica Thompson

Sienna trifft Nick und verliebt sich auf Anhieb in ihn, ohne ihn zu kennen. Dann trifft sie ihn auf der Arbeit wieder und sie werden Freunde - beste Freunde. Die Gefühle bleiben und werden stärker, doch irgendwie fehlt die Situation und der Mut...


Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: This is a Love Story
Erscheinungsdatum: 21.09.2012
Seitenzahl: 460
ISBN: 9783404167876


Klappentext:
Mann trifft Frau, Frau verliebt sich in Mann – das ist nichts Besonderes. Doch als Sienna Nick kennenlernt, ist es anders als in anderen Liebesgeschichten. Sie sieht Nicks gefährlich braune Augen und denkt: Fall. Nicht. In. Sie. Hinein.
Denn wer wäre da, um sie aufzufangen, wenn sie fällt? Sienna ist so zerbrechlich. Sie hat so viele Geheimnisse, und er scheint es nicht sonderlich ernst zu meinen.
Ein Roman über einen Mann und eine Frau, die sich von Anfang an unendlich lieben – und doch erst einmal nur das Beste und Schlimmste zugleich werden, was möglich ist: beste Freunde.


"Aber wenn es Liebe ist, echte Liebe, dann möchte ich wirklich, dass sie einander finden. Denn ich glaube, dass die Liebe eine überwältigende, alles verzehrende Kraft darstellt, und wenn sie aufrichtig ist, kann man sie nicht ignorieren. Ganz gleich, wie lange es dauert, irgendwann tritt sie einem die Tür ein. Sie hält einen nachts wach. Sie beherrscht die Gedanken und verbrennt die Seele." (Seite 445)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz süß gemacht und fühlt sich sogar etwas strukturiert an, was ich ganz gern mag. Der Titel ist perfekt und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Den Klappentext finde ich sehr gelungen und hat mich sofort angesprochen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der ersten Begegnung im Zug. Sienna sieht Nick das erste Mal und findet ihn sofort interessant und attraktiv und fängt das Schwärmen an. Auf dem Weg zur Arbeit denkt sie weiter darüber nach und vergisst ihn schließlich. Immerhin wird sie ihn eh nie wieder sehen. Und dann plötzlich taucht er an ihrem Arbeitsplatz auf und stellt sich als Kollege vor. Dann erleben wir das erste Mal sozusagen aus Nicks Perspektive noch einmal rückblickend. Ich war irgendwie sofort in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weiter geht.
Die Idee war jetzt nicht unbedingt einmalig, aber dafür sehr realitätsnah und ich konnte es mir einfach sehr gut vorstellen.
Auch wenn man jetzt vielleicht denken könnte, dass es eine kitschige Liebesgeschichte ist. Dem ist nicht so. Es geht viel um das alltägliche Leben, Hilfsbereitschaft, Freundschaft. Die Liebe ist zwar immer da, aber tritt häufig in den Hintergrund. In erster Linie geht es um das Leben von Sienna und Nick, die beste Freunde sind.
Vielleicht hätte man das Buch an manchen Stellen etwas kürzen können, weil vielleicht nichts nennenswertes für die Geschichte passiert ist. Aber trotzdem habe ich mich so unglaublich wohlgefühlt, dass es genau passend war, wie es war.
Das Ende war eigentlich wie erwartet und ich konnte das Buch glücklich und zufrieden zu klappen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war auf den ersten Seiten sehr locker und dann hat er sich verändert. Raus aus Siennas Fantasie und rein in die Wirklichkeit. Der Umschwung hat mich anfangs etwas Eingewöhnung gekostet, doch dann ließ es sich sehr gut lesen.
Die Perspektiven von Sienna und Nick fand ich sehr gut und es war toll, dass sie sich auch manchmal überschnitten haben, so dass man bestimmte Situation noch einmal aus einem anderen Blickwinkel erfahren hat.

...Charaktere:
In die Charaktere habe ich mich wirklich sofort verliebt und sie sind mir so ans Herz gewachsen.
Da wäre natürlich als erstes Sienna. Eine recht junge Frau, die sehr glücklich mit ihrem Job in der Redaktion ist. Sie steht gut im Leben und versucht alles unter einen Hut zu bekommen. Den Rücken bekommt sie immer wieder von ihrer besten Freundin gestärkt.
Nick steht kurz vor seinem 30. Geburtstag und macht erst mal eine schmerzliche Erfahrung. Davon erholt er sich dank der Arbeit und Sienna aber recht schnell und kann sich sogar mit dem nahenden Geburtstag irgendwie abfinden.
Pete ist mir wirklich ans Herz gewachsen, auch wenn ich ihn anfangs wirklich unsympathisch fand. Aber schon bald erzählt er seine traurige Geschichte und man möchte ihn am liebsten in den Arm nehmen und ihm irgendwie helfen.
George hat es definitiv nicht leicht im Leben und ist krankheitsbedingt sehr eingeschränkt. Trotzdem nimmt ihm das keineswegs seine Lebensfreude und seine Menschenkenntnis.


Fazit:
Ein wunderschönes Buch über Nick und Sienna, die beste Freunde sind und große Gefühle füreinander haben. Die Charaktere sind einfach so wundervoll und liebenswürdig, dass sie einem sofort ans Herz wachsen. Man kann sich einfach so gut mit ihnen identifizieren. Der Schreibstil war sehr passend, wenn auch auf den ersten Seiten etwas gewöhnungsbedürftig. Auch wenn die Geschichte nicht einmalig ist, konnte sie mich trotzdem begeistern. Es geht einfach um so viel mehr als nur um Liebe, sondern um Freundschaft, Vertrauen, Hilfsbereitschaft, aber eben auch um Liebe.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte, bei der die Liebe nicht immer im Vordergrund steht, aber von Anfang bis Ende da ist. Eine Geschichte, bei der es in erster Linie um eine wunderbare Freundschaft geht, die so einiges mitmacht. Einfach ein Buch zum Eintauchen und Wohlfühlen, zum Schwärmen und Träumen.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Rezension: "Der Ozean am Ende der Straße" von Neil Gaiman

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: The ocean at the end of the lane
Erscheinungsdatum: 08.10.2014
Seitenzahl: 234
ISBN9783847905790


Klappentext:
Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen … Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich wunderschön mit so einem geheimnisvollem blau. Auch der Titel ist total passend gewählt und der Klappentext gefällt mir auch sehr gut. Eine rundum gelungene Gestaltung.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog nach einer Beerdigung. Die Hauptperson, die irgendwie keinen Namen hat, kehrt zu seinem Elternhaus zurück bzw in die Gegend und findet sich an dem Teich von damals wieder und die Erinnerungen kommen an die Oberfläche. Damit beginnt die Geschichte, sozusagen als Rückblick, was ich ziemlich gelungen finde.
Die Idee ist absolut genial, auch wenn ich es nicht genau erklären kann. Sobald ich den Inhalt erklären würde, würde es ziemlich blöd und absolut unrealistisch klingen. Und genau das macht das Buch aus. Diese absolut unrealistische Seite erscheint einem beim Lesen so normal, als wäre es auch außerhalb des Buches so. Man stellt nichts in Frage sondern akzeptiert es ganz einfach, wie auch die Hauptperson es tut. Und genau dann in man mitten im Bann des Buches. Man muss einfach weiter lesen und sehen, wo diese mysteriösen Geschehnisse hinführen und wie alles einen Zusammenhang hat.
Ich war einfach nur fasziniert von der Entwicklung der Geschichte und habe mich mitreißen lassen, bin immer wieder in diese seltsame Welt eingetaucht und fand es ganz normal.
Natürlich gab es auch spannende und dramatische Momente, die es wirklich in sich hatten und mich noch mehr gefesselt haben.
Das Ende bildet wiederum einen wundervollen Rahmen, den ich mir nicht hätte schöner wünschen können. So ein tolles Ende, bei dem ich sogar leichte Tränen in den Augen hatte, weil ich es irgendwie so klasse fand, auch einfach von der Idee her.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, auch wenn er eigentlich recht neutral war. Dennoch lag über dem ganzen Buch so eine mysteriöse Atmosphäre, die mir unglaublich gut gefallen hat, und in die ich sofort eintauchen konnte. Alles erschien plötzlich so real und richtig. Außerdem wurde an den passenden Stellen die Spannung sehr gut vermittelt.

...Charaktere:
Der Hauptcharakter, der keinen Namen hat, war mir eigentlich von Anfang an sympathisch. Alleine durch den Prolog konnte ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen, vor allem auch weil die ganze Geschichte aus seiner Perspektive war. Ich fand ihn ziemlich mutig, wenn man mal die Geschehnisse und sein Alter betrachtet. Er war wirklich sehr gut dargestellt.
Lettie ist mir direkt bei ihrem ersten Auftauchen ans Herz gewachsen, wie sie ihn an die Hand nahm und ihn zu sich nach Hause gebracht hat. Einfach ihr ganzes Auftreten hat mir gefallen und vor allem ihren Mut und ihre Bereitschaft habe ich bewundert. Ein ganz toller Charakter, der die Geschichte besonders gemacht hat.
Aber auch die Nebencharaktere waren gut, manche zwar etwas blass dargestellt, aber insgesamt doch ganz gut.

Fazit:
Es fällt mir schwer, das Buch in Worte zu fassen. Jeder Erklärungsversuch für meine Begeisterung ist irgendwie ungenügend. Neil Gaiman schafft es, eine absolut tolle, mysteriöse, geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen, die dem Lesen absolut realistisch erscheint, als wäre es auch hier so. Dazu gibt es geniale Charaktere, vor allem Lettie, und einen sehr passenden Schreibstil, der einen fesseln kann und es alles unglaublich real erscheinen lässt!
Irgendwie ist alles so ein bisschen märchenhaft, das Gute direkt neben dem Bösen im Kampf miteinander und mittendrin zwei Kinder, die das sehen, was den meisten verborgen bleibt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine geheimnisvolle Geschichte aus Sicht eines Jungen lesen möchte, die jedoch so viel mehr in sich birgt und einen mitnimmt in eine zauberhafte, fast schon märchenhafte Welt, wo das Böse direkt auf einen wartet!

Dienstag, 23. September 2014

Rezension: "Hummeln im Herzen" von Petra Hülsmann

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Hummeln im Herzen
Erscheinungsdatum: 16.09.2014
Seitenzahl: 394
ISBN9783404171682


Klappentext:
Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen – diesen weisen Rat hört Lena gleich mehrmals von Taxifahrer Knut. Aber leichter gesagt als getan, wenn der Verlobte eine Niete und der Job wegen eines äußerst peinlichen Fehlers plötzlich ein Ex-Job ist. Für Selbstmitleid bleibt Lena aber sowieso kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover, übrigens mit einer pelzigen Hummel, finde ich unheimlich süß und sehr passend zum Titel gewählt, der wiederum gut zur Geschichte passt und am Ende eine Bedeutung bekommt. Auch der Klappentext gefällt mir sehr gut, vor allem der Einleitungssatz.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt recht unmittelbar mit Lenas Hochzeitsvorbereitungen, die nicht ganz nach ihren Wünschen verlaufen, aber sie freut sich unheimlich auf die Hochzeit an sich, also lässt sie es so geschehen. Doch dann kommt das böse Erwachen und sie steht alleine da und zieht kurzerhand bei ihrer besten Freundin, ihrem Bruder und seinem besten Freund ein - ein WG-Leben, in dem sie versucht, ihr Leben wieder zu ordnen. Und so beginnt eine recht turbolente Geschichte, mit viel Humor, aber auch den ersten Seiten des Lebens.
Die Idee ist jetzt nicht unbedingt einmalig, Frau wird vor dem Altar sitzen gelassen und sie muss ihr Leben neu organisieren und möchte natürlich alles besser machen. Wenn man das mal so betrachtet, ist es eigentlich eine ziemlich klischeehafte Geschichte, auch mit den Wendungen und so. Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch trotzdem manchmal überraschen konnte, es gab einfach Momente, mit denen ich zu keiner Zeit gerechnet hatte und die es dann wieder so besonders gemacht haben.
Besonders gefallen hat mir ihr beruflicher Werdegang, weil ich mich einfach so gut in sie hineinversetzen konnte und auch Otto ist mir, genauso wie ihr, unheimlich ans Herz gewachsen. Da hat wirklich einfach alles gepasst - wirklich gelungen.
Das Ende hatte ich mir zum Teil schon so gedacht, eben so schön klischeehaft. Aber trotzdem konnte es mich überraschen und überzeugen. Es hat mich einfach mit einem guten Gefühl zurück gelassen, wie ich das auch erwartet habe.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat super zum Buch gepasst. Er war relativ leicht gehalten, hatte aber zwischendrin auch seine wohlformulierten Momente, die mir dann besonders gut gefallen haben. Ansonsten ließ es sich einfach unheimlich gut und flüssig weglesen, was perfekt gepasst hat. Dazu dann noch ein wunderbarer Situationshumor, der nicht gestellt wirkte, sondern einfach gepasst hat.

...Charaktere:
Lena ist anfangs auch so richtig zu bemitleiden, aber auch später war sie relativ sympathisch, wenn auch manchmal etwas naiv und dämlich, weil sie es einfach nicht wahrhaben wollte, was ziemlich offensichtlich war. Aber vielleicht hat genau das sie so realistisch gemacht, weil ich bestimmt genau so gedacht und gehandelt hätte. Wobei manchmal hatte sie wirklich ein ordentliches Brett vorm Kopf und ich hätte sie gern geschüttelt.
Ben ist relativ klischeehaft gehalten mit seinen Frauengeschichten und der beste Freund des Bruders und seiner Beziehung zu Lena. Doch auch er hat auf den zweiten Blick seine netten Seiten, kann aber auch genau so gut wieder ziemlich gemein sein.
Besonders angetan haben es mir die Nebencharaktere, die einfach mit so viel Liebe gestaltet waren, wie beispielsweise Knut mit seinen Ratschlägen oder auch Otto, die mir im Laufe der Geschichte unheimlich ans Herz gewachsen sind.

Fazit:
Ein toller, lustiger Frauenroman, wie ihn das Leben schreibt, mit einem guten Maß an Ernsthaftigkeit und Moral! Auch wenn die Idee etwas klischeehaft war, gab es trotzdem überraschende Wendungen, bis ganz zum Schluss. Tolle Charaktere, ganz besonder die Nebencharaktere, und der Schreibstil, machen das Buch zu etwas besonderem. Dennoch hätte ich die Personen manchmal schütteln können, für ihr teilweise dämliches Verhalten!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen leichten Roman für Zwischendurch sucht, mit einer Liebesgeschichte und einem bunten Mix des Lebens! Vielleicht etwas für jeden, der Britta Sabbag mag!

Samstag, 21. Juni 2014

Rezension: "Das Leben ist (k)ein Ponyhof" von Britta Sabbag

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Das Leben ist (k)ein Ponyhof
Erscheinungsdatum: 15.04.2014
Seitenzahl: 221
ISBN9783404169771


Klappentext:
WENN DU DEN ROTEN FADEN VERLOREN HAST, HALT NACH EINEM ANDEREN AUSSCHAU – VIELLEICHT IST DEINER BUNT!

Antonias Leben ist perfekt. Bis ihre Mutter sie dazu verdonnert, auf ihren leicht senilen Stiefvater aufzupassen, während sie selbst sich in einem indischen Ashram vergnügt. Dabei hat die Karrierefrau Antonia für so etwas nun wirklich keine Zeit. Schließlich steigt sie gerade zur Partnerin in einer Unternehmensberatung auf und will ihren langjährigen Freund und Kollegen heiraten.
Zurück im Heimatkaff stellen Walters Schrullen Antonia gehörig auf die Probe. Bald steht ihr ganzes Leben Kopf. Oder lernt sie vielleicht gerade erst zu leben?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover fällt einem sofort ist Auge und hat diesen typischen Wiedererkennungswert von Britta Sabbag. Mir gefällt es sehr gut, auch wenn es irgendwie ziemlich schlicht ist, aber so in Kombination mit dem Titel und dem Zebra wirklich super. Auch der Titel ist wieder mal perfekt gewählt und hat eine Bedeutung, was ich immer ganz gern mag. Ich liebe diese Klappentexte von der Autorin, vor allem immer den ersten Satz! Aber auch der restliche Klappentext gefällt mir wirklich gut und zeigt einem genau, was einen erwartet, ohne zu viel zu verraten.
Sehr niedlich finde ich wie immer das Daumenkino an der Seite, dieses Mal mit dem Zebra.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee an sich ist vielleicht nicht unbedingt einzigartig oder einmalig, aber es hat mir trotzdem gefallen.
Der Einstieg in die Geschichte begann ziemlich direkt mit dem Alltag der Protagonistin und ihrem Freund, wo durch ich einen sehr guten Eindruck von ihrem Leben hatte. Kurz darauf kam auch schon der Anruf von Antonias Mutter und sie macht sich auf den Weg in ihr Heimatdorf. Nun lernt man ihre Mutter und den Stiefvater kennen. Das war so ein Moment, wo es für mich etwas überstürzt und absurd wurde, aber das hatte sich schon recht bald wieder geändert.
Das Tempo der Geschichte fand ich ziemlich gut, also weder zu schnell noch zu langatmig. Auch wenn mal nichts passiert ist, waren es trotzdem die Kleinigkeiten, die Spaß gemacht haben.
Bei Frauenromanen kann man sich den Verlauf eigentlich immer denken, was hier nur teilweise der Fall ist. Ich hatte so meine Vermutungen, die sich teilweise bestätigt hatten, aber vor allem zum letzten Drittel hin konnte es mich doch noch einmal wirklich überraschen und mich fesseln.
Das Ende hatte, wie gerade erwähnt, noch einige Wendungen, die an sich aber wirklich gut gepasst haben. Evtl waren sie etwas weit hergeholt, aber das hat mich überhaupt nicht gestört, weil es einfach so schön passend war. Schließlich heißt es ja schon so schön, dass man vielleicht einen bunten statt einen roten Faden im Leben findet.

...Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil der Autorin wirklich gern - genau passend für einen Frauenroman. Das Buch lässt sich leicht zwischendurch lesen, ist aber auch nicht zu platt. Es gibt viele lustige Szenen, aber dennoch bietet die Geschichte einen passenden Tiefgang an und genau das gefällt mir so gut an Britta Sabbag!

...Charaktere:
Antonia ist ganz die Businessfrau mit einem festen Ziel vor Augen und einem passenden Mann an ihrer Seite. Doch dann der Anruf, der alles durcheinander bringt. Erst da durch fängt sie an, wirklich über ihr Leben nachzudenken. Ich finde ihre Entwicklung wirklich toll und muss sagen, dass es auch gut so war. Anfangs fand ich sie zwar nicht wirklich unsympathisch, aber sympathisch ist auch was anderes.
Ganz schrecklich anstrengend fand ich ihren Freund, aber der war ja zum Glück irgendwie nur Nebencharakter. Aber er hat eben sehr gut in die Geschichte gepasst und hätte auch nicht fehlen dürfen.
Antonias Stiefvater war mir gleich zu Anfang total sympathisch. Er hat so eine freundliche und herzliche Art, dass man ihn einfach mögen muss und ihm nicht böse sein kann, was auch Antonia feststellt. Ich fand seine Sicht der Dinge toll. Antonia und er haben einfach perfekt zusammen gepasst!


Fazit:
Ein weiteres tolles Buch von Britta Sabbag, dass mich super unterhalten hat und gleichzeitig Niveau hatte. Auch wenn es nicht zu ihrer vorherigen Reihe gehört, hat es mir wirklich gut gefallen und ist ziemlich ähnlich aufgebaut. Dieses Mal werden jedoch etwas mehr Klischees eingebaut, aber das wird so super verpackt mit dem Schreibstil und den tollen Charakteren, dass es gar nicht auffällt. Dennoch fand ich die beiden vorherigen Bücher von ihr etwas besser.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen tollen Frauenroman sucht, der einen nicht nur unterhält, sondern einem auch etwas fürs Leben mit auf den Weg gibt. Der sich außerdem gut lesen lässt, lustig ist und trotzdem noch Niveau hat. Für alle, die auch schon "Pinguinwetter" und "Pandablues" gelesen haben und denen es gefallen hat, lest auch dieses Buch von ihr, auch wenn es nicht zur Reihe gehört ist es trotzdem lesenswert und mal was anderes!

Sonntag, 6. April 2014

Rezension: "Ein Tag im März" von Jessica Thompson

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Three little words
Erscheinungsdatum: 22.11.2013
Seitenzahl: 427
ISBN: 9783404169252


Klappentext:
Adam ist jedes Mal nervös, wenn er die schöne Unbekannte an Tisch zehn bedienen muss. Die junge Frau kommt täglich in sein Café, bestellt einen koffeinfreien Latte mit einem Stück Zucker, sitzt stundenlang dort und sieht mit unfassbarer Traurigkeit zu, wie die Welt an ihr vorbeizieht. Was Adam nicht weiß: Bryony hat einen schlimmen Verlust erlitten, denn sie hat Max, den Menschen, den sie am meisten liebte, durch einen tragischen Unfall verloren. Ein einziger Augenblick an einem milden Frühlingsabend im März hat ihr Leben für immer verändert. Um ins Leben zurückzufinden, braucht sie die Kraft, verzeihen zu können – und die Liebe eines Menschen ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich total schön mit den einzelnen kleinen Sachen, auch wenn es so abstrakt ist, passt es irgendwie zum Inhalt. Auch der Titel trifft den Nagel auf den Kopf und ist ziemlich gut gewählt, wenn auch eher neutral gehalten. Den englischen Titel finde ich aber eigentlich viel passender! So wie Cover und Titel mag ich auch den Klappentext sehr gern.
Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die mit einem Satz aus dem Kapitel tituliert sind sowie Ort und Zeitangabe.

...Grundidee & Verlauf:
Von der Idee bin ich einfach nur total begeistert! Was ich anfangs nicht ganz verstanden hatte, wurde später zu einem großen Ganzen!
Bryony verliert ihren Freund Max bei einem tragischen Unfall an einem Tag im März. Seit dem geht sie öfters ins Cafè, wo Adam arbeitet. Er weiß nicht, warum sie immer dort ist und was in ihrem Leben los ist...
Aber nicht nur Bryonys Leben hat sich an diesem Tag im März verändert, sondern auch das von ein paar anderen Personen.
Anfangs war mir überhaupt nicht klar, was es mit denen auf sich hatte, irgendwann kam mir jedoch ein kleiner Verdacht. Aber es ist alles viel komplexer, als ich zu jenem Zeitpunkt annahm. Es geht um so viel mehr, nämlich um Vergebung und Verzeihen!
Es gab einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, die mich schockiert haben, mich zum Weinen brachten aber auch zum Lachen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist nicht unbedingt außergewöhnlich, aber er passt zum Buch und hat mir gefallen. Die Autorin schafft es, so viel zu verraten, dass man unbedingt weiter lesen möchte, aber auch nicht zu viel, dass es plötzlich langweilig wäre.
Die ganze Zeit hat sie den roten Faden in der Geschichte verwoben, wo einem vieles erst im Nachhinein wirklich bewusst wird.
Jedes Kapitel beginnt mit einer neuen Perspektive. Was ich anfangs etwas seltsam fand, war nachher so unglaublich passend und perfekt.

...Charaktere:
Bryony und Max, Adam, Sara und Tom, Rachel und Rita, Lisa, Keon und Tynice, Eddie..
Auch wenn es vielleicht viele Personen sind, die auch fast alle ihre eigene Perspektive haben, ist es keineswegs zu viel! Jede Person ist so authentisch und mit Liebe zum Detail dargestellt, als wäre jede die Hauptperson und irgendwie sind sie auch alle wichtig. Anfangs konnte ich mit so einigen nichts wirklich anfangen und habe mich gewundert, was sie denn da zu suchen haben. Aber nach und nach ergibt alles Sinn und wird ein großes Ganzes, das begeistert!
Besonders gefallen hat mir die Entwicklung jedes Einzelnen im Laufe der Geschichte.


Zitate:
"Einige unserer Entscheidungen durchleben wir nicht nur einmal, sondern tausendmal, und erinnern uns an sie füt den Rest unseres Lebens." (S. 385)

"Vergeben heißt, einen Gefangenen freizulassen, nur um zu entdecken, dass man selbst der Gefangene war. -Lewis B. Smedes " (S. 427)


Fazit:
Ich kann meine Begeisterung nur schwer in Worte fassen und ich habe Angst, diesem Buch nicht gerecht zu werden. Es ist ein wundervolles Buch über Vergebung und das Leben, was wirklich zählt und wie ein Ereignis uns verändern kann.
Auch wenn ich anfangs etwas komplett anderes erwartet hätte, konnte es mich mit seiner etwas 'anderen' Geschichte restlos begeistern. Es hat mich zum Nachdenken gebracht, aber auch zum Hoffen, Lachen und Weinen.
Ich empfehle dieses Buch einfach jedem, weil es so wundervoll ist, nicht nur von der Idee sondern vor allem von der Umsetzung. Auch nach Tagen beschäftigt es mich immer noch, weil es einfach so anders ist!

Samstag, 15. Februar 2014

Rezension: "Noah" von Sebastian Fitzek

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Noah
Erscheinungsdatum: 20.12.2013
Seitenzahl: 556
ISBN: 9783785724828


Klappentext:
Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.



Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich unglaublich gut gelungen und auch mit dem Titel, passt es perfekt zum Buch, und zwar wirklich absolut perfekt! Dazu noch der Klappentext und man will dieses Buch unbedingt lesen!
Das Buch ist in drei Stufen und dann jeweils in Kapitel unterteilt, die eine wirklich angenehme Länge hatten. Die Bedeutung der Stufen wird allerdings erst später erklärt.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee ist absolut unglaublich und in der Form wirklich einmalig! Ich will gar nicht so genau darauf eingehen, aus Angst, etwas zu verraten. Aber sagen wir mal so viel, es geht um Misstände, Überbevölkerung, Umweltprobleme, Verschwörung... Also kurz um kein gewöhnlicher Thriller, wie schon im Vorfeld gesagt. Klingt auf den ersten Blick auch nicht so spannend, aber da irrt man sich gewaltig.
Es braucht ca 100 Seiten, bis die Spannung kommt, aber dann wird es von Seite zu Seite besser, spannender, verworrener, trotz der vielfältigen Gesellschaftskritik und dem Hinweisen auf Misstände.
Das Ende hat mich wirklich umgehauen und beschäftigt mich noch immer! Fest steht, alle Vermutungen, die ich im Buch über hatte, wurde fast nicht erfüllt sondern waren doch ganz anders.

...Schreibstil:
Wie schon ganz oft gesagt, ist es kein gewöhnlicher Fitzek. Nach den ersten 100 Seiten merkt man allerdings die Spannung, die wirklich bis zum letzten Satz bleibt! Aber die Spannung hat es wirklich in sich: Die Seiten fliegen nur so dahin und alles wird immer verworrener und neue Fragen kommen auf.
Da es um Verschwörung geht, hat man manchmal den Eindruck gehabt, dass Fitzek vorher Dan Brown gelesen hat und manche Szenen haben wirklich daran erinnern. Das finde ich überhaupt nicht schlimm, denn man merkt, dass der Autor es auf seine Weise in seine Geschichte eingebaut hat und Dan Brown sozusagen nur der erste Funke für die Idee war.
Das Buch hat verschiedene Handlungsstränge, die erst überhaupt nicht zusammen passen, nach und nach aber doch erstaunlich gut zueinander finden. Vor allem ein Handlungsstrang, der in den Slums, konnte mich wirklich begeistern, weil es so erschreckend realistisch war! 

...Charaktere:
Da weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll. Jeder hat sich im Buch so unglaublich oft gewandelt und der erste Eindruck vom Charakter, war im nachhinein doch anders.
Dennoch schafft Fitzek es, seinem anderen Thriller auch 'andere' Charaktere zu geben. Alle konnten mich überraschen und überzeugen! Allen voran war Noah natürlich sehr gelungen und ich konnte mich super in ihn hineinversetzen. Aber auch die "Nebencharaktere" waren super!


Zitate:
"Jede Lüge wird zu einer Wahrheit, mit der wir irgendwann leben müssen." (S. 504)


Fazit:
Ein Thriller der anderen Art, aber unglaublich gut! Ein gesellschaftskritischer und nachdenklich stimmender Thriller, der nach den ersten 100 Seiten so unglaublich viel Spannung in sich birgt!
Man kann es jedoch nicht mit vorherigen Werken des Autors vergleichen, weil es wirklich anders, aber auch absolut super ist! Diese spannende und realistische Schreibweise macht das Buch zu was besonderem!
Ich empfehle dieses Buch jedem Thrillerleser, der schon mal etwas von Fitzek gelesen hat. Lasst euch nicht abschrecken von diesem Buch, sondern lest es. Wer noch nichts von ihm gelesen hat, sollte sich vielleicht erst ein anderes Buch lesen, um den Autor kennen zu lernen, was aber kein Muss ist.

Sonntag, 14. Juli 2013

Rezension: Pandablues von Britta Sabbag

Dies ist die Rezension zum 2. Teil von "Pinguinwetter".
Spoilergefahr!
Das Fazit sowie die Zitate können gefahrlos gelesen werden :)
Rezension "Pinguinwetter": *klick*

Inhalt:
Charlotte ist endlich mit ihrem Traummann Eric zusammen und alles scheint gut. Oder etwa doch nicht? Betrügt er sie ausgerechnet mit einer Sauberfrau? Davon noch nicht genug, ist sie auch nicht mehr so richtig zufrieden mit ihrem Praktikum im Zoo. Aber ihre Freundinnen Trine und Mona sind für sie da und helfen ihr immer wieder aus der Patsche...


Meinung:
Das Buch beginnt einige Zeit nach den Geschehnissen des ersten Bands. Wenn ich mich nicht vertue, dann war es ein Jahr. Trotz des recht langen Zeitraums hat man nichts verpasst bzw manche Dinge werden wiederholt, so auch Ereignisse aus dem ersten Teil.

Fest steht, der zweite Teil macht dem ersten Teil alle Ehre. Es ist wirklich genauso. Genauso lustig, wieder nicht so vorausschaubar sondern auch etwas unerwartete Wendungen und Tiefgang.

Die Charaktere sind mir nach wie vor sympathisch und ich finde es total klasse, an ihrem Leben teilzunehmen. Es ist chaotisch, lustig, traurig. Einfach alles.

Auch das Cover ist natürlich wieder der Hammer. Genauso süß mit dem Panda. Auch der Titel hat wieder eine Bedeutung, was ich immer total toll finde. Vor allem wenn es noch etwas mit dem Inhalt an sich zu tun hat, bin ich wunschlos glücklich.


Zitate:
"Das Leben ist eine Zugfahrt, jede Enttäuschung ist nur eine Haltestelle, und wir müssen einfach weiterfahren." (S. 206)

"Wenn auf zu Tode betrübt himmelhochjauchzend folgt, dann nennt man das wohl Leben." (S. 235)

"Manchmal erfüllen sich Wünsche, von denen man nicht wusste, dass sie existieren." (S. 248)


Fazit:
Einfach nur super. Genau so klasse wie "Pinguinwetter" in allen Punkten. Eine tolle Forsetzung und ich persönlich hoffe, dass es einen dritten Teil gibt. Es würde total gut passen und ich wäre so glücklich. Ich überlege schon die ganze Zeit, wie der dann wohl heißen könnte, aber egal.
Ein absolutes Muss, falls ihr "Pinguinwetter" schon gut fandet!

Freitag, 26. April 2013

Rezension: Pinguinwetter von Britta Sabbag

Inhalt:
An dem einen Tag war noch alles gut und am nächsten Tag ist Charlottes Leben ein großes Schlachtfeld: Kurz vor ihrer Beförderung wird sie gefeuert. Ihre Mutter schickt ihr seltsame SMS aus der U-Haft in Grönland. Desweiteren entscheidet sich ihre immer-mal-wieder-Affäre Marc zu heiraten. Allerdings nicht sie.
Aus lauter Frust lebt sie ziellos in den Tag hinein, bis ihre Freundin ihr ihren Sohn Finn aufs Auge drückt. Bei einem Zoobesuch hätte Finn beinahe einen Unfall gehabt, aber der alleinerziehende Eric hat ihn gerettet. Und nun denkt dieser, Charlotte sei Finns Mutter, womit alles so richtig los geht....


Meinung:
Der erste Satz des Klappentextes beschreibt das Buch sehr gut: "Das Schlimme an Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird."
Getreu nach dem Motto richtet sich auch dieses Buch.

Es ist ein sehr lustiger Frauenroman, aber wie ich finde doch irgendwie einmalig. Die meisten Frauenromane lassen sich irgendwie vorher sehen oder laufen exakt nach Schema X ab. Aber dieses Buch fing ganz anders an und verlief auch anders mit einigen doch unerwarteten Wendungen und hatte an einigen Stellen echt viel Tiefgang.

Charlotte kann einem wirklich leid tun, da doch relativ viel in ihrem Leben Schlag auf Schlag passiert. Ich hatte auch wirklich Mitleid mit ihr, auch wenn sie etwas naiv an manchen Stellen war. Aber auch das hat sie irgendwie noch netter gemacht.
Sie hat etwas seltsame Freundinnen, die beiden irgendwie so einen kleinen Tick haben, der sie wiederum einzigartig macht. Wer kennt das nicht von seinen eigenen?
Eric war mir auch von Anfang an sympathisch, auch wenn er etwas zu freundlich war. Zumindest sind das in der heutigen Zeit nicht so viele.

Das Cover finde ich sehr süß, einfach wegen diesem Pinguinbaby und der gemalten Sonne. Sonst ist es ja relativ schlicht gehalten, aber das gefällt mir sehr gut.
Auch der Titel ist super gewählt, da er für das Buch eine Bedeutung hat und das finde ich so toll daran.

Die Autorin hat einen schönen angenehmen Schreibstil, der mich zum Lachen aber auch zum Weinen gebracht hat. Sie hat so eine Art, die Gefühle gut und real zu beschreiben, aber dennoch lässt es sich relativ zügig lesen.

Weitere Teile:
Pandablues erscheint am 17.05.2013

Fazit:
Dieses Buch war wirklich schön. Der Schreibstil war klasse. Die Idee fand ich einmalig bisher und sehr gut umgesetzt. Das Cover und der Titel passen perfekt zum Buch. Und auch die Charaktere waren super.