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Donnerstag, 24. September 2020

Rezension: "Ivy & Abe" von Elizabeth Enfield

Eine etwas andere Liebesgeschichte oder vielleicht doch nicht?

Bibliografische Infos:
Verlag: Diana
Reihe: nein
Übersetzerin: Babette Schröder
Erscheinungsdatum: 13.05.2019
Seitenzahl: 448
ISBN: 978-3-453-36040-2


Klappentext:
Ivy und Abe – zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind. Sie begegnen sich zu verschiedenen Zeiten in ihrem Leben. Doch das perfekte Glück verpassen sie immer. Mal wechseln sie ein paar Worte in einem Café, dann trennen sich ihre Wege wieder. Ein anderes Mal haben sie eine Affäre miteinander. Später sind sie verheiratet, aber ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ihr Leben lang tragen Ivy und Abe etwas von dem anderen in sich. Innige Momente, in denen sie ihre Liebe spüren. Wird sie je von Dauer sein?


Meine Gedanken:
Beim Stöbern im Secondhand Buchladen habe ich dieses Buch aufgrund seines schönen Covers entdeckt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und vielleicht etwas an "Zwei an einem Tag" erinnert.

Anfangs war ich beim Lesen ein wenig verwirrt, denn die Geschichte wird rückwärts erzählt. Im ersten Teil sind Ivy & Abe um die 70, treffen sich nach vielen Jahrzehnten wieder und verlieben sich. Dabei war die besondere Spannung zwischen ihnen sehr gut spürbar.
Doch dann im nächsten Teil hält die Geschichte plötzlich ein anderes Setting bereit: Ivy & Abe sind etwas jünger und treffen erneut aufeinander.

So erzählt dieses Buch im Verlauf verschiedenste Szenarien: Ivy und Abe begegnen sich immer anders, mit unterschiedlichen Vorgeschichten und Konstellationen. Jedes Mal bleibt die Frage, wie es weiter geht. 
Durch diese sehr verschiedenen Abschnitte/Kapitel fehlte es mir stellenweise jedoch an Tiefgang. Manchmal hätte ich doch einfach gern noch ein paar mehr Details erfahren. Wo im ersten Abschnitte Gefühle und Knistern zwischen Ivy und Abe zu spüren waren, kam das im weiteren Verlauf nicht mehr so deutlich rüber. 

Irgendwie mochte ich diesen Aufbau der Geschichte und gleichzeitig hat er mich verwirrt. Denn manchmal habe ich Personen aus den verschiedenen Abschnitten nicht direkt zuordnen können oder durcheinander gebracht.
Die zentrale Frage fand ich allerdings sehr spannend und gut umgesetzt: Gibt es die eine große Liebe, den richtigen Menschen für den Rest des Lebens? Oder gibt es zusätzlich noch den richtigen Zeitpunkt für diesen Menschen? Vielleicht ist es auch nur eine Frage nach dem Zeitpunkt und zu verschiedenen gibt es auch andere große Lieben. 
Zugegeben über diese Frage denke ich auch immer noch nach. Ich persönlich glaube an die große Liebe und möchte vielleicht einfach daran glauben, auch wenn es naiv sein mag. Deshalb konnte mich die Geschichte gut abholen.

Fazit:
Insgesamt ein eher ruhiges Buch, was jedoch mit einer zentralen Frage und interessanter Umsetzung einher kommt. In immer anderen Lebensabschnitten begleiten wir Ivy wie sie Abe begegnet und beobachten genau diese Treffen und ihre Verläufe gespannt. 
Wer eine etwas andere Liebesgeschichte sucht, ist mit diesem Buch ganz gut beraten. Mir hat es ein paar lockere Lesestunden beschert, mich nicht zu Tränen gerührt. Muss es aber auch gar nicht.

Montag, 14. Juli 2014

Rezension: "Die verlorenen Spuren" von Kate Morton

Allgemeine Infos:
Verlag:
Diana
Reihe: nein
Originaltitel: The Secret Keeper
Erscheinungsdatum: 28.01.2013
Seitenzahl: 605
ISBN9783453291003


Klappentext:
Eine unheilvolle Lüge, eine verbotene Sehnsucht, ein geheimes Verbrechen

England, Greenacres Farm 1961: Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat den typischen Widererkennungswert von Kate Morton. Auch der Titel passt sehr gut zum Inhalt, wenn auch erst im Nachhinein. Der Klappentext ist spannend geschrieben und verrät nicht zu viel.
Die Geschichte ist in vier große Teile unterteilt, die jeweils eine andere Person als Schwerpunkt beleuchtet.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee einer typischen Familiengeschichte mit vielen überraschenden und spannenden Wendungen!
Laurel hat damals, 1961, ein Verbrechen beobachtet, dessen Ausmaß ihr jedoch erst 40 Jahre später bewusst wird, als sie ein altes Foto ihrer Mutter sieht. Daraufhin stellt sie Nachforschungen über die Vergangenheit ihrer Mutter an. Was war sie für eine Person und wie kam es damals dazu?
Der Einstieg in das Buch fiel mir ziemlich leicht und ich war binnen weniger Seiten direkt in der Geschichte und habe mich gefühlt, als würde ich nach Hause kommen. Das liegt an dem tollen Schreibstil, aber mehr dazu später.
Der Verlauf der Geschichte hat mir gut gefallen und war logisch aufgebaut. Das finde ich immer ziemlich wichtig bei Familiengeschichten, die sowohl in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen. Da durch, dass jedes Kapitel mit Ort und Jahr überschrieben war, kam es nicht zu Verwirrungen und ich habe mich mit der Geschichte sehr gut zurecht gefunden. Auch die Aufteilung in die vier Teile hat Sinn ergeben.
Die Geschichte hat viele überraschende und spannende Wendungen bereit gehalten. Die aller meisten hätte ich so nicht erwartet und so hielt das Buch viel Spannung bereit. Dennoch hat es sich an manchen Stellen etwas gezogen, wenn beispielsweise Passagen aus Tagebüchern oder Büchern von Henry abgedruckt waren. Aber ansonsten hatte ich niemals das Gefühl, dass die Geschichte steht, auch wenn gerade mal nichts passiert ist.
Das Ende war einfach perfekt und ziemlich überraschend! Damit hätte ich wirklich niemals gerechnet und meine Vermutungen gingen in eine ganz andere Richtung. Alles wurde schlüssig aufgeklärt und keine Fragen sind mehr offen geblieben. Genau so muss es sein!

...Schreibstil:
Der Schreibstil von Kate Morton zeichnet sich durch ihre bildreichen und detailierten Beschreibungen aus. So ganz nebenher lässt sie viele kleine Details einfließen, die mir ein ziemlich genaues Bild gegeben haben, aber dennoch Platz für meine eigenen Gedanken gelassen haben. Ich liebe diesen Schreibstil einfach!
Die Geschichte wird aus mehrere Perspektiven erzählt, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, was aber immer über dem jeweiligen Kapitel stand. Mit dem Wechsel bin ich ziemlich gut klar gekommen.

...Charaktere:
In dieser Geschichte haben mich viele tolle Charaktere begleitet, alle sehr gut ausgearbeitet, sodass sie mir ziemlich präsent waren.
Allen vor an natürlich Laurel, die die Vergangenheit ihrer Mutter Dorothy neu beleuchet. Sie war für mich eine wirklich starke und ehrgeizige Person, mit der ich mich gut identifizieren konnte.
Noch besser gefallen hat mir eigentlich nur Dorothy selbst: Sie hat eine schwierige Vergangenheit und einiges erlebt und hat dabei sehr viel Mut bewiesen...
Aber auch die Nebencharaktere waren liebevoll gestaltet und haben ihren Teil zur Geschichte beigetragen, so dass alles ein stimmiges Ganzes ergab.

Fazit:
Nach langer Zeit mal wieder eine tolle Familiengeschichte! Für mehrere Tage hat die Autorin mich mitgenommen ins England der Vergangenheit und Gegenwart und mir dabei eine sehr spannende Familiengeschichte erzählt! Ich liebe Kate Mortons Schreibstil einfach über alles, was die Bücher zu etwas Besonderem für mich macht. Dazu dann noch die tollen ausgearbeiteten Charaktere.
Die Idee hinter der Geschichte konnte mich vollkommen überzeugen und war ziemlich spannend, vor allem am Ende gab es viele überraschende Wendungen. Leider gab es zwischendrin die ein oder andere Passage, wenn auch recht selten, die sich gezogen hat.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Familiengeschichten liest! Wer dann noch England und die Zeit des zweiten Weltkriegs interessant findet, der ist mit diesem Buch perfekt beraten! Wer damit nichts anfangen kann, der sollte besser die Finger davon lassen.

Samstag, 14. Dezember 2013

Rezension: "Alles muss versteckt sein" von Wiebke Lorenz

Klappentext:
Ein beängstigender Thriller um eine rätselhafte Krankheit
Steckt in jedem Menschen ein Mörder? In Gedanken hat Marie schon erschlagen, erwürgt, zerstückelt. Die furchtbar realen Gewaltfantasien kommen ohne Vorwarnung und machen ihr unaussprechliche Angst. Doch denken heißt nicht tun. Glaubt Marie. Bis ein grausamer Mord geschieht, der genau dem Horror-Drehbuch ihres Kopfes entsprungen zu sein scheint. Alle halten Marie für eine Mörderin. Auch sie selbst. Sie wird verurteilt, eingewiesen, weggesperrt. Ein junger Arzt hilft ihr dabei, die Wochen vor der Mordnacht zu rekonstruieren, und in Marie wachsen die Zweifel. Ist die Wahrheit noch viel furchtbarer als ihre Fantasie?


Meinung:
Das Cover finde ich total genial ebenso wie den Titel, der auch zum Inhalt passt. Auch der Klappentext ist total spannend und macht wirklich Lust, das Buch zu lesen.

Die Idee war einfach nur genial und bisher einzigartig.

Dennoch habe ich ein paar Punkte zu bemängeln. Die Geschichte beginnt unmittelbar mit einem eindringlichen Prolog, der mich wirklich gefesselt hat. Kapitel 1 handelt dann von der eigentlichen Geschichte von Marie  in der Forensik. Mir fehlte anfangs, nach dem Prolog, die Spannung bzw noch so ein kleiner Kick. Zwar war ich total gespannt, mehr über ihre Tat zu erfahren und wie es dazu kam, also die Tage davor, aber irgendwie fehlte mir noch eine Kleinigkeit.
Die Geschichte hatte zwei Handlungsstränge, die gut miteinander verknüpft waren: Maries Gegenwart in der Forensik und ihre Zeit vor der Tat. Das fand ich wirklich gut und war mir auch viel näher, als wenn es nur so Rückblenden im Kopf gewesen wären. Ich fand auch gut, wie es in die Geschichte eingebaut wurde. Die Passagen aus der Vergangenheit habe ich mit Begeisterung verschlungen und wollte unbedingt mehr erfahren, aber zurück in der Gegenwart habe ich irgendwie so einen kleinen Dämpfer bekommen. Es hat mir manchmal einfach zu lange gedauert, bis die nächste Rückblende kam.
Die Autorin hat es geschafft, mir eine unbekannte Umgebung, die Forensik, gut und realistisch zu beschreiben. Ich hatte ein genaues Bild im Kopf und bin mit Marie durch die Gänge gelaufen. Wirklich klasse. Auch keine überflüssigen Beschreibungen sondern wirklich angemessen. Außerdem ließ es sich insgesamt wirklich gut lesen.
Im Laufe der Geschichte merkte man die Spannung und die Seiten flogen nur so dahin. Ich habe richtig mit Marie mitgefiebert und konnte mich gut in sie und Christopher hinein versetzen. Aber auch Hannah fand ich total klasse und sympathisch. Von ihr hätte ich gerne mehr gehabt, weil ich sie so mochte.
Dann kam die erste große Wendung, ich musste schlucken und wollte unbedingt weiter lesen. Das Kapitel endete mit einem fiesen Cliffhanger. Dann noch eine Wendung, und aufatmen. Wie sich dann die Geschichte entwickelt hat, hat mich doch etwas missmutig gestimmt. Ich hätte an einer ganz bestimmten Stelle einen Cut gemacht und für mich wäre alles gut gewesen. Klappe zu, super Buch! Aber dann kam die eigentliche Auflösung und ich muss sagen, dass mir das etwas zu viel war. Ja, es war alles in sich schlüssig und es hat mich auch bis zum Ende gefesselt und kurz vor Ende war auch noch Schnappatmung. Aber irgendwie fand ich das doch etwas gestellt. Es war mir einfach zu viel auf einmal, was plötzlich anders war, als bisher angenommen.
Es war keinesfalls schlecht, aber mir in dem Moment nicht angemessen. Allerdings muss ich sagen, dass die Spannung am Ende noch einmal in vollem Maß da war und ich mit meinen Vermutungen komplett falsch lag. Also überrascht wurde ich auf jeden Fall. Aber für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.
Insgesamt fand ich auch Maries Krankheit sehr gut dargestellt und total interessant. Ich liebe ja Psyche und Krankheiten.


Fazit:
Ein wirklich guter Thriller auf Basis einer psychisch kranken Frau. Spannung war da, wenn auch im Mittelteil etwas wenig. Die Charaktere fand ich total super und einfach die ganze Idee hinter dem Buch.
Einzig das Ende war mir etwas zu viel, weil sich alles komplett gewendet hat. Aber immerhin konnte es mich dennoch fesseln und überraschen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen guten, unterhaltsamen Thriller sucht auf Grundlage der menschlichen Psyche und deren Erkrankung.

Vielen Dank an den Diana Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Sonntag, 29. September 2013

Rezension: "Die besten Freunde meines Lebens" von Sam Baker

Klappentext:
P.S.: Ich liebe euch

Nicci war schon immer für Überraschungen gut. Doch nun sind selbst ihre Freundinnen sprachlos. Als Nicci den Kampf gegen ihre unheilbare Krankheit verliert, hinterlässt sie ihnen nicht nur Abschiedsbriefe. Sondern auch den Garten (für Lizzie), die bezaubernden Zwillingstöchter (für Jo) und den Ehemann (für Mona). Zu gern hätte Nicci auch das Chaos gemanagt, das mit diesem Vermächtnis im Leben ihrer Freundinnen ausbricht...


Meinung:
Der Klappentext gefällt mir richtig gut und macht total neugierig. Den Titel finde ich einfach nur wunderschön und auch irgendwie traurig. Auf jeden Fall passt er super zum Buch. Auch das Cover ist richtig schön und passend zum Inhalt.

Die Idee erinnert entfernt ein wenig an "P.S. Ich liebe dich", ist aber eigentlich doch wieder nicht damit zu vergleichen.

Die Umsetzung ist wirklich zauberhaft. Durch den Prolog ist man schon sofort in der Geschichte drin und das erste Kapitel erfasst einen. Schon bei beidem hatte ich Tränen in den Augen, aber auch zwischendurch immer mal wieder und vor allem beim Epilog. Allerdings hätte ich es emotionaler erwartet. Ein paar mal schlucken und die Tränen, aber nicht so mitreißend, wie gedacht.
Eigentlich gibt es eine chronologische Handlung, aber an manchen Stellen gibt es Rückblenden mit Datum, zu bestimmten wichtigen Ereignissen. Das fand ich gut. Besonders originell war es, dass es anhand von Kleidungsstücken festgemacht wurde, die für Nicci immer eine große Bedeutung hatten. Kleidung zieht sich auch wie ein roter Faden durch die Geschichte, aber nicht zu aufdringlich.
Es gab ein paar Ausdrücke, die oft wiederholt wurden, aber das hat mich eigentlich nicht sonderlich gestört.

Der Schreibstil ist klasse, man kann sich alles richtig lebhaft vorstellen und sieht es wie einen Film im Kopf ablaufen.

Die Charaktere waren einfach nur spitze. Alle waren gut ausgearbeitet und einmalig. Ich glaube, dass wirklich jeder jemanden findet, mit dem er sich selbst identifizieren kann, zumindest in Teilen. Das hat das ganze sehr realistisch wirken lassen.


Fazit:
Ein wundervolles Buch über Freundschaft, die Liebe, den Tod und die Verarbeitung von Trauer. Absolut realistisch und schöne Geschichte mit wundervollen Charakteren. Jedoch hätte ich es mir manchmal viel emotionaler vorgestellt, was einen winzigen Abzug gibt. Aber es ging eben nicht nur um Tod und Trauer, sondern auch um das Leben.
Auf jeden Fall macht es nachdenklich!

Vielen Dank an den Diana Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Sonntag, 24. Februar 2013

Rezension: Auge des Mondes von Brigitte Riebe

Inhalt:
Als Mina eines Abends im Teich badet, wird sie um ein Haar von einer Schlange getötet. Allerdings rettet ihr eine Katze das Leben. Sie nennt sie Bastet, wie die große Katzengöttin.
Eines Tages, als sie wieder ihre Geschichten auf dem Markt erzählt, ist der Perser Numi plötzlich in ihrem Publikum. Eigentlich ist er ein Feind der Familie, aber das ändert sich bald.
Und nicht nur das: Normalerweise wimmelt es in Per-Bastet nur so von Katzen und auf einmal sind sie alle weg, und mit ihnen auch Minas Bastet. Ruft die Göttin nach neuen Opfergaben?


Meinung:
Eigentlich bin ich kein großer Fan von historischen Romanen, weil ich da irgendwie keinen Zugang zu finde.
Hier war es jedoch anders.

Die Geschichte spielt in Ägypten, genau in Per-Bastet einer Stadt am Nil. Mina verdient ihren Lebensunterhalt damit, dass sie auf dem Markt Geschichten erzählt. Das finde ich ja schon interessant, sein Geld damit zu verdienen, Geschichten mündlich zu erzählen.
Kurz drauf wird sie von einer Katze gerettet. Das ganze mit den Katzen hat mir gut gefallen.

Was mich allerdings gestört und verwirrt hat, waren die Namen der Personen. Okay, Mina kannte ich und habe sie auch nicht mit anderen verwechselt. Aber wenn mehrere fremndländische Namen, in diesem Fall ägyptische, mit dem gleichen Buchstaben anfangen, bin ich immer sehr verwirrt, weil ich mir den genauen Namen nicht gut merken kann. Deshalb habe ich immer Probleme, die Personen dem Geschehen zuzuordnen.

Ansonsten waren manche Charaktere nett und andere echt seltsam und unsympathisch, für mich zumindest.

Etwa ab der Hälfte spürte man, wie sich Spannung aufbaute, die sogar bis zur letzten Seite blieb. Das hat mir sehr gut gefallen und ehrlich gesagt, hatte ich das auch nicht erwartet.


Zitat:
"Man spürt doch, ob man zusammengehört. Da gibt es so ein Summen im ganzen Körper, eine Art inneres Vibrieren. Als ob alles, was man hat und was man ist, dem anderen antworten würde."


Fazit:
Die Idee war okay, mal etwas anderes. Spannung gab es auch und das sogar bis zur letzten Seite. Die Charaktere waren teilweise gut und teilweise mochte ich sie nicht, außerdem war Verwirrung wegen den Anfangsbuchstaben inklusive.
Insgesamt ein nettes Buch für zwischendurch.

Dienstag, 17. Juli 2012

Rezension: Die fernen Stunden von Kate Morton

Endlich gibt es mal wieder eine Rezension von mir. Ich habe recht lange für dieses Buch gebraucht, was aber nur an meiner knappen Zeit und nicht an dem Buch selbst lag.

Inhalt:
Edith hilft ihrer Mutter dabei, das Sonntagsessen zuzubereiten, als plötzlich ein verschollener Brief aus dem zweiten Weltkrieg ankommt. Meredith, Edith Mutter, ist total schockiert und Edie macht sich Sorgen, was in dem Brief steht. Ihre Mutter erzählt ihr daraufhin von ihrer Evakuierung während es zweiten Weltkrieges nach Schloss Milderhurst zu Juniper Blythe und ihren beiden älteren Zwillingsschwestern Saffy und Percy. Als Edie einen Tages bei einer Autofahrt einen Wegweiser nach Milderhurst sieht, fährt sie dort hin, um sich anzusehen, wo ihre Mutter damals evakuiert wurde. Und plötzlich erfasst sie eine Kindheitserinnerung, schon einmal hier gewesen zu sein. Als sie ihre Mutter danach fragt, streitet diese das ab und behauptet, nie wieder beim Schloss gewesen zu sein.
Warum ist ihre Mutter so schockiert von dem Brief? Was ist damals passiert, dass sie nicht über diese Zeit sprechen möchte?
Edie beginnt Nachforschungen anzustellen und gerät dabei immer tiefe in die Vergangenheit und wird immer wieder von ihrem ersten Buch "Die wahre Geschichte vom Modermann" begleitet....

Meinung:
Gleich zu Anfang übt das Buch eine gewisse Faszination aus, da man einen Auszug aus "Die wahre Geschichte vom Modermann" liest und erst einmal überhaupt nicht weiß, was das nun mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. So musste ich einfach weiter lesen und erfuhr nach wenigen Seiten, dass es doch einen Zusammenhang zwischen der Geschichte vom Modermann und der eigentlichen Geschichte gibt, der  irgendwie im Schloss zu finden ist...
Das Buch spielt sowohl in der Gegenwart mit Edith und ihrer Mutter, als auch in der Vergangenheit zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Jedoch sind die Rückblenden sehr gut eingebaut, da die Zeit nicht plötzlich innerhalb eines Kapitels wechselt. Meist sind mehrer Kapitel aus einer Zeitepoche, was das Buch nicht so hektisch und verwirrend wirken lässt.
Die Geschichte wird immer aus mehreren Perspektiven erzählt, die innerhalb des Kapitels auch wechseln. So erlebt man das Geschehen immer von vielen Seiten und kann sich besser sein eigenes Bild machen.
Sehr gut hat mir die detailierte Beschreibung von Räumen, Personen und Geschenissen gefallen. Kate Morton hat dafür ein sehr großes Talent, sodass man sich die Umgebung und das Geschehen perfekt vorstellen kann.
Das Buch bleibt trotz über 700 Seite bis zur letzten Seite spannend. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass sich die Geschichte zieht bzw. dass ich keine Lust mehr hatte, noch etwas über die Vergangenheit zu lesen.
Man kann das Buch durchaus schnell lesen, ich hatte jedoch zum einen einfach keine Zeit und zum anderen keine Lust etwas zu verpassen. Bei Familiensagen finde ich es immer wichtig, sich mit dem Buch Zeit zu lassen und jeden Satz zu lesen, da einem sonst am Ende etwas wichtiges fehlt und man das ganze Buch nicht versteht. Immer wieder dreht es sich um die Frage, was damals wirklich passiert ist.
Insgesamt kann ich sagen, dass mich dieses Buch sehr begeistert hat und ich hoffe, dass Kate Morton noch viele weitere Bücher schreiben wird. Die anderen beiden Bücher "Der verborgene Garten" und "Das geheime Spiel" habe ich bereits schon gelesen und war von ihnen ebenfalls genauso begeistert.
Wenn ihr gerne Bücher über Familiengeheimnisse lest, ist dieses Buch ein absolutes Muss.

Fazit:
Dieses Buch bekommt von mir ganz klar 5 von 5 Punkten.