Donnerstag, 25. Juni 2020

Rezension: "Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft" von Anna Ruhe

Warum sind plötzlich alle Nachbarn so neugierig und was meinte der Junge von nebenan mit Gruselvilla? Versteckt die alte Villa tatsächlich ein Geheimnis?

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: Teil 1 von 5
Illustratorin: Claudia Carls
Alter: ab 10 Jahre
Erscheinungsdatum: 15.01.2018
Seitenzahl: 264
ISBN: 978-3-401-60308-7


Klappentext:
In der alten Villa riecht es seltsam – nach tausend Dingen gleichzeitig. Es ist das erste, was Luzie an ihrem neuen Zuhause auffällt. Aber die Gerüche führen nirgendwohin und der Schlüssel, den Luzie unter einer Bodendiele findet, passt in kein Schloss. Gibt es in der Villa etwa ein verstecktes Zimmer? Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Benno und dem Nachbarsjungen Mats macht sich Luzie auf die Suche. Als sie in den verborgenen Teil der Villa vordringen, trauen die Kinder ihren Augen kaum: Auf deckenhohen Regalen reihen sich zahllose Duftflakons aneinander, in denen es nur so schillert und sprudelt! Doch in den Fläschchen schlummern nicht nur schöne Überraschungen, sondern auch jede Menge Gefahren.
Vor allem ein Flakon wäre besser für immer verschlossen geblieben…


Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich zunächst angenehm, nimmt dann auch aber recht bald an Spannung auf. Zwischendurch wechseln sich ruhig-spannende Passagen mit dynamischen Kapiteln ab.

Die Idee hat mir ganz gut gefallen. Alleine der Titel hat mich schon neugierig gemacht. Denn jeder von uns kennt eine gewöhnliche Apotheke, aber was genau es mit einer Duftapotheke auf sich hat, wollte ich natürlich unbedingt herausfinden. Da hat die Geschichte meine Erwartungen eindeutig erfüllt.
Auch wenn hier noch ein paar Fragen offen bleiben, die dann in den Fortsetzungen beantwortet bleiben, wurde meine Neugierde befriedigt.

Ich mochte es sehr, wie wir nicht nur Luzie als Protagonistin haben, sondern auch ihr kleiner Bruder Benno und der Nachbarsjunge Mats immer mit von der Partie sind. So hatte ich noch mehr das Gefühl, als Gruppe von "Kindern" durch die Gänge zu schleichen, um ein Geheimnis zu entdecken. Eben so wie die kindliche Vorstellung ist. Außerdem kann sich so jede/r Leser/in mit einem von den dreien identifizieren.

Für mich steht fest, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde. Ich mochte die Idee der Geschichte sehr und finde, dass der Autorin ein guter Einstieg gelungen ist. Aber sicherlich gibt es noch viel mehr zu entdecken und deshalb bin ich gespannt, was die drei in den kommenden Teilen noch so erleben.
Trotzdem ist die Geschichte nach diesem Teil in sich abgeschlossen.

Fazit:
Hier erwartet euch ein sehr schönes Kinderbuch. Eine alte Villa, die ein Geheimnis birgt und drei Kinder, die genau dieses entdecken wollen. Aber es ist nicht nur irgendein Geheimnis, sondern es scheint etwas magisch zu sein. Findet es am besten selbst heraus.
Nebenher gibt es noch liebevolle kleine und große Illustrationen, die gut zur Geschichte passen und gemeinsam mit dem Cover das Ganze nochmal lebendiger machen. Wenn man nicht bereits eigene Bilder im Kopf hat.

Ein schönes, spannendes Kinderbuch zum Entdecken.

Donnerstag, 28. Mai 2020

Auf zu(r) neuen Seite(n)


Heute vor acht Jahren habe ich meinen aller ersten Beitrag bei Katja's Lesewolke geschrieben und damit diesen Blog ins Leben gerufen. Ich hatte endlich einen Ort, um über Bücher zu sprechen, meine Meinung zu schreiben und sie für mich zu sammeln. Ein Überblick über meine gelesenen Bücher und Austausch mit anderen darüber.
Ich habe tolle Leute über dieses Hobby kennengelernt und meine Liebe zum Buch noch weiter vertieft und vielfältiger neu entdeckt.

Mit dem Umstieg von Ausbildung zum Studium hatte ich deutlich weniger Zeit und Muse für den Blog. Habe ihn monatelang komplett unbeachtet gelassen und mich gefragt, ob ich ihn überhaupt noch weiterführen werde.
Die letzten Monate hingegen waren die Gedanken ganz andere: Mir fehlt das Bloggen, fehlt das Aufschreiben meiner Meinung, auch für mich selbst, und mir fehlt der Austausch.
Aber so wie der Blog aktuell ist, macht er mich nicht mehr zu 100% glücklich.
Damals wollte ich nicht unter meinem richtigen Namen bloggen, mittlerweile sieht es anders aus. Ich identifiziere mich zwar immer noch mit "Katja Wolke", aber weniger als früher.

Ich möchte, dass es "Julias Lesewolke" ist und deshalb habe ich genau das gemacht - ein neuer (alter) Blog. Design und gewohnter Aufbau sind weitestgehend geblieben. Nur der Name, und was so damit zusammenhängt, hat sich verändert. Für mich fühlt es sich deutlich besser an.
Als ich die letzten Wochen im Hintergrund einige Beiträge rüber kopiert habe (und es im Hintergrund noch weiter mache), spürte ich richtig, wie meine Motivation für neue Rezensionen und andere Beiträge wiederkam.

Wie geht es jetzt also konkret weiter:
Katja's Lesewolke wird weiterhin bleiben. Ich möchte den alten Blog nicht löschen, dazu bin ich zu nostalgisch. Die meisten Rezensionen wird es aber auch auf dem neuen Blog geben. Die werde ich also nach und nach einfügen.
Aber es werden bis auf diesen Beitrag keine neuen mehr dort kommen. Es wird eine Notiz geben, dass es jetzt auf Julias Lesewolke weiter geht.

Ich freue mich über jeden, der mir folgen mag oder neu hinzukommt.

Ansonsten findet sehr viel bei Instagram statt, wo ich mich auch mehr in die Buchcommunity einbringen möchte. Natürlich auch unter neuem Namen, in der Hoffnung, dass es nicht zu sehr verwirrt. Folgt mir also auch gern dort oder bei Twitter.

In diesem Sinn viel Freude auf dem neuen/alten Blog und wir lesen uns!

Freitag, 26. Oktober 2018

Rezension: "Das große Los" von Meike Winnemuth

Sie gewinnt bei 'Wer wird Millionär' und lebt das Leben, von dem sie die ganze Zeit geträumt hat. Eine Reise um die Welt und zu sich selbst.

Allgemeine Infos:
Verlag: Penguin
Reihe: nein
Originaltitel: Das große Los
Erscheinungsdatum: 11.06.2018
Seitenzahl: 336
ISBN: 978-3-328-10268-7


Klappentext:
Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen? Meike Winnemuth berichtet von einer unglaublichen Reise um die Welt: ein Jahr und zwölf Städte über alle Kontinente hinweg. Mit Tempo, Humor und viel Gespür für die Besonderheiten der Menschen erzählt sie von ihren Erfahrungen und zahllosen Aha-Erlebnissen. Ein inspirierendes Buch über den Rausch der Freiheit, das Glück des Zufalls und die Überraschungen, die man nicht zuletzt mit sich selbst erlebt.


Mein Lesegrund:
Irgendwie hatte ich dieses Buch schon unglaublich lange im Auge, weil es mich irgendwie fasziniert hat. Wer stellt sich schließlich nicht vor, im Lotto oder bei 'Wer wird Millionär' zu gewinnen, und was man mit dem Geld machen würde.


Meine Meinung:
Wir begleiten Meike Winnemuth auf ihrer Reise um die Welt und auch zu sich selbst. Denn mit dem Geld erfüllt sie sich den Wunsch, zu reisen. 12 Monate lang verbringt sie jeden Monat in einer anderen Stadt und lernt dabei viel über die Menschen und die Kultur. Denn sie lässt sich einfach treiben, macht touristisches Sightseeing, aber trifft sich auch viel mit Einheimischen, kommt ins Gespräch und entdeckt eben auf diese Weise unglaublich viel.

Vor allem wird sie sich bei dieser Reise immer mehr über sich selbst klar. Was sie möchte, was sie sucht und was sie glücklich macht. Denn sie hat im Prinzip Zeit und probiert Sachen aus, die sie immer schon mal machen wollte, aber angeblich nie Zeit hatte. Doch nach diesem Jahr stellt sie fest, dass Zeit und Geld nie das Problem waren. Denn ihre Arbeit kann sie problemlos von unterwegs erledigen.
Man muss sich die Zeit einfach bewusst nehmen, sich seine Träume erfüllen.

Dieses Buch ist somit nicht nur ein einfacher Reisebericht, sondern auch eine Reise zu unseren Wünschen. Denn ganz viel, das Meike feststellt, konnte ich so oder ähnlich nachvollziehen bzw konnte mich darin wieder finden. So gibt es also nicht nur den ein oder anderen Reisetipp, sondern auch Idee fürs Leben.

Der Aufbau des Buchs hat mir sehr gut gefallen. Aus jeder Stadt schreibt die Autorin einen Brief an jemand bestimmten. Jedes Mal an wen anders. Darin erzählt sie von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Aber sie lässt uns auch an ihren Gedanken teilhaben, ihre Ängste und Sorgen spielen auch häufig eine Rolle. Oder einfach ihr Glücklichsein, das man förmlich in den Zeilen spüren kann.
Am Ende jedes Briefes gibt es noch ein paar Fotos und eine 10 Punkte-Liste, welche Erkenntnisse sie aus der Stadt und dem Erlebten für sich mitnimmt.
Durch die Briefe hatte ich irgendwie das Gefühl, als würde sie mir persönlich ihr Erlebtes erzählen, was es nochmal greifbarer macht.

Fazit:
Ich habe es einfach so unglaublich gerne gelesen! Es war mir eine Freude, Meike auf ihrer Reise zu begleiten und ihre Erfahrungen und Gedanken zu lesen. Ich habe mir Markierungen für Reisetipps gemacht, aber auch interessante Gedanken zum Leben und zu unseren Träumen. Denn manchmal sollten wir einfach was wagen und die Zeit jetzt nutzen.
Genau das konnte Meike mir mit diesem Buch vermitteln.

Lest dieses Buch! Ihr werdet eure Freude daran haben, wenn ihr gerne reist. Oder wenn ihr einfach gerne Erlebnisse lesen möchtet. Wie jemand seinen Traum lebt, der nicht immer rosarot ist.